#104 | InfraTech 2026 - POSSEHL Spezialbau - Bestand statt Neubau: Nachhaltigkeit neu gedacht
Shownotes
Wir sprechen mit Jens Weber, Bereichsleiter Süd, Prokurist POSSEHL Spezialbau direkt auf der InfraTech in unserem Podcaststudio. Gemeinsam sprechen wir darüber, warum Messen wie die InfraTech weit mehr sind als Produktshowrooms: Sie sind Dialogräume zwischen Kommunen, Straßenbau, Bauwirtschaft und Industrie – und damit ein Katalysator für bessere Zusammenarbeit, neue Lösungen und mehr Tempo bei der Infrastruktur-Erneuerung.
Im Mittelpunkt stehen konkrete Praxisfragen aus den Gesprächen am Messestand: Radverkehrsanlagen, Alternativen zur klassischem Kaltplastik, sowie Beschichtungen, die innerstädtische Wärmeinseln reduzieren und zugleich die Lebensdauer von Asphalt verlängern. Jens Weber teilt zudem messbare Ergebnisse aus Untersuchungen (u. a. in Zusammenarbeit mit der FH Bochum) – und erklärt, warum Instandhaltung oft der wirksamste Nachhaltigkeitshebel ist.
Themen in der Folge:
- InfraTech als Treffpunkt der Entscheider: Kommunen, Ämter, Bauunternehmen – ohne Projektzeitdruck im echten Austausch
- Radwege & Markierungssysteme: nachhaltiger, langlebiger, praxistauglicher – was Kommunen konkret bewegt
- Kühle Oberflächen statt Hitzeinseln: wie Beschichtungen Asphalt-Temperaturen senken und das Mikroklima verbessern
- Instandhaltung vor Neubau: Lebensdauer verlängern, Ressourcen schonen, Sanierungskosten reduzieren
- Zusammenarbeit & Vertrauen: weniger Misstrauen, mehr partnerschaftlicher Dialog – spürbarer Kulturwandel in den Gesprächen
- Fehlerkultur als Innovationsmotor: warum „Trial & Error“ politisch und administrativ möglich werden muss
- Pragmatische Pilotprojekte: vom Testfeld bis zur „Blumenkübel-Lösung“ – klein starten, lernen, skalieren
- Ausblick 2026: zwischen Ressourcenknappheit, Infrastrukturbedarf und der Frage, wie mutig wir wirklich werden
In dieser Folge (Gäste und Links):
Jens Weber, Bereichsleiter Süd, Prokurist POSSEHL Spezialbau auf LinkedIn
Verlinkungen
Hosts und Podcast
Website: Christian Haak
Website: Martin Ferger
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Präsentiert von: Zukunft.Bauen. | Der Haak & Ferger Zukunftspodcast für die Bauindustrie
Der Zukunftspodcast für alle, die sich für die Zukunft von Bauen & Leben interessieren.
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Hinweis: Das Folgentranskript wurde automatisch erstellt.
Fotos: AFU und mit freundlicher Genehmigung Jens Weber/ Possehl Spezialbau
Transkript anzeigen
00:00:06: Moin aus Hamburg und Siegen.
00:00:07: Und herzlich willkommen zu unserem Podcast für die Bauindustrie
00:00:11: Zukunft
00:00:12: bauen, dem Zukunftspodcast für alle, die sich für die Zukunft von Bauen und Leben interessieren.
00:00:19: Wir sind Martin und Christian und wir werfen einen Blick auf die Zukunftsentwicklungen von Baubranche Technologie und Lebenswelt und was diese für uns und für die Unternehmen der Branche bedeuten.
00:00:35: Diese Folge nehmen wir auf in unserem kleinen Podcaststudio, Auf der Infratech.
00:00:44: Wir haben heute einen besonderen Gast bei uns Jens Weber.
00:00:47: Auf geht's in die Folge!
00:00:49: Jaa... Heute bei uns.
00:00:50: herzlich willkommen Jens Weber von Possehl.
00:00:53: Vielleicht stellst du dich gleich nochmal mit ein paar eigenen Worten vor was Du dort machst Was Dich umtreibt und was Dich beschäftigt Und dann wollen wir miteinander mal darüber reden was Messe, Produkt-, Technologien-Entwicklungen so miteinander zu tun haben und welche spannenden Themen es da gibt.
00:01:12: Herzlich willkommen!
00:01:13: Ja herzlichen Willkommen auf meiner Seite!
00:01:15: Herzlichen Dank!
00:01:16: Mein Name ist Jens Weber.
00:01:17: ich bin seit mittlerweile über fünf Jahren Bereichsleiter bei der Prossehl Spezialbau und damit mein Team zuständig für den südlichen Teil Deutschlands heißt.
00:01:25: Ein Grunde ab NRW Diagonal nach Bayern rüber.
00:01:30: Mit welchen Themen beschäftigt ihr euch da vorrangig?
00:01:33: Ich
00:01:35: glaube wie die gesamte Poseel sind wir auch im Bereich sehr breit aufgestellt.
00:01:40: Wir sind eigentlich Experten für Verkehrs- und Oberflächen, aber sind sehr stark in der Betonentstandsetzung das heißt auf den Autobahnen zum Beispiel unterwegs in der Fugen- und Kantensanierung.
00:01:51: Aber genau so kümmern wir uns um die Reduzierung innerstädtischer Wärmeinseln indem dass wir triste schwarze Flächen helle und freundlich beschichten also eine sehr große Bandbreite.
00:02:04: Jetzt treffen wir uns hier in diesem Jahr ja schon zum Wiederholten Male auf der Infratec, diesjahr die Ausgabe XXVI und mein Eindruck ist hier.
00:02:16: Die Menschen sind wahnsinnig intensiv im Gespräch.
00:02:18: Die Stimmung ist gut positiv ins Jahr hinein.
00:02:21: Ist so meine Wahrnehmung wie es für euch diese Messe heute und gestern schon für dich und euch gelaufen?
00:02:30: Was sind so die Themen?
00:02:32: Warum ist das ein guter Ort, um seine Zeit zu verbringen?
00:02:37: Die Messe sind echtes Brett.
00:02:38: Wir haben es jetzt über Jahre auch die Entwicklung der Messe begleiten dürfen und sehen dass sie von Jahr zu Jahr stärker wird.
00:02:45: Die Besucherströme werden kontinuierlich mehr.
00:02:50: die Messe wächst Das merken wir in den Gesprächen Team von ungefähr oder von fünf Leuten zur Zeit vor Ort und es gibt wenig Pausen zum Durchatmen, weil einfach dauerhaft ein kontinuierlicher Besucherstrom an unserem Stand ist.
00:03:06: Das Schöne ist die Besucher, die wir hier erleben sind ausnahmslos Fachpersonal.
00:03:11: Das heißt das ist ein Entscheider und aus den Kommunen, aus dem Gemeinden.
00:03:16: Das ist genau die Zielgruppe, die Wir hier erwarten und freut uns sehr!
00:03:22: Was sind denn in den Gesprächen am Stand dann Top-Themen, was sind die häufigsten Fragen und die besten Antworten?
00:03:31: Die Themen hier sind in der Tat vor allem der Bau von Radverkehrsanlagen.
00:03:37: Das heißt von Radwegen.
00:03:38: welche Alternativen gibt es dort zu der gängigen Kaltplastik?
00:03:42: wie kann man das eventuell besser gestalten, wie kann mans nachhaltiger gestalten aber auch dass eben angesprochene reduzierende Hitzeinseln durch Beschichtungen.
00:03:52: Das sind glaube ich so die top Themen mit denen wir zurzeit hier vertreten sind.
00:03:55: ja
00:03:56: Wenn man jetzt schaut, es treffen ja dann hier auf der Messe.
00:04:00: Das sieht man glaube ich auch bei anderen Messen gar nicht so häufig viel auch Vertreter der öffentliche Hand von Stadtwerken, Kommunen, Straßenbauämtern und Co.
00:04:12: Auf Produktanbieter aber auch auf Bauunternehmen.
00:04:15: das ist ja auch eine Möglichkeit sich auszutauschen die häufig ja so gar nicht im Projekt möglich ist sich mal ohne den Projekt Finanz- und Zeitdruck zu unterhalten.
00:04:26: Gibt es da eine Entwicklung?
00:04:28: Jetzt ist ja, glaube ich schon die dritte Infratec auch für euch, Entwicklung in der Art des Umgangs weil man hört hier auf allen Panel-Diskussionen wir brauchen nicht nur Technologie, wir brauchen noch die Änderung der Form der Zusammenarbeit weniger Misstrauen mehr Vertrauen.
00:04:43: merkt ihr auch in den Gesprächen eine Veränderung?
00:04:45: sind das offene gute Gespräche zugewandt oder merkt man da noch irgendwelche?
00:04:52: Tatsächlich habe ich das Gefühl, dass die Leute sich geöffnet haben.
00:04:56: Dass auch in den Endkern einfach ein Umdenken stattgefunden hat, dass man die Wirtschaft da, die Bauwirtschaft als starken Partner sieht mit viel Kompetenz und Erfahrung.
00:05:07: Wir dürfen beraten, wir können informieren, wir könnten in einen offenen Dialog gehen oder sagen was wir vielleicht nicht können oder wo es Mitbewerber oder andere Unternehmen gibt.
00:05:18: Mensch, mit dem Problem geht auch mal zu dem.
00:05:20: Also dafür sind wir ja in der Bauwirtschaft einfach untereinander doch vernetzt.
00:05:25: man weiß was machten die anderen großen Firmen am Markt und das merken wir dass dieser Dialog für uns stattfindet.
00:05:35: Man kann ja da auch ein bisschen sagen Christian im Bereich Klimawandel im Bereich Infrastruktur Probleme sitzen alle in einem Boot.
00:05:44: wenn wir uns nicht drum kümmern dass die Infrastruktur auf Stand gehalten wird, erneuert wird.
00:05:48: Auch den neuen klimatischen Verhältnissen angepasst, ernewiert wird.
00:05:53: Dann nützt uns das alles nichts wenn wir da nur in unserem eigenen Metier denken.
00:05:58: und ich glaube es sind ganz wichtige Erkenntnisse auch dass die einzelnen Vertragsparteien dann am Ende Aufvergeber, Auftrachennehmer, Ingenieurbüros aber auch die Unternehmen untereinander merken.
00:06:09: zerreibender Konkurrenzkampf also Konkurrence ist wichtig und belebtes Geschäft So lange nicht zerreibend ist, aber das bringt am Ende gar keinem was.
00:06:17: Nein wir müssen natürlich alle gerade was den Klimawandel angeht da müssten wir an einem Strang ziehen.
00:06:23: Da lohnt dieses Inseldenken und es bringt keinen von uns weiter.
00:06:28: Das merken wir und daher dieser positive Austausch tun.
00:06:34: Also jetzt frage ich mal als Kaufmann in der Runde hier nach den technischen Themen.
00:06:40: Jetzt seid ihr ja nicht nur zum Reden über theoretische Dinge hier, sondern ihr bringt ja auch hier praktische Lösungen mit an den Stand.
00:06:47: Und diese Lösungen fügen sich dann auch in das ein was andere machen.
00:06:52: also irgendwie müssen wir es im System denken.
00:06:54: Was ist denn euer Part?
00:06:55: Warum brauchen wir euch und eure Produkte als Gesellschaft?
00:07:00: Was löst ihr?
00:07:01: Du hast einige Anwendungsbereiche schon genannt aber was ist da jetzt sozusagen das Besondere an dem was ihr macht?
00:07:08: Es gibt Da mehrere Faktoren, die sicherlich eine große Rolle spielen.
00:07:13: Das Eine ist wir verbessern die Langlebigkeit zum Beispiel vom Asphalt in denen das wir ihn schützen.
00:07:19: Wir haben jetzt mit der Fachhochschule Bochum haben wir nachgewiesen dass wir durch unsere Beschichtung die Temperatur im Asphalt bei.
00:07:28: wir hatten knapp achtundzwanzig Grad Außentemperatur also Lufttemperatur.
00:07:32: Da konnten wir die Temperatur im Asphalt um neun Komma Sechs Grad senken in zwei Zentimeter Tiefe.
00:07:37: Das heißt, wir beugen effektive Verdrückungen, hitzelbedingten Verdrückung vor.
00:07:42: Dadurch senken wir das für den Kaufmann.
00:07:46: Weil wir die Lebensdauer verlängern, senken wie natürlich die Kosten der Sanierung zum Beispiel Dann grundsätzlich, wir haben nicht nur die Temperatur im Asphalt gesenkt.
00:07:57: Gleiche Rahmenbedingungen.
00:07:59: Wir haben es geschafft, die Abstrahlwärme um über sechzehn Grad zu senken.
00:08:02: Das heißt, wir schaffen ein besseres Mikro-Klima in innerstädtischen Ballungszentren gerade bei den Sommern wie wir sie zuletzt erlebt haben.
00:08:11: Wir sind... Grundsätzlich neben diesen Produkten sind wir ja auch in der Entstandhaltung unterwegs.
00:08:17: Das heisst, wir kümmern uns frühzeitig darum dass die Lebenserwartung vom Beton oder vom Asphalt auch erfüllt oder übertroffen werden, weil wir mit unseren Jungskonzepten direkt vor Ort sind.
00:08:30: Ich glaube es ist ein großes Thema das sich hier durch die Messe zieht.
00:08:33: wie können wir am Ende Wir haben mehr Wissen über den Zustand von Straßen, Brücken und überall dort wo wir bauen.
00:08:42: Dafür sorgen das wir die Lebensdauer verlängern dass wir am Ende dadurch auch Ressourcen schoner sind.
00:08:47: also das ist ja ein großer Teil von Nachhaltigkeit dass wir gar nicht in die Verlegenheit kommen neu bauen zu müssen sondern dass wir vielleicht Dinge lange entstand halten.
00:08:56: da haben wir ja ein bisschen nachholbedarf in Deutschland.
00:08:59: wir haben in dem Panel Diskussion hier auch gehört Wir haben das verschlafen, wir haben das Land abgewohnt.
00:09:06: Selbst der Chef der Dr.
00:09:08: Güntner, der Autobahnen GmbH sagte gestern also selbstkritisch dass wir da ein bisschen Aufholbedarf haben was die Themen angeht.
00:09:17: ich glaube das ist die Diagnose eindeutig.
00:09:21: Wo ist da noch Raum?
00:09:22: Was können wir dann noch besser machen in den nächsten Jahren Also auch den Erhalt der vorhandenen Infrastruktur Ein Stück negativ drin.
00:09:31: Ja, ich glaube da geht es tatsächlich darum auf die Experten hören.
00:09:34: also es gibt in der Bauwirtschaft gibt es viele Experten wie sich wirklich in der Tiefe mit den Produkten auch auseinandergesetzt haben sei es Aushalt oder Beton oder welche Werkstoffe wir das sonst noch verbinden.
00:09:45: und ich glaube wenn man da weiter in den Dialog geht aus diesem starren Denken etwas raus mal guckt auch vielleicht ein bisschen mutiger wird auch mal andere Bauweisen zu lässt oder unterstützt, indem man sagt hey lasst es uns doch mal probieren.
00:10:00: Ich glaube das ist es dass wir einfach wieder ein bisschen mutiger werden müssen in den Ämtern dann aber auch in den Unternehmen die... Dass man da dann sagt okay wir haben gemeinsam die Entscheidung getroffen und dann stehen wir auch Schulter an Schulter zu dieser Entscheidung um probieren Dinge einfach mal aus.
00:10:15: ich glaube das is...
00:10:16: Hast du den Eindruck auf den Gesprächen hier auf der Messe?
00:10:18: Das dort mehr Offenheit ist zur Experimentierung?
00:10:21: Da sei ein bisschen mehr Mut in den ämtern oder...?
00:10:23: Ja ich habe das Gefühl ja!
00:10:27: Wir erleben ja hier auch eine junge Generation an Bauingenieuren, die jetzt in den Ämtern Fuß fassen.
00:10:35: Die noch ein bisschen im Mut mitbringt.
00:10:40: Dinge zu verändern gleichwohl aber mit dem Wissen der vorhandenen Generationen darauf aufbauen können.
00:10:45: Auch die haben schon Dinge probiert.
00:10:47: Manche haben halt nicht funktioniert oder haben auch zu einer gewissen Zeit nicht funktioniert.
00:10:50: Denn wir uns jetzt KI angucken!
00:10:53: Da hat vor fünf Jahren wahrscheinlich kaum jemand darüber nachgedacht.
00:10:56: Das heißt ich habe vor fünf jahren ein Problem, bin ich angegangen und wollte es lösen hatte aber noch nicht die Instrumente wie ich sie heute hab.
00:11:02: Und dann finde ich schön dass man heute da nochmal an solche Probleme neu herangeht und sagt du vielleicht hatt sich ja hier etwas weiterentwickeln.
00:11:10: lasst uns doch einfach nochmal versuchen und da habe ich schon einen Eindruck das die Kommunen auch sich breiter aufstellen auch ein bisschen mutiger werden.
00:11:20: Probleme werden größer.
00:11:22: Wir haben es gerade gehabt, die Instandhaltung ja kaputt gewohnt.
00:11:24: also man muss... Man wird irgendwo auch dazu gezwungen zu sagen welche Wege können wir denn mal neu beschreiten?
00:11:32: oder dieses out-side-se box und das Gefühl habe ich schon dass da die Bereitschaft für erwächst.
00:11:39: Ja Christian, ich glaube ich hab's in einer der letzten Podcast folgen erst gesagt du kennst das von mir.
00:11:44: neben dem Mut in den Verwaltungen gehört an.
00:11:46: meines Erachtens ist so mein Appell.
00:11:48: ja Im Stadtrat, sei es in einem Landtag oder im Kreistag gehört dann auch eine gesunde Fehlerkultur in der Politik dazu.
00:11:58: Also das funktioniert halt nicht und dann kann man auch Leute in der Verwaltung verstehen dass wenn du was ausprobierst zum Wohle der Gesellschaft ist ja da nicht der eigene Geldbeutel den man versucht zu schonen etwas ausprobiert sich vielleicht auch mal ein bisschen aus dem Fenster lehnen.
00:12:12: man anderes Vergabeverfahren anderes Produkt auswählt das dann wenn schief geht und die Entwicklung ist über trial and error dass dann die gesamte Kommunalpolitik ein gesamter Landtag auf den Finger auf die Leute zeigt, direkt einen Untersuchungsausschuss eingegufen wird und wir eigentlich das Erste was wir machen ist nicht lessons learned sondern Suche nach dem Schuldigen.
00:12:31: Und diese Fehlerkultur die passt nicht zur Innovation.
00:12:35: ja das kann man sich auch von den großen Tech-Unternehmen anschauen und abschauen.
00:12:40: da wird nicht mit dem Finger auf denen gezeigt der Projekt gestartet hat was nicht funktioniert hat sondern man guckt Was hätte man anders machen können und nicht wer hätte was anders machen müssen?
00:12:50: Und das ist für mich ganz wichtig.
00:12:51: Das ist ein großer, großer Anteil am Thema Innovation ist Fehlerkultur.
00:12:56: Da muss gerade die Politik- und Aufsichtsbehörden viel dazulernen glaube ich.
00:13:00: Ich würde da gerne noch eine Frage anschließen jetzt bevor du antwortest weil wir ergänzen zu dem was du gesagt hast.
00:13:07: Martin ist ja auch oft drüber gesprochen.
00:13:08: Wir haben auch ne Neigung was neu ist dann am komplexesten größten und anspruchsvollsten Projekt gleich ausprobieren zu wollen.
00:13:15: Das heißt, also wir wollen gleich zum Maß fliegen und zurück mit dem Prototypen und es darf bitte nichts schief gehen.
00:13:22: Und dann sind wir ganz furchtbar böse und suchen Schuldige wenn das dann doch schief gegangen ist.
00:13:27: Haben wir den Beispiele wo wir sagen ja wir sind offen für Innovationen?
00:13:31: Wir suchen uns vielleicht gemeinschaftlich auch ein passendes Projekt wo wir ein überschaubares Risiko haben, überschaobare Größenorten um eine sinnvolle Anwendung.
00:13:40: gestern sagte hier ein stellvertretender Vorsitzende des Stadt- und Gemeindebundes, der sagte ja wir haben hier fünf Feuerwehrhäuser gebaut.
00:13:53: Die haben wir mal anders gebaut als vorher das war überschaubar.
00:13:56: Der sagte sich fast entschuldigen Das war ja nicht so'n großes Projekt.
00:13:59: aber genau das ist eigentlich ja das vielleicht in anderen Themen im anderen Themenbereich was wir eigentlich brauchen wo man sagt dass es überschauber ist auch sinnvoll.
00:14:07: Wir glauben dass das Sinn macht.
00:14:08: wir probieren es aus und dann machen wir's danach eine Nummer größer bringen das Wissen da ein.
00:14:13: Gibst du Beispiele?
00:14:15: Ja!
00:14:16: Also ich möchte nochmal eben anfügen, ich habe irgendwann mal den Spruch gelesen ein Fehler ist es erst beim zweiten Mal.
00:14:21: Vorher wusste man's nicht besser und diese Denkweisen muss sich vertiefen.
00:14:24: das ist so... Ich glaube aber und das unterstützt sich komplett.
00:14:27: also wir müssen hin zu einer offenen Fehler Kulturen.
00:14:29: Wir müssen nicht schauen wer hat es?
00:14:32: Wer hat den Fehler gemacht?
00:14:33: sondern wir müssen den Leuten auch wieder die Möglichkeit geben dass sie Verantwortung übernehmen dürfen ohne gleich mit der Mistgabel durchs Dorf getrieben zu werden wenn es halt nicht so funktioniert hat.
00:14:43: Das ist ganz ganz wichtig.
00:14:45: Ich glaube, dass es auch in den kleinen Kommunen mittlerweile diesen Mut gibt teilweise neue Dinge auszuprobieren.
00:14:53: Wir haben jetzt vorhin ein Gespräch mit einer Dame von Straßen.
00:14:56: Er weh mich nicht alles täuscht die Pilotprojekte machen möchte und verschiedene Radwegsmarkierungen gegenüberstellen um zu schauen was ist denn Best Practice?
00:15:04: Was funktioniert denn wo am besten?
00:15:07: Nicht nur auf allen Systemen zu setzen sondern drei vier verschiedene Systeme mal auszuprobieren das Ganze dann weiterzuentwickeln.
00:15:14: Ich habe auf einem Radverkehrs-Kongress eine schöne Geschichte gehört.
00:15:18: Da ging es darum, dass eine Fahrradstraße gebaut werden sollte oder gebaut wurde und alle haben sich dann einen Tisch gesetzt der Verkehrsträger und die Polizei welche Behörden so involviert sind.
00:15:29: Und da war das Problem, dass die Straße führte zu einer Schule und sie sollte halt als Radverkehrstrasse voran erhalten.
00:15:37: War aber die untergeordnete Straß in einem Kreuzungsbereich weil die andere Straße breiter war.
00:15:42: Dann hat man lange überlegt und hat einfach auf die breite Straße dann zwei Blumenkübe gestellt.
00:15:47: Dadurch wurde diese Straße schmaler, ist untergeordnet und schon konnte die Fahrradstraße den Vorrang bekommen.
00:15:55: Das sind Hands-on Mentalität wo ich sage das wird wieder gelebt es braucht noch Zeit.
00:16:01: da bin ich dabei.
00:16:02: Es muss ein Umdenken statt wie nicht nur in den Endern sondern ja auch irgendwo bei den Bürgern.
00:16:09: Dass wenn mal etwas schief geht dass man sagt okay Sie haben es versucht, das hat nicht funktioniert.
00:16:15: Dann nächstes Mal wissen sie's besser!
00:16:16: Da müssen wir einfach hin zu einer offenen Fehlerkultur in Deutschland glaube ich, also im Denken.
00:16:24: Ich find' stark dass wir nur zwei Blumenkübel aufstellen, dass wir das schaffen und nicht ein Projekt daraus machen die Straße zurückzubauen und zu verschmelern und erstmal eine jahrelange Planung dafür zu gehen sondern ist mir genau so pragmatisch Lösungen finden können.
00:16:38: Da saßen alle an einem Tisch, hatten ein gemeinsames Ziel und das haben sie gemeinsam verfolgt und umgesetzt und dass es einfach schön diese Beispiele gibt.
00:16:45: Stichwort Ziel.
00:16:46: wir sind jetzt ganz am Anfang von sechsundzwanzig.
00:16:49: wie ist der persönliche?
00:16:51: Und auch der unternehmerische Ausblick auf sechsund zwanzig?
00:16:54: und vielleicht auch dann als Abschluss was das angeht Was sind die Wünsche für sechsundzwanzig?
00:17:01: Ja ich glaube In der Bauwirtschaft wurde schon viel darüber gesprochen, dass was in dem Ausschreibungsstopp das Gelder fehlen.
00:17:13: Ich glaube wir müssen jetzt einfach gemeinsam nach vorne gucken.
00:17:16: Es wurden Infrastrukturprojekte auf den Weg gebracht.
00:17:19: Wir müssen jetzt da froh und mutig in die Zukunft gehen.
00:17:24: auch wir planen natürlich noch etwas defensiv weil wir wissen es sind.
00:17:28: Es ist einfach noch ein bisschen was aufzuholen aus dem letzten Jahr.
00:17:31: Die Manpower ist nicht überall vorhanden, nichtsdestotrotz glaube ich können wir einfach positiv in die Zukunft blicken.
00:17:40: Ist um meinen Gefühl es gibt Bereiche da ist Entwicklungspotenzial gegeben.
00:17:46: auch da ein bisschen außerhalb der Box denken mal gucken was können wir anders machen?
00:17:50: wo können wir uns verbessern welche Bauweisen können wir nach vorne bringen?
00:17:56: Da bin ich ganz guter Dinge, ansonsten freue mich wirklich auf das Jahr.
00:18:00: Wir sind gut aufgestellt und merken auch immer wieder diese Messebesuche.
00:18:05: Wir hatten es vorhin, das ist jetzt der dritte Infra-Tag-Besuch für mich.
00:18:11: Wir merken erst dass die Bekanntheit für uns gestiegen ist.
00:18:14: Die am Anfang kamen wir hierher und dann wurden teilweise sogar als Startup beschrieben.
00:18:20: Und wir sagen naja hat dieses Unternehmen... Das gibt's schon sehr lange an dem Markt.
00:18:24: also Start up ist nicht Und das ist mittlerweile nicht mehr der Fall, sondern wir merken, dass die Bekanntheitsgrad gestiegen ist.
00:18:30: Wir haben da ja ich Blicke mit meinem Team positiv und fröhlich in die Zukunft.
00:18:38: Wir freuen uns drauf!
00:18:40: Ich glaube es ist ein guter Schlusspunkt als Startpunkt also Schlusspunkt für unser Gespräch aber als startpunkt für den Blick nach vorn ins Weber.
00:18:48: vielen Dank für die Einblicke Ausblicke und vor allen Dingen den durchweg positiven Blick auf die Dinge.
00:18:54: Das finde Sehr notwendig und sehr gut.
00:18:56: Vielen Dank,
00:18:57: Jens!
00:18:59: Vielen Dank an Sie und Euch fürs Zuhören bei Zukunft Bauen dem Zukunftspodcast für die Bauindustrie.
00:19:07: Wenn euch der Podcast gefällt würden wir uns über eine Bewertung freuen und natürlich darüber wenn ihr den Podcast bei einem Podcast Provider Eures Vertrauens abonniert.
00:19:17: Wir freuen
00:19:17: uns auf ein Wiederhören bis bald.