#85 | DIN e.V. - Daniel Schmidt - Zukunft formen mit Normen

Shownotes

Wir sprechen mit Daniel Schmidt, Vorstand DIN e.V.. Aktuell geht es in unserem Gespräch um die Rolle von Normen und Standards für die Bauwirtschaft. Wie beeinflussen sie Kosten, Innovation, Nachhaltigkeit und Effizienz? Warum sind sie entscheidend für die Zukunft des Bauens? Ein spannender Einblick in die Welt der Normung, der den Blickwinkel auf das Potenzial von Normen und unsere Mitgestaltungsmöglichkeiten verändert.

Themen in der Folge:

  • Daniel Schmid und der Weg zum DIN
  • Normen in der heutigen Zeit
  • Normen und Standards als Spiegel gesellschaftlicher Sicht
  • Normenausschüsse und deren Besetzung
  • Normennutzung und Gestaltung – Pflicht zur Mitgestaltung
  • Standards und ihr Beitrag zur Nachhaltigkeit
  • Freiwilligkeit der Normen - Gebäudety E
  • Deutschland und Europäische Normen
  • China und der Wettbewerb – Normen als Schutz?
  • KI, Sicherheit und Normengestaltung
  • Aktive Gestaltung der Zukunftsnomren als Chance
  • Normen und Gestaltung von Klimaschutz
  • Verbraucherrat und Verbrauscherschutz im DIN
  • Ausblick und Zukunft der Normung – weniger ist mehr
  • Verantwortung aller für die Zukunftsgestaltung durch Mitgestaltung

In dieser Folge (Gäste und Links):

Daniel Schmidt, Vorstand

DIN e.V.

Verlinkungen Hosts und Podcast

Website: Christian Haak

Christian Haak auf LinkedIn

Website: Martin Ferger

Martin Ferger auf LinkedIn

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Präsentiert von: Zukunft.Bauen. | Der Haak & Ferger Zukunftspodcast für die Bauindustrie

Der Zukunftspodcast für alle, die sich für die Zukunft von Bauen & Leben interessieren.

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Hinweis: Das Folgentranskript wurde automatisch erstellt.

Bildmaterial (DIN/Daniel Schmidt) mit freundlicher Genehmigung von DIN e.V..

Transkript anzeigen

00:00:00: Moin aus Hamburg und Siegen.

00:00:09: Und herzlich willkommen zu unserem Podcast für die Bauindustrie #Zukunft.Bauen.

00:00:15: Dem Zukunftspodcast für alle, die sich für die Zukunft von Bauen und Leben interessieren.

00:00:21: Wir sind Martin und Christian und wir werfen in diesem Podcast einen Blick auf die Zukunftsentwicklungen

00:00:28: von Branche, Technologie und Lebenswelt.

00:00:31: Es wird dabei um die Veränderung der Baubranche gehen und darum, was dies für uns und für

00:00:37: die Unternehmen der Branche bedeutet.

00:00:38: Hallo bevor es los geht mit dem Gespräch mit Daniel Schmidt.

00:00:44: Ein kurzer Hinweis zur Folge.

00:00:47: Wir haben diese Folge vor der Wahl aufgezeichnet.

00:00:50: Senden Sie jetzt nach der Wahl.

00:00:52: Ich bitte also und wir bitten also entsprechend das zu berücksichtigen.

00:00:57: Falls es eine oder andere Stelle entsprechende Bezüge gibt, die nach der Wahl schon wieder

00:01:03: anders zu bewerten sind als vor der Wahl.

00:01:06: Also jetzt geht es rein die Folge.

00:01:08: Viel Spaß.

00:01:09: Ja, herzlich willkommen in der heutigen Folge hier Daniel Schmidt Vorstand vom DIN e.V.

00:01:16: und Martin natürlich auch wieder herzlich willkommen.

00:01:19: Heute in der Dreierrunde geht es um das Thema Normung.

00:01:23: Herzlich willkommen.

00:01:24: Ja, hallo.

00:01:25: Freue mich wieder da zu sein, nachdem wir vor zwei Jahren schon das erste Mal zusammengekommen

00:01:29: sind und uns insbesondere über BIM im Bauen unterhalten haben.

00:01:34: Freue mich, dass Sie wieder dabei sind.

00:01:35: Ja, auch von meiner Seite hallo.

00:01:37: Dann starten wir ins Gespräch.

00:01:39: Gut, springen wir gleich rein.

00:01:41: Daniel, für die, die die letzte Folge nicht gehört haben und nicht ganz präsent haben,

00:01:46: nehmen uns doch einfach nochmal kurz mit durch deinen Weg zum DIN.

00:01:52: Der ist ja wahrscheinlich auch nicht in die Wiege gelegt gewesen, sondern da gibt es

00:01:56: ein Historie und wahrscheinlich auch ein Grund, warum du heute das machst, was du machst.

00:02:00: Vielleicht ist das ein ganz guter Startpunkt auch für unsere Hörerinnen und Hörer da

00:02:04: nochmal zu folgen, bevor wir dann tiefer reingehen in das Thema Normung und bauen und all

00:02:10: das, was uns da im Moment aktuell beschäftigt.

00:02:12: Ich sage vielleicht erstmal ein paar Worte zu meiner Person.

00:02:15: Daniel Schmidt, ich bin 48 Jahre alt und mein Weg zu DIN war tatsächlich ein ungewöhnlicher.

00:02:21: Ich bin von einer Ausbildung her im Steuerberater und Wirtschaftsbrüder, viele Jahre bei  Pricewaterhouse Coopers

00:02:26: und KPMG gearbeitet.

00:02:29: Dort, ja, große Mein data auch betreut.

00:02:31: Nicht aus der Bauindustrie muss ich dazu sagen und habe dann mit meinem zweiten Sohn,

00:02:36: der auf dem Weg war, tatsächlich auch nochmal für mich überlegt, was gibt es denn noch

00:02:40: auf dieser schönen weiten Welt und so bin ich zum DIN gekommen.

00:02:42: Ja, ein sehr interessantes Haus mit vielfältigen Themen, mit abwechslungsreichen Themen.

00:02:47: Es ist alles andere als eine Behörde und alles andere als langweilig.

00:02:50: Sondern wir sind hier im Prinzip am Zahlen der Zeit und begleiten die technologischen

00:02:56: Entwicklung, Neuentwicklung, Innovation eben durch Normen und Standards, damit wir eine

00:03:01: breite Gesellschaft letzten Endes auch eine stützende Hilfe geben können, indem wir

00:03:07: sehr viel gesammeltes Wissen von 37.000 Experten insgesamt, die bei uns arbeiten, dann auch

00:03:13: Bündeln kommen können und das Rad nicht neuer finden müssen.

00:03:17: Dort kann man aufsetzen, um auch technische Dinge weiterzuentwickeln.

00:03:23: Ja, seit 2010 bin ich bei DIN verantwortlich gewesen für alle kaufmännischen Prozesse

00:03:28: und seit dem Jahr 2020 bin ich Mitglied des Vorstands zuständig für die kaufmännischen

00:03:34: Prozesse für die IT, für unsere Tochtergesellschaften.

00:03:37: Das heißt auch für die Verwertung unserer Arbeitsergebnisse.

00:03:41: Und insbesondere habe ich hier übernommen von meinem Vorgänger, dem lieben Rüdiger

00:03:45: Marktwart, das Thema bauen.

00:03:47: Weil es natürlich in Deutschland eine sehr, sehr wichtige Branche ist.

00:03:52: Die Bauwirtschaft zählt wirtschaftlich als auch gesellschaftlich zu den wichtigsten Sektoren

00:03:56: Deutschland und deshalb wollen wir auch im Rahmen, oder nicht im Rahmen, sondern aus

00:04:01: dem Vorstand heraus diesen wichtigen Bereich in Deutschland auch einen Schwerpunkt geben.

00:04:06: Und wenn ich über DIN spreche, dann ist DIN eben die neutrale und unabhängige Plattform

00:04:12: für Normung und Standardisierung in Deutschland, aber auch weltweit und gemeinsam mit Wirtschaft,

00:04:18: Wissenschaft, öffentlichen und Zivilgesellschaft trägt DIN eben wesentlich dazu bei Zukunftsfelder

00:04:23: zu erschließen.

00:04:24: Wir sind, kann vielleicht sagen, Mitgestalter des digitalen und grünen Wandels, leisten

00:04:30: da einen wichtigen Beitrag bei der Lösung der aktuellen Herausforderung.

00:04:33: Und ich habe es vorhin schon mal kurz erwähnt, eben nicht wir nehmen Einfluss, inhaltlichen

00:04:38: Einfluss auf Normen und Standard, sondern es sind eben 37.000 Experten in 70 Normenausschüssen,

00:04:44: die sich um die Normung kümmern, um die inhaltlichen Fragestellung.

00:04:49: Und wir sind sozusagen der runde Tisch, den wir hier bereitstellen.

00:04:52: Wir begleiten den Prozess, stellen sicher, dass der Prozess im unabhängig und neutral

00:04:57: erfolgt und keine Stakeholder ihre Ziele in den Vordergrund rücken können.

00:05:04: Ich glaube, das ist nochmal ganz wichtig auch zu sagen, dass es ja eine Institution ist,

00:05:11: die eben auf Mitwirkung angewiesen ist und von der Mitwirkung lebt und im Ende ja die

00:05:17: Norm in unser aller Leben durchziehen in allen Bereichen.

00:05:20: Manchmal spüren wir das mehr, manchmal weniger.

00:05:22: Und wenn wir gerade mal auf dem Bereich bauen, jetzt schauen aktuell gemeinschaftlich heute,

00:05:28: dann stellen wir fest, welche Wirkung auch das Thema hat, wie wir bauen wollen.

00:05:34: Du hast eben schon mal das Thema Nachhaltigkeit angesprochen.

00:05:36: Alle Standards, die wir irgendwo verfolgen, finden sich in Normen wieder.

00:05:42: Und die fallen eben nicht vom Himmel, sondern die entstehen irgendwo an diesem von dir

00:05:46: eben beschriebenen runden Tisch.

00:05:48: Das heißt, da sitzen Menschen, Fachleute miteinander, die diese Themen aushandeln.

00:05:53: Und am Ende kommt es dann zu einer Norm.

00:05:57: Wenn die Dinge in dem Leben da draußen sich verändern, dann entstehen natürlich Spannungsverhältnisse.

00:06:05: Dann passen vielleicht manchmal bestimmte Regulierungen nicht mehr so auf das, was

00:06:10: wir eigentlich wollen oder was sich verändert.

00:06:12: Und dann ist wieder eine Zeit gegeben, in der wir die Dinge vielleicht verstärkt neu gestalten

00:06:19: müssen und sollten.

00:06:20: Wenn wir mal schauen, die Baukosten laufen uns weg.

00:06:25: Die Bauzeiten ziehen sich in die Länge.

00:06:28: Wir wollen effizienter werden.

00:06:29: Also alles Themen, die zwar im Grunde ja alle nicht neu sind, die aber nie diese Priorität

00:06:35: gehabt haben und auch nicht in dieser Konzentration, wie das heute der Fall ist.

00:06:40: Nimm uns doch gerne mal mit, wie da im Moment so die Zusammenhänge sind, welche neureigischen

00:06:46: Themen ihr im Moment seht und spürt und an welchen Themen ihr da im Moment dran seid.

00:06:50: Ja, das mache ich gerne, Christian.

00:06:54: Wer gewichtig sind, was das kurz anmoduriert, ist nochmal zu sagen, wenn sich Rahmenbedingungen

00:07:00: verändern, wenn sich gesellschaftliche Ansprüche verändern, wenn sich politische Vorgaben verändern,

00:07:05: dann werden sich auch Normen verändern.

00:07:06: Sofern kann ich sagen, Normen und Standards sind permanenter Fortschritt.

00:07:10: Sie passen sich unseren gesellschaftlichen Erwartungen auch an.

00:07:13: Und wenn wir gerade in der heutigen Zeit über hohe Baukosten sprechen, dann fällt natürlich

00:07:18: immer wieder auch der Punkt, dass Normen das bauen teuern.

00:07:23: Ich sage ganz klar, Normen verbildigen das Bauen.

00:07:27: Normen machen Bauen überhaupt erst einmal möglich, weil Normen im Prinzip Schnittstellen

00:07:33: beschreiben zwischen den vielen komplexen Fragestellungen im Bereich des Bauenes und

00:07:38: eben dafür sorgen, dass das eine Teil zum anderen Teil passt und damit eben Effizienz

00:07:45: gegeben ist und der eine sicher auf das andere direkt verlassen kann.

00:07:49: Und das senkt Kosten und erhöht keine Kosten.

00:07:52: Die Diskussion, die wir heute im Bereich Normung immer wieder haben, der Entwurf zum Gebäudetyp

00:08:01: e. B. zeigt das ja auch, dass es angeblich sehr viele Ausstattungs- und Komfortnormen

00:08:09: gibt.

00:08:10: Es gibt sicherlich auch einige Ausstattungsnormen, also da fällt mir beispielsweise ein Norm,

00:08:15: die die Temperatur in Badezimmern regelt.

00:08:19: Da sage ich mir, muss das tatsächlich sein?

00:08:22: Ich möchte aber auch diesem Ausschuss da auch gar nicht zu nahe treten.

00:08:25: Auch wahrscheinlich gibt es dafür gute Gründe, warum eine solche Norm festgelegt wird.

00:08:29: Aber es ist vielleicht ein Beispiel dafür, wo man tatsächlich auch als Hausdien überlegen

00:08:35: muss, ist es tatsächlich immer notwendig, dann auch solche Regeln zu schaffen.

00:08:40: Ansonsten ist es so, ich denke, dass Normen tatsächlich auch wie Hammer, Zange und Bleistift

00:08:50: und Zirkel zum Handwerkzeug des Planers und des Architekten dazugehört.

00:08:55: Wir haben das gerade im letzten Jahr auch gesehen, als beispielsweise im Rahmen der Bauministerkonferenz

00:09:00: auch versucht wurde, ein Moratorium zu machen.

00:09:04: Und das haben die Planer und die Verbände ganz, ganz breit abgelehnt.

00:09:09: All dieser gesellschaftliche Wandel, diese permanente Veränderung durch Norm und Standards

00:09:14: begleitet werden muss.

00:09:16: Insofern hat auch unsere Umfrage, die wir mit einem Meinungsforschungsinstitut Sive

00:09:22: gemacht haben, ganz, ganz klar gezeigt, dass es das Normen und Standards eine ganz, ganz

00:09:29: wichtige Rolle spielen und vor allem im Bereich des Bauns unverzichtbar sind.

00:09:33: Fast 70 Prozent der Befragten haben genau dies auch gesagt und 72 Prozent der Befragten

00:09:39: haben die Planungssicherheit insbesondere extrem betont.

00:09:43: Wir sind uns bewusst, dass beispielsweise die Transpar oder die Ausgewogenheit unserer

00:09:52: Kremien ein kritischer Punkt ist.

00:09:54: Das nehmen wir ernst.

00:09:55: Ich habe dazu auch einen anderen Beitrag bereits zuberichtet.

00:10:00: In der Vergangenheit war das nie ein Punkt.

00:10:03: Das Vertrauen in das Haus dienen, auch das hat die Umfrage beispielsweise gezeigt, ist

00:10:09: sehr, sehr hoch.

00:10:10: Insofern war auch das Vertrauen in die Ausgewogenheit der Kremien sehr, sehr hoch.

00:10:15: Es gibt einzelne Punkte, da wurden wir immer wieder darauf hingewiesen, die wir auch geprüft

00:10:19: haben.

00:10:20: Da haben sich, sagen wir, Kleinigkeiten, haben sich da gezeigt, aber nie in der Gänze,

00:10:24: dass wir sagen müssen, ein Kremium ist nicht ausgewogen besetzt und da wären einzelne

00:10:28: Interessen in den Vordergrund gestellt.

00:10:31: Insofern gehen wir hier als Haus dienen auch den Weg, dass wir eben diese Transparenz

00:10:35: über die Ausgewogenheit der Kremien stärker an den Vordergrund rücken wollen.

00:10:40: Eben nicht nur zeigen die großen Stakeholdergruppen Wirtschaft, Wissenschaft, Verbraucher und

00:10:46: öffentliche Hand, sondern gerade diesen Part Wirtschaft deutlich breiter auch aufschlüsseln

00:10:54: und dann eben sagen, im Bereich der Wirtschaft arbeitet selbstverständlich eine Bauindustrie

00:10:58: mit.

00:10:59: Da arbeitet aber auch das Baugewerbe mit, da arbeiten die Handwerker mit, Dachdecker,

00:11:03: Elektrogeber beispielsweise, die Baustoffwirtschaft, Architekten und Planer.

00:11:07: Daniel, da habe ich nochmal eine Zwischenfrage an der Stelle.

00:11:10: Wie ist denn da die Struktur, wenn man das hört, wenn du sagst Handwerk, da denke ich

00:11:14: ja eher auch an kleinere, mittlere Betriebe.

00:11:17: Wie aktiv sind die dabei?

00:11:19: Das ist eine gute Frage.

00:11:23: Man meint ja immer so in der öffentlichen Diskussion, immer wieder zu lesen und zu hören, die

00:11:27: Bauindustrie würde sich ihre eigenen Standards schreiben.

00:11:31: Das ist aber mitnichten so.

00:11:32: Der ZDB, also der Zentralverband des Baugewerbes, ist ein großer Verband, der kleine mittelständische

00:11:41: Unternehmen vertritt und wenn man mal dort in seine Mitgliedsreien hinein guckt, dann

00:11:45: vertritt der insbesondere Unternehmen mit weniger als elf Mitarbeitenden.

00:11:51: Und dieser ZDB entsendet die allermeisten Experten in den NA BAU, also in den Normenausschuss Bauwesen.

00:11:57: Das zeigt also, dass deren Interessen über die Verbandsarbeit sehr wohl und sehr stark

00:12:03: sehr intensiv auch in dem Normungsprozess etabliert ist.

00:12:06: Ich glaube, wir müssen ja gesellschaftlich auch immer aufpassen.

00:12:10: Wir leben ja auch alle in rechtlichen Normen, da gibt es ja ähnliche Mechanismen, wenn

00:12:15: man so will.

00:12:16: Und wir kritisieren Normen immer dann, wenn sie uns momentan gerade stören.

00:12:20: Also ich glaube, es kennt ja jeder, das ist wie mit Verkehrsregeln, die finden wir auch

00:12:24: alle sinnvoll und hilfreich, bis auf den Moment, wo sie ein selber gerade in dem Moment stören,

00:12:29: ob es dann eine Geschwindigkeitsbegrenzung ist oder ein Parkverbot oder irgendetwas

00:12:32: anderes.

00:12:33: Und in dem Moment pauschalisieren wird dann oft auch die Kritik an dem ganzen Thema.

00:12:38: Und ich glaube, da muss man eben aufpassen.

00:12:40: Du hast es gesagt, die Normensorgen dafür, dass viele Dinge überhaupt erst möglich sind

00:12:45: und standardisiert sind und das eine zum anderen passt.

00:12:48: Und ich glaube, das stellen wir ehrlicherweise als Gesellschaft gar nicht infrage.

00:12:53: Und wir haben dann immer wieder Punkte, die uns eben temporär oder situativ stören oder

00:12:59: die wir dann, weil wir ihn gerade begegne, eben nicht für angebracht halten.

00:13:03: Du hast das Beispiel mit der Temperatur im Badezimmer genannt.

00:13:06: Da kann ich mir vorstellen, dass der eine oder andere sagt, in dem Moment, wo ich gerade

00:13:10: damit konfrontiert bin, brauche ich alles nicht, stört hier.

00:13:14: Also das muss man, glaube ich, auch aushalten und am Ende eben sehen, wo ist der gesellschaftliche

00:13:21: Konsens, der in solchen Zeiten von Veränderungen dann sicherlich immer wieder auch neu verhandelt

00:13:26: werden muss und definiert werden muss.

00:13:28: Und wir müssen als Gesellschaft dann auch mit Kritik an dem einen oder anderen Punkt

00:13:32: leben.

00:13:33: Das werden wir nie vermeiden können.

00:13:34: Dann das stellen wir dich...

00:13:36: Martin, ja.

00:13:37: So, ich stelle dir gerne mal einhaken und ohne jetzt da philosophisch werden zu wollen.

00:13:42: Letztendlich ist ja auch der Normmungsprozess Teil unseres, sag ich mal demokratischen Systems

00:13:47: in irgendeiner gewissen Weise nur jetzt technisch ausgerüstet.

00:13:50: Und da gehört natürlich auf der einen Seite natürlich das Recht dazu, diese Normen zu

00:13:55: verwenden.

00:13:56: Aber entweder die Pflicht, sie mitzugestalten oder aber ich darf nicht die ganze Zeit, jetzt

00:14:01: zeig ich es mal platt meckern.

00:14:02: Das ist im Prinzip ähnliches Bild, was wir auch in der politischen Diskussion oft haben.

00:14:07: Die Leute beschweren sich teilweise natürlich auch zurecht über Leistungen im politischen

00:14:12: Bereich.

00:14:13: Wenn man dann fragt, na gut, würdest du denn hier bei dir vor Ort in den Stadtrat gehen,

00:14:17: in einen Ausschuss als sachkundiger Bürger?

00:14:19: Ne, da habe ich keine Zeit zu.

00:14:21: Also deswegen ist es für mich, sag ich mal, Deckungsgleich mit Partizipationen, weil für

00:14:26: mich ist auch DIN ein Teil des demokratischen Prozesses, dass man entweder sagt, okay,

00:14:32: ich mache da engagiert mit oder aber ich lehne mich natürlich auch nicht auf so ein Fenster

00:14:36: und stelle mich auf einen Marktplatz und schreibe alle Normen sind schlecht.

00:14:39: Weil eins muss man ja auch sagen.

00:14:41: Es gibt vielleicht Normen, die das Bau und Teuer machen.

00:14:44: Aber das liegt ja nicht daran, dass Normen das Bau und Teuer machen, sondern dass das,

00:14:49: was vielleicht in einer Norm fälschlicherweise oder mittlerweile überholterweise drinsteht,

00:14:55: von denen diese Gestalten da reingeschrieben wurde.

00:14:57: Also es ist ja nicht parsee so, wenn es eine Norm gibt, wird dadurch irgendwas teurer.

00:15:01: Es gibt sicherlich auch Normen, da wird etwas billiger.

00:15:03: Deswegen ist es einfach wichtig, es sind nicht die Normen als Hülle an sich, sondern die

00:15:08: illahne, die da rein sind.

00:15:09: Und da hat ja theoretisch jeder Fachhundige die Möglichkeit, sich zu beteiligen, so wie

00:15:15: wir das auch im politischen System haben.

00:15:17: Aber das ist halt, glaube ich, jetzt werde ich dann doch ein bisschen philosophisch, vielleicht

00:15:22: etwas abhandengegangen, dieses Thema Ich gestalte auch mit, also zu meckern ist natürlich viel

00:15:29: leichter als, sag ich mal, mitzugestalten.

00:15:31: Also ich denke mal, wenn man auch nochmal hier in der Lanze für das Thema Standards

00:15:35: bricht, wir reden im Moment gerade im Bauen von Standardisierung, von Vorfertigung, von

00:15:42: Modularisierung, alles Themen, wo wir sagen, na ja, dieses Ganze, ich nenn es jetzt mal

00:15:48: etwas dispektierlich, individuelle Gebastel ist zwar hier und da manchmal schön und wir

00:15:53: kriegen das auch technisch hin, aber am Ende ist es weder effizient noch ist es preisgünstig,

00:15:58: noch geht es schnell im Regelfall, sondern das funktioniert in der Regel ja nur, wenn

00:16:03: wir Standards haben, wenn wir normieren, ob wir die jetzt über die Norm haben oder ob

00:16:08: wir als Unternehmen das jetzt modular fertig, zum Beispiel uns eigene Normungsprinzipien

00:16:14: setzen, eigene Systeme entwickeln, um unsere Produkte zu fertigen, sei mal dahingestellt,

00:16:19: das Grundprinzip ist das gleiche.

00:16:20: Ja, also ich glaube, da gibt es einen großen Konsens, das im Grunde genommen das Thema

00:16:26: dazu führt, dass vieles einfach besser, flüssiger und auch skalierbarer läuft und

00:16:32: auch preiswerter läuft und das sicherlich auch ein Thema für die Nachhaltigkeit ist,

00:16:35: da müssen wir einfach ehrlich sein, an den Stellen, wo es da nicht passt, müssen wir

00:16:39: sagen, gut, Ärmel hoch, Beteiligen, verändern, besser machen und dann geht es weiter.

00:16:45: Ja, genau diesen Prozess müssen wir vielleicht in bestimmten Zeiten, so wie jetzt mal wieder

00:16:49: etwas aktiver leben und beleben.

00:16:51: An der Stelle würde ich gern was ein Stichwort genannt, eigentlich eher so im Nebensatz eingreifen

00:16:57: und vielleicht nochmal so ein bisschen tiefer in eine Thematik einsteigen.

00:17:01: Du hast nachhaltig als Wort verwendet.

00:17:03: Wer so mit offenen Augen durch die Straßen läuft, der sieht dann auf Lkw oder auf Lieferwagen

00:17:11: von Logistikunternehmen, dass die angeblich CO2-neutral fahren und andere Aufkleber,

00:17:17: die man auf Geschäften sieht und ich könnte irgendwo eine entsprechende Zahlung leisten,

00:17:23: dann würde ich auch CO2-neutral fliegen.

00:17:25: Das sind ja alles Themen, wo ich persönlich aktuell zumindestens mal als einigermaßen

00:17:29: informierter Verbraucher nicht weiß, ob das z.B.

00:17:32: Greenwashing ist oder nicht.

00:17:33: Also wie hat er das gerechnet und ich glaube, das ist auch immer so ein Punkt dieses Circular

00:17:37: Economy, nachhaltiges Wirtschaften, was ja für uns im Bau und Christian, wir haben es

00:17:41: schon sehr oft gesprochen, wie groß unser Hebel ist.

00:17:44: Welche Rolle spielen denn da auch Standards?

00:17:46: Also ich würde die Frage gerne nochmal verlängern, Daniel.

00:17:50: Unser Podcast heißt ja "Zukunft bauen".

00:17:53: Wir haben mal gestartet vor vier Jahren mit der Überlegung, wir wollen uns mit der Gestaltung

00:17:58: der Lebenswelt der Zukunft beschäftigen und da sind wir genau an dem Punkt.

00:18:03: Martin, dass wir hier jetzt wieder neu darüber reden, welchen Beitrag leisten denn die Normen

00:18:08: zur Gestaltung unserer Lebenswelt der Zukunft?

00:18:11: Und die fallen nicht vom Himmel, sondern die werden gemacht und vielleicht Daniel, kannst

00:18:15: du uns nochmal mitnehmen im Moment in die aktuellen Themen.

00:18:17: Du hast Gebäude-Tipp E schon mal angesprochen.

00:18:19: Wir haben das Wort Nachhaltigkeit jetzt gehabt.

00:18:22: Was sind da momentan die Dinge, die bei euch auf den Tischen liegen und die da heiß gehen

00:18:29: und verhandelt werden?

00:18:30: Ja, gern.

00:18:31: Ich möchte aber ganz gerne nochmal auf einen Punkt den Martin auch gesagt hat eingehen,

00:18:35: Pflicht zum Mitgestalten.

00:18:37: Ich finde, das ist etwas ganz, ganz Wichtiges.

00:18:39: Ja, es ist ein demokratischer Prozess.

00:18:40: Der Normungsprozess ist unabhängig und diejenigen, die quasi nur vom Rand aus zuschauen, die

00:18:48: können eben auch keinen Einfluss nehmen.

00:18:50: Also ist es wirklich ganz, ganz wichtig und vor allem dürfen sie sich dann auch nicht

00:18:54: beschwerende Normungsprozesse stellt sicher, dass jeder mitmachen kann, dass jeder einen

00:18:58: Antrag stellen kann, dass jeder als Experte mitarbeiten kann, aber beispielsweise auch

00:19:02: auf Entwürfe, auf Normentwürfe entsprechend reagieren kann.

00:19:06: Insofern ist es glaube ich ganz, ganz wichtig, dass was du gesagt hast, diejenigen, die nicht

00:19:10: mitarbeiten und insbesondere ist es auch in Deutschland ein Stück weit die Wohnungswirtschaft,

00:19:16: die natürlich der größte Investor ist, wenn es um das Herstellen von Gebäuden geht.

00:19:21: Aber genau diese Branche sitzt nach meinem Geschmack viel zu wenig tatsächlich mit am Normungszisch,

00:19:27: sondern versucht quasi im Nachgang dann auch ihre Interessen durchzusetzen, wenn es dann

00:19:31: eben teilweise zu spät ist.

00:19:33: Das ist extrem schade und ich glaube, das ist ein ganz, ganz wichtiger Punkt.

00:19:38: Teilhabe, Mitwirkung ist ein ganz, ganz großer Hebel, wenn wir eben auch die Herausforderung

00:19:43: der Zukunft gerade im Bauen gemeinsam lösen wollen.

00:19:47: Und eine Lösung, du hast es angesprochen, Christian ist eben der Gebäudetype E.

00:19:53: Wir haben ja gerade erst in der letzten Woche auch den Kabinettsentwurf gesehen und ich

00:19:57: bin froh, dass es eine solche Änderung auch im BGB gibt.

00:20:02: Vielleicht der ein oder andere Zürer denkt sich, der Vorstand von Dienstag, der ist froh,

00:20:06: dass die Nutzung von Normen eingeschränkt werden.

00:20:09: Wir sind ein gemeinnütziges Haus und es geht nicht darum, dass wir uns irgendwie die Taschen

00:20:14: vollmachen, wenn ich das Salopp ausdrücken wollte, sondern es geht darum, unserer Gesellschaft

00:20:19: ein gutes Tool-Instrument an die Hand zu geben, um eben Sicherheit, Qualität und Effizienz

00:20:26: im Bauen auch zur Verfügung zu stellen.

00:20:28: Und insofern ist es richtig, dass man sagt, reine Ausstattung zum Komfortnorm sollen eben

00:20:33: nicht direkt Gegenstand eines Vertrages zwischen Bauern und Bauunternehmern sein.

00:20:39: Auf der anderen Seite muss man natürlich fragen und damit beschäftigen wir uns derzeit tatsächlich

00:20:43: auch, wo ist denn die Grenze zwischen einer Norm, die Sicherheit bietet, die Qualität

00:20:48: bietet, die eine Schnittstelle beispielsweise beschreibt, die beschreibt, wie wir nachhaltig

00:20:54: arbeiten können, wie ein Produkt designt sein muss, damit man es dann eben herstellt,

00:21:02: benutzt und dann aber auch wiederverwendet, im Sinne eines Recycling beispielsweise.

00:21:06: Also das heißt, diese Grenze ist extrem schwierig auszumachen.

00:21:10: Ich hatte vorhin das Beispiel der Temperatur im Bad.

00:21:13: Anderes Beispiel sind die Steckdosen.

00:21:15: Also ich glaube auch das ist ja vielleicht schon das eine oder andere Mal begegnet.

00:21:19: Wie viele Steckdosen sollen denn tatsächlich in einem Haus oder in einem Raum verbaut sein?

00:21:26: Da könnte man jetzt sagen, das ist eine reine Ausstattungsfrage, so soll sich die nicht

00:21:30: mit beschäftigen.

00:21:31: Wenn man ein bisschen weiter denkt, dann ist das selbstverständlich ein Sicherheitsinstrument.

00:21:37: So hat zum Beispiel auch das Landschleswig-Holstein genau diese Norm in ihrem Standard erleichtertes

00:21:42: Bauen nicht herausgelassen, weil sie sagen, explizites Sicherheitsbedürfnis, wir wollen

00:21:49: nicht, dass die Steckdosen in Reihe geschaltet sind mit vielen Verbrauchern dran, das birgt

00:21:55: nämlich Brandschutzgefahren beispielsweise.

00:21:57: Und insofern ist der zweite Punkt, der im Gebäudetyp E-Gesetz drin steht, also durch

00:22:05: Rechtsverordnung kann der Gesetzgeber Normen ausschließen.

00:22:10: Auch da sage ich, grundsätzlich soll das der Gesetzgeber natürlich tun können, aber

00:22:16: es ist eben eine einzige Partei, die sich ja quasi dann auch über die gebündelte Expertise

00:22:21: von allen anderen Steckholern ein Stück weit hinweg setzt.

00:22:24: Und im Übrigen ist es oftmals der Gesetzgeber, der durch gut gemeinte Gesetzesinitiativen

00:22:32: überhaupt erst einmal die Grundlage, den Rahmen für neue Normen, für zu überarbeitende

00:22:37: Normen schafft, wenn ich beispielsweise an den Klimaschutz denke oder eben an die Nachhaltigkeit.

00:22:42: Also ich glaube, wir müssen uns als Gesellschaft auch bewusst machen und das kommt mir gerade

00:22:45: in der Politik auch immer wieder zu kurz.

00:22:48: Klimaschutz kostet Geld.

00:22:50: Klimaschutz braucht Regulierung, braucht Normen und Standards, damit wir ihn tatsächlich

00:22:55: gut bewältigen können, ansonsten wird er noch teurer.

00:22:58: Und ich sage mal, Klimaschutz ist anstrengend.

00:23:00: Das sind so Wahrheiten, mit denen müssen wir uns auseinandersetzen.

00:23:05: Aber genau da kann natürlich Normung auch ansetzen.

00:23:10: Der Bausektor hat in Deutschland, glaube ich, den größten Ressourcenbedarf, ist der größte

00:23:15: CO2-Emittent und hat den größten Anteil an der globalen Abfallproduktion.

00:23:21: Und vielleicht an diesem Beispiel, was ist denn Abfall?

00:23:23: Wie müssen Materialien redesigert werden, damit sie eben wieder in den Bauprozess verarbeitet

00:23:32: werden können?

00:23:33: Das heißt, Normung hat eine Aufgabe zum Beispiel erst mal bei der Definition.

00:23:37: Hat eine Aufgabe, die verschiedenen Materialien bereits bei der Entstehung des Gebäudes zu

00:23:45: klassifizieren, zu beschreiben, wie recycelt werden muss, damit ein bereits verwendetes

00:23:52: Material in kein Abfall ist, sondern in den Prozess wiederum reintegriert werden kann.

00:23:58: Es geht um Fragen der Prüfung, der Zertifizierung, der Zulassung von gebrauchten Materialien.

00:24:04: All das kann und muss, glaube ich, durch Norm und Standards beschrieben werden.

00:24:09: Also insofern kommt der Normung meines Erachtens auch dort eine Schlüsselrolle zu, damit nicht

00:24:14: jeder macht, wie er es für richtig hält.

00:24:16: Dann sind wir als Gesellschaft gerade auf einem sehr teuren Weg unterwegs.

00:24:21: Ja, ich glaube, da besteht ja auch ein Konsens.

00:24:23: Und wenn man es dann wieder mal, so wie du jetzt eben skizziert hast, an den praktischen

00:24:28: Beispielen deutlich macht, wird auch kaum einer widersprechen, dass das sinnhaft ist.

00:24:33: Ich glaube, das ist auch immer das Thema, da ist ein bisschen Imagepflege auch.

00:24:39: Also man haut gerne auf Dinge drauf, die situativ unbequem sind und blendet eben den größeren

00:24:46: Nutzen aus.

00:24:47: Und wenn wir gesellschaftlich einerseits sagen, zirkuläres Wirtschaften macht Sinn, wir wollen

00:24:53: Recyclingquoten wieder Verwendbarkeit in Bauwerken erhöhen, wollen aber gleichzeitig natürlich

00:24:58: nicht die Sicherheit runterschrauben und die Risiken mit erhöhen.

00:25:03: Dann sind Norm und Standards ja im Grunde genommen genau der Weg, der dahin führt.

00:25:08: Und die müssen wir verhandeln.

00:25:11: Das ist ja genau auch der Punkt, den du angesprochen hattest.

00:25:14: Wie definieren wir denn da die Grenzen?

00:25:16: Und das ist sicherlich nicht schwarz-weiß und da müssen die Experten an den Tisch und

00:25:19: dann muss man sich am Ende auf etwas einigen, was nach bestem Wissen und Gewissen dann irgendwie

00:25:24: und gesunden Menschenverstand auch sinnhaft ist.

00:25:27: Und da wird es viele, viele, viele Punkte geben, wo eben solche Entscheidungen getroffen

00:25:31: werden müssen.

00:25:32: Wir sehen das ja auch bei Lärmschutzthemen.

00:25:34: Das ist ja auch ein hochsubjektives Empfinden für den einen oder anderen.

00:25:39: Und wenn man sich anschaut, hätte gerade das Vergnügen, neulich in Salzburg in einem Hotel

00:25:46: zu sein, wo nebenan eine Baugrube war.

00:25:48: Und dann bin ich ins Zimmer gekommen und da waren dann Hochleistungspumpen, die diese

00:25:53: Baugrube entwässert haben am Laufen direkt unter meinem Hotelzimmer.

00:25:56: Und ich dachte, oh Gott, ich muss erst mal das Fenster zu machen.

00:25:59: Das war aber zu.

00:26:00: Also es war so laut im Zimmer, obwohl das Fenster zu war.

00:26:04: Da wünscht man sich dann schon, dass man sagt, naja, gut, jetzt wird nicht die ganzen

00:26:09: Tage gebaut.

00:26:10: Aber da wäre der Lärmschutz schon schön gewesen, da hätte ich dreinig da etwas besser

00:26:13: schlafen können.

00:26:14: Also das sind so ganz subjektive Dinge, wo man dann irgendwo sicherlich auch sagt, welchen

00:26:20: Standard haben wir denn da am Ende, wenn ein Hotel in der und der Lage oder in der und

00:26:24: der Verkehrs- situation da liegt.

00:26:27: Wollen wir da einen Konsens haben, dass wir das regeln oder sagen wir, das billigste Glas

00:26:33: ist gerade gut gelugt, Hauptsache, es hält den Regen ab.

00:26:36: Also das ist schon sinnvoll, dass wir das machen und dann kann man eben auch diskutieren,

00:26:41: was muss das Mindestmaß sein und was ist irgendwo über den Mindestmaß auch möglich.

00:26:47: Das verbietet ja im Ende auch keiner.

00:26:49: Die Standards dann zu übertreffen, wenn man das gerne möchte.

00:26:53: Es geht ja eher immer um den Blick auch nach unten.

00:26:56: An dieser Stelle ein kurzer Hinweis in eigener Sache für diejenigen unter unseren Zuhörern,

00:27:08: die sich gerade in ihrem eigenen Unternehmen mit relevanten Zukunftsfragen befassen und

00:27:13: die deren Ausgestaltung und die Umsetzung von Lösungen beschleunigt und ergebnisorientiert

00:27:19: für den Erfolg vorantreiben wollen.

00:27:21: Sprechen Sie gern Martin Ferger für Themen zu Lean, BIM, Digitalisierung und Prozessoptimierung

00:27:28: über www.fergar-conculting.de und mich Christian Haag zu strategischer Transformation, Strategie,

00:27:36: Führung und Sparring für Top-Entscheider über www.christianhaag.de an.

00:27:44: Im Rahmen dieses Podcasts, aber auch darüber hinaus, tragen wir gern als Speaker in Präsenz

00:27:49: oder online zur Inspiration ihres Publikums im Rahmen Ihrer Veranstaltungen bei.

00:27:54: So oder so freuen wir uns auf und überregen Austausch mit Ihnen und euch.

00:27:59: Nehmen Sie, nehmt einfach Kontakt zu uns auf.

00:28:02: Absolut und vor allem da ist wichtig, Normung ist freiwillig.

00:28:13: Normen sind freiwillig, Normen sind kein Gesetz, nur 20 Prozent der Normen werden beispielsweise

00:28:17: auch durch den Gesetzgeber in Bezug genommen, nennen wir das und so zum Beispiel in die

00:28:23: Musterverwaltungs-Vorschrift "Technische Baubestimmung" aufgenommen, woran sich dann wiederum die Landesbauordnung orientieren.

00:28:30: Aber grundsätzlich kann man natürlich auch heute bereits auch einen Gebäudetype E-Gesetz

00:28:35: sagen, welche Normen möchte ich beispielsweise meinen Bauvorhaben nicht anwenden.

00:28:40: Wir haben das hier bei unserer Modernisierung, unserer Verwaltungszentrale in Berlin genauso

00:28:46: gemacht, in dem wir mit den Bauunternehmern auch gesagt haben, bestimmte Dinge aufgrund

00:28:50: des bestandes, aufgrund des alten Bestandes, den wir modernisiert haben, können wir bestimmte

00:28:56: Normen, die für grundsätzlich für den Neubau gelten, überhaupt nicht anwenden.

00:29:00: Das heißt, wir haben sie ausgeschlossen, vorne rein.

00:29:02: Das war für uns klar, dass bestimmte Dinge nicht umgesetzt werden, das war auch für

00:29:05: den Bauunternehmer klar, bestimmte Dinge muss ich eben nicht umsetzen.

00:29:08: Das Thema Schaltschutz, ich fand das ein sehr, sehr treffendes Beispiel Christian.

00:29:13: Wenn wir mal überlegen, und das ist mir neulich wieder begegnet, ja in Skandinavien geht es

00:29:18: doch auch.

00:29:19: Da haben wir viel dünnere Beton-Decke und in den Niederlanden geht das beispielsweise

00:29:23: auch.

00:29:24: Da muss man sich halt fragen, warum ist das in Deutschland so?

00:29:27: Wir haben ungefähr 80 Prozent der Normen und Standards, die kommen aus Europa.

00:29:31: Das heißt, die gelten in Skandinavien, in Schweden genauso, auch in Norwegen im Übrigen,

00:29:35: die sich an diesem europäischen System da zu 100 Prozent orientieren.

00:29:39: Die gelten in Schweden, die gelten in Norwegen, die gelten in den Niederlanden.

00:29:43: Wir haben historisch bedingt in Deutschland, ich sage mal, eine Tradition der Bauinspektion.

00:29:50: Wir haben ein sehr, sehr hohes Sicherheitsbedürfnis als Gesellschaft.

00:29:54: Und damit haben wir auch eine aktive Bauaufsicht, beispielsweise.

00:29:57: Das heißt, wenn wir aus Europa Normen bekommen, dann saddeln wir in Deutschland oftmals immer

00:30:02: noch etwas drauf.

00:30:03: Und das müssen wir sein lassen.

00:30:06: Das ist dann aber wiederum auch nicht die, was genau dieses Aufsatteln macht, sondern

00:30:11: das ist eben unser gesellschaftlicher Anspruch, der genau dazu auch führt.

00:30:17: Ich glaube auch das Thema Ressourcenschonung.

00:30:22: Also wenn wir, Martin, du kennst es wahrscheinlich genauer als ich, aber wenn ich denke, dass

00:30:27: so eine Decke irgendwie 18 Zentimeter Beton haben muss und man sie auch für 14, mit 14

00:30:34: Zentimetern bauen kann, dann ist das natürlich auch eine wahnsinnige Ressourceneinsparung,

00:30:40: wenn man das mal über die Menge der Bauwerke sieht.

00:30:43: Und die Experten sich einig sind, das weiß ich nicht, dann eben 14 oder 15 Zentimeter

00:30:48: genauso sicher sein können, wenn man bestimmte technische Randbedingungen berücksichtigt.

00:30:55: Also ich glaube, da müssen wir einfach anfangen zu diskutieren und auch sagen, na ja, also

00:31:00: alles, was an Sicherheitsreserve überall eingebaut ist und wirklich, dass dann vielleicht die

00:31:06: dreifache Sicherheit am Ende ist, verteuert natürlich auch alles und macht den Kampf

00:31:12: um die Ressourcenschonung ungleich schwieriger.

00:31:15: Das ist also, ich glaube, wenn wir nachhaltig wirtschaften wollen, dann kommen diese Themen

00:31:20: automatisch auf den Tisch, weil sie sich nicht unbedingt gerade gegenseitig unterstützen.

00:31:24: Du hast jetzt quasi schon so ein Nordschalo, das Thema internationaler Vergleich mal angesprochen,

00:31:31: ich würde da gerne nochmal genauer darauf eingehen.

00:31:33: Wir sind ja gerade jetzt aktuell in so einer Zeit, wo viele auch selbst ernannte oder tatsächliche

00:31:39: Experten auch so Richtung Automobilindustrie und Co.

00:31:42: sagen, guck mal, wie clever die Chinesen waren in den letzten Jahren, was wir vielleicht

00:31:46: verpasst haben.

00:31:47: Jetzt gehen die Chinesen ja auch mit dem Thema Normum ganz anders um als wir.

00:31:51: Also ich bekomme das immer mal wieder mit, aus, sagen wir mal, Austausch zum internationalen

00:31:57: Hochschulbereich, dass das quasi zur Pflichtausbildung eines Ingenieurs, einer Ingenieuren gehört,

00:32:03: den Normungsprozess zu verstehen und im Prinzip ja, Leute auch gezielt in europäischen Normungsausschüsse

00:32:12: geschickt werden, um da entsprechende Dinge auch, ich sage das mal vollkommen wertfrei

00:32:16: zu beeinflussen.

00:32:17: Wie ist da so euer Blick drauf?

00:32:20: Sind die besonders clever oder wie beurteilt ihr dieses Thema?

00:32:25: Oder ist das nur ein Nebelgespenst, was gar nicht wirklich so ist?

00:32:28: Nein, ich glaube, es ist kein Nebelgespenst.

00:32:31: Ich würde nicht sagen, sie sind besonders clever.

00:32:33: Ich finde, sie haben einfach die Vorteile von Normungsstandardsierung erkannt, so wie

00:32:39: wir das übrigens vor vielen, vielen Jahren auch schon erkannt haben.

00:32:42: Ich meine, Normen, internationale Normen bei ISO, bei IEC beispielsweise, sind die Grundlage

00:32:49: für unseren deutschen Exporterfolg.

00:32:51: Das heißt, vor 30, 40 Jahren haben wir genau dieses Instrument als sehr, sehr wertvoll

00:32:56: angesehen und sehr, sehr bedeutend.

00:32:58: Normen und Standard sind die Grundlage für unseren europäischen Binnenmarkt.

00:33:02: Der war überhaupt mal dazu geführter, dass die Vielfältigkeit von Ländern in Europa

00:33:09: eben einen gemeinsamen Markt geschaffen haben.

00:33:11: Und diese Vorteile, die wollen die Chinesen auch entsprechend nutzen.

00:33:15: Wir haben das nur in der Zwischenzeit als Europäer, als Deutscher, ein Stück weit vergessen,

00:33:19: welchen hohen Wert, welche Bedeutung eben Normung hat.

00:33:22: Die Chinesen haben verstanden, dass Normung ein extrem strategisches Instrument ist,

00:33:30: dass man mittels Normung und vor allem mittels der Beteiligung auf der internationalen Ebene

00:33:34: bei ISO und IEC beispielsweise eine Hebelwirkung entfalten kann, indem man, wenn man sich einbringt,

00:33:40: wenn man sich beteiligt, seine Interessen auch ein Stück weit besser mit durchsitzen

00:33:45: kann, als wenn man da halt nicht sitzen würde.

00:33:47: Ich sage mal ganz gern, wer die Norm hat oder wer die Norm schreibt, hat den Markt.

00:33:52: Da ist etwas sehr wahres dran.

00:33:56: Wenn ich mich einbringe, wenn ich meine Interessen beschreibe in einem Dokument, dann kann ich

00:34:03: sie letzten Endes auch umsetzen.

00:34:05: Insofern, die sind nicht besonders clever, die sind einfach klug, würde ich sagen.

00:34:10: Und wir können uns ein Stück weit auch wieder an den Chinesen orientieren, indem wir eine

00:34:16: europäische Strategie definieren, wo wir hin wollen mit bestimmten Technologien.

00:34:21: Und diese Strategien können unterlegt werden durch Normen und Standards, damit wir eben

00:34:26: sicherstellen, dass auch weltweit das eine zum anderen passt und wir keinen eigenen Weg

00:34:31: gehen und uns abkoppeln.

00:34:32: Und letzten Endes durch nicht tarifäre Hemmnisse vom Rest der Welt entfernen.

00:34:40: Das wäre definitiv der falsche Weg.

00:34:42: Und dieses Instrument haben die Chinesen erkannt und deshalb wirken sie auch so viel anzahlmäßig,

00:34:48: so viel in den internationalen Gremien mit.

00:34:51: Sofern ist das grundsätzlich nur zu begrüßen, weil es stellt nämlich auch sicher, wenn

00:34:57: wir eine internationale Norm haben, dass wir als Europäer auch weiterhin in der Lage

00:35:01: sein werden, unsere Produkte, unsere Dienstleistung im riesigen chinesischen Markt zu platzieren.

00:35:08: Ja, man muss auch leiden, also ich erinnere mich noch an einen Vortrag, wo es zum Gegen

00:35:13: welcher Standard wird sich im Smart Home Bereich durchsetzen.

00:35:16: Da haben sich verschiedene deutsche Hersteller auch von Steckdosen und was da alles so gibt

00:35:22: unterhalten.

00:35:23: Und der Tenor war eigentlich der, die großen Player im Silicon Valley, also Google, Apple

00:35:29: und Amazon und Co.

00:35:31: Haben sich auf den Standard schon geeinigt, was dieses Protokoll der Daten angeht.

00:35:35: Dann brauchen wir noch gar nicht mehr denken, dass wir jetzt hier eine neue Norm schreiben,

00:35:38: wo dann ein deutscher Standard geschaffen wird.

00:35:41: Ich glaube, da ist auch immer wichtig, dass man guckt im Blick über den Tellerrand.

00:35:45: Wie sind da die internationalen Bewegungen, dass man nicht dann durch, sag mal, das eigene

00:35:49: Süppchen nachher den Anschluss verpasst.

00:35:51: In dem Bereich, gerade wenn wir jetzt auch drüber sprechen, Daten auszuwerten, Daten

00:35:56: zu verwenden, da sind wir halt nicht mehr die Nummer eins in der Welt.

00:36:00: Da müssen wir halt auch gucken, dass wir jetzt den Anschluss, also ich glaube, wir sind schon

00:36:05: weit zurück, bei einem Vortrag gehört, wir sind so ein bisschen wie der Typ, der versucht

00:36:08: auf einen 200 km/h schnellen Zug aufzuspringen.

00:36:11: Aber wir trauen uns noch nicht so richtig und eigentlich fährt der Zug schon an uns vorbei.

00:36:16: Und das sind ja auch diese Themen.

00:36:17: Wir müssen uns jetzt auch mit unserem Standards entsprechend auch so orientieren, dass sie auch

00:36:22: zu den, sag ich mal, großen, großen Tendenzen am Weltmarkt auch passen.

00:36:26: Bin ich ganz seiner Meinung, vielleicht mit einer kleinen Einschränkung, wenn wir an KI

00:36:34: beispielsweise denken oder auch bestimmte Sicherheitsthemen.

00:36:37: Da sollten wir uns natürlich nicht abhängig machen von irgendwelchen großen IT-Konzern

00:36:43: in den USA oder auch in Asien.

00:36:46: Sondern da sollten wir schon wiederum auch durch Norm und Standards als europäischer

00:36:50: Markt sagen, was sind denn unsere Rahmenbedingungen, indem wir uns bewegen wollen, aber auch nicht

00:36:55: darüber hinaus.

00:36:56: Was aber nicht heißt, dass wir diese Technologien ablehnen.

00:36:58: Aber sie müssen sich schon ein Stück weit auch in unser gesellschaftliches Bild, in

00:37:02: unser Wertesystem integrieren.

00:37:06: Und da müssen wir uns aber im Vorfeld Gedanken machen.

00:37:09: Wir sollten da quasi proaktiv überlegen, was ist der Rahmen für uns, welchen Rahmen

00:37:14: wollen wir uns geben?

00:37:15: Und wie können wir dann eben die guten und vor allem sehr schnellen technologischen

00:37:20: Entwicklungen gut integrieren, damit wir uns damit auch wohlfühlen?

00:37:23: Das ist ja, glaube ich, auch das, Martin, was du gerade gesagt hast.

00:37:27: Wir müssen da kompatibel bleiben.

00:37:30: Wir müssen, ich sag mal, im Gespräch und Dialog bleiben, da, um eben auch auf der Höhe der

00:37:35: Zeit zu sein und nicht am Ende nur noch der Empfänger und Verwerter dessen zu sein, was

00:37:41: dann irgendwo anders Fakt geworden ist.

00:37:44: Also ich glaube, das betont ja nochmal mehr, Daniel, wie wichtig dieses Engagement ist.

00:37:49: Also dass auch die Akteure, die Verbindungen haben, die Einblick haben, die international

00:37:53: vernetzt sind.

00:37:54: Wenn ich da jetzt mal in die größeren Konzerne denke, dass die eben auch an diesen Tischen

00:37:59: sitzen und diese Sichtweisen und den Stand der Diskussionen aus anderen Märkten aus

00:38:06: erster Hand mit einbringen, damit wir eben diese Diskussion mit vollständigen Informationen

00:38:13: führen können und eben auch Entscheidungen auf dieser Basis für uns treffen können

00:38:17: und sagen können, was wollen wir denn von dem und was wollen wir eben auch nicht von dem?

00:38:22: Ja, was so.

00:38:23: Mir ist dabei wichtig, dass wir halt mit unseren Anpassungen oder entsprechenden Regelungen

00:38:30: nicht versuchen, Themen zu verhindern, sondern für uns, sagen wir mal, passend zu machen.

00:38:35: Also zu nutzen.

00:38:36: Ich habe so manchmal die Angst, also das betrifft jetzt nicht nur das Thema Normung, dass es

00:38:42: noch genügend Leute gibt, die zumindest denken, vielleicht sich nicht mehr trauen zu sagen,

00:38:46: welchen Winkelzug können wir noch irgendwie schaffen, um KI zu verhindern?

00:38:51: Das ist, glaube ich, so etwas von an der Thematik vorbei.

00:38:54: Wir müssen gucken, wie können wir die KI zum, sag ich mal europäischen Wertebild passend

00:39:02: adaptieren und das gilt vor allem auch für die Bauindustrie.

00:39:05: Wir haben ja da auch viele personenbezogene Daten, wir haben viele auch infrastrukturell

00:39:10: Daten, vielleicht auch sensible Daten.

00:39:12: Auch da müssen wir wissen, wie gehen wir damit um.

00:39:14: Und da geht es mir vor allen Dingen darum zu sagen, wir wollen es nicht verhindern, sondern

00:39:17: wir wollen es für uns optimieren.

00:39:18: Ja, da bin ich ganz deiner Meinung.

00:39:21: Ich hatte gerade kurz nicht ein Gespräch mit einer Bauingenieurin, sag ich mal mittleren

00:39:26: Alter ist, die mir sagte, ein Smartphone habe ich nicht, ein Computer zu Hause habe ich

00:39:31: nicht, ein Fernseher zu Hause habe ich nicht.

00:39:33: Das will ich alles nicht, das brauche ich alles nicht und vieles davon lehne ich ab.

00:39:38: Dann frage ich mich dann so, ja wie funktioniert die jetzt im Büro?

00:39:42: Also wie, auf welchen Standards und Normen und mit welchen Themen ist die jetzt up to

00:39:47: date?

00:39:48: Weil wenn ich mich innerlich so abkoppel, dann kann ich eigentlich nicht mehr auf Augenhöhe

00:39:53: mitsprechen und die Dinge mitgestalten.

00:39:55: Das fand ich so sinnbildlich dafür.

00:39:57: Natürlich als Einzelperson katapultiert man sich früher oder später aus dem Arbeitsleben

00:40:02: heraus, aber so würden wir uns eben auch aus internationalen Themen heraus katapultieren,

00:40:07: wenn wir uns da vom Tisch zurückziehen.

00:40:09: Also ich bin da auch voll der Meinung, dass wir da sehr aktiv sein müssen und Institutionen

00:40:15: wie DIN ist natürlich eine Plattform über die das eben auch in geordneten Bahnen funktionieren

00:40:20: kann und die auch Gewicht hat an internationalen Tischen.

00:40:24: Das finde ich auch wichtig.

00:40:25: Ein wichtiger Punkt glaube ich, Martin Du hast den angesprochen, ja wir müssen viel mehr und

00:40:33: das sind die Chinesen tatsächlich ein Beispiel an die Hochschulen, an die Universitäten,

00:40:39: Normungsstandardsierung aufzeigen, was es kann, welche Bedeutung es hat, wie man mitbürgen

00:40:46: kann vor allem und wie Normen und Standards auch angewendet werden.

00:40:49: Wir haben beispielsweise als DIN die DIN Young Professionals, wo wir explizite Angebote

00:40:55: auch machen, damit sich eben junge Leute, die bislang mit Normungsstandardsierung wenig

00:41:00: im Kontakt waren, auch einbringen können.

00:41:02: Davon lernen ihre Expertise, einerseits einbringen, aber eben auch Erfahrungen sammeln, welchen

00:41:08: Wert Norm und Standards tatsächlich haben.

00:41:10: Wir haben gute Angebote für Hochschulen und Universitäten auch im Rahmen einer Mitgliedschaft

00:41:14: beispielsweise setzen vieles dran, dass wir eben auch Lehrveranstaltungen begleiten.

00:41:20: Haben da sehr, sehr viele Unterrichtsmaterialien vorbereitet, die wir direkt als Paket auch

00:41:25: zur Verfügung stellen können, um eben diesen Gedanken viel, viel stärker noch zu verankern

00:41:30: in der, insbesondere in der Hochschulausbildung in Deutschland.

00:41:34: Und das machen die Chinesen tatsächlich auch anders.

00:41:37: Ich glaube, jeder Wirtschaftstudent oder Maschinenbau-Student, der weiß mit Sicherheit,

00:41:45: was Norm und Standard sind, wie man sie erarbeitet und wie man sie dann auch anbinden kann.

00:41:50: Das ist in Deutschland oftmals leider noch anders.

00:41:52: Daniel, wenn wir jetzt mal nach vorne schauen, wir leben in unruhigen Zeiten momentan, das

00:41:58: wird auch wahrscheinlich so schnell nicht weggehen.

00:42:01: Norm können ja ein bisschen Stabilität bieten auch und Orientierung bieten, die wir brauchen.

00:42:06: Was sind aus deiner Sicht die momentan, also wenn wir an das Bauen mal denken, die vielleicht

00:42:12: momentan wichtigsten drei, vier Themenfelder, die wir im Blick haben müssen zum Thema Normung

00:42:19: und was ist so die Perspektive in die nächsten Jahre hinein, wenn du sagst, da würde ich

00:42:24: mir folgendes wünschen, dass folgendes passiert im Thema Normung, weil das für uns ein Schlüssel

00:42:31: sein könnte.

00:42:32: Ja, ich denke, aus Sicht des Hauses dien ist es ganz, ganz wichtig, dass die Ausgewogenheit

00:42:42: der Gremien sicherzustellen.

00:42:44: Das hatte ich vorhin schon mal gesagt, dass wir auch transparent darüber berichten, damit

00:42:48: eben dieses Vertrauen, was in Normen besteht, auch aufrechterhalten wird.

00:42:53: Das ist eine Aufgabe, die wir hier als dien haben und diese Aufgabe, die nehmen wir sehr

00:42:57: ernst.

00:42:58: Wie ich es bereits gesagt hatte, werden wir da auch entsprechende Dinge schaffen.

00:43:01: Dann ist glaube ich wichtig, dass wir uns im Rahmen von Normung und Standardisierung

00:43:05: noch viel, viel mehr als bislang im Bereich Nachhaltigkeit und Klimaschutz auch aufhalten,

00:43:11: um dort entsprechende Normen zu schaffen.

00:43:13: Und wenn ich sage zu schaffen, dann meine ich nicht, wir verdoppeln jetzt glatt mal das

00:43:19: deutsche Normwerk ganz und gar nicht.

00:43:21: Es geht darum, die vielen Normen und Standards, die bereits existieren, anzureichern, um die

00:43:26: Aspekte Nachhaltigkeit, um die Aspekte Klimaschutz beispielsweise.

00:43:29: Also überall dort, wo eine Norm ein bestimmtes Produkt, ein Prozess beschreibt, sollte immer

00:43:37: mitgedacht werden, welche Auswirkungen hat denn das Ganze auf Klimaschutz bzw. auch

00:43:42: auf Klimaanpassung.

00:43:43: Und insofern sollten Normen entsprechend dort ergänzt werden, was wichtig ist.

00:43:50: Wichtiges Thema als serielles und modulares Bauen.

00:43:54: Auch dort kann aus meiner Sicht Normen und Standards eine ganz, ganz wichtige Hilfe sein,

00:44:00: weil sie eben beschreiben, wie das eine Teil zum anderen passt und damit wiederum auch

00:44:05: zu Kosteneffizienz führen.

00:44:07: Wenn sich der Investor darauf verlassen kann, wenn er weiß, wie ein Produkt beispielsweise

00:44:14: auszusehen hat, welche Eigenschaften es mitbringen muss, damit es kompatibel ist mit anderen

00:44:19: Produkten anderer Hersteller, dann wird er die Großproduktion tatsächlich auch starten.

00:44:25: Letzten Endes sorgen Normen dann auch für einen Wettbewerb, in dem Produkteprozesse eindeutig

00:44:30: beschrieben werden und jeder sich eben darauf verlassen kann.

00:44:33: Wettbewerb, wie wir alle wissen, mit einer betriebswirtschaftlichen Ausbildung, sorgt

00:44:37: für entsprechende Kostenreduktion.

00:44:42: Wichtig aus Sicht des Vorstands von DIN in meiner Person ist es auch nochmal über

00:44:48: Folgekosten zu sprechen.

00:44:49: Diesen Aspekt habe ich heute ja noch gar nicht angesprochen.

00:44:51: Der ist mir aber wirklich wichtig, der liegt mir am Herzen.

00:44:54: Wir werden ein Modell im Staaten, was wir entwickelt haben, zusammen mit dem Bundesbaum-Ministerium,

00:45:01: in dem wir Normen des Geschosswohnungsbaus darauf hin bewerten, welche Folgekosten entstehen,

00:45:08: wenn eine neue Norm erarbeitet wird oder aber eine bestehende Norm überarbeitet wird.

00:45:13: Das heißt, wir haben dazu verschiedene Zeitpunkten eine Bewertung im Gremium und diese

00:45:18: Bewertung wird weitergegeben.

00:45:19: Diese Bewertung wird qualitativer Art vorgenommen, also sprich wird es teurer, bleibt es gleich

00:45:24: oder wird es gar günstiger.

00:45:26: Welchen Nutzen bringt die Norm beispielsweise?

00:45:28: Wir schauen uns vor allem nicht nur an Entstehungskosten, sondern insbesondere die Kosten über den

00:45:34: gesamten Wertschöpfungsprozess.

00:45:35: Diese Information, diese qualitativ für Bewertung wird durch eine sogenannte unabhängige Stelle

00:45:41: bewertet.

00:45:42: Das führt dann eben auch zu dem gesellschaftlichen Diskurs, den wir heute hier schon ein paar

00:45:46: Mal angesprochen haben.

00:45:48: Da kann man dann eben darüber diskutieren, ist uns diese Überarbeitung einer Norm wirklich

00:45:54: so wichtig, sind wir bereit dafür auch Geld zu bezahlen?

00:45:57: Wenn ich so ein bisschen in die Zukunft gucke, wir haben über Nachhaltigkeit gesprochen,

00:46:00: wir haben über Klimaschutz gesprochen, habe ich so ein bisschen Sorge davor, dass das

00:46:06: Kind mit dem Bader ausgeschüttet wird.

00:46:08: Ich glaube, wir müssen uns bewusst machen, die gesellschaftlichen Anforderungen, die

00:46:15: Rahmenbedingungen, gerade was Klimaveränderungen anbelangt, gerade was Ressourcenschutz anbelangt,

00:46:21: wird Geld kosten.

00:46:22: Das ist nicht zum Nulltarif zu haben.

00:46:24: Wenn wir also solche Aspekte in Norm hineinbringen, dann wird das oft zu dem Resultat führen,

00:46:31: dass die Normung einen Prozess beschreibt, der zu höheren Kosten führt.

00:46:35: Heißt das dann als Gesellschaft, und wenn wir die Norm nicht an, dann ist uns Klimaschutz

00:46:40: und Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz völlig egal.

00:46:42: Ich glaube, dann werden wir wirklich falsch beraten.

00:46:44: Sollte man sehr sensibel und sehr genau abgewogen von Einzelfall zu Einzelfall auch schauen,

00:46:51: was müssen wir tun?

00:46:52: Was können wir tun?

00:46:53: Das wollen wir uns Gesellschaft leisten.

00:46:55: Und das ist eben nicht dien, um das nochmal zu betonen, was dort den Schwerpunkt setzt

00:47:01: und sagt, wie es tatsächlich geschehen muss, sondern das ist letzten Endes die Meinung

00:47:05: von uns allen.

00:47:06: Und wenn wir das gut machen wollen, Blick in die Zukunft, Normung lebt von Beteiligung.

00:47:13: Wir alle sind angewiesen, dass die Experten aus den verschiedenen Stakeholdergruppen

00:47:20: hier am Tisch mitwirken, sodass eben auch alle Interessen tatsächlich vertreten sind.

00:47:25: Die Interessen der Wirtschaft, die nicht homogen ist, sondern sehr heterogen, die Interessen

00:47:32: der Wissenschaft.

00:47:34: Wir müssen natürlich auch, wenn wir als deutsche europäische Wirtschaft weiter erfolgreich

00:47:38: sein wollen, die technologischen Entwicklungen mit einbeziehen.

00:47:42: Normen bestreiben den Stand der Technik.

00:47:44: Insofern ist es natürlich die Wissenschaft auch gefragt, hier am Tisch mitzuwirken, damit

00:47:49: wir auch Technologieführerschaft weiter in einnehmen können.

00:47:52: Weil das sichert letzten Endes auch Wohlstand in Europa.

00:47:55: Deshalb kann Normung nicht nur den Praktikern quasi verbleiben, mitzuwirken.

00:48:05: Da muss aber auch die öffentliche Hand mit dran, um eben gerade diesen wichtigen Aspekt

00:48:10: der Folgekosten mitzudenken.

00:48:13: Da hat die öffentliche Hand durchaus eine wichtige Aufgabe, den Finger zu erheben.

00:48:17: Wenn sie der Meinung ist, das geht in die falsche Richtung, lasst uns nochmal darüber

00:48:22: sprechen.

00:48:23: Und nicht zuletzt sind es eben auch die Verbraucher, die letzten Endes dann konfrontiert sind

00:48:27: mit den genormten standardisierten Produkten, Dienstleistungen, mit den Wohnungen, mit den

00:48:32: Häusern, die angeboten werden.

00:48:34: Auch die müssen an den Tisch.

00:48:35: Und da haben wir als deutsches Institut für Normung in Deutschland einen Verbraucherrat

00:48:40: einmalig in Europa.

00:48:42: Wir bringen diese Verbraucherinteressen, die als Individuum nicht an den Tisch könnten,

00:48:48: weil sie einfach viel zu groß, viel zu vielfältig sind, an den Tisch der Normung und vertreten

00:48:54: eben genau auch diese Stakeholdergruppe.

00:48:58: Ich würde gerne an der Stelle Christian vielleicht, sagen wir mal, zusammenfassend, abschließend

00:49:03: auch nochmal das wiedergeben, was ich jetzt mitnehme aus unserem Gespräch.

00:49:07: Also zum einen habe ich jetzt ganz klar mitgenommen, Dean ist auch was die Thematik angeht, Normung,

00:49:12: haben wir zu viel, zu wenig, zu teuer, ist Dean auf jeden Fall auch kritikfähig, für

00:49:17: konstruktive Kritik, für Leute, die mitmachen wollen, dass man entsprechend sagt, okay,

00:49:23: wir haben grundsätzlich das Bild, dass Normung uns weiter hilft, aber wir müssen uns grundsätzlich

00:49:27: auch bei jeder Norm hinterfragen.

00:49:28: Hat sie einen Vorteil, hat sie einen Nachteil.

00:49:30: Ich finde das auch nochmal gut, dass wir das Thema Folgekosten angesprochen, das sind

00:49:33: ja alle so Schritte, die Richtung Transparenz, Richtung Offenheit, Richtung Agilität zielen.

00:49:38: Dann habe ich für mich mitgenommen, dass Normung auch ein großer Wettbewerbsvorteil

00:49:44: nicht nur für einzelne Unternehmen, sondern vielleicht auch für eine ganze Branche/Volkswirtschaft

00:49:47: sein kann.

00:49:48: Ich persönlich glaube nämlich, dass in der Thematik Nachhaltigkeit, wenn man es clever

00:49:52: angeht, nicht nur Verbote oder Regularien stecken, sondern vielleicht auch die Möglichkeit

00:49:57: auf einem neuen Sektor, Green Tech, sage ich mal, vielleicht die Rolle einzunehmen, die

00:50:01: wir bis jetzt im Automobilbereich eingenommen haben, hochwertige markführende Produkte.

00:50:06: Ich glaube auch dafür braucht man das Engagement in der Standardisierung, damit nicht jeder

00:50:12: irgendwas daher basteln kann, was nicht diesem Standard entspricht.

00:50:14: Also ich habe für mich auch noch mitgenommen, dass es gibt ja diese Sprüche auch im Wahlkampf

00:50:20: von ein oder anderen Parteien.

00:50:21: Für jede neue Verordnung müssen zwei gelöscht werden, habe ich jetzt mal irgendwo gelesen,

00:50:25: oder Gesetze.

00:50:26: Und ich finde, da muss man halt aufpassen, dass man Normen und Standards nicht gleichsetzt

00:50:30: mit behördlichen Anordnungen in irgendwelchen Regierungsapparaten oder Verwaltung, sondern

00:50:38: dass es hier eine andere Ausrichtung gibt als bei einer Verordnung x, y, sondern dass

00:50:43: wir hier tatsächlich versuchen, mit Standards entsprechende Vorteile zu erreichen und nicht

00:50:49: die Norm als Selbstzweck zu betrachten haben.

00:50:51: Ich glaube, es hat sich auch durchgezogen und Daniel hat es mir einfach auch gesagt,

00:50:55: also die Normen kommen im Grunde genommen aus unserem Leben und sind für unser Leben.

00:51:00: Und auch der von dir eben beschriebene Verbraucherrat.

00:51:03: Also wenn wir es mal vom Ende her denken, was wollen wir und wofür ist es gut, dann sollten

00:51:08: wir, glaube ich, alle daran mitwirken und sagen, wir können schon mitgestalten, wie es in

00:51:14: Zukunft zugeht und nach welchen Standards und Regeln wir leben.

00:51:18: Das gilt für viele Lebensbereiche, aber eben auch für diesen hier.

00:51:21: Und ich glaube schon, da bin ich ja ganz bei dir, Martin, das weißt du auch, dass die

00:51:29: Nachhaltigkeit für uns, die sollten wir weniger als Belastung empfinden oder als Zwang, sondern

00:51:34: wirklich als Chance für die Zukunft, uns in vielen Dingen auch im wirtschaftlichen Bereich

00:51:39: neu zu erfinden.

00:51:40: Und es gilt herauszufinden, wie können wir eigentlich mitnachhaltigen wirtschaftlich

00:51:45: erfolgreicher sein als bisher.

00:51:47: Also auch perspektivisch erfolgreicher sein.

00:51:50: Wenn wir nur Ressourcen verbrauchen und zerstören, dann wird ja der Erfolg irgendwann auch zu

00:51:55: Ende gehen.

00:51:56: Also zirkuläres Denken und Handeln und dazu gehört dann eben auch der Standard in dem

00:52:00: ganzen Prozess, wird dazu führen, dass wir auch langfristig erfolgreicher sein können.

00:52:05: Und ich hoffe mal, dass wir damit auch etwas Gutes für die nachfolgenden Generationen

00:52:09: tun, alle miteinander.

00:52:10: Daniel, vielen Dank für deine Einsichten hier und Aussichten und Ausblicke.

00:52:20: Martin, auch für deine fachliche Blickrichtung nochmal auf die Themen.

00:52:23: Ich finde, der Rhythmus unserer Gespräche, Daniel, der muss jetzt nicht drei Jahre sein,

00:52:30: das können wir auch eh mal wiederholen.

00:52:32: Vielleicht könnte das symbolisch dafür sein, dass die Dinge sich schneller weiterentwickeln,

00:52:37: als manchmal so gedacht wird.

00:52:39: Hat mir viel Spaß gemacht.

00:52:41: Vielen Dank.

00:52:42: Das kann ich nur wiedergeben.

00:52:44: Mir hat das auch riesen Spaß gemacht.

00:52:45: Vielen Dank auch für eure Zeit, dass ich hier die Möglichkeit hatte, auch unsere Position

00:52:49: nochmal darzulegen und sehr gerne.

00:52:50: Ich komme gerne auch öfters hierher, gerne auch zu einem ganz spezifischen Thema.

00:52:55: Macht immer wieder Spaß.

00:52:57: Vielen Dank dafür.

00:52:58: Danke.

00:52:59: Die Norm für unseren Podcast ist ja, dass wir interessante Köpfe mit interessanten und

00:53:04: nur zum bringenden Beiträgen haben.

00:53:06: Da gibt es gar keine Dienennorm dafür, aber die hast du jetzt ja praktisch heute selbst

00:53:10: verkörpert an dieser Stelle.

00:53:11: Vielen Dank.

00:53:12: Dima, wenn ihr das so seht, dann freut mich das umso mehr.

00:53:16: Vielen Dank von unserem runden Tisch hier, digitalen runden Tisch.

00:53:20: Tschüss.

00:53:21: Tschüss.

00:53:22: Vielen Dank an Sie und Euch fürs Zuhören bei Zukunft Bauen, dem Zukunftspodcast für

00:53:30: die Bauindustrie.

00:53:31: Wenn euch der Podcast gefällt, würden wir uns über eine Bewertung freuen und natürlich

00:53:35: darüber, wenn ihr dem Podcast bei einem Podcast Provider eures Vertrauens abonniert.

00:53:40: Wir freuen uns auf ein Wiederhören.

00:53:42: Bis bald.

00:53:42: