#101 | Stefan Wulff, CEO OTTO WULFF - mit hanseatischen Prinzipien und Werten die Zukunft bauen
Shownotes
Wir sprechen mit Stefan Wulff, Geschäftsführnder Gesellschafter der OTTO WULFF BAUUNTERNEHMUNG aus Hamburg. Gemeinsam diskutieren wir die drängenden Herausforderungen der Baubranche – vom akuten Wohnraummangel über regulatorische Hürden bis hin zu strategischen Antworten auf eine zukunftsfähige Bauwirtschaft.
Im Zentrum steht die Frage: Wie kann mehr und zugleich besserer, bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden? Stefan Wulff teilt seine Sicht auf den Hamburger Markt, setzt sich mit dem Hamburg‑Standard als Lösungsansatz auseinander und zeigt, wie ein breites Leistungsspektrum – von Wohn‑ über Schul‑ und Infrastrukturbau bis hin zur Bestandssanierung – heute Stabilität und Flexibilität schafft. Gleichzeitig beleuchten wir, wie Digitalisierung, serielle Bauweisen und neue Technologien helfen, Kosten zu senken und Prozesse effizienter zu gestalten.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Unternehmensnachfolge und Fachkräftesicherung im Mittelstand – inklusive der Chance, junge Menschen für moderne Bauberufe zu begeistern. Es wird klar, dass Werte, Kontinuität und Innovationsbereitschaft für nachhaltigen Erfolg entscheidend sind. Außerdem geht es um konkrete Zukunftstrends: serielle Holz‑ und Hybridbauweisen, BIM‑Planung, KI‑Anwendungen, Ressourcenkreisläufe und nachhaltige Baustoffe.
Diese Folge bietet praxisnahe Einsichten sowie strategische Impulse für alle, die sich mit den Zukunftsthemen Wohnen, Bauen und Stadtentwicklung beschäftigen.
Themen in der Folge:
- Begrüßung und Einführung ins Thema Wohnraummangel
- Vorstellung Stefan Wulff und Otto Wulff GmbH & Co. KG
- Leistungen: Projektentwicklung bis Gebäudemanagement
- Bauwirtschaft in Hamburg – aktuelle Lage
- Breite Aufstellung als strategischer Vorteil
- Regulatorik, Baukosten und politische Hürden
- Hamburg-Standard: Einfacher und günstiger bauen
- Pilotprojekt: Serielle Holzbauweise in Hamburg
- Nachhaltigkeit: Recyclingbeton, Holz, Algenhaus
- Flächenpotenziale und Nachverdichtung in Hamburg
- Digitalisierung: BIM, KI und Datentools
- Ausbildung und Fachkräftesicherung im Bau
- Nachfolge im Familienunternehmen gesichert
- Wettbewerbsfähigkeit und Großprojekte im Mittelstand
- Politische Forderungen für die Bauwirtschaft
In dieser Folge (Gäste und Links):
Verlinkungen
Hosts und Podcast
Website: Christian Haak
Website: Martin Ferger
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Präsentiert von: Zukunft.Bauen. | Der Haak & Ferger Zukunftspodcast für die Bauindustrie
Der Zukunftspodcast für alle, die sich für die Zukunft von Bauen & Leben interessieren.
Live-Events von Zukunft.Bauen.
Hinweis: Das Folgentranskript wurde automatisch erstellt. Bilder/Cover: AFU und mit freundlicher Genehmigung, Otto Wulff/Stefan Wulff
Transkript anzeigen
00:00:07: Moin aus Hamburg
00:00:08: und Siegen.
00:00:09: Und herzlich willkommen zu unserem Podcast für die Bauindustrie Zukunft Bauen.
00:00:15: Dem Zukunftspodcast für alle, die sich für die Zukunft von Bauen und Leben interessieren.
00:00:21: Wir sind
00:00:22: Martin
00:00:23: und Christian und wir werfen in diesem Podcast einen Blick auf die Zukunftsentwicklungen von Branche, Technologie und Lebenswelt.
00:00:31: Es wird dabei um die Veränderung der Baubranche gehen und darum, was dies für uns und für die Unternehmen der Branche bedeutet.
00:00:40: Es fehlen dringend Wohnungen.
00:00:41: Das ist die große Gesellschaftspolitische Herausforderung, glaube ich, auch der nächsten Jahre.
00:00:46: Wir müssen einfach mehr bauen.
00:00:48: Also es hilft alles nicht.
00:00:50: Es hilft keine Regulaturweg, Mietpreisbremsen und so weiter.
00:00:53: Die helfen, tragen nicht dazu bei, dass wir neue Neue Wohnungen haben.
00:00:59: im Gegenteil, die schützen eine, die die eine Wohnung haben, aber die, die eine so finden, dort nicht statt.
00:01:04: Deswegen, es hilft nur eins, mehr bauen, mehr Wohnraum schaffen.
00:01:09: und dann reguliert auch sozusagen der Markt das Angebot und die Höhe der Mieten.
00:01:15: Wir müssen Hamburg fehlen gut hunderttausend Wohnungen aktuell und die müssen wir möglichst schnell bauen.
00:01:21: Wir sprechen in dieser Folge mit Stefan Wulf.
00:01:23: Er ist Bauingenieur und führt das Hamburger Familienunternehmen Otto Wulf in dritter Generation.
00:01:29: Gegründet, von seinem Großvater, steht das Unternehmen seit über neunzig Jahren für Qualität, Verantwortung und hanseatische Kontinuität.
00:01:40: Mit seiner Tochter, die künftig in vierter Generation ins Unternehmen einsteigen wird, setzt er diesen Weg konsequent fort.
00:01:48: Otto Wulf ist heute in allen Phasen des Bauens aktiv.
00:01:52: von der Projektentwicklung über Planung und Schlüsselfertigen Hochbau bis hin zum technischen Gebäudemanagement.
00:01:59: Das Unternehmen gestaltet ganze Quartiere, realisiert Wohnungsbau, Bildungs- und Gewerbebauten und steht für durchdachte und nachhaltige Stadtentwicklung.
00:02:08: Mit regionaler Verankerung in Hamburg und überregionalen Projekten in Berlin, Leipzig und weiteren Wachstumsregionen.
00:02:17: Wir sprechen über Führung im Wandel, den Bau- und Immobilienmarkt in Hamburg und die Frage, wie zukünftiges Bauen heute gedacht und gemacht wird.
00:02:28: Herzlich willkommen, Stefan Wulf.
00:02:30: Moin und guten Morgen.
00:02:32: Guten Morgen, Ag.
00:02:34: Ich freue mich sehr, dabei sein zu dürfen.
00:02:37: Ich freue mich auch, dass Sie dabei sind, dass wir heute hier zusammen sind, so zur Jahreswende.
00:02:42: Ich freue mich natürlich ganz besonders heute hier als Hamburger auch mit einem Hamburger Unternehmer und einem Hamburger Unternehmer.
00:02:50: im Dialog zu sein.
00:02:52: Und für alle die, die nicht aus der Nordschiene kommen, wie wir beide, vielleicht holen wir die noch mal ins Boot.
00:02:58: Sagen sie noch mal ein paar kurzen Worten.
00:03:01: Das Unternehmen Otto Wulf, was muss ich wissen, wenn ich davon noch nie gehört habe?
00:03:07: Was glaube ich nicht bei vielen der Fall ist, aber es gibt vielleicht doch zwei oder drei da draußen.
00:03:12: Mit Sicherheit mache ich gerne.
00:03:14: Otto Wulf ist ein Familienunternehmen.
00:03:18: Mein Großvater hat die Firma hier in Hamburg bestätten.
00:03:22: Er ist neunundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundund.
00:03:44: Also, da sprechen wir schon ganz am Anfang über die Zukunft.
00:03:48: Darüber reden wir am Ende nochmal etwas ausführlicher, aber sicherlich als Unternehmen eine tolle Entscheidung zu sagen, es geht weiter.
00:03:57: Ja, wir sind tatsächlich als Unternehmensgruppe sehr, sehr breit aufgestellt, sehr, sehr vielfältig unterwegs.
00:04:04: Wir erwirtschaften mit rund siebenhundertfünfzig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gut vierhundertdreißig Millionen Euro Jahresumsatz in der Bauunternehmung.
00:04:14: Wir haben als zweites wichtiges Geschäftsfeld die Projektentwicklung.
00:04:20: Hier sind wir überwiegend im Wohnungsbau unterwegs, aber ab und zu haben wir auch Gewerbethemen in der Vergangenheit mal entwickelt, ein Bürogebäude oder auch mal einen Fachmarkt.
00:04:32: Aber unser Kerngeschäft ist der Wohnungsbau und da sind wir tatsächlich im Bereich Mietwohnungsbau und Eigentrumswohnungen unterwegs.
00:04:42: und bedienen also den privaten Endkunden im klassischen Bauträgergeschäft, aber eben auch den institutionellen Investor bei global Verkäufen und globalen Entwicklungen.
00:04:54: Da sind wir ja auch schon in einem großen Spannungsbogen, diese ja inzwischen über neunzigjährige Unternehmensgeschichte.
00:05:03: Da hat sich ganz schön was entwickelt, was mich schon mal auch zu der Frage führt, wie ist denn momentan die Aufstellung, die Lage der Branche in Hamburg zu betrachten.
00:05:14: Sie sind breit aufgestellt.
00:05:15: Sie haben das Ohr und die Fühler sozusagen in mehreren Feldern drin.
00:05:20: Wie würden Sie im Moment die Situation beschreiben und vielleicht auch mit einem kleinen Blick nach vorne, das was so für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für
00:05:30: für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für behören wollen, dann ist das sicherlich sehr, sehr uneinheitlich.
00:05:49: Ich darf auch ehrenamtlich im Vorstand des Norddeutschen Baugewerberverbandes mitarbeiten.
00:05:51: Und von unserem Mitgliedsunternehmen im NBV gibt es tatsächlich einige, die sehr gut zu tun haben, aber es gibt auch viele, die Arbeit suchen.
00:06:01: Das ist tatsächlich sehr, sehr uneinheitlich.
00:06:05: Wir mehr spüren schon.
00:06:07: deutlich Drückgang nach wie vor im Wohnungsbau, auch wenn jetzt zumindest hier in Hamburg die Baugenehmigungszahlen jetzt mal wieder angestiegen sind, das bedeutet aber hier noch lange nicht, dass die Projekte auch gebaut werden und ein Projekt, was heute baugenehmig ist, kommt frühestens in zwei Jahren auf den Markt.
00:06:22: Also das macht uns ein bisschen Hoffnung.
00:06:25: Aber grundsätzlich ist der Wohnungsbau sehr stark eingebrochen.
00:06:30: Wir als Firmengruppe sind eben auch sehr stark im öffentlichen Bereich, im öffentlichen Sektor unterwegs, im Bereich Schulbau und Infrastrukturbau und da haben wir sehr gut zu tun.
00:06:41: Das ist generell, glaube ich, auch so ein bisschen unser Erfolgsmodell aktuell, dass wir doch sehr, sehr breit aufgestellt sind.
00:06:50: Wir machen eben im Neubau Wohnungsbauschulbau Wir sind in der Infrastruktur tätig, wir bauen Industriegebäude, wir sind im Hafen tätig und was auch sehr, sehr wichtig ist.
00:07:04: Wir sind auch in der Sanierung und Modernisierung von Bestandsgebäuden sehr aktiv tätig und das gibt uns im Moment eigentlich doch ein ganz gutes Gefühl.
00:07:17: Unser Auftragsvorlauf ist so gut wie Ja, ist so gut wie lange nicht.
00:07:25: Also, wir gucken sehr, sehr positiv nach vorne.
00:07:28: Wir sind eigentlich in ... ... im Jahr ... ... sehr, sehr gut gebucht und schauen auch in ... ... im Jahr ... ... also bei uns ist in der Bauunternehmung ... ... viel los.
00:07:42: Das liegt sicherlich auch daran, dass wir ... ... günstige Angebote machen.
00:07:46: Und das ist auch so ein bisschen auf der anderen Seite ... ... natürlich das Problem, die Margen ... Wir sind nicht so besonders übrig, aber wir müssen eben sehen, dass wir bei diesen scharfen Preisen, die wir machen, auch noch Geld verdienen.
00:08:00: Also man kann ja sagen, wenn man ein Unternehmen über so lange Zeit in der Familie entwickelt, dann... gehen Chancen und Herausforderungen einher.
00:08:09: und viele dieser Aufstellungen, die sie jetzt oder der Schwerpunkt, die sie genannt haben, sind ja Antworten auf gesehene Chancen oder eben auch das Umgehen mit Herausforderungen der Vergangenheit, dass man sich breit aufstellt.
00:08:22: Ich freut mich, freut das natürlich, weil ich eben genau auch viele Unternehmen in Deutschland im Moment sehe, die eben nur in einer Sparte unterwegs sind oder in zweien.
00:08:31: Und wenn es dann die falsche ist, dann hat man im Moment große Probleme.
00:08:35: Zudem Ein Thema, das Sie angesprochen haben, Nachfolgethema, auch ein großes Thema, gerade im Mittelstand, finde ich, habe ich einen Nachfolger, finde ich jemanden.
00:08:43: Will der?
00:08:44: Kann der?
00:08:45: Also all diese Themen beschäftigen auch.
00:08:47: Auch das ist ja für die Fortführung eines solchen Unternehmens dann von entscheidender Bedeutung.
00:08:53: Wie stelle ich mich auf?
00:08:54: Auch für die Mitarbeitenden eine wichtige Botschaft.
00:08:57: Bleiben wir in der Struktur.
00:08:59: Das ist eine Kontinuität auch in den Werten und der Philosophie irgendwo zu erkennen oder Begebe ich mich da auf unsicheres Gewässer.
00:09:08: Absolut.
00:09:09: Und das ist die riesige Herausforderung.
00:09:11: Und natürlich gerade gerade für mittelständisch geprägte Familienunternehmen.
00:09:15: Und man muss ja eines wissen.
00:09:17: Die deutsche Bauwirtschaft ist ja extrem mittelständisch und familiär geprägt.
00:09:23: Es gibt in Deutschland die Zahlen schwanken.
00:09:25: Aber ich sage mal so um die dreihundert, siebzig tausend Baufirmen.
00:09:29: Da sind eben auch viele ganz kleine ein, zwei, drei Mann Betriebe dabei.
00:09:32: Aber auch.
00:09:34: Doch endlich die Große und die Kleinen und die Großen und also wir stehen ja alle vor der großen Herausforderung.
00:09:41: Wie geht es weiter?
00:09:44: Wie halten wir unsere Unternehmen zukunftsfähig?
00:09:47: und man muss ja eben eins auch sagen, was tatsächlich eine riesige Herausforderung ist, sind die ganzen regulatorischen Themen, die auf uns einkrasseln.
00:10:00: Das ist eben Ich sage mal nur das Thema Nachhaltigkeit.
00:10:04: Es ist jetzt gerade wieder so ein bisschen aktuell in Hintergrund gerückt, aber das ist schon die Anforderungen, die damals gestellt werden.
00:10:09: Auch die technischen Anforderungen sind schon immens und regulatorisch sowieso.
00:10:17: Die Backen haben auch immer mehr... immer mehr wünsche, die sie an uns übermitteln.
00:10:25: Also diese ganze Regulatur ist, als sie jetzt staatlich oder privatwirtschaftlich zu erfüllen, ist schon eine riesen Herausforderung.
00:10:34: Das führt mich gedanklich auch nochmal zu dem Thema, was können wir dagegen tun?
00:10:38: Kostensteigerungen, Regulaturrück, Nachhaltigkeit, all das sind ja Themen, die müssen wir als Unternehmer irgendwie positiv lösen.
00:10:47: Eine der Antworten hier in Hamburg ist der Hamburg Standard oder vielleicht ein Teil der Antwort da drauf.
00:10:54: Vielleicht nehmen Sie uns mal mit und sagen uns mal kompakt, was steckt dahinter?
00:11:00: Was macht Hamburg da im Verbund mit den auch Hamburger Bauunternehmen und welche Projekte stehen im Moment in diesem Standard zur Diskussion oder auch schon im Bau?
00:11:13: Also der Hamburg-Standard, der ja in einem breit angelegten Workshop-Verfahren entwickelt worden ist von Akteuren aus der Planerseite, also Architektinnen waren dabei, Baufirmen waren dabei, Bauherren waren dabei, die öffentlichen Hand selber war dabei und wir haben sozusagen in diversen Workshops und ich sag mal unterschiedlichen Arbeitspaketen sozusagen an dem Thema gearbeitet, wie können wir eigentlich schneller und einfacher wiederbauen und was muss eigentlich organisatorisch, regulatur, also ich sage mal, was muss die Stadt dafür tun, was können die Firmen dafür tun, was können die Planer tun, was kann die öffentliche Verwaltung tun, also wie kommen wir schneller zu mehr Wohnraum, der auch noch bezahlbar ist und kostenländsiger ist.
00:12:07: Das ist schon bemerkenswert, dass das eben nicht von der Senatoren alleine im stillen Kämmerlein entwickelt worden ist, sondern dass da wirklich die Praxis mit dabei war.
00:12:19: Und deswegen ist mal, das zeichnet uns aus, in Hamburg, wir haben eben als Stadtstaat kurze Wege und wir kennen uns und wir können eben mit der Politik sehr schnell und sehr unkompliziert reden.
00:12:32: Wir finden Termine und Das ist erstmal die Basis und wir haben tatsächlich jetzt ein Maßnahmenpaket entwickelt worden.
00:12:39: Dieser sogenannte Hamburg-Standard.
00:12:40: und da geht es eben darum, dass wir tatsächlich Baukosten sparen wollen, weil wir bewusst Dinge einfacher gestalten, den Scheißschutz zum Beispiel.
00:12:51: Und dass wir eben auch Dinge weglassen, dass wir überlegen, brauchen wir wirklich unter jedem Haus der Typgarager, brauchen wir wirklich in jedem Haus einen Aufzug, auch wenn wir nur zwei oder drei Geschosse bauen.
00:13:04: Das sind so Themen.
00:13:06: Wie können wir die Architektur wieder einfacher gestalten?
00:13:10: Das können wir seriell oder modular bauen.
00:13:14: All diese Themen sind dort eingeflossen und wir haben tatsächlich jetzt das erste große Pilotprojekt, was wir als Generalunternehmer für die Hansa-Baugangssitzschaft hier aus Hamburg bauen dürfen.
00:13:25: Es sind neunzig Wohnungen im Rang-Quartier.
00:13:27: Es sind sechs Baukörper, fünfzehn Einheiten.
00:13:32: die exakt gleich sind und die wir in serieler Holzbauweise errichten werden.
00:13:37: Da steckt dann doch noch etwas von der Genetik des Unternehmens aus der Gründerzeit.
00:13:41: Genau, wir kommen gerade wieder so ein bisschen zurück zu unseren Wurzeln, auch wenn wir den Holzbau wieder tatsächlich, ich will nicht sagen, neu lernen müssen, aber es wird heute einfach anders gebaut und wir kommen damals eben aus einer anderen Struktur.
00:13:55: Und jetzt ist es eben tatsächlich das industriell geschaltigte Wand- und Deckelplatten, die wir jetzt mit eigenen Leuten hier montieren.
00:14:04: Und der hohe Wiederholungsfaktor bei diesem Projekt, der macht es eben wirtschaftlich.
00:14:13: Wir haben eben nur wenige Fensterformate, die wir vielfach einsetzen können.
00:14:17: Also es geht tatsächlich wirklich darum, einfacher zu bauen.
00:14:21: Das ist das entscheidende Moment.
00:14:23: Ich glaube, Ziel war doch damals auch, die Kosten so um zwanzig, dreißig Prozent sogar runter zu...
00:14:29: Drücken.
00:14:29: Genau.
00:14:29: Auf welchen Weg ist
00:14:31: man da?
00:14:32: So eine hohe Ambition, muss man sagen.
00:14:34: Ja, man will auf Kosten um dreitausend Euro oder günstiger landen.
00:14:43: Und das ist die Zielgröße, damit wir auch, ich sag mal, auch wieder frei finanziert bezahlbaren Wohnraum errichten.
00:14:51: Es geht ja am Ende auch immer, am Ende darum, wie viel Virus in die Mieten, wie hoch sind die Kaufpreise.
00:14:59: und wenn sie mal so als Wichtgröße sagen, dass tausend Euro Baukosten fünf Euro Miete sind.
00:15:07: Und das Grundstück müssen sie noch dazu rechnen.
00:15:10: Dann kann man eigentlich bei den bei viertausend Euro Baukosten aber nicht unter zwanzig Euro Mieter liegen, weil man macht kaufmännisch etwas der Subvention bekommt Subvention, aber.
00:15:25: Der Hamburg Standard geht eben da in die Richtung, dass wir eben auch frei finanziert wieder günstiger bauen.
00:15:32: Das ist eigentlich die Idee.
00:15:35: Und ja, was steht dem entgegen?
00:15:39: Das ist tatsächlich so, dass wir doch gerade Verwaltungsseitig hier in Hamburg manchmal eben dann doch Wünsche haben, dass man sagt, irgendwie die Architektur ist zu einfach an der Stelle oder wir würden gerne trotzdem Architektenwettbewerb nochmal vorschalten, um die Architektur Qualität zu sichern und so weiter.
00:16:02: Das sind so Dinge, die ein bisschen entgegen stehen und da müssen wir uns einfach zusammenraufen.
00:16:07: Da muss die Combat-Politik, die am Ende ja den Daumen hoch oder den Held oder senkt, wenn es um die Alternative einer Baugenehmigung geht, aber auch die öffentliche Verwaltung muss da und auch die Bauherren Wir müssen da sich aufeinander zubewegen, das muss man auch erst mal lernen, denn wir kommen ja alle aus einer Zeit und ist die Niedrigzensphase auch schon ein paar Jahre her, liegt zurück.
00:16:32: Aber gedanklich leben wir da immer noch und da war eben viel möglich und das müssen wir jetzt eben gemeinsam wieder lernen, dass eben nicht mehr alles funktioniert gerade gestärkt erwischt.
00:16:43: Das heißt ja, das Thema Nachhaltigkeit findet sich ja schon auch in der Grundidee dieses Standards wieder in vielerlei Hinsicht.
00:16:51: auch mit sozialen Gesichtspunkten und so wie das Ganze angegangen worden ist, glaube ich, auf dem richtigen Weg.
00:16:57: Aber ich höre jetzt raus, in der Umsetzung ist man vielleicht noch nicht ganz so stringent, wie man das gedanklich im Konzept am Anfang sich überlegt hat.
00:17:07: Also bis das sozusagen in allen Ämtern und Behörden und im Doing bei allen Akteuren durchgesickert ist, was es auch an konkreten Verhalten dann bedeutet, da sind wir noch auf dem Weg.
00:17:18: Genau, da sind wir auf dem Weg, aber das ist gut.
00:17:20: Wir haben uns auch den Weg gemacht.
00:17:21: Das ist die gute Nachricht.
00:17:23: Und es gibt, wie gesagt, erste Pilotprojekte.
00:17:25: Wir selber haben auch zwei eingeweicht, die wir errichten wollen in Hamburg.
00:17:30: Und da sind wir längst noch nicht ganz so weit.
00:17:34: Wir haben noch keine Baugenehmigung, aber wir sind auf dem Weg.
00:17:37: Und insofern hoffen wir, dass es da tatsächlich auch weitergeht, weil in der Tat brauchen wir jetzt wirklich Best Practice-Beispiele.
00:17:50: wie der Hamburg-Standard tatsächlich in Praxis umgesetzt wird.
00:17:53: Und ich meine, wir haben ja auch im Hamburger Wohnungsmarkt so wenig Luft.
00:17:57: Also es ist ja auch dringend notwendig, dass wir dort Wohnraum schaffen, der eben auch bezahlbar ist und wieder auch zu Bewegungsmöglichkeiten führt im Markt.
00:18:05: Genau.
00:18:06: Das fehlend dringend wohnen, das ist die große Gesellschaftspolitische Herausforderung, glaube ich, auch der nächsten Jahr.
00:18:13: Wir müssen einfach mehr bauen.
00:18:15: Es hilft alles nicht, es hilft keine Regulatur, Mietpreisbremsen und so weiter.
00:18:20: Die helfen, tragen nicht dazu bei, dass wir neue Wohnungen haben.
00:18:25: Im Gegenteil, die schützen eine, die die eine Wohnung haben, aber die, die eine so finden, dort nicht statt.
00:18:31: Deswegen, es hilft nur eins, mehr bauen, mehr Wohnraum schaffen und dann reguliert auch sozusagen der Markt das Angebot und die Höhe der Mieten.
00:18:43: Also Hamburg fehlen gut hunderttausend Wohnungen aktuell und die müssen wir möglichst schnell bahnen.
00:18:48: Jetzt sehe ich selber immer, wenn ich durch die Stadt fahre, natürlich auch unter anderem ihre Baustellen ganz häufig.
00:18:54: Wenn man vorbei ist, ist dort irgendwo ein Altbestand abgebrochen worden und man fragt sich dann manchmal sogar schon, was stand da eigentlich vorher?
00:19:01: und dann wird neu gebaut.
00:19:03: Also wir haben einige Flächen, die wir dann neu nutzen.
00:19:06: Trotzdem haben wir ja in Hamburg wenig Flächen und tun uns schwer damit eben auch Raum zu schaffen für Projekte.
00:19:14: wie ist da aus ihrer Sicht die Lage und was ist so die Strategie damit umzugehen?
00:19:19: Also ich glaube bin ja da tatsächlich etwas allerer Meinung.
00:19:24: Hamburg hat genug Flächen, wir haben genug Flächen, wir müssen sie nur nutzen.
00:19:30: Die Stadt muss eigentlich proaktiv Jetzt sich um die freien Flächen kümmern.
00:19:35: Das sind viele landwirtschaftlich genutzte Flächen in guten Lagen.
00:19:39: Da müssen wir an.
00:19:40: Da muss man jetzt proaktiv Flächennutzungsbähne im ersten Schritt ändern und dann Angebotsbebauungspläne machen.
00:19:48: Und wir haben natürlich auch innerhalb der Stadt riesige Nachverdichtungspotenziale, die wir auch nicht nutzen.
00:19:56: Da muss man ein bisschen mutiger sein.
00:19:58: Es ist natürlich eine schwierige Diskussion, weil immer Menschen betroffen sind.
00:20:02: die schon irgendwo wohnen und das nicht so gut finden, wenn da irgendwie ein Kran aufgebaut wird und noch mehr Menschen hinziehen.
00:20:09: Das ist so ein gesellschaftliches Phänomen.
00:20:15: Bitte nicht bei mir vor der Haustür, gerne woanders.
00:20:19: Wir haben in Hamburg mit der Wohnungswirtschaft diese Initiative Hashtag, jede Wohnung zählt gegründet, wo wir genau auf dieses Thema inweisen über die wohnungswirtschaftlichen Verbände.
00:20:32: Wir müssen ein anderes Verständnis haben in der Stadtgesellschaft für die Nachverdichtung der Stadt.
00:20:38: Wir können nicht weiter glauben, dass alles so bleibt wie es ist und hier niemand mehr hinzieht.
00:20:44: Die Unternehmen wachsen.
00:20:45: Wir haben attraktive Arbeitsplätze.
00:20:47: Hamburg ist eine attraktive Stadt, wo man gerne lebt.
00:20:49: Also müssen wir auch Zuzug erlauben aus meiner Sicht und wir müssen vor allen Dingen regeln und wir müssen Wohnraum zur Verfügung stellen.
00:21:00: Und da müssen wir viel flexibler werden.
00:21:02: Ein Thema zum Beispiel, was mir da gerade in den Sinn kommt, dass wir teilweise Gewerbeflächen haben, die als Gewerbeflächen ungeeignet sind, die wir dringend aufgeben könnten, zugunsten von Wohnraum.
00:21:15: Da ist in der Stadt viel zu wenig Flexibilität aus meiner Sicht und auch aus Sicht der Wohnungswirtschaft.
00:21:23: Da müssen wir wirklich ran, weil es gibt Gewerbeschlächen, die einfach nicht mehr nachgefragt werden in Wagen, die sich aber wunderbar fürs Wohnen eignen.
00:21:31: Das ist ein riesen Potenzial, was noch schlummert, was wir bisher nicht angegangen sind hier in Hamburg.
00:21:38: im Großen und Ganzen auch infrastrukturell gut aufgestellt sind.
00:21:42: Also es ist ja fast egal, wo man jetzt wohnt.
00:21:45: Man hat eigentlich auch die Möglichkeit, überall im Umfeld öffentlichen Verkehr zu nutzen, einzukaufen und so weiter.
00:21:53: Es sind viele Dinge, wo die Infrastruktur im Grunde, im Großen und Ganzen gute Voraussetzungen bietet, um auch mehr Wohnraum dann zu schaffen.
00:22:02: Wenn Sie jetzt als Unternehmen das ja Im Grunde von der Erschließung bis zum Betrieb von Immobilien diese ganze Kette anschauen, wo sehen Sie im Moment die größten Hebel da Bewegung zu schaffen oder wo sind die größten Stolpersteine in diesen Themen.
00:22:21: Also wenn wir vorne anfangen, wo kommen Grund und Boden her, wo können wir bauen, bis hin dann nachher in den Betrieb hinein und die die Auflagen und die Themen, die damit verbunden sind.
00:22:33: Was sind so die Themen, die wir gut lösen?
00:22:36: Und was sind die Themen, die wir vielleicht besser lösen müssen?
00:22:40: Also wir haben ja irgendwie die Situation, dass das beginnt ja beim Grundstück.
00:22:44: Die Grundstücke sind eigentlich nach wie vor sehr teuer.
00:22:49: Wir haben eigentlich alle, die ganze Branche hat gehofft, dass nach der Krise irgendwie doch die Grundstückspreise fallen.
00:22:54: Das ist tatsächlich bisher, das ist nicht spürbar.
00:23:00: Wir haben B-Plan, Verfahren, Dauern viel zu lange.
00:23:06: Da kann jetzt der Bautoro hier und da helfen, der ja in Berlin jetzt beschlossen worden ist von der Bundesregierung, von der Bundesregierung ein richtiger Schritt.
00:23:16: Aus meiner Sicht muss jetzt nur umgesetzt werden.
00:23:20: Also es fängt beim Grundstück an und dann geht es natürlich weiter, dass wir wahnsinnig hohe energetische Anforderungen haben.
00:23:27: hohe Anforderungen an die Energieversorgung der Gebäude.
00:23:34: Das sind so die Themen.
00:23:35: Wir haben eben häufig sehr hohe Wünsche an die Gestaltung, an die Architektur der Objekte.
00:23:44: Ich glaube, da können wir insgesamt auch wieder richtig segranen.
00:23:50: Wenn wir das ernst meinen, können wir da deutliche Einsparungen erzielen.
00:23:57: Wer kann die Knoten dadurch schlagen?
00:23:59: Am Grunde müssen das alle Akteure gemeinsam tun.
00:24:03: Es müssen alle Bauern, Verwaltung, Architekten, Baufirmen, wir müssen uns eigentlich zusammensetzen und um Projektbezogen immer diskutieren und dann einfach auch eine Entscheidung treppen.
00:24:18: Das heißt, früher gemeinsam an den Tisch und mutiger sein?
00:24:21: Genau.
00:24:24: beginnt zum Beispiel auch damit, dass wir uns hier in Hamburg natürlich fragen, warum ist eigentlich kaum ein Gebäude höher als vier Geschosse?
00:24:32: Wenn wir nach Berlin gucken, haben wir regelhaft fast sechs, sieben, acht Geschosse.
00:24:37: Wir nutzen eigentlich unsere Ressourceboden in Hamburg nicht aus.
00:24:44: Da können wir tatsächlich unglaublich viele Potenziale heben.
00:24:50: ist auch eine schwierige Diskussion, weil natürlich irgendwie das Stadtbild eben aufgeprägt ist und schnell auch eine Qualität hat, können sie nicht so hoch bauen, aber wir müssen ja irgendwie diesen Druck irgendwie etwas entgegen setzen.
00:25:04: und wenn man nirgendwo anfängt, dann ändert sich auch nichts und dann wird es eigentlich immer dramatisch.
00:25:09: und das ist eigentlich der Appell, dass wir überall anfangen, mal die Dinge, die wir immer so gemacht haben in Frage zu stellen.
00:25:20: Jetzt kommt ja ihr Unternehmen mit einer langen Tradition und wie ist das in meinen Projekten in vielen Stellen ja bewusst, wie herausfordernd das oft ist, wenn man so ein Unternehmen dann für die Zukunft aufstellt.
00:25:34: Sie haben sich in unterschiedlich breit jetzt aufgestellt.
00:25:39: Wie sieht es mit der Technologie aus?
00:25:41: Wir arbeiten ja heute selten noch mit Papier und Bleistift, ganz viel inzwischen digital.
00:25:49: in digitalen Modellen und in digitalen Prozessen.
00:25:52: Da kommt jetzt irgendwann die KI dazu.
00:25:55: Wie gehen Sie so als Familienunternehmen damit um?
00:25:59: Ich beobachte da aus meiner Sicht bei den großen Konzernen, dass die manchmal viel wollen, aber sich schwer tun, das dann auch in der Breite umzusetzen, bei den ganz kleinen Unternehmen, dass die sich manchmal nicht in der Lage sehen, auch in ihrer Aufstellung.
00:26:13: Und sie sind ja so ein Mittelständler in einer Größe.
00:26:17: Wo ja schon ein paar Köpfe und Power zusammenkommen, wie geht das Unternehmen mit diesen Themen um?
00:26:23: Oder wie nutzen Sie das vielleicht auch?
00:26:25: Also wir sind tatsächlich doch sehr, sehr engagiert im Bereich der digitalen Planung und des digitalen Bounds.
00:26:34: Also BIM ist da, spielt da eine ganz große Rolle.
00:26:37: Wir haben da einen Team und setzen eben Drei-Dimensionale Planung, Bimmplanung, nicht nur in der Bauumsetzung, sondern schon in der Berichts- und Kalkulation einbauen an unsere Modelle und schon sehr, sehr dicht an die tatsächlichen Mengen und Massen ran.
00:26:57: Das ist das eine.
00:26:59: KI spielt auch eine Rolle irgendwie in vielfältigen Bereichen.
00:27:04: Wir testen jetzt erste Anwendungen.
00:27:09: auf der Baustelle, aber eben auch hier im Büro, wir sind gerade dabei, unser eigenen Datentool sozusagen zu erstellen, dass wir eben Dinge speichern, dass wir auf Zahlen, auf Kalkulationsthemen und so weiter zurückkommen, dass wir die wieder nutzen müssen ohne immer wieder, ich sag mal, bei null anzufangen oder mühsam uns die die Zahlen zusammenzusuchen.
00:27:41: Und natürlich spielt das Thema auf der Baustelle eine große Rolle, dass wir mit vorgefertigten Elementen arbeiten.
00:27:50: Seilen sie aus Holz, aber auch aus Beton.
00:27:53: Und das Thema so klassisches gleiche Sandsteinmauerwerk kommt, geht so ein bisschen in den Hintergrund, wird auch immer noch verwendet, aber ich mir dem stehe wie früher.
00:28:06: Wir machen die Innenwände in Trockenbau und also dass wir tatsächlich systematischer arbeiten und eben tatsächlich, ich will nicht sagen, nicht diese drei D-Module jetzt selber für uns im Moment als Mittel der Ball sehen, aber wir können systematischer bauen und damit schneller bauen und mit weniger Personal und das... Ganze eben optimal geplant, bringt eben wirklich einen riesen Kostenfakt.
00:28:36: ersparen ist.
00:28:37: Auf das Thema Personal würde ich in dem Kontext gerne nochmal eingehen.
00:28:40: Sie haben ja eine erfreuliche Botschaft hier schon gesendet.
00:28:43: Es gelingt die nächste Generation fürs Unternehmen zu begeistern.
00:28:46: Das ist ja eine ganz wichtige Personalie und eine Personalgewinnung, die da gelungen ist.
00:28:53: Jetzt haben Sie es eben auch schon angesprochen.
00:28:55: Wir haben in den nächsten, naja, Roundabout zehn Jahren wahrscheinlich einen Ein Rückgang von rund zehn Millionen, zwölf Millionen Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmerinnen in Deutschland.
00:29:04: Da kommen nur rund fünf nach.
00:29:06: Also wir haben so ein Gap zwischen fünf, sechs Millionen irgendwo.
00:29:09: Das heißt, wir verlieren wahnsinnig viele Leute aus dem Arbeitsmarkt.
00:29:13: Nicht nur für den Bau, aber insgesamt eben.
00:29:15: Und stehen ja vor der Herausforderung, wie lösen wir diese Themen?
00:29:19: Digitalisierung ist eins, aber wie gelingt es jetzt AutoWolf als Unternehmen?
00:29:25: junge Menschen für den Bau, für das Unternehmen zu begeistern, das ist die eine Seite und die viel Antwort auf vielleicht auch Rückgang vom Personal insgesamt, kann da das Thema Digitalisierung, Systematisierung von Prozessen sein.
00:29:44: Also wie wirkmächtig sind diese Themen?
00:29:47: Also ich würde beim Personal gerne anfangen wollen, ihr bilden aus.
00:29:52: haben sehr attraktive Ausbildungsgänge und was uns auch auszeichnet als Unternehmensgruppe.
00:29:59: Wir sind doch sehr international mittlerweile bei uns arbeiten fast da sich Nationen im Unternehmen.
00:30:08: Wir sind ein sehr internationales Unternehmen, was unsere Diagox, unser Menschen angeht, die bei uns tätig sind.
00:30:19: Wir freuen uns da eben auch darüber, dass wir so vielfältig sind und dass es uns gelegt, auch Menschen mit Migrationshintergrund nicht nur gut auszubilden, sondern dass die eben bei uns in allen Bereichen voller Arbeit machen und ins Team integriert sind.
00:30:39: Das ist für uns ganz, ganz wichtig, das Lebenbier.
00:30:43: Und wir sehen das auch so bei den Auszubildenden.
00:30:46: Wir haben jetzt auch jedes Jahr im gewerblichen Bereich zehn Auszubildende, die wir für den Bau draußen ausbilden.
00:30:56: Wir suchen natürlich auch Poliernachwuchs und Bauleiternachwuchs.
00:31:00: Und wir gehören noch in Hamburg, glaube ich, zu den doch mit größten Ausbürgersbetrieben.
00:31:07: Aktuell haben wir über sechzig Auszubildenden sechs Berufen bei uns.
00:31:12: Das ist schon eine gewaltige Zahl.
00:31:16: Und die Ausbildung, die wir liefern, ist sehr vielfältig, sehr interessant.
00:31:21: Und das hilft uns auch, junge Leute zu finden.
00:31:25: Der Baumberuf selber gewinnt gerade wieder als Aktivität, muss man wirklich sagen.
00:31:31: Und natürlich andere Bereiche, industrielle Bereiche, die uns in der Vergangenheit Konkurrenz gemacht haben, gerade ein bisschen schwächeln.
00:31:40: Und davon profitieren wir.
00:31:42: Und ich glaube, es ist wichtig, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und, ich sag mal, eine klaren Strategie auf die jungen Leute anzufangen und vor allem die Ausbildung interessant zu gestalten, dann ist mir da nicht bange und bei uns.
00:31:59: die nächste Generation wird, in Form einer Tochter wird irgendwann hier im Unternehmen auch laufen und das ist eben auch wichtig für alle, die bei uns arbeiten.
00:32:12: Das erzähle ich auch gerne, weil... Wir werden eben nicht verkauft, wir werden nicht an irgendeinem Großkonzern oder einen Hetzschrank irgendwann verkauft.
00:32:23: Und wir wollen Familienunternehmen bleiben in der nächsten Generation und habe das große Glück, eine tolle Tochter zu haben, die nicht nur Architektur studiert hat, sondern jetzt auch in der Branche schon in den ersten Job hat und dann in ein paar Jahren auch hier in Hamburg kommen will.
00:32:43: wie die nächste Generation ist.
00:32:46: Das ist wirklich interessant, weil mich fragen die, gerade auch im Onboarding, wir hatten gerade hier einen Onboarding vor vierzehn Tagen mit zweiundzwanzigneuen Menschen, die bei uns anfangen und die alle gesagt haben, wie geht's denn weiter?
00:33:02: und du wirst jetzt irgendwie auf dem nächsten, hast du einen großen guten Geburtstag und Da bin ich spreichfähig, da ist die ganze Amte Geschäftshöhe auch spreichfähig, da haben wir eine ganz klare Strategie und das ist toll.
00:33:15: Also das hier im Unternehmen ist wahnsinnig wichtig, die Botschaft, dass es weitergeht.
00:33:20: Also ich nehme mal mit, breiter Aufstellung, gut aufgestellt, strategisch für die Zukunft, was zu einer stabilen Auftragslage führt, personell, zukunftsfähig aufgestellt mit der Perspektive, das sind ja schon mal zwei.
00:33:34: technologisch dabei sich mit modernen Technologien aufzustellen, was ja auch dazu führt.
00:33:40: Sie haben eben selber gesagt, dass das junge Leute auch diesen Beruf nicht nur, weil sie aus einer anderen Branche vielleicht nicht mehr so große Perspektiven haben, sondern einfach auch die Berufsbilder im Bau als spannender empfinden, weil sie einfach moderner werden, weil wir inzwischen mit wahnsinnig viel Technologie auch hier arbeiten und wir weit weg sind von dem klassischen Bild.
00:34:02: Das rein händischen Bounds gehört auch noch dazu, aber es gibt eben auch viele andere Facetten.
00:34:09: Und bis hin jetzt eben dazu, dass man sagt, wenn ich das alles zusammenführe, dann sind das eben auch Stärken eines Familienunternehmens, dass wir hier unabhängig sind, zukunftsorientiert sind, Perspektiven bieten können, die andere vielleicht in dieser auch persönlich geprägten Form ja nicht so kopieren können.
00:34:27: Wir sind eben finanziell gut ausgestattet, gut aufgestellt.
00:34:31: Das hilft auch, weil wir immer sehr nachhaltig das, was im Unternehmen erwirtschaftet worden ist, auch im Unternehmen gelassen haben.
00:34:38: Es hilft uns auch jetzt durch die Krise zu kommen, eine wirtschaftliche Stärke.
00:34:43: Und trotzdem ein Thema, was ich auch gerne noch ansprechen wollte, ist das Thema Nachhaltigkeit, das interessiert eben auch viele, auch gerade jüngere Menschen, aber uns eben mich auch, weil wir natürlich irgendwie was tun müssen.
00:35:00: Wir müssen auch hier in Hamburg mit dem Klimaentscheid umgehen, das ist aber ein anderes Thema.
00:35:05: Aber wir haben Antworten darauf, wir beschäftigen uns mit dem Thema Recycling betonen.
00:35:09: Wir sind im Holzbau unterwegs, wir engagieren uns gerade, der Tomorrow-Initiativwerte geht es um die Wiedervernissung der Moor-Flächen in Deutschland, die wir auch unbedingt vorantreiben müssen, um CO² neutral zu werden.
00:35:28: Da kann ich eben aus diesen Widervernästen, auf diesen Widervernästen nur Flächen Gräser anbauen, aus denen ich eben auch interessante Baustoffe entwickeln kann im Dämmstockbereich, aber auch im Wandbereich.
00:35:40: Also das ist ganz spannend, das beschäftige ich uns gerade.
00:35:44: Also wir haben in Wilhelmsburg das Algenhaus ein sehr innovatives Gebäude im Rahmen der IWA-Ausgabe, das war dann im Bestand wo wir aus der examen Photosynthese von GreenEigings, die in Bioreaktoren an der Fassade hängen und damit im Rahmen der Photosynthese Wärme abgeben ins Gebäude.
00:36:10: Das sind alles Technologien, Zukunftstechnologien, Versuche auch zum Teil, die wichtig sind und die uns eben auch im Leben halten.
00:36:20: Natürlich der Wettbewerb, aber eben auch das Thema Das ist für uns ganz wichtig.
00:36:26: Das heißt, Nachhaltigkeit und Innovation gehen da ja auch Hand in Hand?
00:36:29: Genau, also Innovation und Nachhaltigkeit.
00:36:31: Wir haben hier eine kleine Musterbude, wie wir das nennen, hier auf dem Ferngelände stehen.
00:36:37: Da haben wir Recyclingbeton-Sorten getestet.
00:36:40: Das Gebäude ist jetzt vier Jahre alt.
00:36:42: Es steht in der Witterung.
00:36:43: Man kann sich das angucken, wie sich der Beton verhält.
00:36:46: Das wird mit der TU Hamburg.
00:36:48: aus Harburg tatsächlich auch eng begleitet.
00:36:55: Ganz spannend, weil wir müssen im Grunde eigentlich, wenn wir wirklich was verändern wollen, müssen wir dieses Thema skalieren.
00:37:01: Und da ist so ein bisschen das Henne-Eil-Prinzip irgendwie, es liegt keiner so richtig los und deswegen sind Recycling-Betone im Moment teuer.
00:37:10: Sie brauchen immer eine Zulassung im Einzelfall.
00:37:13: Also wir müssen da tatsächlich irgendwie ran, auch vom den Ausschuss her und so weiter.
00:37:19: Also da ist noch viel zu tun, aber wir stecken nicht den Kopf insand, sondern arbeiten da tatkräftig mit und das ist entscheidend.
00:37:29: Jetzt erleben wir auch beim Thema Nachhaltigkeit hier und da wieder so ein Rollback oder zum Stillstand im Denken an der einen oder anderen Stelle.
00:37:38: Meine These ist ja das unabhängig davon unternehmen, die sich nicht nachhaltig aufstellen, zukunftsorientiert an der Stelle aufstellen, in den nächsten, sagen wir mal, zehn Jahren vom Markt aussortiert werden.
00:37:49: Die werden wenig Zukunft haben, weil ich glaube, einerseits die die jungen Leute, von denen wir schon gesprochen haben, das als wichtiges Thema empfinden, in was von Unternehmen komme ich da?
00:38:00: und weil, glaube ich, eben genau die Themen, die jetzt auch Langläuferthemen sind, nachhaltige Baustoffe, Umgang mit Ressourcen, intelligente neue Lösungen.
00:38:10: Ja, dazu führen werden, dass wir eben auch einige der Herausforderungen, die wir da haben.
00:38:15: Wie halten wir unser Klima im Griff?
00:38:18: Wie gehen wir mit den Herausforderungen um?
00:38:19: Wie halten wir die Kosten beim Bauen im Griff elementar sein werden?
00:38:26: Wenn wir das nicht hinbekommen über andere Wege, als wir bisher gewirtschaftet und gebaut haben, dann wird das irgendwo nicht mehr bezahlbar sein.
00:38:37: Ja, es ist ne... Es ist eine riesen Herausforderung vor dem wir stehen und man muss eben an verschiedenen Punkten.
00:38:47: Sie haben es ja eben auch schon so ein bisschen skizziert ansetzen.
00:38:51: Man muss sich dem Thema wirklich sehr komplex nähern.
00:38:57: Vielleicht werden wir nochmal einen Blick auf das Marktumfeld.
00:39:01: Jetzt haben wir gehört eng verzahnt, verwurzelt hier in der Region.
00:39:06: Sie sind ja aber auch überregional.
00:39:09: Aus Hamburg herausgewachsen, kann man sagen, über die Jahre und haben so die Nordschiene erobert.
00:39:18: Wie verändert das für das Unternehmen die Wettbewerbssituation?
00:39:23: Der Markt ist hart umkämpft.
00:39:25: Das sehen wir.
00:39:27: Wie gehen Sie so als Mittelständler damit um?
00:39:30: mit dem Wettbewerb, auch mit den Großen der Branche, die ja auch hungrig nach Aufträgen und Arbeit in vielen Segmenten sind?
00:39:40: Das sehen wir tatsächlich sehr sprachlich.
00:39:46: Wir sind aufgrund unserer Unternehmensgröße sehr flexibel.
00:39:49: Wir können kleinere Aufträge machen.
00:39:51: Wir können aber große Sachen machen.
00:39:54: Wir haben aktuell einen großen Auftrag hier von der Städtischen Saga.
00:40:01: Da bauen wir fünfhundertvierzig Wohnungen.
00:40:02: Das ist schon ein Projektvolumen von über hundert Millionen Euro.
00:40:06: Da sind wir generelle Unternehmer.
00:40:09: Thema, was auch die großen sicherlich auch als Thema hätten, aber wir haben uns dadurch gesetzt.
00:40:17: Wir sind, glaube ich, was uns auszeichnet.
00:40:19: Wir sind schneller.
00:40:20: Wir haben natürlich geringere Overhead-Kosten als ein Großkonzern.
00:40:28: Wir suchen aber auch Projektbezogen, auch natürlich auch die strategische Zusammenarbeit.
00:40:35: mit den Großfirmen und auch im Mittelstand, schließen wir uns zusammen und bearbeiten mit Kollegen unseres Kaliber eben auch große Abjekte.
00:40:45: Wir sind da tatsächlich auch so aufgestellt, dass wir auch ganz klar wissen, eine Brücke über dem Nordostsee-Kanal von von zweihundert, drehundert Millionen Euro, das ist hier nicht für uns zu groß.
00:41:04: Das bieten wir auch nicht an, aber ich sage mal, da müssen dann die Großfam ran.
00:41:10: Aber andere Themen, da sind wir sehr wohl auch in der Lage schnell und engagiert und auch mit entsprechenden Know-how und mit entsprechender Power dann eben auch dabei zu sein.
00:41:25: Da suchen wir tatsächlich unseren Markt.
00:41:30: und Ich sag mal nochmal, was uns wirklich hilft, ist die extrem breite Aufstellung.
00:41:35: Das wäre nicht so verwundbar, sind in einzelnen Signen.
00:41:39: Wir haben auch jetzt gerade in dieses Sandindustrie-Bau-Auftrag gekommen.
00:41:43: Wir bauen Hotels, also wir sind so, so breit unterwegs.
00:41:50: Das macht gerade Freude und deswegen stehen wir auch, glaube ich, so gut da.
00:41:54: Wenn wir jetzt mal nach vorne schauen, also wir... Rückspiegel ist immer einfacher, ne?
00:42:00: So, wenn wir mal nach vorne schauen, in sechs, sieben Jahren steht dann irgendwann der hundertste Geburtstag für das Unternehmen an.
00:42:11: Wenn wir dann wieder sprechen würden, ich nehme an, Ihre Tochter ist dann mit an Bord, das wird so eine Facette sein.
00:42:18: Aber was hat sich dann noch im besten Fall verändert, über was für ein Unternehmen sprechen wird dann?
00:42:24: Was sind so die großen Linien, die Sie sehen für die nächsten Jahre?
00:42:29: Wo sie sich strategisch weiterentwickeln.
00:42:33: Also wir werden auf jeden Fall weiter im Wohnungsbau zum Beispiel das Serielle bauen sehen.
00:42:39: Wir werden da weiter uns weiter mit auseinandersetzen müssen.
00:42:44: Aber es gibt so viele Trends und ich glaube, dass es auch etwas, es gilt ja nicht nur für die Bauwirtschaft, sondern dass wir technologieoffen bleiben, dass wir tatsächlich gucken, wo welche neuen Technologien gibt es, dass wir da nicht sagen, was gucken wir uns nicht an, sondern dass wir neugierig bleiben.
00:43:13: Aber unsere Stärke ist tatsächlich die Technologieoffenheit, dass wir nicht gebunden sind an Systeme, an Produktionsmethoden, sondern dass wir immer gucken, uns informieren, auch international informieren und dass wir genau wissen, was ist Was findet wo statt und was können wir importieren aus dem Ausland möglicherweise auch.
00:43:40: Aber wir müssen irgendwie versuchen, die richtige Produktionsweise, das richtige Technologie für das richtige Produkt am Ende zu finden.
00:43:53: Und das ist eigentlich unsere Angehensweise.
00:43:56: Sogar sind wir auch bei unseren eigenen Projekten unterwegs.
00:44:00: Testen gerade in Berlin jetzt tatsächlich Eigentumsruhungen und Holzwildbauweise.
00:44:06: Das ist ganz interessant.
00:44:08: Der Vermarktungserfolge sind da sehr, sehr gut unterwegs mit dem Projekt in Pankow.
00:44:14: Das trifft offensichtlich dort genau den Nerv der QuNT.
00:44:16: Wir haben eine sehr, sehr gute Verkaufsquote.
00:44:20: Mittlerweile, obwohl der Bau noch gleich begonnen hat.
00:44:22: Was zeignet das Projekt aus?
00:44:24: Was macht das besonders?
00:44:26: Das ist tatsächlich... sicherlich einmal die Lage, das Grundstück der Flora-Keys in der Flora-Promenade, die Objektgröße ist mit Bummen nicht vor sich einhalten, nicht zu groß, aber es ist eben ein sehr innovatives Gebäude, was eben in holz-hybrid Bauweise errichtet wird und der.
00:44:55: Es gibt dafür einen Markt, es gibt Menschen, die sagen, ich möchte eben gerne, wenn ich heute in der Erektumsordnung erwähre, dann soll die auch nachhaltig sein und dann möchte ich irgendwie tatsächlich auch für die nächste Generation was Gutes tun.
00:45:12: und das ist eben mit diesem Gebäude gegeben.
00:45:15: Wir hängen dort auch energiemäßig an der Fernwärme, also wir haben dort, tun dort eigentlich alles.
00:45:23: was für die Nachhaltigkeit entscheidend ist.
00:45:26: Und eben, dass es eben auch rückbauffähig ist, dass wir keine verkritzten Konstruktionen haben.
00:45:32: Wir haben ja in der Vergangenheit mit dem Thermoputzsystem sehr viel Kunststoff und Styropor so weiter eingesetzt.
00:45:41: Also davon gehen wir weg und verwenden eben tatsächlich Sorten rein, trennbare und wiederverwertbare Baustoffe und das ist, glaube ich, entscheidend.
00:45:52: So, das kann man eben eine gute, ins Marketing natürlich gut einbauen, aber es wird eben tatsächlich auch so gebaut und deswegen ist es glaubhaft und ist ja wichtig, dass man es dann auch entsprechend umsetzt.
00:46:07: Es verändert sich schon auch der gesellschaftliche Blick auf diese Themen, wie Mensch wird das wichtiger.
00:46:14: Wenn wir so... Vielleicht zum Schluss nochmal den Blick nach vorne wagen in Form von, wenn Sie ganz kurz sozusagen der Politik in Land und Bund zurufen könnten, was brauchen wir als Bauwirtschaft, als Unternehmen am dringendsten?
00:46:38: Was wären die ein zwei Punkte, auf die man eindampfen könnte?
00:46:42: Wo wären die größten Stellschrauben, wo die Politik?
00:46:47: im Bund, aber auch natürlich hier in Hamburg helfen könnte.
00:46:53: Was muss ich bewegen?
00:46:55: Also am Ende, glaube ich, brauchen wir in Deutschland nicht in jedem Bundesland eine eigene Landesbauordnung, sondern wir brauchen eigentlich eine gemeinsame Raum.
00:47:07: Sieht ein Haus in Bayern anders aus, hat andere Brandschutzregeln als das in Schleswig-Holstein.
00:47:13: Ich glaube, das macht es wahnsinnig kompliziert, das macht es auch teuer.
00:47:18: Wir könnten da, glaube ich, sehr viel einfacher sein.
00:47:21: Wir könnten in dem Zusammenhang auch, weil viele Dinge entschlacken.
00:47:28: Das ist, glaube ich, wirklich ein ganz wichtiger Schritt.
00:47:31: Das ist aber einfach jetzt das Thema, das ist eben der Föderalismus.
00:47:41: Mit allen Vorteilen, aber eben auch ein Nachteil.
00:47:45: Das ist etwas, und wir brauchen Aus meiner Sicht, die Effizienzhaus-Fünftig-Fahrerung, die jetzt gerade auch zum Glück beschlossen worden ist, mit einer klaren Perspektive wieder zurück, dass wir die bereits genehmigten, aber nicht gebauten Objekte, die sogenannte Bauüberhang, dass wir den jetzt schnell an Start kriegen und wir dann eben jetzt auch die nötigen oder einen Teil der benötigten Wohnungen tatsächlich jetzt auch wirklich bauen.
00:48:16: hilft auch der, also der Baukonjunktur, hilft den Firmen, die die Arbeit suchen.
00:48:22: Also wir müssen im Prinzip wieder ins Bauen kommen und alles, was da dazu beigetragen werden kann, das hilft.
00:48:29: Das ist, das ist so.
00:48:32: Entscheidende Punkte.
00:48:34: Eine Frage habe ich noch zum Abschluss.
00:48:39: Sie blicken auf, haben Sie gesagt, dreizig Jahre ungefähr jetzt in diesem Unternehmen zurück.
00:48:44: Genau.
00:48:46: Wenn jetzt irgendwann mal ihre Tochter da sitzt und sie fragt, denn Papa, hast du einen guten Rat für mich?
00:48:54: Was ist die Secret Source hier?
00:48:57: Was muss ich im Blick haben, damit es auch für mich erfolgreich weitergeht?
00:49:02: Gibt es so einen Rat?
00:49:03: Kann man den geben?
00:49:04: Kann man das auf Einsatz runterbrennen?
00:49:06: Ja, ich glaube, Einsatz wäre behalt die Menschen im Blick.
00:49:11: Die Menschen sind unser Erfolg.
00:49:16: Die Art, wie wir hier miteinander umgehen.
00:49:20: Und das, ich sag mal, wir jedem, der bei uns arbeitet, hundert Prozent Vertrauensvorschuss mitbringen.
00:49:28: Und über das Vertrauen, die Menschen motivieren, eben Entscheidungen zu treffen.
00:49:36: Und also das entscheidende Thema ist der Mensch.
00:49:39: Und darauf weiter achten, dass das so bleibt.
00:49:43: Das Wertegerüst, was wir haben, das Wertehaus.
00:49:48: nicht in Frage stellen und dann, glaube ich, sind wir da auf einem guten Weg.
00:49:55: Jawohl, vielen Dank für diese Einblicke, Ausblicke.
00:50:00: Durchblicke kann man sagen, durch viele Dinge.
00:50:03: Ich freue mich ganz besonders, dass wir hier mal ein bisschen Hamburg und ein Hamburger Unternehmer haben ins Schaufenster stellen können.
00:50:13: und wir sehen ja auch, hier in Hamburg ist in vielen Dingen doch immer vorbildhaft und vorne dabei und verbunden hier in Ihren letzten Worten auch die hanseartischen Werte und Tugenden.
00:50:26: Ich glaube, die tun in vielen Bereichen gut und würden gut tun und bleiben auch immer modern, denke ich.
00:50:35: Vielen herzlichen Dank.
00:50:36: Alles Gute für den weiteren Weg im Unternehmen.
00:50:38: Ja, Dankeschön.
00:50:39: Vielen Dank.
00:50:41: Vielen Dank an Sie und Euch fürs Zuhören bei Zukunft.
00:50:46: Bauen, dem Zukunftspodcast für die Bauindustrie.
00:50:49: Wenn euch der Podcast gefällt, würden wir uns über eine Bewertung freuen und natürlich darüber, wenn ihr den Podcast bei einem Podcast-Provider eures Vertrauens abonniert.
00:50:59: Wir freuen uns auf ein Wiederhören.
00:51:00: Bis bald.