#113 | Ingo Reifgerste, CEO, RKW - Nische mit Zukunft - Mittelstand, Innovation und Strategie im Bau

Shownotes

Wir sprechen mit Ingo Reifgerste, einem Unternehmer, der den deutschen Baumittelstand aus mehreren Perspektiven kennt. Er ist geschäftsführender Gesellschafter von Schleiff Bauflächentechnik in Erkelenz und seit 2024 Vorstandsvorsitzender des RKW Rationalisierungs- und Innovationszentrums der Deutschen Wirtschaft. Darüber hinaus engagiert er sich seit vielen Jahren in Verbänden und Gremien der Bauwirtschaft, unter anderem im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes.

Wir sprechen mit ihm darüber, was den Mittelstand gerade in schwierigen Marktphasen auszeichnet. Warum können kleinere und mittlere Unternehmen Veränderungen teilweise schneller umsetzen als große Organisationen? Welche Rolle spielen dabei unternehmerischer Mut, klare Verantwortung und echte Entscheidungsspielräume?

Ingo Reifgerste nimmt uns mit auf seinen eigenen Weg in die Bauwirtschaft. Aus einer praxisorientierten Diplomarbeit entwickelte sich eine fast drei Jahrzehnte lange Unternehmergeschichte. Aus einem breit aufgestellten Betrieb entstand ein Spezialunternehmen für Bauwerksabdichtung, Mauerwerksinstandsetzung und Betoninstandsetzung. Gerade der Blick auf den Bestand und die Infrastruktur zeigt, wo Reifgerste auch für die kommenden Jahre große Aufgaben für die Branche sieht.

Ein Schwerpunkt unseres Gesprächs liegt auf den Menschen. Wir diskutieren, wie der Mittelstand Fachkräfte gewinnen und entwickeln kann, warum Ausbildung und Quereinstieg an Bedeutung gewinnen und weshalb Verantwortung immer mit den notwendigen Kompetenzen und Freiräumen verbunden sein muss. Natürlich geht es auch um Digitalisierung, KI und Robotik. Reifgerste plädiert weder für blindes Hinterherlaufen noch für Abwarten. Wir sprechen darüber, wie mittelständische Unternehmen neue Technologien beobachten, testen und zum richtigen Zeitpunkt in ihre Prozesse integrieren können.

Mit seiner Arbeit im RKW bringt Ingo Reifgerste noch eine weitere Perspektive ein. Das RKW versteht sich als Impulsgeber und Thinktank für den deutschen Mittelstand. Wir sprechen darüber, wie Erkenntnisse aus Forschung, Wirtschaft, Verbänden und Politik tatsächlich in die Unternehmen gelangen, welche Rolle Netzwerke und Initiativen wie „Auf IT gebaut“ spielen und warum sich gerade mittelständische Unternehmer stärker in solche Strukturen einbringen sollten.

Am Ende geht es um die Zukunft der Bauwirtschaft selbst. Warum ist die Branche für junge Menschen attraktiver, als ihr Ruf vermuten lässt? Welche Chancen entstehen durch Technologie und den enormen Bedarf an Neubau, Instandhaltung und Transformation? Und warum blickt Ingo Reifgerste trotz aller aktuellen Herausforderungen mit Zuversicht auf die kommenden Jahre?

Themen in der Folge:

  • Vom Berufseinstieg zum Bauunternehmer
  • Warum Mittelstand schnelle Entscheidungen erlaubt
  • Verantwortung braucht immer echte Entscheidungskompetenz
  • Wie Führung sich heute verändert
  • Spezialisierung als Strategie im Mittelstand
  • Fachkräfte selbst ausbilden und entwickeln
  • Warum Quereinsteiger wertvoll sein können
  • Instandsetzung als Markt mit Zukunft
  • Wie Mittelständler neue Technologien bewerten
  • Digitalisierung zwischen Abwarten und Handeln
  • KI und Robotik verändern den Bau
  • Was das RKW für Unternehmen leistet
  • Warum Netzwerke Innovation im Mittelstand fördern
  • Weshalb Unternehmer sich stärker engagieren sollten
  • Warum die Bauwirtschaft jungen Menschen Zukunft bietet

In dieser Folge (Gäste und Links):

https://www.linkedin.com/in/ingo-reifgerste-a5384974/

Schleiff Bauflächentechnik GmbH & Co. KG

RKW Kompetenzzentrum

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Hosts und Podcast

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Website: Martin Ferger

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Präsentiert von: Zukunft.Bauen. | Der Haak & Ferger Zukunftspodcast für die Bauindustrie

Der Zukunftspodcast für alle, die sich für die Zukunft von Bauen & Leben interessieren.

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Hinweis: Das Folgentranskript wurde automatisch erstellt.

Bild mit freundlicher Genehmigung von Ingo Reifgerste

Transkript anzeigen

00:00:00:

00:00:07: Moin aus Hamburg und Siegen.

00:00:09: Und herzlich willkommen zu unserem Podcast für die Bauindustrie

00:00:13: Zukunft

00:00:14: bauen, dem Zukunftspodcast für alle, die sich für die Zukunft von Bauen und Leben interessieren.

00:00:21: Wir sind

00:00:22: Martin

00:00:23: und Christian und wir werfen in diesem Podcast einen Blick auf die Zukunftsentwicklungen von Branche Technologie und Lebenswelt.

00:00:31: Es wird dabei um die Veränderung der Baubranche gehen Und darum, was dies für uns und für die Unternehmen der Branche bedeutet.

00:00:40: Unser heutiger Gast ist Ingo Reifgerste, erst geschäftsführender Gesellschafter der SchleiffBauflächentechnik in Erkelenz – und seit dem Jahr zwanzig Vorstandsvorsitzenden des RKW Rationalisierungs- und Innovationszentrums der deutschen Wirtschaft.

00:00:58: Darüber

00:00:58: hinaus engagiert er sich seit vielen Jahren in führenden Funktionen der Bauwirtschaft unter anderem als Vorsitzender des deutschen Auslandsbauverbands und im ZDB.

00:01:09: Er kennt die Bauwirtschaft damit aus der Unternehmerischen Praxis und aus der Verbandsarbeit,

00:01:15: mit ihm

00:01:15: sprechen wir über die aktuelle Lage der Branche, die Herausforderungen für den Mittelstand

00:01:20: und darüber

00:01:21: was sich jetzt verändern muss.

00:01:24: er nimmt uns mit in die strategischen Überlegungen im Mittelstand.

00:01:31: Herzlich willkommen heute zu Gast bei uns, der Geschäftsführer von Schleifauflechentechnik Ingo Reifgeherste.

00:01:38: Herzlich Willkommen.

00:01:39: schön dass du da bist Ingo!

00:01:40: Ja hallo Christian, hallo Martin, schönen Dank für die Einladung.

00:01:44: ich freue mich mit euch ein paar Minuten Podcast so verbringen.

00:01:48: ja

00:01:48: hallo auch von meiner Seite.

00:01:49: ich freu mich auf unser Gespräch.

00:01:51: Martin wollen wir doch von Ingo erstmal

00:01:53: hören

00:01:54: wie bist Du in das Thema Bau hineingekommen?

00:01:58: mit dem kaufmännischen Hintergrund gesegnet, so wie ich auch.

00:02:02: Was ist dann der Anlass gewesen und wie ist der Weg gewesen in die Bau hinein?

00:02:07: Das erklärt sich ja nicht sofort von selbst.

00:02:10: Das ist richtig!

00:02:11: Also es ist mittlerweile schon fast nicht mehr wahr, aber das war das neunzwanzig Jahre her als ich in den Bau kam, mehr oder weniger zufällig weil die Schleifbauffläschentechnik respektive die Geschäftsführer, die Gesellschaft da einen Kaufmat zu.

00:02:27: Und ich hatte zu diesem Zeitpunkt mein Studium nahezu beendet und auf einer Abendveranstaltung wurde ich dann von zwei Gesellschaften angesprochen, ob ich nicht Interesse hätte in den Bau zu kommen.

00:02:40: Speziell eben diese Bauunternehmung.

00:02:43: Dazu muss man dann wissen dass es sich dabei um eine Spezialbauunternehmen handelte also hoch spannende Themen machte.

00:02:49: da komme gleich noch dazu.

00:02:53: Das andere Thema war aber, dass mein Professor seinerzeit wenig geneigt war eine Diploma bei zu betreuen in diesem Bau- oder Handwerksumfeld.

00:03:19: Ich hatte da ein Glück, dass mein Co-Referent Handwerks-Affin war und dieses Thema was ich vorgeschlagen hatte.

00:03:26: Kalkulation im Bauunternehmen neu aufzusetzen, auch im Kontext Business Process Modeling solche Themen eben ins Handwerk zu bringen.

00:03:37: Da war er sehr begeistert von hat an den Hauptreferenten überzeugend können und dann durfte ich eine praxisorientierte Diplomarbeit schreiben.

00:03:45: wie dann letztlich zur Anstellung bei dieser kleinen Bauunternehmung die hatte damals die Firma Schleifkreis sich Mitarbeiter geführt hat.

00:03:56: Also eigentlich der ideale Einstieg so wie wir ihn heute auch immer mal wieder sehen, dass man über so eine wissenschaftliche Arbeit dann in Kontakt kommt.

00:04:05: Wahrscheinlich auch in Begeisterung kommt und wechselseitig sich schon mal kennengelernt hat und gesagt hat das könnte

00:04:10: gut passen?

00:04:12: Ja absolut!

00:04:13: Und das hat natürlich auch dazu geführt, dass ich sehr früh sehr viel Verantwortung bekommen habe weil natürlich auch die Gesellschafter und auch die Geschäftsführer gesehen haben auch schau wir haben ja einen echten Mehrwert.

00:04:28: Wahrscheinlich wäre es nicht so gut gelaufen, wenn die sich über Berater versucht hätten an dieses Thema zu wagen.

00:04:35: Und ja, das hat uns also beide genutzt, beide Seiten haben profitiert.

00:04:40: Jetzt ist das ganze Jahr über fünfundzwanzig Jahre her in einer Zeit, in der man im Bau durchaus auch noch eher die Grauenhaare honoriert hat und bei den jungen Leuten vielleicht etwas vorsichtiger war?

00:04:53: Du bist da, wenn ich's richtig verstehe schon mit viel Verantwortung eingestiegen oder dafür geholt worden.

00:05:00: Was war damals besonders, warum hat man sich getraut

00:05:04: sozusagen

00:05:05: so einen jungen Mann da dann in diese Verantwortung zu nehmen?

00:05:09: Ja natürlich auch ein riesen Vertrauensvorschuss, speziell meines damaligen Mentors war ja auch Schreiner der Mehrheitsgesellschaft an diesem Unternehmen und er hatte eine hohe Affinität auch zu digitalen Lösungen.

00:05:27: Wir reden über einen Zeitalter ISDN, für diejenigen, die es noch kennen.

00:05:32: Also eher so ... Digitalisierung aber doch eher analog irgendwie und das hat sehr geholfen.

00:05:40: Ich hatte dann auf der einen Seite die Rolle des Fachpromotors inne, hatte aber mit ihm ein Machtpromoter im Unternehmen und konnte natürlich auch mich mit Themen beschäftigen oder Dinge durchsetzen.

00:05:54: Bei eingesessenen Bauleitern, auch im gewerblichen Bereich auf den Baustellen müssen Dinge geändert werden.

00:06:01: Was Datenerfassung betraf und solche Dinge.

00:06:05: Und das war ein großes Glück an der Stelle.

00:06:08: Ingo du hast da gerade was angesprochen mit diesem Machtpromoter dem man als Fachpromotor auch braucht.

00:06:13: Der finde ich dem Mittelstand gerade beim Thema Digitalisierung dann werden wir später noch in einer zweiten ehrenamtlichen Rolle, wenn wir darüber sprechen, darauf zukommen.

00:06:23: Der Mittelstand auch Mut machen sollte weil es gibt sicherlich Themen wo vielleicht die Konzerne aktuell einen Schritt voraus sind mit dem durchschnittlichen Mittelstand.

00:06:34: aber

00:06:35: das zeigt ja auch, wenn ich eine Überzeugung habe in der Führungsriege beim Inhaber bei der Geschäftsführung und diese irgendwie stehen dahinter dann kann so ein Mittelstand in so einem Thema halt auch nochmal richtig aufholen Agil ist ihm das Thema von, ich sag jetzt mal oben durchregieren kann und sagen kann okay wir machen das jetzt mal so.

00:06:57: Und nicht in einer Verästelung von Hierarchien nachher also das Ganze so ein bisschen versandet.

00:07:01: Ich glaube dass es auch Mutmacher so ein Beispiel für den Mittelstand zu sagen selbst wenn man vielleicht noch Rückstand hat Wenn man's aktiv angeht mit entsprechender Hierarchie dann kann man sowas gut und gerne mal aufholen.

00:07:16: Absolut Martin!

00:07:18: Das ist eine der großen Stärken des mittelständischen Bauunternehmens überhaupt, das Mittelstand.

00:07:25: Konzernstrukturen sind oft träge und oft geht es auch um Politik in so einem Konzernen.

00:07:34: Der Mittelstand vergleicht den immer mit Sir Francis Drake und der englischen Flotte die die spanische Armada mal geschmeidig ausmanövriert hat.

00:07:43: Und das geht um Geschwindigkeit, es geht um ein bisschen erscharisches Wort dieser Macht-Romotehaber.

00:07:49: Der Inhaber der Hauptgesellschaft oder der Chef stärkt dir den Rücken und dann können Dinge ganz schnell passieren und umgesetzt werden.

00:08:00: Das findet man in Konzernen eben so nicht.

00:08:03: Ich spreche auch immer mit jungen Leuten über diese Themen Und kann denen nur empfehlen, sich solche Einheiten zu suchen.

00:08:08: Weil die dann eben sehr schnell in so eine Verantwortung wachsen können und Dinge bewegen können.

00:08:14: Man ist nicht nur ein kleines Rädchen im Gebühren, sondern man spielt dann auch schon tatsächlich speziell in einem Transformationsprozess eine große Rolle.

00:08:24: Und man muss diese Verantwortung natürlich auch gerecht werden.

00:08:27: Das ist nicht zum Spiel gedacht.

00:08:29: Es existenziell oft die Lösungen, die da implementiert werden sollen.

00:08:35: Aber das macht große Freude und eben mit jemandem an der Seite, der sagt immer ist mein Pogmore um dass es hier geht.

00:08:42: Und in dem Fall der Reifgerste, der macht was jetzt

00:08:45: machen.

00:08:46: Das fühlt mich nochmal zu der Frage weil man mal vergleicht zwischen damals als du eingestiegen bist und heute

00:08:52: Was

00:08:53: sucht ihr bei Bewerbern?

00:08:56: Was müssen die mitbringen um in so einem Umfeld dann auch erfolgreich zu funktionieren?

00:09:02: und wenn man da ein paar Schritte weiter ist wie die Führungsverantwortung irgendwann auch mal

00:09:06: kommt, was

00:09:08: unterscheidet das Thema Führung von damals und heute?

00:09:12: Kann man das so sagen?

00:09:14: Wir können es einmal versuchen.

00:09:16: Also wenn hier junge Leute sich hier bewerben dann ist mir immer wichtig dass die sind ja in der Bubble ein bisschen verhaftet und sie sind auch in diesem Technologie-Sprech.

00:09:28: Die müssen halt einfach diesen Wandel zwischen diesen beiden Welten irgendwo hinbekommen.

00:09:33: Ein Stück weit sollten die Hands-on sein.

00:09:35: Also sie müssen auch sich nicht zu schade sein, mal um einfach zu verstehen was in so einem Prozess passiert auf eine Baustelle zu gehen und mal selber zu beobachten.

00:09:46: oder im besten Fall sollten Sie eben auf der Baustell auch einfach mal mitarbeiten um ein Gefühl dafür zu kriegen worum geht es ja eigentlich?

00:09:56: Und dieses Hands on gerade im Handwerk erzeugt eben auch ein hohes Maß an Respekt und Akzeptanz bei den Mitarbeitenden.

00:10:09: Du hast jetzt ja schon auch damals früh Verantwortung bekommen, so höre ich das raus.

00:10:15: wie steht es heute um die Bereitschaft auch Verantwortung zu übernehmen bei den

00:10:20: jüngeren

00:10:21: Leuten die ins Unternehmen kommen?

00:10:24: Also ich stelle durchaus fest dass es da eine rohe Bereitschaff gibt Verantwortung zu Übernehmen wenn es entsprechend hohe Freiheitsgrade gibt.

00:10:33: Es sollte schon so sein, dass man als junger Mensch erkennen kann ich kann hier was bewegen und wenn das so ist dann sind die auch bereit Verantwortung zu übernehmen.

00:10:43: Das kann nämlich auch Spaß machen.

00:10:45: Das ist ja nicht nur so dass man darunter irgendwie ein Joch trägt oder darunter leidet sondern diese Gestaltungsspielräume, die sind ja hoch befriedigend.

00:11:00: Ich wiederhole mich da aus einer unserer allerersten Folgen des Podcasts.

00:11:03: Da erinnere ich mir gerade dran, wo ich geschildert habe wie es Freunden von mir geht die in dem Automobilzulieferbereich arbeiten als Maschinenbauingenieure und wie demotivierend ich es fand wenn sie erzählt haben dass sie im Prinzip wenn sie einen neuen Bleistift brauchen das erstmal genehmigen lassen müssen ist übertreibt.

00:11:20: jetzt natürlich ein bisschen.

00:11:21: aber Da hast du als Bauleitung in der Projekte gar keine Zeit für den Geschäfts- oder jedes Mal zu fragen, ob du jetzt den Schotter bestellen sollst.

00:11:30: Oder nicht?

00:11:30: Ob du das Bauverfahren änderst oder nicht?

00:11:32: Oder ob du heute schlecht Wetter machst oder nicht.

00:11:35: also das ist am Ende natürlich Verantwortung mit allen positiven wie negativen Seiten.

00:11:40: aber finde ich auch Du machst ja auch ein Ingenieurstudium wenn wir jetzt mal den Weg wählen einfach mal gedanklich.

00:11:46: Du machst dir auch nicht einen relativ schweres Studium um am ende dann so quasi stupide Sachbearbeitung zu machen und nichts entscheiden zu dürfen.

00:11:55: Also du machst das ja eigentlich auch mit der Motivation, später mal was reißen zu können?

00:11:59: Und ich glaube da ist das Thema selbst eine Eigenverantwortung zu haben ein wichtiges Thema.

00:12:05: Wer das nicht will, der isst dann auch da eigentlich Fehler am Planeten muss man auch ganz klar so sagen.

00:12:13: Ja

00:12:13: absolut!

00:12:14: Ich glaube auch Ingo hat eben auch noch einen Satz gesagt im Mittelstand es geht dann wirtschaftlich immer um etwas.

00:12:21: Es ist also nicht im Zweifelsfall ein großer Konzern im Wintergrund, der über andere Bereiche irgendetwas abfedern kann.

00:12:28: Sondern man ist praktisch allein steht man da im Wind und es muss funktionieren.

00:12:33: Das heißt das Thema Verantwortung ist auch glaube ich sehr schnell spürbar aber dann eben auch die Handlungsfreiheit, die man nutzen kann um diese Verantwortung wahrzunehmen.

00:12:44: Ich glaube auch dass für junge Leute Ein guter Einstieg ist vielleicht auch eine harte Lehrzeit, wenn man so will.

00:12:51: Ist die ein aber besser vorbereitet auf ja auch wirtschaftlich sinnvolles Handeln in der Bauwirtschaft als wenn man irgendwo in einem großen Konzern oder einer kleinen Abteilung irgendwo einsteigt?

00:13:04: Beides

00:13:04: funktioniert sicherlich am Ende auch, aber ich glaube auch dass dieser Mittelstand einen sehr viel schneller dann auch in Kompetenz bringt.

00:13:12: Genau, da sind diese beiden Begriffe ja schon genannt.

00:13:15: Das ist zum einen Verantwortung und zum anderen Kompetenz.

00:13:18: Das sind für mich zwei Seiten der gleichen Medaille.

00:13:23: Wenn ich jemanden verantwortlich mache für ein Prozess eine Aufgabe, dann muss ich ihm natürlich auch die Kompetenzen dafür geben das zu realisieren.

00:13:33: Und ich glaube dass es im Mittelstand deutlich ausgeprägter ist als in einem Großkonzern der eben seiner Spielregeln hat die deutlich filigraner oder ausformulierter sind als im mittelständischen Betrieb?

00:13:47: Jetzt nimm uns doch noch mal mit in die Zeit von damals und vielleicht ein Stück weit auf die Reise, auf den Weg nach heute.

00:13:55: Denn das Unternehmen hat sich ja auch weiterentwickelt und du hast ja auch damals dann offensichtlich Verantwortung übernommen angefangen zu gestalten Ja, immer ein bisschen mehr übernommen auch vor dem Unternehmen.

00:14:09: Wenn ich das so im Rückblick

00:14:11: sehe,

00:14:12: ihr habt euch dann ganz besonders positioniert in der Branche sehr speziell gibt es nicht so viele Anbieter.

00:14:22: In der Nische ist doch etwas richtiger Wort.

00:14:27: Wie hat das funktioniert?

00:14:28: Was waren die Beweggründe damals?

00:14:31: Also es

00:14:31: hat

00:14:32: eben angefangen mit diesem, dieser Diplomarbeit und diesen Projekt.

00:14:35: Und diesem Digitalisierungsthema ist dann aber auch sehr schnell in andere sozusagen eher so organisations- technische Bereiche gegangen.

00:14:43: Ich habe dann irgendwann auch sehr schnelle Prokure erhalten was dann auch nochmal ein Vertrauensbeweis der Gesellschaft war.

00:14:51: Habe dann angefangen doch mal in Sachen Marke das Unternehmen anders zu positionieren.

00:15:00: Kannst du uns doch mal mitnehmen, Ingo?

00:15:01: Was hat das damals konkret gemacht und was hast Du dann verändert.

00:15:06: Ja also ein Beispiel ist die Firmarschleif-Bauflächentechnik hat in der Enstandhaltung eben dieser Nische Entstandsetzung und Standhaltung gearbeitet hatte aber eine Vielzahl von Arbeiten ausgeführt Die auf der handwerklichen Ebene alle miteinander irgendwie verwandt waren.

00:15:24: Aber es war so ein Bauchladen in der Entstandsetzung Und da ging es eben darum zu sagen, okay, es gibt hier Dinge die sollten wir so nicht machen.

00:15:33: Es gibt ja auch Themen, da sollten wir uns stärker fokussieren und konzentrieren.

00:15:38: Im Endergebnis ist daraus ein Unternehmen geworden mit drei Spachten.

00:15:42: einmal die Bauwerksabdichtung das ist die Uhr DNA der Firma Schleif Da kommen wir eher Dann die Mauerwerksentstandssetzung speziell auch im Denkmalumfeld, weil das einfach ein spannendes Thema ist.

00:15:54: Das ist der kleine Stein, das ist der Naturstein und es ist hoher Anspruch an die handwerkliche Ausführung, die da gefordert ist mit der man dann am Markt entsprechend auch punkten kann.

00:16:05: Und der letzte Bereich, der sich eben heute zum größten Bereich entwickelt hat, ist die Betonentstandsetzung.

00:16:10: Da geht's um Themen wie Infrastrukturentstandsetzung, Parkhäusativgaragen, Brücken, Kläranlagen, Balkonanlagen solche Dinge So dass wir jetzt ein Dreischwachtenunternehmen haben mit Mitarbeitern im handwerklichen Bereich, denn das sollte man nie vergessen.

00:16:26: Ich stehe nicht draußen an der Mauer oder an der Wand meiner gewerblichen Mitarbeiter die Handwerker.

00:16:34: Das sind diejenigen, die hier tatsächlich Wertschöpfung erzeugen.

00:16:38: Das darf man nie vergessen!

00:16:39: Und das ist was wir heute sind.

00:16:41: Wir sind da so ein Spezialist in diesen drei Spachten und da hast du Recht, wenn du sagst, dass findet man so selten... Das schropp gut so!

00:16:48: Ja,

00:16:49: es ist auch gut so.

00:16:50: Hat ja auch einen Stück weit damit zu tun, dass mal auf diese hoch spezialisierten Menschen gar nicht so einfach findet.

00:16:55: mehr wie ihr habt sie gehabt?

00:16:57: Ihr habt welche entwickelt?

00:16:58: Wie habt ihr das gemacht?

00:16:59: Wie gelingt es euch die an Bord zu halten oder Neue zu entwickeln, die so spezialisiert wirklich etwas auf dem Kasten haben kann man sagen.

00:17:08: Also es ist tatsächlich in den letzten Jahren auch anspruchsvoller geworden, geeignetes Personal zu akquirieren.

00:17:15: Wir haben aber zum einen sehr früh erkannt dass wir eine gute Arbeitgebermarke sein müssen und zwar nicht nur vom Leben her sondern tatsächlich von dem was wir dem Menschen die für uns und mit uns hier Arbeit noch bieten können auf was persönliche Entwicklung getrifft.

00:17:30: dann haben wir angefangen unser Ausbildungsprogramm zur Erweiter Mauer auszubilden, nicht nur einen sondern vier pro Jahrgang.

00:17:41: Wir haben angefangen damals und heute gibt es ja auch noch den Holzenbautenschützer auszubilde der auch sehr sehr gewerke spezifisch für uns ganz gut passte und haben dann eben ausgebildet.

00:17:53: wir haben allen jungen Menschen die eine Ausbildung angefangen haben entsprechende Leistung vorausgesetzt immer eine Übernahme garantie aufgeheben und viel von denen die also vom vor fünfundzwanzig Jahren oder fast dreißig Jahre mittlerweile hier eine Ausbildung begonnen haben, sind auch noch im Unternehmen.

00:18:09: Das ist also schon mal Punkt eins sehr erfolgreich, klassische Ausbildungen in die Schulen gehen mit den jungen Leuten reden wir holen sie ab der achten Klasse und fangen dann an mit denen zu arbeiten im Handwerksbereich.

00:18:21: Ja!

00:18:22: Dann akquitieren wir natürlich auch am Markt heißt über das ganz normale Portal oder Ausschreibung und wir geben auch immer quer ein

00:18:31: steigerer

00:18:31: Chance.

00:18:32: Also wenn der Zimmerer zu uns kommt und sich hier bewirbt für Bereiche innerhalb der Betonentstandsetzung, dann tun wir die Bewerbung nicht ab.

00:18:41: Sondern wir schauen uns den Kandidaten an.

00:18:44: Und oft ist es so dass diese Leute ein sehr breites handwerkliches Spektrum mitbringen.

00:18:50: Die sind gar nicht auf den Baustoff Holz zum Beispiel fixiert sondern können auch mit Stahlbeton arbeiten.

00:18:55: Die können in einer Reprofilierung arbeiten.

00:18:58: Wir haben viele Maler- und Anstreicher eingestellt wo man jetzt nicht direkt denken würde Die passt da rein.

00:19:04: Ich habe immer gesagt, der Maler hat so ein Auge fürs Finish und er kann auch ganz gut mitarbeiten.

00:19:12: Im Bereich Mauerwerk ist es ein bisschen schwieriger dann muss man Mauer haben eigentlich ja aber in den Bereichen Abdichtung und Betoninstanz dazu kann man ganz gut auch mit Querensteigern arbeiten die sich hier über die Arbeit zu sehr guten speziellen Facharbeiter entwickeln.

00:19:27: Ja letztendlich ist ja oft auch so dass wir Das gilt aber, glaube ich nicht nur für den gewerblichen Bereich.

00:19:33: Auch einfach die persönlichen Kompetenzen brauchen also aus einer Lust hat dass er fleißig ist das er lernwillig ist motiviert ist.

00:19:42: Ich erinnere mich da immer noch ich wurde mal auf einer Baustelle während meiner Promotionszeit vorgestellte Projektleiter mit ja ich habe hier einen guten Ingenieur aus dem Bereich Tiefbau und der Projektleite antwortete relativ desillusioniert Aber irgendwie auch schön ehrlich Einer mit gesundem Menschenverstand reicht mir erst mal.

00:20:02: Also ich glaube halt wirklich, dass man auch als Unternehmen ja oft so spezielle Themen hat das man die Tür ruhig aufmachen kann.

00:20:10: Hauptsache sind Leute, die wollen gewisse Grundqualifikationen natürlich verausgesetzt.

00:20:15: aber jemand der will er bringt schon viel mit meines Erachtens.

00:20:19: Wollen können dürfen also dass die Kandidaten dürfen ist einfach mal voraus als welcher als Unternehmer ziemlich blöd Die müssen können, kann man lernen.

00:20:32: Man kann sich entwickeln.

00:20:34: und der ganz wichtige Baustein ist eben wollen, die müssen schlicht wollen.

00:20:39: Und wenn jemand will dann bringen wir dem bei was er wissen muss und dass er hier darf.

00:20:45: das ist das Thema auch hohe Freiheitsgrade.

00:20:47: Das macht das Arbeiten auch spannend und B ist es auch höchst befriedigend.

00:20:54: weiß, man darf das machen.

00:20:56: Man hat diese freie Räume und diese drei Dinge wollen können dürfen dann hat man einen guten Mitarbeiter

00:21:03: gefunden.

00:21:04: Ich finde auch nochmal interessant dieses Denken um die Ecke ein bisschen dass du sagst so ein Maler-Anstrecher hat irgendwie einen Blick fürs Finish.

00:21:14: also erst mal überlegt was bringt jemand mit aus seiner Ausbildung oder seinem Hintergrund her und was können wir bei uns damit anfangen?

00:21:21: Das ist ja etwas, das muss man selber für sich erst mal klarziehen.

00:21:26: Das muss man aber auch möglicherweise an Bewerber erklären der sieht es auch nicht immer sofort.

00:21:29: Der beschliegt diese

00:21:30: Brücke

00:21:31: auch nicht Immer.

00:21:32: Und das merke ich hofft bei jungen Leuten die sind dann so in einem Denkmuster gefangen.

00:21:37: mit der Ausbildung kann Ich nur dies oder kann ich nur dass und denken gar nicht So richtig.

00:21:43: Mal ein Stück weiter woher auch Da sind, glaube ich solche Dialoge extrem hilfreich und wichtig.

00:21:49: Dass man einfach mal sagt, pass mal auf du bringst doch das mit.

00:21:52: Das können wir bei uns gut gebrauchen bis ihr was ja, was du

00:21:55: können musst,

00:21:56: das bringen wir dir dabei.

00:21:57: Das ist anders als das, was Du bisher gemacht hast.

00:22:00: aber da kannst du eigentlich bei uns einen sinnvollen Beitrag leisten wenn du möchtest.

00:22:05: Christian, ich glaube wir kennen beide das Beispiel.

00:22:07: Das kannst du auch im akademischen Bereich in dem Bau unternehmen.

00:22:11: also ich kenne ein Beispiel wo ein sehr erfolgreicher Einkäufer ein pädagogisches Studium hatte und als Quereinsteiger das technische, was der einkauft hat.

00:22:20: Er sich natürlich dann über die Jahre auch sehr gut angeeignet.

00:22:24: aber dieser Zugang zum Verhandlungspartner auf dieser zwischenmenschlichen Ebene war natürlich von der Ausbildung her ein ganz anderer als den vielleicht der Ingenieur gehabt hätte.

00:22:35: also manchmal sind das dann auch ganz erfolgreiche Geschichten wenn man einfach ein bisschen anders da gestartet ist.

00:22:43: ja würde ich absolut unterschreiben.

00:22:45: Und ich glaube da liegt auch eine Stärke im Mittelstand, dass diese Kreativität und auch Möglichkeit zu sagen das machen wir jetzt einfach mal so oder wir probieren das mal aus die ist natürlich eher gegeben als manchmal in so großen Strukturen

00:22:56: wie große Konzerne sie mitbringen

00:22:58: muss man dann manchmal auch ein Schema passen.

00:23:02: Du hast eben gesagt und es ist gut so, dass es nicht so viele Unternehmen gibt die so spezialisiert sind

00:23:09: wenn

00:23:10: Du Großprojekte siehst, diese Schaufenster-Projekte auch manchmal hast du manchmal ein bisschen Wehmut?

00:23:17: Dass ihr nicht der große GU seid oder sagst so nein.

00:23:20: Das ist genau das.

00:23:22: wir sind vielleicht auch ein bisschen krisensicherer weil wir unser Thema haben.

00:23:26: wie beurteilt das auch so strategisch?

00:23:28: ja vielleicht auch mit Blick in die Zukunft?

00:23:31: Ja also ich glaube dass wir strategisch da ganz gut unterwegs sind.

00:23:34: es geht dabei immer darum die wichtigen Dinge zu tun und wenn wir uns diese Republik anschauen im Augenblick und die Aufgaben anschauen, dann sind wir mit dem Thema Instandhaltung, Instandsetzung ganz gut aufgestellt.

00:23:50: Da gibt es einiges zu tun und mir wird das immer wieder von diversen Seiten auch von den Banken korporiert.

00:23:56: Ihr seid ja da safe!

00:23:58: Also safe ist mal nix.

00:23:59: aber wir sind auf jeden Fall in dem Segment unterwegs, da wirds die Arbeit aller Wahrscheinlichkeit nach nicht ausgehen, so denn der Auftraggeberseite das Geld nicht ausgeht.

00:24:09: Das wird die einzige Thematik dabei.

00:24:13: Ich habe keine Demut nach großen Projekten oder Leuchttrop-Projekte.

00:24:19: Wir haben für uns in unseren Segmenten und in unserem Bereich nahmen wir durchaus attraktive und sehr spannende und tolle Projekte im Denkmalbereich wunderschöne Baudengmähler, die wir in Schrannt gesetzt haben.

00:24:34: Wo wir uns immer wieder freuen auch nach Jahren wenn ich da vorbeifahre und sehe herrschauer das haben wir gemacht ja es steht vorher stand schon dreieinhalb Jahre jetzt steht's wahrscheinlich noch mal hundertfünfzig.

00:24:45: Das ist toll!

00:24:46: Und im Bereich der Betoninstanz hat sie mich nicht ganz so Ist nicht ganz so bling-bling.

00:24:53: Es sind Funktionsbauten und Engineerbauwerke, die müssen funktionieren und ihre Aufgabe erfüllen.

00:24:59: aber da sind wir eben auch gut unterwegs und deshalb habe ich da keine Wehmut

00:25:04: mehr.

00:25:05: Wie nimmst du momentan den Markt wahr?

00:25:07: Du hast es ja schon mal angesprochen.

00:25:09: also Bedarf ist da.

00:25:10: das ist ja unternehmerisch immer schon mal gut wenn man feststellt dass was wir können wird auch nachgefragt.

00:25:16: Das muss auch bezahlt werden.

00:25:17: gut wie man hört im Moment Zumindest der Wille, dass Budgets da sind.

00:25:22: Sie kommen noch nicht immer so schnell da an wo sie hin müssen.

00:25:25: aber

00:25:25: grundsätzlich

00:25:26: mal haben wir da zumindest was die öffentlichen Hand angeht ja auch

00:25:31: ganz

00:25:31: gute Rahmenbedingungen.

00:25:32: eigentlich von der technischen Umsetzung.

00:25:35: dann abgesehen

00:25:36: aber grundselt sich

00:25:37: mal wie stellt sich das bei euch im Moment?

00:25:41: Da merkst du, dass

00:25:44: der

00:25:45: Bund und die Kommunen anfangen zu bauen Gänge kommen.

00:25:50: Wir waren jetzt gerade auf dem Tag der Bauindustrie in Berlin und da hört man schon insgesamt, es könnte müsste sollte alles etwas schneller gehen.

00:26:00: die Dinge gehen nicht so reibungslos wie sie gehen sollten.

00:26:05: Wie ist das bei euch im Moment?

00:26:09: Also wir haben auf der Nachfrage-Seite spüren, wie im Augenblick keinerlei Einbrüche oder eine Zurückhaltung.

00:26:15: Das liegt aber tatsächlich an diesen drei genannten Geschäftsfeldern, die eigentlich auch immer recht... keine Krise dabei reden, aber die Krisenresistent waren.

00:26:27: Wenn sich die Bauwirtschaft in großen Amplituden bewegt wird dann haben wir auch diese Schwankungen da drinnen, weil sie nicht so ausgeprägt sind.

00:26:36: Insofern ist das schon mal okay.

00:26:39: Wir sehen natürlich im Wohnungsbau, da stockt Sanalnecken und M. Das ist eine ziemliche Katastrophe.

00:26:45: Und das muss auch gelöst werden weil damit sind ja auch gesellschaftliche Probleme verbunden die uns irgendwann auf die Füße fallen.

00:26:52: Das kann keiner wollen.

00:26:54: Auch das wird sich auflösen.

00:26:57: Da gehe ich auch mit dem berutschelt Maas Gelassenheit ran.

00:27:00: vor dem Hintergrund wie gesagt.

00:27:01: Ich mache das jetzt seit knapp drei Jahrzehnten.

00:27:04: Ich habe angefangen in der Zeit die war nicht so zum Tod lachen.

00:27:09: Dann hatten wir, ich sag mal grob über den Daumen, die sehr gute Jahre bis vor Corona.

00:27:15: Und jetzt müssen wir alle wieder ein bisschen uns besinnen und auch mal wieder so einem Leistungsgedanke zurückfinden.

00:27:22: Das gilt für alle nicht nur für die Unternehmen, sondern auch für die Mitarbeitenden.

00:27:28: Das gehört eben auch dazu!

00:27:31: Ich glaube, dass das in einigen Jahren, wenn wir zurückgucken sollen, war eine schwere Zeit.

00:27:37: Aber jetzt haben wir wieder eine andere Zeit.

00:27:39: Insofern für uns, glaube ich, es gibt so viel zu tun, da werden wir kein Problem bekommen.

00:27:47: Wir haben strategische Prioritäten, wo wir immer daran arbeiten und dann ist tatsächlich einer das Thema Fachkräfte.

00:27:54: Wenn die ausgehen, haben wir ein Thema ... Wir sollten uns jetzt bei Zeiten schon mal auch Gedanken machen, auch mit den Gewerkschaften über Themen wie die bekomme ich Migration genutzt für die Baubranche.

00:28:07: Wie muss sich die jungen Leute oder auch die älteren Leute, die da gekommen sind?

00:28:12: Wie hoch sind dann meine Ansprüche ans Papier?

00:28:15: Muss der jetzt wirklich immer alle Qualifikationsnachweise... ins Deutsche übertragen wissen.

00:28:21: Bei einem Trakwerksplaner verstehe ich das ja, aber bei einem Bauingenieur der jetzt hier auch Bauleitung machen soll, da tue ich mich dann schon schwer wenn wir da so demokratische Erinnerungen aufbauen die wir uns nicht leisten können.

00:28:34: an dieser Stelle und das ist eine.

00:28:37: dann das Thema Digitalisierung.

00:28:38: da steckt für uns noch weil es bei mir natürlich nur seine gewisse Affinität gibt, da steht man richtig viel Musik drin.

00:28:48: Dieser Punkt KI ist kein Hype, das ist einfach eine Euphorie.

00:28:56: Wie bei jeder Euphorie erreichen wir irgendwann mal so ein Plateau wo dann die nutzbaren Lösungen stattfinden.

00:29:02: und wenn wir am Bau also ich bräuchte ja neben KI für die Verwaltungsprozesse und für Aufmaßthemen und solche Dinge bräucht ich hier auch noch Robotik und wenn ich das verbinden kann.

00:29:12: da bin ich sehr happy und da freue ich mich drauf dass da die nächsten zehn zwanzig Jahre bringen Weil da wird viel passieren.

00:29:18: Da möchte ich gerne einhaken.

00:29:20: in so einer Zeit, also das ist ja gerade geschildert Es war schon mal etwas einfacher im Bau.

00:29:25: es ist viel im Wandel die Dinge sind Bewegung nicht alle sparten Im bau laufen gleich gut.

00:29:31: momentan Wohnungsbau schwächelt Etwas.

00:29:34: neue Technologien sind auf dem vormarsch.

00:29:36: Wie geht man da als Mittelständ daran eher offensive oder defensive?

00:29:40: Also eher bisschen zu warten wie die technologien sich entwickeln?

00:29:45: Wie agiert ihr da im Moment?

00:29:47: Ja, wir sind natürlich traditionell nicht so die early adopters.

00:29:51: Wir warten gerne mal weil wir das Thema F&E gerne anderen überlassen und auch überlassen müssen allein schon aus wirtschaftlichen Gründen.

00:30:00: Besser ist man... Also ich kann jetzt nur für mich reden.

00:30:05: Ich bin jetzt nicht der Typ der jedem jeden neuen Trend direkt hinterher rennt.

00:30:10: Ich schaue erstmal und warte und beobachte wie sich das entwickelt, ob das KI ist oder auch das Robotik ist.

00:30:19: Gleichwohl gilt es immer daran zu bleiben.

00:30:21: also ich sage mal so eine Offensiv ist nicht die richtige Strategie für einen Mittelsteller der Stelle aber auch defensiv oder gar eine Verweihungshaltung ist rechtlich.

00:30:33: Also proaktive Beobachten und es gibt dann so ein Momentum.

00:30:40: da weiß man Jetzt ist die Lösung reif.

00:30:43: Es gab viele Plattformlösungen in den vergangenen Jahren, ich will jetzt keine Namen nennen, die über Ausschreibungen versuchten, die Angebots und die Nachfrageseite im Nahwunternehmerbereich zusammenzubringen.

00:30:58: Vor sechs Jahren, sieben Jahren waren die noch nicht so weit.

00:31:01: Ich habe die aber immer beobachtet und heute setzen wir diese erfolgreich ein.

00:31:05: Das sind so Sachen... Ich würde immer offensiv arbeiten lassen.

00:31:13: Also mit Intelligenz dabei und ich glaube es ist aber wichtig, Bobachner hast du gerade gesagt das ist wichtig und

00:31:21: genau

00:31:22: am Ende die Geschäftsführung muss das tun und man muss dann trotzdem auch schauen wie man diese Themen ins Unternehmen einfließen lässt damit dass nicht so als kalte Tusche über Nacht schockieren kommt irgendwann, sondern berutsam dann doch die Dinge nutzt.

00:31:41: Du hast ja einige Punkte auch angesprochen in der Kalkulation oder auch in technologischen Bereichen.

00:31:48: Das sind alles Dinge, die muss man vielleicht auch langsam mal ausprobieren im kleinen Umfang im Unternehmen.

00:31:56: Also wir haben an dem Namen ein Beispiel drei Laser Scouts ne?

00:31:59: Wenn eine Technologie vor ein paar Jahren sehr avantgardistisch und dazu heute in Bereichen schon in der Prä-Kalkulationsphase für uns ein wertvolles Werkzeug, wo wir drei D-Modelle von großen Bauprojekten erstellen lassen auf unsere Kosten um auch einen kalkulatorischen Vorteil zu haben.

00:32:21: Das sind Dinge die haben wir beobachtet.

00:32:23: Die haben wir dann auch gut befunden.

00:32:24: Wir haben sie immer mal wieder hier probiert.

00:32:26: Wir müssen natürlich auch unseren Mitarbeitenden immer mitnehmen in diesen Prozessen.

00:32:31: Ich kann nicht jede Platz gesagt, nicht jeden Tag eine neue Sau durchs Dorf treiben.

00:32:37: Damit mache ich mich auch möglich und dann macht doch keinen Spaß.

00:32:40: aber ich kann natürlich da immer dran bleiben und irgendwann werden diese Lösungen für uns markt drei für unser internen Markt und dann lassen die sich auch gut einsetzen.

00:32:50: Christian, ich finde wir haben jetzt über das Thema Digitalisierung wie man da vielleicht als Mittelstand rangeht ein gute Überleitung hingekriegt zu deinem ehrenamtlichen Engagement ohne einen zu harten Cut im Verhältnis zur Unternehmer durch eine Tätigkeit hinzukriegen.

00:33:07: Du bist ja auch noch ehrenamlich tätig in dem Bereich des RKW als Vorsitzender des Beirats.

00:33:13: Vielleicht nimmst du erstmal die Hörerinnen und Hörern mit, was ist das RK W?

00:33:19: Was ist der jeweilige Zugehörige-Beirat und was ist da deine Aufgabe?

00:33:23: Und dann sprechen wir beim Nachgang mal darüber warum du das machst und was an Konkrete auch noch... sich damit abspielen.

00:33:28: Aber erst mal was ist das denn überhaupt, dieses RKW und der Beirat?

00:33:33: Also das RKw-Competenzzentrum lässt sich eigentlich ganz gut umschreiben mit dem Begriff Singtank als eine Organisation die schon über hundert Jahre alt ist tatsächlich und in mehreren Bereichen, ob es jetzt Fachkräfte sind oder ob es Technologie.

00:33:56: Da sind wir bei dieser Schnittstelle meiner Beirats- tätigkeit für die RG Bau, die einen Bereich innerhalb des RKW Kompetenzzentrums darstellt und sich mit Themen im Bau beschäftigt.

00:34:10: Sei es Entwicklung von Fachkräften, Nutzung von KI in Bauunternehmen und Digitalisierung allgemein aber auch klassisch betriebswirtschaftlichen Themen, die immer noch eine große und wichtige Rolle spielen.

00:34:21: Und ich bin seinerzeit angesprochen wurden, ob ich nicht mal an so einer Beiratssitzung teilnehmen wollte.

00:34:29: Das habe ich dann noch ein paar Mal gemacht und hab mich da ausgetauscht.

00:34:32: Ich habe viel mitgenommen für mich auch weil da eben auch Nicht nur Bauunternehmer saßen sondern da saßen die Menschen aus Ministerien, aus dem Wirtschaftsministerium seinerzeit aus dem Bauministerium Und das war für mich eine neue Welt und auch ne Neue Facette an meinem Job Und das hat mich wirklich bereichert tatsächlich.

00:34:55: Ich hatte nicht nur Spaß, sondern ich habe auch viel gelernt durch Zuhören und damit ist die Branche für mich noch mal transparenter geworden.

00:35:03: Ich habe vorher schon so eher ein Amtliche Tätigkeiten im Zentralverband des deutschen Baugewerbes also den ZDB.

00:35:10: wir sind ja Baugewerbe, wir sind nicht Bauindustrie, der ZDB ist ja der größte Verband Und der ZDB ist eben auch Mitglied im RKW und dann bin ich eben da so reingerutscht, wenn man so möchte.

00:35:20: Irgendwann hat man mir den Beiratsvorsitz der AG Bau angetragen und mittlerweile hat man mehr auf dem Bundesvorstands-Vorsitz des RKWS angetraut als Vorstandsvorsitzer des RkW's.

00:35:33: Was

00:35:34: spannend ist, ist diese Sink Tank Mentalität.

00:35:40: Da sind eben Menschen, die haben Zeit sich mit Themen zu beschäftigen wo ich im täglichen Duin gar nicht die Gelegenheit zu hätte.

00:35:48: Und da A dabei sein zu dürfen B davon zu profitieren von den Wissen und dann C vielleicht sogar noch einen eigenen kleinen Balkark zurückzugeben Das ist schon eine tolle Sache.

00:35:59: Dann macht mir viel Freude.

00:36:01: Wir haben ja jährlich so ne gemeinsame Veranstaltung das ist die Preisverleihung des Wettbewerbs auf IT gebaut wo das RKW ja maßgeblich Veranstalter ist.

00:36:15: Wo du auch jedes Jahr die Laudatio zum Beispiel für den Sonderpreis Start-Up hältst, was ist denn für dich an solchen Dingen wie z.B.

00:36:25: dieser Preisverleihung dieses Wettbewerbs so wichtig für die Bauindustrie vielleicht aber auch gerade für den Mittelstand?

00:36:31: Was eben etwas gesagt bei F und E muss sich der Mittelstand manchmal ein bisschen zurückhalten, wie beurteilst du dann so einen Engagement auf solche Themen?

00:36:40: Ja, das ist genau der Punkt.

00:36:42: Der muss sich ja nicht zurückgehalten, sondern er ist aus wirtschaftlichen Gründen gehalten sich zurückzuhalten weil er sich um sein täglich Brot kümmern muss.

00:36:52: aber du bist ja dabei dieser Wettbewerb auf IT gebaut beispielsweise, der auch maßgeblich von der AG Bau und der Christina Hoffmann veranstaltet wird wo ich immer das große Vergnügen haben, Adia macht ihn bei deiner Moderation zuzuhören die ich immer wieder ganz klasse finde Aber B eben auch eine Unmengen an jungen Leuten treffen darf, die Ideen haben.

00:37:16: Ich habe ja mal gesagt bei einer Preisverlängerung von ein paar Jahren ich habe nicht alles verstanden aber ich glaube es ist gut.

00:37:23: also es ist hochinteressant was da so passiert auch in diesem Start-up Bereich.

00:37:29: Ich hab in diesem Jahr den Herrn Geierhaus auszeichnen dürfen mit seiner Lebensgefährtin im Hinblick auf eine IT-Lösung, einer KI-Lösung die sich mit vereinfachten Bauantragsverfahren beschäftigt.

00:37:46: Und das ist große Klasse.

00:37:48: und das was ich dann noch leisten kann ist dann ihn zum Beispiel zu verknüpfen mit dem ABE-Netzwerk hier in Aachen, das kennst du auch wahrscheinlich da den Kontakt herzustellen auch zu Herrn Werner einfach zur Netzwerke.

00:38:07: Und ich bin immer wieder überrascht, mit welcher Begeisterung und wie viele vor allen Dingen gute Lösungen von den Leuten da entwickelt werden.

00:38:17: Wie die ja noch im Studium sind, die aber sehr praxisorientiert arbeiten, extrem am Problem nicht irgendwie abstrakt sondern wirklich am Problem und denen es teilweise schon gelingt ihre Lösungen auch zu monetarisieren und am Markt dann eben als Unternehmen der Baubranche bei bestimmten Themen helfen zu können.

00:38:37: Also das ist

00:38:37: klasse.

00:38:40: Das ist ja nochmal ein guter Stichpunkt Monetarisierung, wenn du jetzt auf die Arbeit des RKW noch mal so etwas gesamtheitlich schaust wie kommen die guten Ideen aus dem Think Tank?

00:38:52: Aus den Köpfen der Leute, wenn man sich mal anschaut wer da auch in den Beiraten engagiert ist, dann kommt da ja schon sehr

00:39:01: viel.

00:39:01: Wir wissen

00:39:02: zusammen sehr viele Erfahrungen zusammen.

00:39:04: Wie kriegen wir das?

00:39:04: oder wie kommt es aus dem RKW raus?

00:39:06: Dann wieder in die Unternehmen hinein?

00:39:08: du kannst es ja vielleicht in deinem eigenen Unternehmen sogar selber sehen was nimmst du damit?

00:39:12: oder wie ist dieser Transfer also wie gelingt es die Erkenntnisse dann auch ins Doing zu überführen.

00:39:20: Also es ist so dass das in den jeweiligen Arbeits- und Leistungsbereichen, wenn wir mal die RG BAU in dem Beirat bestimmte Themen erarbeitet werden.

00:39:31: Weil ein Programm erstellt werden soll für die nächsten drei Jahre an denen dann eben der RG Bau im RKW arbeitet.

00:39:40: das gilt für die anderen Fachbereiche genauso.

00:39:42: Und da das mündelt oder was da so gedacht wird auch fließt in Publikationen Neuerdings auch überwiegend digitale Publikation, also auf der Seite www.rkw-kompetenzzentrum.de.

00:39:56: da findet man eine Fülle an Tools und an Werkzeugen, an Konzepten die man dann in seinen Unternehmen als Initial oder auch als Grundlage für eigene Lösungen verwenden kann.

00:40:10: Das ist dieser Transfer der das stattfindet.

00:40:12: Daneben gibt es eben zum Beispiel diesen Wettbewerb auf IT gebaut den natürlich auch eine Ruhe Außenwirkung hat und als Leuchtturm auch gelten kann.

00:40:22: oder die Frankfurter Bau Sachverständigen Tage, wo dann die Branche zusammenkommt.

00:40:28: Und so rund dreinhalb Sachverständige Ingenieure zu aktuellen Themen informiert werden oder sich informieren können.

00:40:39: Auch das ist eben diese Transferleistung.

00:40:41: Und daneben gibt es eben diese ganzen vielen kleinen Netzwerkveranstaltungen.

00:40:45: So ist die Leiterin der RG Bau auch Mitglied in meinem Ausschuss für Betriebswirtschaft im ZDB, da ist dann als ständiger Gast auch dabei und dann kriegt man da auch wieder Anknüpfungspunkte und kann Dinge, die da dann auch wieder aus der Branche dem RKW gespiegelt werden, die werden dann wieder mitgenommen und weiterentwickelt und er ist ein ständiger Prozess.

00:41:11: Man wird immer das ernten, was man seht.

00:41:14: Und man muss auch hin und wieder mal achten, jäten, unkrautjäten.

00:41:20: aber vom Grundsatz her wird man ernten was man sieht und das passiert in diesem Netzwerk-Konstrukt

00:41:25: Vielleicht.

00:41:26: Martin, von mir nochmal ein letzter Punkt dazu.

00:41:29: Wir haben das auch schon öfter ja mal diskutiert und Ingo, dass es für ihn auch so im Nebensatz angesprochen der Mittelstand muss ja im Wesentlichen sein Geschäft betreiben.

00:41:39: Der hat nicht so viel Lehrlauf und Raum für Müßiggang will ich gar nicht sagen aber sich mit anderen Themen zu beschäftigen.

00:41:47: Würdest du dir mehr Engagement von mittelständischen Unternehmen auch in solchen Institutionen wie dem RKW oder anderen irgendwo wünschen?

00:41:56: Oder das sogar empfehlen zu sagen, engagiert euch da irgendwo vernetzt euch da.

00:42:01: Das bringt euch voran.

00:42:02: oder

00:42:03: haben wir genug Engagement und können eher sagen eigentlich ist da kein Atmospheda.

00:42:11: Wie siehst du das?

00:42:12: Mehr Engagement ist immer gut.

00:42:14: Haben es besser als brauchen sagt der Dichter Ja.

00:42:18: Ich guck mal, ich schau mal auf dieses Innungswesen beispielsweise was in Deutschland ein bisschen krankt und zwar deutschlandweit das klassisch handwerklich geprägte Betriebe.

00:42:30: wir haben hier eine Bauinnung die hat rund hundert Mitglieder und die Beteiligung an Innungsversammlungen ist erschreckend geregt.

00:42:38: Dabei steckt da sehr viel drin denn in diesem Austausch mit den anderen Unternehmern Man nimmt immer Ideen mit.

00:42:46: Ich persönlich gehe zum Beispiel auch gerne zur Veranstaltung, wo die vermeintlich Großen sich tummeln und große Unternehmen, wo ich nicht alles gut finde sicherlich weil die Strukturen nicht meine sind aber wo ich lernen kann.

00:43:02: Wo ich Dinge mitnehme.

00:43:04: Und so denke ich wird es jedem Unternehmer jetzt kann ich nur für die Baubetriebe sprechen ganz gut zu Gesicht stehen wenn er sich in solchen Zirkeln bewegt.

00:43:13: Also nichts ist wichtiger als ständiges Lernen und sich entwickeln, das macht den Unterschied eben

00:43:19: raus.

00:43:21: Wenn ich

00:43:21: mir was wünschen

00:43:22: durfte

00:43:23: um das zu Ende zu führen dann wäre da sicherlich eine breitere Teilnahme auch der ganz kleinen Betriebe dass die auch mal Zeit investieren in solche Gremien oder solche Veranstaltungen und Organisationen da einfach auch ihren Beitrag leisten, weil die sind extrem wertvoll.

00:43:44: Auch so ein zwei fünf zehn Mann Betrieb hat halt einfach witzige Ideen wo wir nicht drauf gekommen sind und es ist nichts schlimmer als als Unternehmer im eigenen Saft zu schworen.

00:43:54: Ich glaube auch wenn man in Matin sich nochmal anschaut wie viele ja auch im Generationenwechsel begriffen sind?

00:44:00: Wie viele Unternehmen im Bau über achtzigtausend wo das der nächsten Jahren ansteht.

00:44:05: Es sind ja auch viele dabei, die nicht einfach weitermachen mit modernen Methoden wie bisher sondern die sich tatsächlich neue Positionen erfinden müssen.

00:44:13: Also da ist glaube ich das Thema Anregung normalerweise, ich glaube aus der

00:44:16: Wissenschaft heraus

00:44:17: dieses Thema Anregerung, Vernetzung extrem wichtig um zu sagen wer können wir denn morgen und übermorgen sein?

00:44:24: Ja, ich glaube auch.

00:44:25: Du kannst auf eine große F&E-Abteilung ein Stückfalls dadurch ersetzen dass jeder auf dem Gebiet mal was ausprobiert hat oder ausprobieren gerade und man Netzwerk hat.

00:44:36: es ist ja nicht jeder andere auch gleichzeitig einen Konkurrent.

00:44:39: also man hat unterschiedliche Gewerkebereiche Man ist vielleicht auch geografisch nicht so nah beieinander das man sich in die Quere kommt Und da kann man ja sagen, du probierst das aus.

00:44:48: Ich probiere übrigens das aus dann tausche am Ende mal die Erkenntnisse aus und dann haben wir nicht so viel Reibungsverluste.

00:44:53: Und ich glaube auch gerade was Ingo sagte auch die kleinen Betriebe.

00:44:57: Das heißt ja nicht gleich gleich nicht klein gleich nicht innovativ.

00:45:00: also wenn ich meinen Heizungsbauer mein Sanitär unternehmen was bei mir die Heizung wartet Dessen Rechnung ist geschrieben, wenn er bei mir durch die Schwelle geht.

00:45:09: Weil du das alles am Tablet eins zwei drei mit den Ersatzzeilen liege, die sind alle hinterlegt in der Datenbank.

00:45:16: da ist ja super agil und vielleicht wäre das für einen dreißig vierzig fünfzig Mann Unternehmen interessant zu wissen wie ihr das macht.

00:45:23: Und ich glaube halt insgesamt dass wenn ich als klassisches Demokratiethema Wenn ich mich nicht an der Partizipation auch entsprechend beteilige Dann kann ich mich auch eigentlich nicht beschweren, wenn das Ding am Ende an mir vorbei läuft.

00:45:38: Wenn

00:45:38: bei

00:45:39: Innovationszirkeln, bei Beratungen für die Politik – also wer sagt der Politik wie in Zukunft Gesetze, Verordnung und was wir sich aussehen?

00:45:48: Wenn da nur die Großen hingehen muss man sich nicht wundern dass dann auch das auf die großen vielleicht ein Stück weit zugeschnitten ist.

00:45:55: Und deswegen muss ich mich entsprechend beteiligen um dann auch gehört zu finden.

00:45:59: Klar, dafür gibt es auch die Verbände für die einzelnen Größengruppen.

00:46:04: Die machen da auch sicherlich gute Arbeit aber ich glaube auch wenn ich persönlich in meinem Rahmen mit meinem Unternehmen an solchen Netzwerkgeschichten teilnehme, nehme ich A viel mit und kann B aber auch noch mal mich entsprechend positionieren?

00:46:17: Absolut!

00:46:18: Ja also du kannst nicht nur... ohne wenn und aber zustimmen.

00:46:22: Und es ist ja so, also die Verbände sind ja im Grunde genommen dazu gehalten, Lobbyarbeit zu leisten.

00:46:27: Die sollen ja die Interessen einer Branche auch gegenüber der Politik vertreten.

00:46:31: Sie sollen auch rechtliche Rahmen mit beeinflussen können in dem, was geht, was möglich ist.

00:46:40: Aber wenn man nicht da ist, dann findet man noch nicht statt.

00:46:44: Dann hat man genau wie du sagst Martin, dann hat man auch ... Ja das hat man im Mund zu erhalten!

00:46:49: Jetzt sind wir eingestiegen, auch mit den jungen Leuten in unser Gespräch.

00:46:54: Du warst damals jung als du eingestigen bist in die Branche?

00:46:58: Was würdest denn jungen Menschen heute raten?

00:47:01: wie

00:47:02: kann man die anzünden für das Engagement im Bau insgesamt?

00:47:08: Wie kann man da sein Weg gehen?

00:47:10: Ja absolut!

00:47:13: Das musst du rausschauen.

00:47:15: Die Umwelt ist, das ist gebaute Umwelt.

00:47:17: Die wird ständig weitergebaut.

00:47:20: Das was gebaut ist muss im Stand gesetzt werden.

00:47:22: Da wo noch nichts gebaut ist, wird etwas gebaut.

00:47:24: Dass es bauen ist Gestaltung von Lebensräumen und wenn man sich... dessen bewusst wird und dann auch noch die Möglichkeiten sieht, die die Branche bietet in ihrer Fülle.

00:47:37: Also es sind ja Aufgaben bei denen extrem spannend bis hin zu Dingen wo man sagt sie sind künstlerisch wertvoll.

00:47:45: Man muss sich nur die Architektur anschauen, die unsere Hauptstadt da auch entstanden ist und auch weiterhin entsteht.

00:47:51: Und das eine großartige Geschichte und wir haben ein noch viel Zukunft vor Ort.

00:47:59: Gilt es dich einfach zu engagieren?

00:48:01: Ob das jetzt im handwerklichen Bereich ist und gewerblichen Bereich, da gilt der Spruch Handwerk hat Rollmendoden.

00:48:06: Ja!

00:48:07: Das ist so.

00:48:07: Also wir werden vielleicht mal Zeiten erleben wo der... Jetzt will ich nicht den Anwälten ein in die Harme Feiner oder dem Mauern einen höheren Stundensatz hat als der Rechtsanwalder.

00:48:19: Man weiß es nicht.

00:48:20: Aber das ist einfach eine ganz klasse Branche.

00:48:24: Die ist hoch, hochspannend, die guckt immer innovativ auf.

00:48:27: Früher hat man ja so bisschen ja, Innovationsfeindlichkeit nachgesagt oder auch so eine gewisse Träge halbt.

00:48:32: Das die Zeiten sind vorbei.

00:48:34: also wir performen heute anders als noch vor zwanzig-fünfundzwanzig Jahren und wir werden sehen dass wir in Zukunft noch schneller noch agierer sein werden.

00:48:44: was bedeutet persönlich für dich.

00:48:45: zukunft bauen ist auf der titel unseres podcast.

00:48:48: aber

00:48:50: ja zukunft bauern ist einmal die persönliche zukunft die man baut.

00:48:54: das ist die persönlichen entwickelung die man durchläuft wo man auch ständig investieren muss an zeit an Wissen, was man sich einverleibt.

00:49:04: Und dann gilt es natürlich auch darum diese Gesellschaft zukünftig zu bauen und zukunftsfähig zu gestalten.

00:49:12: Das ist eben nicht nur Stein oder Beton sondern das ist so wie wir zusammenleben wollen.

00:49:20: Es entstehen mittlerweile ja auch Ganz füffige Lebens- und Arbeitswelten, wo man früher so nicht dran gedacht hätte.

00:49:28: Wo man aber heute feststellt naja gut ich kann Leben und Arbeiten und persönliche Entwicklungen in meiner Nachbarschaft erleben damit dass jemand bereit ist in ein Projekt zu investieren was dafür Räume schafft.

00:49:43: Ja.

00:49:45: Martin, dann

00:49:46: kommen wir zu unserer... Genau!

00:49:48: Wir würden gerne... Entschuldigung, wir würden gern zu unserer Abschlusskategorie kommen, nachdem wir für ein tolles Gespräch schon geführt haben.

00:49:56: und zwar

00:49:57: würden

00:49:58: wir mal versuchen.

00:49:58: Wir lesen Sätze an und du würdest sie vervollständigen?

00:50:05: Ich fange mal mit dem Thema an was alle aktuell umtreibt KI wird die Baubranche

00:50:13: massiv unterstützen.

00:50:17: Okay

00:50:18: Engagement in Initiativen wie dem RKW ist

00:50:24: Sowohl wertvoller Beitrag als auch persönlicher Vorteil für die eigene Entwicklung.

00:50:31: Der Mittelstand im Bau

00:50:36: trägt die Baugeutschaft.

00:50:40: Letzter Punkt, ich sehe die Branche in Sachen Digitalisierung

00:50:45: auf einem guten Weg.

00:50:48: Sehr schön!

00:50:49: Ich finde gerade die letzte Antwort, Ingo zeigt so ein bisschen den ganzen Swing dieser Folge wenn ich es mal sagen darf mit so einer gewissen positiven Grundhaltung.

00:50:59: Wo du auch gesagt hast, in ein paar Jahren werden wir uns wahrscheinlich zusammensetzen und sagen, das war vielleicht eine knierische Zeit aber haben wir gut gemeistert und jetzt sind wir auch wieder weiter oben und das finde ich ist ein toller Mindset der glaube ich auch im Mittelstand viel vertreten ist und den du auch repräsentiertest dass man mit einer positiven grundhaltung und einem gewissen Optimismus auch an die Sache rangeht.

00:51:21: Genau Wir sagen

00:51:24: danke für den tollen Austausch für die positiven Blick in die Zukunft und auch für die Lanze, die du hier für den Mittelstand nochmal brichst sowohl in Person als auch mit deinem Unternehmen.

00:51:38: Und freuen uns wenn wir den Dialog mal an anderer Stelle zur anderen Zeit wieder fortsetzen können?

00:51:43: Ja sehr gerne!

00:51:44: Also danke Christian, danke Martin.

00:51:46: das war mein erster Podcast hat Spaß

00:51:48: gemacht

00:51:49: und ja

00:51:50: ich freue mich auf eine Fortsetzung.

00:51:52: Vielen Dank.

00:51:53: Ja auch uns auch.

00:51:54: Danke schön alles Gutschenko

00:51:56: Gute Zeit.

00:51:56: Tschüss, danke

00:51:57: schön!

00:51:58: Vielen Dank an Sie und Euch fürs Zuhören

00:52:01: bei

00:52:02: Zukunft Bauen dem Zukunftspodcast für die Bauindustrie.

00:52:06: Wenn euch der Podcast gefällt würden wir uns über eine Bewertung freuen und natürlich darüber wenn ihr den Podcast bei einem Podcast Provider eures Vertrauens abonniert.

00:52:16: Wir freuen uns auf ein Wiederhören bis bald.