#86 | Stefan Schwan, ENGIE - Neue Energie im Bau
Shownotes
Wir sprechen mit Stefan Schwan, Geschäftsbereichsleiter Energy & Facility Solutions ENGIE Deutschland GmbH. Er verantwortet im Management-Team den Ausbau der Facility Services sowie die Vernetzung mit dem Energiebereich. Stafan Schwan leitet ein bundesweit verteiltes Team und fungiert als Schnittstelle zu den internationalen FM-Einheiten der ENGIE-Gruppe. Unter seiner Führung entwickelt eine neue, agile Einheit aus Facility und Energy Services integrierte Lösungen für den Übergang zur Klimaneutralität im B2B-Sektor. Darüber und über die Zukunft von Energiekonzepten und deren Bedeutung für den Bau sprechen wir in diesem inspirierenden Gespräch.
Themen in der Folge:
- Energie als zunehmend unsicherer Faktor für Unternehmen
- Infrastruktur als Enpaßfaktor
- Steigender Energiebedarf bedingt andere Netzstrukturen
- Wasserstoff heute nur mit regenerativer Energie realsiierbar
- Hybride Energiesysteme
- Energiemärke zunehmend mit Prosumern
- Versorgungsgedanke der Zukunft – Konzeption vor Realisierung
- Voraussetzungen für Planungssicherheit
- Umgang mit Versorungsschwankungen in einem Industrieland
- Effiziensreserven heben – Reduktion vor Neubau
- Neue Geschäfrsmodelle und Formen der Zusammenarbeit
- Digitale Tools der Vernetzung im Facility Management
- Datenschutz als Flaschenhals für smarte Lösungen
- Partnerschaftliche Vertragsgestaltung und Langfristigkeit
- Technische Effizienznutzung ist Voraussetrzung für Aufrechterhaltung der Leistung bei knappem Personal
- FM Integration in die Gebäudeplanung
- Perspektiven und Offenheit für den Verkauf von Klimaneutralität
In dieser Folge (Gäste und Links):
Verlinkungen
Hosts und Podcast
Website: Christian Haak
Website: Martin Ferger
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Der Zukunftspodcast für alle, die sich für die Zukunft von Bauen & Leben interessieren.
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00:00:00: Moin aus Hamburg und Siegen.
00:00:09: Und herzlich willkommen zu unserem Podcast für die Bauindustrie #Zukunft.Bauen.
00:00:15: Dem Zukunftspodcast für alle, die sich für die Zukunft von Bauen und Leben interessieren.
00:00:21: Wir sind Martin und Christian und wir werfen in diesem Podcast einen Blick auf die Zukunftsentwicklungen
00:00:28: von Branche, Technologie und Lebenswelt.
00:00:31: Es wird dabei um die Veränderung der Baubranche gehen und darum, was dies für uns und für
00:00:37: die Unternehmen der Branche bedeutet.
00:00:38: Die heutige Folge steckt voller Energie und nachhaltiger Energiekonzepte.
00:00:47: Zu Gast haben wir heute Stefan Schwan, den Geschäftsbereichsleiter Energy and Facility
00:00:51: Solutions von ENGIE.
00:00:54: Er ist dort bei ENGIE Deutschland als Bereitsleiter Energy and Facility Solutions verantwortlich
00:01:00: für die Verzahnung von Energie- und Servicebereichen und leitet ein bundesweit aufgestelltes Team,
00:01:07: das die Schnittstelle zu den internationalen Einheiten bildet.
00:01:11: Sein Berufsweg hat ihn über alle Bereiche des Facility Managements und der Energiewirtschaft
00:01:17: in die heutige Position geführt und wir sprechen mit ihm über die Frage, wie Energie und
00:01:23: Energiekonzepte für Deutschland, für Unternehmen, aber eben auch für uns alle, für die Zukunft
00:01:30: der Treiber und Antrieb unserer Wirtschaft und unserer Geschäftstätigkeit sein können
00:01:36: und sein werden.
00:01:37: Wir wollen über Handlungsspielräume sprechen, über neue Konzepte und anderes denken und
00:01:44: darauf blicken, was das für uns in der Bauindustrie und für die Unternehmen und Akteure bedeutet,
00:01:49: die Entscheidungen treffen müssen, wie sie mit dem Thema Energie für die nächsten Jahre
00:01:53: umgehen, ob es Kosten, Träger ist oder ob es sogar ein Teil des zukünftigen Geschäftsmodells
00:02:02: sein kann.
00:02:03: Wir sprechen darüber, wie Energie und Energiekonzepte auch das Thema Gebäudeplanung und Gebäudemanagement
00:02:09: beeinflussen und welche Chancen dies für alle Beteiligten birgt.
00:02:14: Also, auf geht's rein ins Gespräch.
00:02:16: Ja, herzlich willkommen heute Stefan Schwan von ENGIE.
00:02:20: Wir haben ja schon ein paar Worte dazu gesagt, wer sie sind und welche Sicht sie hier vertreten.
00:02:26: Hallo Martin, schön, dass wir in der Runde hier zusammen sind.
00:02:29: Starten wir rein in diese Folge.
00:02:31: Ja, danke.
00:02:33: Ja, hallo auch von meiner Seite.
00:02:36: Ich freue mich auf unser Gespräch und die Themen, die wir heute behandeln können.
00:02:40: Also, heute ist Energie in unserem Podcast in einer noch anderen Weise als sonst immer,
00:02:47: denn Herr Schwan, Sie stehen ja für das Thema Energie und da bleibt natürlich in diesem
00:02:54: ja stark bewichten Markt zum Einstieg die Frage nicht aus, wie ist die Lage?
00:02:59: Wie sieht momentan der Energiemarkt aus?
00:03:03: Was sind die Punkte, die Sie beschäftigen und was sind die Punkte, die auch jeden Unternehmer
00:03:08: oder jedes Unternehmen im Moment beschäftigen sollten, wenn sie das nicht ohnehin schon tun?
00:03:13: Ja, ich würde mal so sagen, also die Lage ist ernst, wirklich, das war nicht so, aber
00:03:21: nicht hoffnungslos und das hat man ja jetzt schon oft gehört, aber es ist wirklich, wir
00:03:26: sind schon in einer sehr kritischen Situation und ich glaube für die Welt insgesamt, was
00:03:32: das Thema Energie anbelangt, aber für Deutschland insbesondere.
00:03:35: Und das hat nicht nur was mit Preisen zu tun, sondern es hat auch die Frage mit Resilienzen
00:03:40: zu tun.
00:03:41: Also wie anfällig sind wir überhaupt in der Wirtschaft und abhängig von dieser Energie
00:03:47: und wie weit können wir uns eigentlich auch von dieser Energie, wie wir sie heute Abend
00:03:52: lösen?
00:03:53: Das sind auch durchaus Fragen, die sind zu klären.
00:03:55: Und da meine ich jetzt jeden Sektor, also nicht nur Industrie, sondern auch das, was Sie
00:04:01: auch ganz besonders betrifft, was Thema Bau in jeglichem Maße, da gibt es durchaus Möglichkeiten
00:04:08: und das ist so das, was uns bewegt und dann natürlich auch die Dynamik innerhalb des
00:04:14: Marktes wird ja immer größer.
00:04:16: Das haben wir früher nicht gehabt, das war sehr steif, sehr gradlinig und das ist auch
00:04:21: etwas, was uns im Moment sehr, sehr bewegt.
00:04:23: Was bedeutet das für ein mittelständisches Unternehmen jetzt konkret?
00:04:29: Nimm mal mal eins, dass Energie intensiv ist, dass also nicht so gut arbeiten kann, wenn
00:04:36: es da keine zuverlässige Versorgung hat und das auch am Ende preislich unter Druck ist.
00:04:43: Ja, also erstmal klar, das, was Sie gerade zuletzt gesagt haben, preislicher Druck,
00:04:48: der ist da, der ist eminent und man muss ja auch sagen, wenn Sie, sagen wir mal, vom
00:04:54: Strom sehr stark abhängig sind, was ja viele Maschinen bei Unternehmen beispielsweise
00:04:58: sind, dann ist es heute ja die große Frage, was kostet mich das auf der einen Seite und
00:05:04: die zweite Frage, mit wie viel CO2-Ausschuss kann ich denn rechnen, denn das ist auch noch
00:05:09: eine ganz wesentliche Frage, auch was die Produktion anbelangt.
00:05:12: Im Gasbetrieb, das was wir so von den fossiven Brennstoffen her kennen, Gasöl, auch Kohle,
00:05:19: noch auf alle Fälle, ist es natürlich auch so, dass wir neben der auch preislichen Situation
00:05:26: eine viel viel stärkere Druck natürlich auf die CO2-Emissionen haben und das sind alles
00:05:32: Preissegmenten, die ja einen Mittelständler ohne weiteres belasten.
00:05:36: Also es ist ja nicht nur der Preis der eigentlichen Energie, sondern auch der Preis der eigentlichen
00:05:40: Emissionen niederhörig zu führen und das hat es früher so nicht gegeben.
00:05:44: Früher hatten sie dann eben halt die, da kaufen sie Energie ein und da war die Emission
00:05:48: erstmal nebensächlich, sagen wir mal, so heute, heute schon lange nicht mehr.
00:05:53: Was ich auch für richtig haltet, also damit das nicht falsch verstanden wird, ich bin
00:05:58: da kein großes Kind auch der fossilen Brennstoffe, aber die Frage ist, wie schnell und was
00:06:03: kann man denn jetzt überhaupt ändern?
00:06:05: Also Martin, mir kommt da nochmal in den Kopf, wir waren neulich bei einem Kalk-Sanstein-Produzenten
00:06:12: zu einer Veranstaltung, der seine Öfen dort elektrisch heizt und der, ich glaube, versucht
00:06:20: hat, dort in der Region auch auf Wasserstoff umzustellen, was nicht möglich ist und also
00:06:28: die haben verschiedene Versuche unternommen.
00:06:30: Genau, die heizen aktuell mit Gas und da war die solche Überlegung auf regenerative
00:06:35: Stromquellen zurück zu greifen, wo dann vielleicht der genehmelnde Prozess entsprechend
00:06:40: das verhindert hat oder aber wenn man diese Öfen mit Strom betreiben würde, wäre im
00:06:46: ganzen Ort ansonsten das Licht aus, weil die Infrastruktur die verhindern.
00:06:52: Also wir haben neben diesen Grundproblemen eben oft auch noch regional die Themen, dass
00:06:58: wir gar nicht dafür aufgestellt sind so richtig in unseren Netzstrukturen und Versorgungsstrukturen,
00:07:03: selbst wenn der gute Wille schon da ist.
00:07:06: Also da war auch im Gespräch Martin, glaube ich, eine Menge Frust zu spüren, weil man
00:07:10: gesagt, wir wollen eigentlich und wir sind auch bereit, da zu investieren, aber ja so
00:07:16: jeder, je lösungsanlauf, den wir im Moment gemacht haben, der endet im Moment zumindest
00:07:20: mal in der Warteschleife auf eine gewisse Art und Weise.
00:07:23: Also die Machtbarkeit auch, ist ja eine Frage, die muss erklärt sein, wir wollen zwar alle,
00:07:30: aber wir können halt teilweise da nicht.
00:07:32: Einige Christian, du hast ja gefragt, was sind die konkreten Folgen für, ich bleibe mal
00:07:36: jetzt mal bei dem griffenmittelständische Unternehmen und jetzt mal egal aufs Farbe,
00:07:40: ob das Betriebe sind oder die Bauindustrie.
00:07:44: Es gibt ja immer zwei Seiten bei dem Thema.
00:07:46: Einmal, wie kann ich bei mir auf der Verbrauchseite optimieren, also weniger Energie verbrauchen,
00:07:54: andere Energie verbrauchen und die andere Seite ist natürlich die, wo bekomme ich denn die
00:07:59: Energie, die ich an trotzdem noch brauche, her?
00:08:02: Also welche Form der Energie und wo bekomme ich die her?
00:08:05: Also ich glaube, ich muss ja zwei Bälle in der Luft halten.
00:08:07: Auf der einen Seite meinen Verbrauch in irgendeiner Form zu optimieren.
00:08:10: Ich übertreibe jetzt mal und sage Kettzerichter, dass ich abends das Licht ausschalte, aber
00:08:16: trotzdem muss ich ja gucken, welchen Strom nun mich um das Licht brennen zu lassen,
00:08:20: was ich auf jeden Fall brauche.
00:08:21: Und ich glaube, da muss man an beiden Seiten halt gleichzeitig arbeiten und sinnvolle Konzepte
00:08:26: entwickeln, weil mir geht es manchmal so ein bisschen sehr stark in die Richtung, dass
00:08:30: sich dann Unternehmen oder auch Personen exklusiv mit einer der beiden Seiten beschäftigen,
00:08:36: aber mit der anderen halt nicht.
00:08:37: Und ich glaube, das ist zu kurz gesprungen.
00:08:39: Das glaube ich auch.
00:08:42: Und Sie müssen folgendes aussehen.
00:08:44: Sie haben eben das Thema Infrastrukturen angesprochen.
00:08:48: Ein Riesenthema.
00:08:50: Denn wenn wir sagen wir mal heute in Deutschland, da gibt es Studien dazu, wenn wir heute in
00:08:56: die Elektrifizierung steigen würden so, wie wir es im Moment von der Politik vorsehen,
00:09:01: müssten wir die gleiche Menge Gupfer noch einmal an die Masken und auch in den Boden
00:09:07: reinbringen, damit wir überhaupt in der Lage sind, diese Leistungen, die dafür notwendig
00:09:11: sind, auch übertragen zu können.
00:09:13: Das heißt, es wird auch nicht dieses eine Mittel nur geben.
00:09:17: Herr Werger, was Sie eben sagten, man muss sich auf Hybridelösungen einigen und schauen,
00:09:26: was ist denn da für mich das Beste?
00:09:28: Und es gibt auch, Sie haben eben das Thema Wasserstoff angesprochen.
00:09:31: Wir sehen heute, dass das Thema Wasserstoff noch in einer so weiten Zukunft ist.
00:09:37: Und da rede ich vielleicht nicht nur über eine Dekade, sondern auch über zwei Dekaden.
00:09:42: Das ist ja für den Unternehmen gar nicht jetzt sichtbar, dass eine solche Lösung überhaupt
00:09:48: machbar ist, geschweige denn bezahlbar.
00:09:51: Denn Wasserstoff herzustellen ist ja mit hohen Ineffizienzen im Moment verbunden und wirklich
00:09:56: nur sinnvoll, wenn wir an irgendeiner Stelle regenerative Energie in Massen über hätten.
00:10:02: Das ist ja auch nicht zu jeder Tageszeit so.
00:10:05: Das mag zwar an einigen Tageszeiten so sein.
00:10:07: Das heißt also, wir werden nicht an Hybridensystemen vorbeikommen und vor allen Dingen in eigenen
00:10:14: Erzeugungen auch denken müssen.
00:10:16: Und das macht so diese ganze Komplexität dieses Energiemarktes aus.
00:10:20: Ich habe das immer bezeichnet.
00:10:23: Es gibt nicht mehr den Konsumer, also den Verbraucher, sondern es gibt auch den Produzierenden.
00:10:29: Und wir nennen die heute nicht mehr Konsumer oder Product, sondern wir nennen sie Plus-Humor.
00:10:34: Nämlich, sie tun beides.
00:10:36: Sie erzeugen Verbraucher gleichzeitig.
00:10:39: Ich finde den Aspekt nochmal extrem wichtig, weil wenn wir fragen auch, wie muss so ein
00:10:43: Netz der Zukunft aussehen, hat das ja auch damit zu tun, wie wir uns diese Versorgung
00:10:48: der Zukunft vorstellen.
00:10:50: Also versorge ich sozusagen zentral von einer Stelle, da muss ein Netz ja ganz anders aussehen,
00:10:55: als wenn ich dezentrale, praktisch viele Akteure in so einem Netz drin habe.
00:11:00: Also da brauchen wir ja am Ende auch eine Zielvorstellung, wo wir hin wollen, bevor wir überhaupt anfangen,
00:11:06: in großem Stile umzubauen.
00:11:08: Das wäre so, als wenn wir sagen, wir lösen die Nord-Süd Autobahnen auf, weil wir jetzt
00:11:13: die Idee haben, wir machen überall nur noch ganz kleine Straßen, weil wir das aus ehrlichen
00:11:18: Gründen für Schlauer halten und wir gehen weg von den großen Verkehrsadern.
00:11:22: Da muss man ja komplett anders denken, bauen und auch die Belastung des Verkehrs wird
00:11:28: sich komplett anders verteilen.
00:11:29: Und wenn man das auch auf Energie überträgt, dann sind wir genau bei der Frage, wie viel
00:11:33: müssen wir denn da in Aufwand treiben für die eine oder andere oder für eine Mischlösung.
00:11:38: Also wo sehen Sie da den Weg oder welche Voraussetzungen müssen da eigentlich geschaffen werden, damit
00:11:43: überhaupt wieder auch dieses Thema Planungssicherheit, Investitionssicherheit bei denen, die dann eben
00:11:49: unternehmerische Entscheidungen treffen müssen, möglich wird?
00:11:52: Also ich glaube, dass auch die Energiewirtschaft, also dieses Prinzip, ich sage mal, des Kraftwerks,
00:11:59: der Leitung und das Endverbraucher, das löst sich ja auf.
00:12:03: Das ist eindeutig so.
00:12:04: Die Autobahnen brauchen wir, also sprich die Stromautobahnen, die Gasautobahnen werden
00:12:10: wir brauchen.
00:12:11: Das ist unabdingbar, weil sonst können wir keine zusammenhängende Infrastruktur bauen,
00:12:16: wobei auch andere Konzepte gehen würden.
00:12:18: Aber die Frage ist, wie stabil sind Sie?
00:12:20: Und wir haben ja auch Abhängigkeiten in der Frage der Produktion.
00:12:24: Da ist ein Ausfall einer Produktion natürlich schon ein echtes Problem.
00:12:29: Also müssen wir schauen, dass wir nach wie vor in diesen, ich sage mal, verbündeten
00:12:34: denken müssen.
00:12:35: Aber und das ist der entscheidende Änderung, muss es dieses Großkraftwerk sein oder muss
00:12:43: es an den Stellen, wo es Unterversorgung gibt oder wo die Versorgung nicht aufrechterhalten
00:12:48: werden kann, nicht vielleicht Stellen geben, die eben halt für diese Versorgung nochmal
00:12:53: zusätzlich beitragen können.
00:12:55: Das ist das Entscheidende.
00:12:56: Das kann direkt vor Ort sein.
00:12:57: Das kann allerdings auch an dezentralen Stellen sein.
00:13:00: Aber es wird nicht mehr dieser Kraftwerksverbund sein, der da heißt, wir haben da jetzt,
00:13:05: was weiß ich, 30, 2 Gigawatt Blöcke stehen und alles ist gut und damit können wir dann
00:13:12: die Versorgung aufnehmen.
00:13:13: Sondern es wird sehr, sehr unterschiedliche Möglichkeiten dazu geben.
00:13:17: Das ist das Entscheidende.
00:13:19: Das bedeutet ja einmal, dass wir dieses Thema Energieeffizienz, was Ihnen glaube ich auch
00:13:24: sehr wichtig ist, so als Unternehmen im Blick haben müssen.
00:13:27: Also wie gehen wir effizient mit der Energie um und auf der anderen Seite eben auch das
00:13:34: Wort Resilienz trifft es da ja auch nochmal ganz gut.
00:13:37: Versorgungskonzepte entwickeln müssen, die eben vielleicht auch dezentral dann etwas
00:13:43: unabhängiger sind von einander.
00:13:45: Und wir sehen ja in der heutigen Zeit auch leider gibt es ja nicht nur die technischen
00:13:49: Gesichtspunkte, sondern leider auch sicherheitstechnische Gesichtspunkte, wo ja vielleicht eine andere
00:13:55: Struktur einer Energieversorgung auch ratsam wäre, als alles zentral an einer Stelle zu
00:14:01: haben.
00:14:02: Wir sehen das im Moment ja leider bildlich immer gut vorgeführt in der Ukraine, wie
00:14:06: das so aussieht, wenn irgendwo große Kraftwerke torpedoidiert werden und damit ganze Regionen
00:14:13: im Grunde genommen abgehängt werden.
00:14:15: Das mag man sich ja gar nicht vorstellen, wenn ganze Wirtschaftsbereiche dunkel sind sozusagen,
00:14:22: dann ja, wenn irgendwo mal was schief geht.
00:14:23: Im Grunde dafür, warum was schief geht, können ja vielfältig sein.
00:14:26: Also Christian, was ich interessant dabei finde, wir kommen gerade zu der Gedanke.
00:14:32: Wir haben im Bereich der Nachhaltigkeit schon mal öfter auch besprochen, dass man ja gar
00:14:37: nicht immer neue Dinge jetzt erfinden muss, sondern vielleicht auch auf alte zurückgreifen
00:14:43: kann.
00:14:44: Und auch dieses Thema dezentrale Energieversorgung ist ja ein ganz altes Thema.
00:14:50: Wir sind irgendwann eigentlich von der dezentralen Energieversorgung, also ich spinne jetzt mal
00:14:54: rum bis zum Wasserkraftrad am kleinen Bach, der dann die Müllermühle betrieben hat im
00:15:01: Dorf Y und im Dorf Z gab es wieder neue.
00:15:03: Also im Prinzip sind das ja Konzepte, die wir aus gewissen Gründen Art Akta gelegt haben,
00:15:08: die wir jetzt natürlich modernisiert, adaptiert wieder rausholen.
00:15:13: Aber eigentlich wissen wir ja, wie es geht, sich auch dezentral aufzustellen bei einem
00:15:18: guten Mix.
00:15:19: Am Ende des Tages ist ja der dezentrale Mix zum, also wir sind ja aus einer Dezentralität
00:15:24: gekommen und in einer Zentralität geraten.
00:15:26: Aber man muss auch sagen, wir entwickeln uns ja wieder zurück.
00:15:29: In die Dezentralität jede Fotovoltaikanlage, jede Windkraftanlage, irgendwo wo der Wind
00:15:35: bläht, ist ja nun letztendlich ein dezentrales System, was ja irgendeinerweise aber ordentlich
00:15:42: zugemixt werden kann.
00:15:43: Wir passieren ja Dinge, deshalb sind ja auch diese großen Gleichstromtrassen, die ja
00:15:49: quer durch die Bundesrepublik getrieben werden, notwendig oder müssen gemacht werden, weil
00:15:55: eben halt der Wind nur an gewissen Stellen aus sehr wirtschaftlich weht und das ist eben
00:15:58: an einem hohen Norden.
00:15:59: Ich will jetzt nicht sagen, dass in Bayern nicht auch dieser Wind geweht hätte, aber
00:16:04: das ist ja die freie politischen Willenmann, eine solche Windkraftanlage in Bayern aufgesetzt
00:16:09: hätte.
00:16:10: Nichtsdestotrotz, diese Autobahnen müssen schon da sein, damit wir überhaupt zu einer
00:16:15: Stromverteilung kommen.
00:16:17: Aber damit ist ja nur, ich sag mal, die regenerative Energie als solche erstmal klar, weil wir
00:16:25: können sie ja nur in der Erzeugung bringen, wenn Wind und wenn Sonne kommt.
00:16:29: Und wir hatten, ich glaube sogar vor etwa zwei bis drei Wochen, hatten wir sogar einen
00:16:36: sogenannten dunklen Tag, das heißt aber weder Sonne noch Wind und ab da fing ja der Punk
00:16:43: so richtig an.
00:16:44: Dann haben wir im Netz wirklich richtig, richtig ärger und dann kommen ja Reservekapazitäten
00:16:50: zustande, die dann, was weiß ich, mal vielleicht nur fünfmal im Jahr zugeschaltet werden.
00:16:55: Aber mit Leistungen, die sind ja jenseits von gut und böse, aber die brauchen wir auch,
00:17:01: deshalb bin ich ein ganz, ganz großer Fan vom sogenannten Kapazitätenmarkt.
00:17:05: Und dazu wird es auch kommen.
00:17:07: Wir werden irgendwann diese Kapazitäten, die wir brauchen, um eben halt diese Löcher
00:17:11: zu stopfen, die müssen wir bereitstellen, auch wenn sie nur hundert oder zweihundert
00:17:16: Stunden im Jahr laufen.
00:17:17: Aber diesen in Anführungszeichen Luxus müssen wir uns leisten und der muss in irgendeiner
00:17:23: Weise sozial abgefangen werden.
00:17:26: Und das ist einer der Gründe, warum ich sage, dass wir auch eine Veränderung innerhalb
00:17:30: unseres gesamten, ich nenn's mal, der allokierten Kosten, die innerhalb eines solchen Netzes entstehen,
00:17:38: die müssen anders abgefangen werden und die müssen auch anders bedient werden.
00:17:42: Als solches würden wir nämlich auch niemals zu einem Kapazitätenmarkt kommen, wenn nicht
00:17:47: diese Kapazitäten auch ernsthaft richtig bezahlt werden.
00:17:50: Das werden sie nämlich im Moment nicht.
00:17:53: Also um es vielleicht auch nochmal klarzumachen für die, die sich jetzt nicht mit dem Thema
00:17:58: so intensiv beschäftigen, regenerative Energien sind eben nicht 24/7 gleichmäßig vorhanden,
00:18:07: die schwanken.
00:18:08: Und wenn wir sagen, also nicht gesellschaftlich sagen ab 18 Uhr schalten wir das Land ab.
00:18:14: Und irgendwann morgens, wenn die Sonne wieder scheint und der Wind wieder weht, schalten
00:18:17: wir das Land wieder an, sondern wir ja doch typischerweise auch nachts Energie brauchen,
00:18:23: dann müssen wir eine Lösung haben, die diese Zeiten abfängt.
00:18:26: Das heißt einerseits Erzeugung oder auch Speicherung.
00:18:30: Aber nach meinem jetzigen Kenntnisstand sind wir mit dem Thema Speicherung von Energie
00:18:34: in dem Maße wahrscheinlich überfordert.
00:18:36: Oder wie ist da der Stand der Möglichkeiten?
00:18:40: Wobei wir sagen müssen, wir sind ja schon vor etwa fünf Jahren bei uns im Unternehmen die
00:18:45: Batteriespeicher getestet, die noch immens teuer waren.
00:18:49: Aber heute reden wir ja von deutlich niedrigeren Kosten.
00:18:53: Heute ist zum Beispiel ein Wasserkraftwerk bzw. ein Pummspeicherkraftwerk und eine Batterieanlage
00:19:00: in der gleichen Dimension deutlich günstiger ist die Batterieanlage heute.
00:19:05: Also nicht mehr, also Pummspeicherkraftwerke wären heute überhaupt keine Alternativen
00:19:11: mehr, auch wenn wir sie heute haben.
00:19:13: Wir haben sie in der Bundesrepublik und sie werden ja genutzt.
00:19:15: Wir haben selber einen Pummspeicherkraftwerk und einen Pfreimt, was wir genau für diese
00:19:19: Dinge auch nutzen.
00:19:20: Aber was ich damit sagen will, ist diese Speichertechnologien werden günstiger werden, deutlich
00:19:26: günstiger werden, als wir sie heute im normalen privaten Markt haben und sind auch schon deutlich
00:19:32: günstiger heute zu kriegen.
00:19:34: Und da reden wir über Preise, die sind durchaus sehr, sehr wirtschaftlich auch heute darzustellen.
00:19:41: Aber, und das kommen die anderen, also es gibt ja immer aber, nur wo bringen wir sie unter,
00:19:46: wo werden sie aufgestellt, wo sind sie am besten.
00:19:48: Dafür müssen wir erst mal über eine Nutz, also sagen wir mal, seine Netztopologie müssen
00:19:53: wir Bescheid wissen, wo wir sie überhaupt hinsetzen sollen.
00:19:55: Und das ist aber jetzt etwas, was sich auch langsam aber sicher entwickelt.
00:19:59: Also wir sehen, wir sind so in kleinen Schritten in dieser Transformation des Marktes.
00:20:03: Aber das ist ein Thema ansprechen, das ist mir schon sehr, sehr wichtig.
00:20:08: Wir haben eben das Thema Effizienz in einem gesprochen.
00:20:10: Und ich glaube, dass dieser Markt, ich nenne ihn ganz bewusst dieser Markt, der Effizienzen
00:20:16: nach wie vor brutal gegeben ist.
00:20:19: Also wir können heute deutlich effizienter.
00:20:22: Und wenn jeder wüsste, was er einsparen kann, er würde sich das direkt gönnen, nur die
00:20:29: meisten Wissen halt nicht.
00:20:30: Und wir haben speziell auch bei uns durchaus Geschäftsmodelle, wo wir ausschließlich nur
00:20:36: auf das Thema der Einsparungen auch Investitionsmodelle legen.
00:20:41: So dass der Kunde sagt, das ist ja eine geile Sache.
00:20:44: Da kriege ich hier mal einen ROI praktisch garantiert.
00:20:47: Also das heißt, das Investment, was ich tätigen muss, wird komplett, und das ist ja, da wundert
00:20:53: man sich ja immer wieder, wird komplett über die Einsparung rearmotisiert.
00:20:56: Und wir haben in ganz, ganz vielen Fällen, selbst im industriellen Bereich zwischen drei
00:21:00: und fünf Jahre ganz, ganz viele Modelle laufen.
00:21:04: Und im Immobilienbereich ist es selten so, dass wir, ich sag mal, länger als zehn Jahre
00:21:11: verbrauchen für eine Rearmotisation von Effizienzen.
00:21:14: Und da, glaube ich, liegt auch nochmal ein großer, großer Hebel, um eben halt die Energie,
00:21:19: die wir gar nicht erzeugen, auch nicht zu verbrauchen.
00:21:22: Das ist ja nun mal sehr logisch.
00:21:24: Ich glaube, der Gedanke Martin, wir treffen den ja auch im klassischen Bauen immer wieder,
00:21:30: dass wir sagen, Materialien, die wir nicht verbauen, die sparen wir halt auch als Ressource
00:21:35: ein.
00:21:36: Das ist ja auch ein riesen Thema bei dem ganzen Thema Kosten, CO2, Energieverbrauch generell.
00:21:43: Also, dass wir mehr darüber nachdenken, muss das so sein, ja, muss das immer alles neu
00:21:49: sein oder können wir irgendwo einsparen.
00:21:51: Also, das ist, glaube ich, ein ganz wichtiger Gedankengang, der unsere Gesellschaft ja über
00:21:56: die Jahrzehnte ein bisschen verloren gegangen ist, weil vieles über Überfluss vorhanden
00:22:00: gewesen ist und wir gar nicht so daran gedacht haben, dass das irgendwo eine kostbare Ressource
00:22:07: ist, mit der wir da umgehen.
00:22:08: Ja, aber, Jagger, eine Sache noch dazu.
00:22:11: Ich glaube sogar, dass es die, dass allererste Gebot wäre, genau an diese Ressourcen und
00:22:17: nicht ganz bewusste Ressourcen ranzugehen.
00:22:20: Denn alles das, was wir jetzt reduzieren, müssen wir nicht mehr neu bauen.
00:22:24: Und wir müssen nichts erweitern.
00:22:27: Wir würden also überhaupt nichts verschwenden.
00:22:29: Und das, glaube ich, muss einer der allerersten Geboten sein, soweit wie möglich in Effizienzen,
00:22:36: in lichtschäftlich hebbare Effizienzen einzusteigen.
00:22:39: Ich bin immer erstaunt, dass ja verschiedene Bereiche einfach auch unterschiedlich wahrgenommen
00:22:49: werden.
00:22:50: Also, ich stelle, alleine im privaten Fest, meine Tochter lässt manchmal einfach das
00:22:55: Licht an.
00:22:56: Ja, da geht also Strom durch die Leitung.
00:22:58: Ich habe noch nie erlebt, dass die aus der Dusche gekommen ist und die Dusche hat weiterlaufen
00:23:04: lassen und dann irgendwie zum Essen oder ins Bett gegangen ist oder so.
00:23:08: Also, bei Wasser ist uns das oft eher bewusst, also zumindest in so einem Kontext als beim
00:23:15: Licht.
00:23:16: Also, ich frag mich schon oft gefragt, warum das so ist.
00:23:19: Aber das Licht ist so, der Strom dahinter ist so, ja, so still und einfach so da.
00:23:25: Und das Wasser, das läuft, das nimmt man wahrscheinlich mehr wahr an der Stelle.
00:23:30: Aber das sind so Themen auch in einem Bürogebäude.
00:23:33: Es brennt abends irgendwo das Licht in allen möglichen Büros.
00:23:37: Aber es läuft im Regelfall nicht der Wasserhahn irgendwo in den Waschräumen oder so.
00:23:43: Also, da gibt es auch Bereiche, wo wir, glaube ich, auch nochmal anders sensibilisieren müssen
00:23:47: dafür, dass da eine Ressource einfach aus der Leitung läuft praktisch und überhaupt
00:23:53: kein Nutzen mehr hat in dem Moment.
00:23:55: Einfach nur kostet.
00:23:56: Ich kann Ihnen von einem guten Beispiel erzählen, ein großer deutscher Paketversender mit einer
00:24:06: französischen Mutter, jetzt muss man es beide wissen, hat in seinen circa 100 Standorten,
00:24:15: die die haben, also die Verteilzentren, haben wir die Möglichkeit, das Facility Management
00:24:22: zu machen.
00:24:23: Beziehungsweise, man hat dann ein Angebot machen dazu und dann haben wir so ganz provokativen
00:24:29: Angebot gemacht und haben gesagt, ja, wir würden das gerne tun.
00:24:33: Aber ihr müsst uns die Dächer zur Verfügung stellen.
00:24:36: Und haben die gesagt, was hat Facility Management mit Dächern zu tun?
00:24:40: Ach, nix, weil wir sind auch so ein bisschen Energieaffin und wir würden die gerne nehmen.
00:24:44: Nee, nee, haben wir schon Studien gemacht.
00:24:46: Das lohnt sich da gar nicht, irgendwas auf die Dächer drauf zu legen.
00:24:49: Also, wir haben das ja ausgerechnet, das bringt alles nichts.
00:24:51: Ja, sage ich, Sie haben dann aber nicht alles ausgeschöpft.
00:24:54: Wir können ja an den Energiemarkt rangehen und das, was als Überschussstrom da ist,
00:24:59: verkaufen wir ja auch.
00:25:00: Das tun Sie nicht.
00:25:01: Sie müssen einfach nur blanke einspeisen.
00:25:03: Ja, ja, aber das lohnt sich alles nicht.
00:25:05: Ich sage, lassen Sie uns doch die Möglichkeit, das zu tun.
00:25:07: Ja, okay.
00:25:08: Und so gesagt, wir haben mal so.
00:25:09: Dann haben wir ein Angebot gelegt für das Facility Management und dann sah das Angebot
00:25:12: folgendermaßen aus, nur damit man mal ein gewisses Gefühl kriegt.
00:25:16: Wir haben gesagt, wir werden für Sie jetzt in den nächsten fünf Jahren das Facility
00:25:21: Management erbringen.
00:25:22: Und wenn Sie uns die Dächer überlassen, kostenfrei, dann würden wir gerne die Investition komplett
00:25:30: für die Dächer auch aufnehmen, also mit Verstärkung, alles, was notwendig ist.
00:25:35: Wir bringen die Fotofall-Teilenlage rein, bringen die in die Haus rein, also sprechen
00:25:40: Ihre Hubs, in Ihre Verteilhubs und dann würden Sie für das Facility Management noch 22.000
00:25:48: Euro im Monat kriegen, damit wir Ihre Leistung für das Facility Management auch machen dürfen.
00:25:54: Und dann haben die völlig verwirrt geguckt und haben gesagt, Moment, was ist das für
00:25:58: ein Angebot?
00:25:59: Warum kriegen wir Geld von Ihnen, wenn Sie eine Leistung erbringen?
00:26:02: Das ist jetzt was ganz Neues.
00:26:04: Dann haben wir gesagt, ganz einfach, weil wir uns aus den Einspeisen und von den Stromen
00:26:09: einfach amortisieren und wir haben mal grob gesprochen über 2,5 Millionen Jahresleistungen,
00:26:14: die da drin stecken.
00:26:15: Das war irgendwie völlig unverständlich.
00:26:18: Der Einkäufer hat dann Abgewiegelung gesagt, nee, mit so einem Modell kann ich nicht klarkommen,
00:26:21: aus dem kann ich das nicht wechnen und ich weiß noch nicht, ob das billig ist oder was
00:26:24: auch immer.
00:26:25: Nee, das lehnen wir ab an der Stelle.
00:26:27: Und haben gesagt, ja, okay, wir haben nur das Angebot dazu gemacht.
00:26:31: Es hat allerdings für eine, ich sag mal, sehr, sehr gute Diskussion da auch geführt, weil
00:26:36: die Frage nämlich der Effizienzen, denn das lag noch mittag drin.
00:26:40: Wir hatten noch ein paar Effizienzbausteine noch eingebaut, um den Strom als solchen auch
00:26:44: effizient nutzen zu können.
00:26:45: Und wir hätten sogar noch in diesem ganzen Drill hätten wir denen auch noch Ladestationen
00:26:51: für ihre Geladefahrzeuge oder E-Fahrzeuge zur Verfügung gestellt.
00:26:57: Das war auch noch mit dem Paket drin.
00:26:58: Aber Sie sehen, wie seltsam doch manche dann mit solchen Themen umgehen und sagen, okay,
00:27:05: das verstehe ich jetzt nicht.
00:27:06: Ich meine, wir hätten ja Licht ins Dunkel gebracht.
00:27:08: Das wäre ja gar nicht das Thema gewesen.
00:27:10: Aber es war einfach in dem Moment, passt das nicht in diese Einkaufsstruktur rein und
00:27:15: da haben wir uns gelassen.
00:27:16: Ganz einfach.
00:27:17: Es zeigt ja am Ende, dass wir in vielen Bereichen einfach auch in völlig anderen Geschäftsmodellen
00:27:23: und auch in anderen Formen der Zusammenarbeit denken müssen in Zukunft.
00:27:26: Ja.
00:27:27: Und die Frage, wer also man ist ja dann gar nicht mehr so richtig Dienstleister, sondern
00:27:33: eher Partner in einer gewissen Art und Weise in so einem Projekt.
00:27:37: Und das ist natürlich mit einem normalen Einkäufer denken möglicherweise nicht ganz kompatibel.
00:27:42: Also das, das sprengt dann, das sprengt dann den Rahmen.
00:27:46: Aber es ist exemplarisch für etwas, was wir an vielen Stellen tun müssen.
00:27:50: Wir müssen einfach komplett diese alten Denkmuster aufbrechen und eigentlich die Frage in den
00:27:55: Mittelpunkt stellen, was brauchen wir denn für die Zukunft gesellschaftlich und unternehmerisch?
00:28:00: Also wir brauchen da Energie, wir brauchen eine gute Energieversorgung.
00:28:03: Die Spielregeln von gestern funktionieren nicht mehr so richtig.
00:28:07: Es gibt aber andere Alternative, wenn wir bereit sind, aus diesen alten Mustern auszubrechen
00:28:12: und uns da neu aufzustellen.
00:28:14: Christian, für mich ist es so schwer zu verstehen, warum das überhaupt so große neue Denkmuster
00:28:19: sind.
00:28:20: Wenn ich jetzt an das Beispiel von meinen Schwaden denke, dass ich meine, ich spreche
00:28:22: jetzt mal runter meine Dachfläche, vermiete, dass da einer PV drauf knallt.
00:28:28: Dafür würde der mir eigentlich eine Miete bezahlen.
00:28:32: Jetzt wird das verrechnet mit einer FM-Leistung und da kommt ein Betrag raus.
00:28:36: Also das ist ja im Prinzip so ein bisschen, ich kaufe mir einen Neuwagen und errechne
00:28:39: meinen Gebrauchten dagegen.
00:28:40: So, das Delta.
00:28:41: Das könnte der mir aber auch einzeln ausweisen und sagen, so und so viel Miete kriege ich
00:28:45: für mein Dach.
00:28:46: Wenn ich die, ich müsste jetzt lügen, welche Autobahn es ist, ist es die A7, die A9 oder
00:28:50: die A3.
00:28:51: Also eine, wenn ich nach München runterfahre, also in Süden runterfahre, haben wir diese
00:28:55: ganzen Energiebauern rechts und links, die ihre Felder ungewidmet haben in PV-Flächen.
00:29:01: Das ist ja nichts anderes, nur dass jetzt ein Industriebetrieb und Gewerbebetrieb die
00:29:07: Flächen in der Regel irgendwie 20, 30 Meter weit erhöht, was ja so gar häufig von Vorteil
00:29:12: ist, was für Schattungsthematiken und Co.
00:29:14: Also für mich nicht nachvollziehbar, dass man sagt, das ist für mich ein schwieriges
00:29:24: Dankmodell.
00:29:25: Also das ist einfach nur eine weitere Vermietungsfläche.
00:29:28: Nur dass da halt jetzt zufällig jemand PV drauf
00:29:31: macht und das entsprechend dann auch noch einen entsprechenden Beitrag zu unserem Energiemix
00:29:38: hat. Also für mich, ob da jetzt eine kleine Windkraftanlage drauf ist oder eine Solaranlage
00:29:43: oder was auch immer, das ist für mich wie die Thematik mit den tubinenden Tunneln, wo wir
00:29:50: eh mal Zugluft haben und dann entsprechend die Tubinen nutzen können. Das sind ja eigentlich
00:29:54: alles Side Effects, die ich nutzen muss. An dieser Stelle ein kurzer Hinweis in eigener Sache für
00:30:10: diejenigen unter unseren Zuhörern, die sich gerade in ihrem eigenen Unternehmen mit relevanten
00:30:15: Zukunftsfragen befassen und die deren Ausgestaltung und die Umsetzung von Lösungen beschleunigt und
00:30:22: der Ergebnis orientiert für den Erfolg vorantreiben wollen. Sprechen Sie gern Martin Ferger für Themen
00:30:28: zu Lean, BIM, Digitalisierung und Prozessoptimierung über www.ferger-conculting.de und mich Christian
00:30:38: Hark zu strategischer Transformation, Strategieführung und Sparring for Top-Entscheider über www.christianhark.de
00:30:47: an. Im Rahmen dieses Podcasts, aber auch darüber hinaus, tragen wir gern als Speaker in Präsenz
00:30:53: oder online zur Inspiration ihres Publikums im Rahmen ihrer Veranstaltungen bei. So oder
00:30:59: so freuen wir uns auf und überregen Austausch mit Ihnen und euch. Nehmen Sie, nehmt einfach Kontakt zu uns auf.
00:31:06: Also aber es zeigt, dass eben auch das alte Denken neuen Lösungen oft im Wege steht und ich glaube,
00:31:20: wenn man schon aus dieser Folge heute was mitnehmen kann, wäre das für mich schon mal ein Key-Take-Away
00:31:25: zu sagen, wir müssen da komplett offen sein, was diese Dinge angeht und Unternehmen Strukturen
00:31:33: schaffen, die erlauben, dass wir mal, Martin wie du auch mal gerne sagst, Out of the Box denken
00:31:39: an der Stelle und sagen, ich habe als Einkäufer vielleicht die Möglichkeit, über irgendwelche
00:31:44: Kanäle auch in großen Konzernen Wege zu gehen, Vorstände mit an den Tisch zu kriegen in solchen
00:31:50: Themen und andere Entscheidungs- und Lösungsmöglichkeiten zu ermöglichen. Das ist jetzt ja Nummer
00:31:55: ein Beispiel aus dem Thema Energie. Ich bin mir sicher, wenn wir das Thema klassisches Bauen
00:31:59: einsprechen, dann werden wir noch viele weitere solche Themen. Christian, wir haben vor,
00:32:02: es ist jetzt schon länger her, wir haben mit dem Kollegen gesprochen vom Einzelhandelsunternehmen,
00:32:08: Lebensmittelfachmärkte, wo man auch dran denkt, vielleicht kann sie unter unser Lebensmittelmarkt
00:32:13: deutlich besser amortisieren, wenn wir noch zwei, drei Stockwerke Wohnungen obendrauf bauen,
00:32:17: weil die Fläche verbrauchen wir halt eh. Oder können wir über die Parkplätze vielleicht
00:32:22: einen Sonnenschutz bauen, weil den brauchen wir eh mittlerweile, weil du im August sonst zerflossen
00:32:28: bist, wenn du mit, wenn du dir eine geforene Lebensmittel gekauft hast und das bis zum Auto
00:32:32: bringt und dann klatschen wir auf den Sonnenschutz noch obendrauf pfohrenlangen. Also die, sagen
00:32:39: wir mal, zukunftsorientierte Flächennutzung bei vertischten Lebensräumen macht ja total Sinn.
00:32:45: Ich würde gerne nochmal auf, ja auch dein herzliches Thema Martin Digitalisierung kommen und auf
00:32:53: das Thema Facility Management kommen und da nochmal versuchen, die Dinge hier auch zusammen zu
00:32:57: binden. Ich glaube, dass ja wenn ich, wenn ich ja baue und also plane und Zukunft plane und
00:33:06: überlege, wie kann mein Gebäude aussehen, wie kann mein Gebäude betrieben werden, wie kann
00:33:12: mein Gebäude versorgt werden, dann brauche ich wahrscheinlich und wie können am Ende die Netze,
00:33:18: da waren wir schon intelligent gesteuert werden, dann muss ich wahrscheinlich auch digital ganz
00:33:22: anders denken und auch mit den Daten, die erzeugt werden oder vorhanden sind, ganz anders
00:33:27: umgehen. Da würde mich mal interessieren Herr Schwan, wie da im Moment so der Stand ihrer
00:33:33: Überlegungen und aber auch der Stand der Kundenüberlegungen auf der anderen Seite ist. Wie weit
00:33:38: sind wir da auf beiden Seiten des Tisches? Wenn schon das Thema von eben erzeiht, dass man vielleicht
00:33:46: im Moment noch nicht ganz auf einer gedanklichen Höhe ist mit den. Ja, ja, also das ist, es ist
00:33:53: sehr interessant, weil wir hatten die Diskussion letzte Woche auf der Geffmattagung und ich war selber
00:33:58: auch auf dem Podium. Ich will Ihnen mal ein Beispiel als, also grundsätzlich glaube ich, ist technisch
00:34:04: heute sehr viel machbar und wir machen auch sehr, sehr viel auch digital. Also das Thema IoT,
00:34:08: alles das, was wir an Sensorik einbringen können, das Thema zählen, also messen, ist ein ganz,
00:34:18: ganz wichtiges Thema, was uns aber immer wieder reinspringt und das ist teilweise auch mittlerweile
00:34:24: lästig geworden, nicht nur lästig, sondern auch überhaupt nicht mehr verständlich. Jedes Mal wird
00:34:32: mit der Datenschutzgrundverordnung wirknein und die Daten darf ich nicht aufnehmen. Ich will
00:34:36: Ihnen mal ein nettes Beispiel erzählen, vielleicht ein kleiner Slapstick, wie man es dann eben halt
00:34:41: nicht kann oder tun sollte. Wir haben eine größere deutsche Stadt gehabt, da war das Landgericht,
00:34:47: da hatten wir einen Auftrag zum sogenannten Einsparcontracting, das ist eigentlich nichts
00:34:51: anderes, dass wir eine Einsparung versprechen, eine Investition versprechen und der Gunde die
00:34:55: Reamortisation aus diesen beiden Faktoren von uns garantiert kriegt. Also eigentlich ein Spiel,
00:35:02: was relativ simpel ist. Dieses Landgericht war halt, ich sag mal nicht ganz so effizient und wir
00:35:08: hatten uns in vielen, vielen kleinen Punkten, hatten uns überlegt, wie wir das machen wollten.
00:35:12: Dann haben wir einen neuen Hersteller, mit denen wir auch sehr viel zusammenarbeiten, die haben
00:35:17: intelligente Thermostatköpfe. Jetzt denken wir, was ist denn an einem Thermostatkopf intelligent?
00:35:24: Ja, der ist neben seiner Möglichkeit, dass der nicht nur Sensorik für Temperatur drin hat,
00:35:29: hat er auch eine Sensorik für Anwesenheit, der hat eine Sensorik für Feuchte, der hat gewisse
00:35:35: andere Sensoriken, auch die wir auslesen können und die wir weiter verarbeiten können. Die können
00:35:41: wir auch miteinander logisch verknüpfen. In diesem sogenannten Landgericht sind natürlich
00:35:47: naturgemäß Juristen und diese Juristen fanden dann heraus, dass diese Köpfe eben halt Präsenzmeldungen
00:35:57: machen. So, diese Präsenzmeldungen haben wir aber völlig namenlos, haben wir die natürlich genutzt.
00:36:03: Wir haben die mit den Räumen genommen. Nachteil an dieser Geschichte ist, jeder Person ist ein Raum
00:36:08: zugeordnet und dieser Raum, der zugeordnet war, durfte natürlich, das wollte keiner von denen haben,
00:36:15: dass man wusste, ob man in diesem Raum ist oder nicht und hat uns am Ende des Tages eigentlich
00:36:21: dazu geführt, dass über die entsprechenden Räte, die Personalräte, uns dann auch bis hin zu der
00:36:29: Führung, und das war ja in dem Moment das Land selber, Landbahn Württemberg, uns dann untersagt wurde,
00:36:37: diese Köpfe einzubauen, obwohl das eine unserer großen Einsparpunkte war, weil wir haben gesagt,
00:36:42: wenn keiner da ist, müssen wir nicht heizen. Aber es wollte keiner so transparent sein, obwohl wir
00:36:47: es niemals veröffentlicht hätten. Und was das schlimme an der Situation ist, uns wurde direkt und
00:36:52: unmittelbar unterstellt, dass wir diese Daten dafür nutzen für was anderes zu tun, nämlich
00:36:57: unter Umständen Leute anzusperrten, dass sie heute nicht da gewesen sind. Das war überhaupt gar nicht
00:37:02: unsere Absicht. Ganz im Gegenteil, wir sind Energiemanager und nicht irgendwelche Leute, die dafür
00:37:07: Sorge tragen, ob die ihren Lohn jetzt kriegen sollen oder nicht kriegen sollen. Aber diese Angst,
00:37:12: und da habe ich gesagt, eigentlich ist das eine absolute Unverschämtheit, was ihr jetzt sagt,
00:37:16: ihr unterstellt uns jetzt schon im Vorhinein, dass wir diese Daten missbrauchen würden. Das so
00:37:21: endlich, jetzt würden sie in den Laden reingehen und ihnen wird automatisch unterstellt, dass sie das
00:37:25: Zeugs, was da drin ist, klauen werden. Deshalb dürfen sie das gar nicht in den Laden rein. Das ist
00:37:30: doch pervers. Es ist die typische deutsche Verrate Disziplin. Wir haben eine Lösung und der
00:37:37: Deutsche hat gleich drei Probleme, die dazu haben. Das ist genau unser deutsches Problem. Ich würde
00:37:43: sagen, wir schaffen auch alle Bedarfsampeln ab, weil ich fühle mich schon ein bisschen persönlich
00:37:48: eingeschränkt, wenn ich der Ampel sage, dass ich jetzt vor hier stehe und deswegen den grünen
00:37:52: Menace hätte. Genau, das kann ja auch passieren. Es zieht sich ja durch und deshalb ist es auch
00:37:59: ein glaub ich ein Thema, was wir wirklich insgesamt ja auch angehen müssen. Ich habe jetzt gerade auch
00:38:04: bei einer Veranstaltung mit dem Professor König von der Ruhr Uni gesprochen, der sich mit dem Thema
00:38:09: KI sehr intensiv beschäftigt und da brauchen wir Daten, Trainingsdaten, alles so. Und er sagt,
00:38:15: war gerade in China und er sagt, die erfassen natürlich alles und jedes, zum Beispiel Baustellen,
00:38:20: Sicherheit, Bewegungen von Personen. Und in Deutschland ist das halt nur dann möglich, wenn diese Daten
00:38:27: nur in dem Erfassungsgerät gespeichert werden. Dann gibt es da eine Möglichkeit, dann ist das
00:38:31: Datenschutzkonform, wenn ihr also anonymisiert, anonym in dem Gerät verbleiben und nicht
00:38:37: weitergeleitet werden. Also man kann Geräte bauen, die praktisch vor Ort diese Funktion erfüllen,
00:38:42: die Daten dürfen aber praktisch das Gerät nicht verlassen. Das ist eine Möglichkeit,
00:38:47: das ist aber natürlich ein bisschen schwierig auch. Also wir haben damit begrenzte Lösungsmöglichkeiten,
00:38:54: aber eben darüber hinaus nicht. Und er sagt auch, wenn wir Trainingsdaten brauchen von Baustellen,
00:39:00: ist es in Deutschland eben ein Datenschutzproblem. Und wenn ich mit Bauunternehmen rede, dann ist
00:39:05: das eigentlich das Kernthema nicht, dass die kein Interesse haben und nicht kooperieren wollen,
00:39:09: sondern dass wir dieses Datenschutzthema nicht so richtig gut gelöst kriegen oder am Ende da
00:39:14: wieder drei Juristen sitzen, die dann doch die fünf Probleme dazu finden, die es geben könnte.
00:39:18: Und da muss man natürlich insgesamt aufpassen, dass nicht irgendwann andere Nationen, die da
00:39:24: anders mit umgehen, mit ihren Lösungen, uns die Märkte wegnehmen. Also das ist jetzt vielleicht
00:39:30: etwas zu kurz in der Darstellung, aber das ist ja das, was passieren wird. Also wir haben am
00:39:34: Ende die totale Datensicherheit, aber haben keine Lösungen und andere kommen dann irgendwann
00:39:38: mit der Lösung trotz unserer Datensicherheit und da wird es irgendwo ein Umweg geben. Also das
00:39:43: ist ein Riesenthema. Aber wenn man jetzt mal in dieses Facility Management, das hat ja das Problem
00:39:48: im Grunde eingebaut. Ich will mit den Daten, die da sind, intelligenter umgehen. Ich will
00:39:52: Steuerungen vornehmen. Auf der anderen Seite ist natürlich klar, solange ich keine total
00:39:57: anonymisierten Büros habe und gar nicht weiß, wer in dem Gebäude arbeitet und sich bewegt,
00:40:03: werde ich immer zu Ordnung vornehmen können. Ich werde immer feststellen können, wer ist da
00:40:07: und wie und was. Also da werden wir ja auch Brücken bauen müssen über den Datenschutz hinweg oder
00:40:15: um den Datenschutz herum oder durch ihn hindurch, dass wir uns da nicht abkoppeln von der Lösung,
00:40:22: von Problemen, die wir ja tatsächlich haben. Also ich meine noch in dem Fall, was ich eben erklärt
00:40:27: habe. Wir haben uns ganz klar committed dazu und wir haben auch so abgegrenzt, dass die Daten von
00:40:32: keinem erreichbar waren, außer von uns für die Auswertung und dann natürlich auch durchaus
00:40:38: KIs hinten drauf zu setzen, um damit dann eine Optimierung aufwohrt zu nehmen. All diese
00:40:43: ganzen Dinge dazu haben wir uns ja committed. Das ist doch klar, das ist auch für uns überhaupt
00:40:48: gar keine Frage. Aber warum wird es von vorne her rein denn eingeschränkt, weil man nur die
00:40:53: Vermutung haben könnte, dass es so ist. Das ist ja das, was man da kaputt macht.
00:40:59: Es ist das, manche, was du auch gesagt hast, wenn wir das konsequent weiter denken, der Moment,
00:41:02: in dem ich mich ins Auto setze, dann würde man mir unterstellen, ich will die Geschwindigkeit
00:41:06: übertreten oder ich will immer überfahren, egal was ich tue. Also dann sind wir eigentlich am
00:41:13: Ende. Also wenn wir dem anderen nur immer in Anfangszeichen das Verbrechen unterstellen wollen
00:41:19: oder die kriminelle Absicht unterstellen wollen, dann werden wir gar nichts mehr lösen in diesem
00:41:23: Land. Also wir müssen doch umgekehrt vorgehen und sagen, wir regeln das gerne, Herr Schwahn,
00:41:27: mit Ihnen, wie das mit den Daten ist. Und wenn Sie sich nicht dran halten, dann haben wir ein
00:41:31: Problem. Das ist der normale Rechtsstaat. Aber zu sagen, ich unterstelle das mal per se, dass
00:41:39: damit schlechte Dinge gemacht werden, einfach weil sie da sind, das wird uns zu Problemen führen.
00:41:45: Also wie kommen wir denn im Moment praktisch weiter? Was ist denn im Moment, also ich glaube,
00:41:52: das wäre ja schlimm, wenn jetzt alle Facilities, die Manager sagen, wir stellen unser Geschäftsmodell ein,
00:41:57: weil wir sind am Ende der Fahnenstange, wir bleiben bei den Termostaten, die ich per Hand verstelle
00:42:01: und bei den Steuerungen und... Also das ist ja nicht der Fall. Also wir können ja von Glück
00:42:09: sagen, dass es ganz, ganz viele gibt, die auch diesen Weg mitgehen und auch anders mitgehen. Und ich
00:42:14: sage mal, Gott sei Dank ist es eher die Ausnahme, mit der wir dazu kämpfen haben. Aber wir brauchen
00:42:20: und Facility Management ist ja einer der Disziplinen, die am Betrieb oder im Betrieb ja diese Daten
00:42:26: auch sammeln, wer sonst. Und wir tun das schon in vielerlei Hinsicht, diese Daten zu sammeln,
00:42:32: um dann damit auch ganz andere Behilptmodelle aufzusetzen. Also neben der energetischen Seite
00:42:38: natürlich auch die Optimierung des Betriebs als solches. Und das glaube ich, sind auch
00:42:42: Effizienzen, die sind nicht zu verachten. Und neben der Energieseite übrigens auch in Kombination
00:42:50: mit Beidem. Das kommt ja noch dazu. Also unheimlich starke Wirtschafts, ich sage mal,
00:42:57: oder Wirtschaftlichkeits-KPI, mit denen wir wirklich auch den Betrieb als solches deutlich
00:43:02: günstiger machen können. Unser Problem ist sehr häufig und das ist auch das, was ich
00:43:07: damals auf dem Podium gesagt habe. Die Kunden müssen bereit sein, dass wir, wenn wir Investitionen
00:43:15: mit in dieses Gebäude einbringen, sprich ob das spezielle Sensorik ist, Auswertungen,
00:43:21: was weiß ich, irgendwelche Intelligenzen, die wir dahinter setzen, dass man auch dann
00:43:26: bereit ist, die Verträge nicht nur über zwei oder drei Jahre zu halten, sondern auch zu
00:43:31: sagen, okay, wir gehen dann in eine Partnerschaft von fünf bis acht Jahren ein, damit wir überhaupt
00:43:35: die Möglichkeit kriegen, genau diese Effizienz mit einer Kostenerleichterung amortisieren
00:43:41: zu können für den Kunden. Und das glaube ich, was dann danach passiert, ja für ihn dann
00:43:46: eine freie Geschichte ist und er kann jeden weiter und wieder einsetzen, aber damit dann
00:43:50: eben halt einen ersten Trigger zu schaffen, damit diese Effizienzen auch wirklich mal
00:43:55: gehoben werden können. Und das ist auch etwas, was uns im Moment noch Probleme bereitet,
00:44:00: weil nicht viele Kunden dazu bereit sind, die sagen, okay, wenn wir das machen wollen,
00:44:03: uns ist das ja egal, die kriegt von uns ein zwei-Jahres-Vertrag, guckt, da ist was hingekriegt.
00:44:07: Da sagen wir natürlich, nein, machen wir nicht, weil dann werden wir auf der alten Rolle
00:44:11: weiterarbeiten. Das ist dann auch nicht das, was wir als Innovation grundsätzlich im Betrieb
00:44:16: vorstellen, logischerweise. Ja, aber ich denke mal, da sind auch, da denkt man anders mittlerweile,
00:44:23: man denkt umgekehrt. Da muss auch ein bisschen, ich glaube, nochmal Zeit ins Land gehen und
00:44:30: der Kostendruck muss groß werden und eins ist auch klar, wir sehen das, gerade was Fachkräfte
00:44:35: anbelangt, wir müssen in Effizienzen kommen, denn wir werden es mit den Leuten, die wir heute
00:44:40: haben, einfach nicht mehr abfahren können. Und wir müssen heute schon und unsere Mitbewerber
00:44:46: Aufträge absagen, weil wir nicht auch solchen Ressourcen haben. Also wenn wir nicht in die
00:44:50: Effizienz reinkommen, wenn diese Leistungen nicht mehr bedient werden können. Ich höre
00:44:56: dazu gerne noch, weil es ja auch gerade aufkam, Effizienzen, Daten. An der Stelle finde ich
00:45:03: es auch nochmal wichtig, um bei uns diesen Kick auch zum Bau zu kriegen. Genau diejenigen,
00:45:08: die später solche Auswertungen fahren, die den Gebäudebetrieb des Facility Management
00:45:12: optimieren, die sollten wir übrigens auch versuchen, für das nächste Projekt in der
00:45:17: Planung an den Tisch zu bekommen, um zu sagen, wie könnten wir denn ein Gebäude optimal
00:45:22: zuschneiden, planen, damit auf Basis eurer Erfahrung, die dann auch Daten basiert ist,
00:45:29: so Database Planning, sagen, okay, weißt du was, wir haben rausgefunden, also ihr braucht
00:45:35: eigentlich einen Aufenthaltsraum weniger oder ihr braucht vielleicht Büroflächen weniger
00:45:41: oder es täte auch einen Versorgungsraum an der Stelle oder was ist sicher was, weil wir
00:45:46: festgestellt haben, dass Nutzungsarten so unterschiedlich sind, dass wir teilweise Doppelbelegungen
00:45:52: fahren können. Ich bin jetzt ein bisschen rum, aber egal was daraus kommt, dass nur
00:45:57: hau gehört auch wieder vorne hin bei der Projektentwicklung des nächsten, sag ich mal, Bürogebäudes.
00:46:02: Ja, weil blöd ist, wenn man die Erkenntnisse hat und man nutzt sie vorne nicht für die
00:46:06: Planung, weil sie werden wahrscheinlich auch viele Beispiele haben, wo sie denken, da
00:46:10: wäre anders möglich, wenn es Gebäude auch anders aussieht.
00:46:13: Absolut, absolut. Also wir wären, mir wäre das auch sehr lieb, wir haben schon mittlerweile
00:46:19: auch Ansätze, wo wir die Facility Management Planung, also das Konzept zum Facility Management
00:46:26: mit dem Bau schon integrieren. Also das gibt es tatsächlich schon, wir haben auch aktuell
00:46:33: glaube ich sogar drei, ne vier große Projekte, die jetzt schon in dieser Umsetzung zusammen
00:46:40: mit den Planungen fürs neue Gebäude integriert werden. Was ich für unheimlich spannend finde
00:46:48: und auch vor allen Dingen die Erkenntnisse, übrigens auf beiden Seiten muss man dazu
00:46:52: sagen, weil hier auch so Ansätze schon direkt zum Tragen kommen, wir haben ja auch so Dinge
00:46:58: auch, wo wir wieder Teilabrisse vornehmen, wo wir dann, was weiß ich, Umbauten wieder
00:47:03: vornehmen, was normal ist. Also es ist durchaus möglich, dass Umnutzungen stattfinden, weil
00:47:09: eben halt sich auch beschäftliche Situationen oder Geschäftsmodelle verändert haben und
00:47:14: da kann man aber auch schon sehr, sehr stark vorbeugen, damit man dann eben halt auch hier
00:47:19: eine optimierte Lösung hinbekommt und übrigens auch an der Stelle viele Digitalisierungsthemen
00:47:27: sich gerade dann oder wenn man das eingeführt hat von vornherein viel, viel leichter lösen
00:47:32: lassen. So weit denkt ja in der Regel den Investor nicht, der Investor denkt ja in der
00:47:36: Regel, wenn er es verkauft hat oder beziehungsweise vermietet hat, danach ist es nicht mehr meins
00:47:42: und hier kann man wirklich ganz, ganz viel Synergie noch schaffen. Ich finde solche Ansätze
00:47:46: fantastisch. Also ich glaube, man muss wahrscheinlich schon unterscheiden eben auch, ist es eine
00:47:51: Eigennutzung oder ist es irgendwie eben halt nur der Investor und der Vertrieb dann das
00:47:56: Gebäude. Also da ist das wahrscheinlich alles nicht so ganz schwarz-weiß, aber ich glaube
00:48:01: der Grundgedanke, dass wir, wenn wir Ressourceneffizienter überhaupt wirtschaften wollen, da meine ich
00:48:07: auch Energie, da meine ich aber auch Rohstoffe, Baustoffe, da meine ich auch den Menschen mit
00:48:14: an der Stelle. Also diese knappen Güter, die wir haben, wenn wir denen eine gute Arbeitsumgebung
00:48:22: geben wollen, wenn wir die so gestalten wollen, dass sie eben auch ressourceneffizient gestaltet
00:48:27: ist, dann müssen Martin, so wie du das auch sagst, alle Beteiligten früher einen Tisch
00:48:32: und da müssen wir eben auch da, das ist eigentlich der zweite Punkt, den wir, der den Punkt vorhin
00:48:36: mit den Dächern auch nochmal ergänzt, da müssen auch Kunden anders denken und sagen,
00:48:41: wir holen uns nicht ein Facility Manager oder ein Energiekonzept, wenn wir mit einem fertig
00:48:47: sind, sondern wir planen und entwickeln das gemeinsam, wir überlegen, wie wir auch vielleicht
00:48:53: wirtschaftlich gemeinsam an diese Dinge herangehen. Das Beispiel war ja vorhin sehr einleuchten
00:48:58: mit den Solardächern, weil dafür uns auch ganz andere Möglichkeiten entstehen mit unserer
00:49:04: Immobilie auch wirtschaftlich ganz anders unterwegs zu sein. Und wie das so ist, wahrscheinlich
00:49:09: eignet sich nicht jedes Projekt dafür, aber es wird wahrscheinlich viele geben, die genau
00:49:14: dafür prädestiniert sind und da sollten wir mal anfangen mit diesen Themen in Deutschland
00:49:20: und ich wünsche mir immer so Leuchtturmprojekte, wo man sagen kann, Mensch, guck mal, da funktioniert
00:49:25: das schon, gibt es sowas schon, haben sie sowas schon gesehen, selber entwickelt oder ist das
00:49:31: noch ein Traum und eine Vision?
00:49:32: Nein, dann ist es wirklich in der Tat so, wir haben das sogar sehr früh schon begonnen,
00:49:37: wir haben vor etwa 12 oder 14 Jahren unser erstes Projekt gemacht, wo auch die Ausschreibung
00:49:42: darauf belegt war, dass es nicht nur eine Frage der Baukosten ist, sondern auch der Betriebskosten.
00:49:49: Wir mussten und da hatten wir sogar eine Arbeitsgemeinschaft damals aus einem Bauunternehmen,
00:49:56: ein Elektro-Unternehmen und wir hatten dann das Konzept auch für FM gemacht und die technische
00:50:02: Gebäudeausrüstung und da war es in der Tat schon so, dass wir sogar Garantien abgeben
00:50:09: mussten für die Betriebskosten, das heißt also, das wurde mit im Auftrag mitverhandelt
00:50:16: und die Betriebskosten wurden oder die Betriebskostengrenze, so haben wir es genannt, durfte dann
00:50:23: gewisses, ja, gewissen, gewisses Budget nicht überschreiten und da haben wir das schon gemacht
00:50:30: und das war übrigens 40 Prozent der Auslobung, also 40 Prozent waren die späteren Betriebskosten,
00:50:38: die dann draufgingen, inklusive der Energiekosten, also wir mussten die Garantien auch dann für
00:50:45: die Energiekosten aussprechen.
00:50:48: Wenn wir jetzt mal nach vorne schauen, würde mich noch mal einerseits interessieren, was
00:50:55: ist Ihre Vision für die nächsten Jahre?
00:50:57: Ich glaube ein paar Punkte haben wir schon, ja, tangiert hier.
00:51:02: Was ist die Vision für die nächsten Jahre, was so das Thema Energie und Energiekonzepte
00:51:08: Nachhaltigkeit angeht und was wäre ein guter Ratschlag für Unternehmer, wenn die sagen,
00:51:16: die Themen stehen für uns bevor, wir müssen uns damit mal beschäftigen, aber wir wissen
00:51:20: gar nicht so richtig, wo wir anfangen sollen.
00:51:22: Also erstens würde ich mir auch innerhalb der Gesellschaft eine deutlich größere Offenheit
00:51:33: auch für neue Ansätze und nicht für die alteingefahrenen Mäge wünschen.
00:51:39: Die Gesellschaft ist ja schnell polarisiert und das haben wir ja im Moment spüren, wenn
00:51:44: das wieder sehr, sehr stark, Energiepreise steigen und ich habe ja selber auch im Freundeskreis
00:51:49: ja, warum machen wir keine Gaslösung, das ist eine Utopie, dass wir da klimaneutral
00:51:54: werden, das kann nie funktionieren.
00:51:56: Das sind ja alles Dinge, die werden entweder über die sozialen Medien, Medien werden,
00:52:00: die ja komplett befeuert.
00:52:01: Aber hier einfach mal eine größere Offenheit, auch eine Technologieoffenheit zu haben.
00:52:06: Ich glaube, dass das für Deutschland eine große Chance ist, auch so eine Art Exportschlager
00:52:11: zu sein, dass wir eben mal in der Lage sind, auch wirklich, und das meine ich in der Tat
00:52:16: so, wirkliche Klimaneutralität zu verkaufen.
00:52:19: Und das geht auch, das ist möglich und es ist sogar wirtschaftlich möglich.
00:52:24: Und diese Offenheit würde ich mir gerne in der Gesellschaft mehr wünschen und das wäre
00:52:30: etwas, wo auch, ich sag mal, wir innerhalb der Parteien einfach einen Konsens schaffen
00:52:36: müssen.
00:52:37: Wir müssen einen Konsens schaffen, dass das unser allgemeines Ziel ist, genau eine Gesellschaft
00:52:43: auf eine Klimaneutralität hinzubringen.
00:52:45: Und ich bin jetzt wirklich, ich selber, und das sage ich jetzt hier ganz offen in dem
00:52:49: Podcast, ich bin ein christlich-demokratischer Unionler.
00:52:53: Das heißt also, ich bin jetzt eher ein bisschen konservative, aber trotzdem stehe ich für
00:52:58: eine Nachhaltigkeit, weil ich nicht mehr an eine, ich glaube nicht mehr an die Verbrauchswirtschaft,
00:53:03: ich glaube an eine Kreislaufwirtschaft.
00:53:06: Wir müssen es schaffen, stärker und stärker immer wieder in das Thema einzutreten, können
00:53:11: wir die Dinge wieder verwenden, können wir sie da, wenn sie verbraucht sind, wieder neu
00:53:15: und aufarbeiten und all diese ganz mingeren Zeichen.
00:53:18: Das ist der Wunsch, den ich dazu hätte.
00:53:21: Der zweite Punkt ist, dass wir es auch schaffen, dieses Thema Energie neben dem, was im Bauen
00:53:33: so abgeht, auch als ein der zentralen Punkte mit in unsere Architektur, in unsere gesamte
00:53:41: Geometrie mit einzubringen.
00:53:42: Heute habe ich leider noch immer zu viele Menschen, was ich nicht schlecht finde, im
00:53:49: Gottesnamen, so ein Gebäude muss ja auch gut aussehen, Gott behüte, aber ich muss für
00:53:54: gewisse Gebäude, darf es gut aussehen, für andere Gebäude muss es eben halt wirtschaftlich
00:54:00: und wohnbar sein.
00:54:02: Aber da muss nicht immer das Wunderbarste dranhängen.
00:54:05: Individualität schätze ich sehr, aber ich schätze auch sehr, sehr, wenn man in eine
00:54:11: Standardisierung auch von vielen Dingen übergeht.
00:54:14: Und das muss im Bauen wieder ein Thema werden, wo wir sagen, wir gehen wirklich mit Standard-Elementen
00:54:20: an diese Dinge ran und nicht jedes Mal in diesen Individualismus.
00:54:24: Das würde ich mir auch sehr wünschen und gerade von den Menschen, die heute genau
00:54:29: solche Projekte oder Gebäude entwickeln, dass genau dieser Ansatz da ist, dann, glaube
00:54:36: ich, wären wir auf einem sehr, sehr guten Weg.
00:54:38: Christian, ich finde, das Gespräch hat auch noch mal gezeigt, dass man das Thema Energieversorgung,
00:54:45: Energiewende ist schon mittlerweile ja so ein Begriff, der irgendwie schon so einen negativen
00:54:49: Touch bekommen hat in den letzten Wochen und Monaten.
00:54:51: Aber dieses ganze Thema Transformation der Energieversorgung in Deutschland, auch finde
00:54:57: ich faktenbasiert, konzeptbasiert und ideologiefrei lösen und diskutieren kann und sollte.
00:55:03: Also ich finde, es ist kein Thema, wo das jetzt abhängig davon ist, ob man jetzt der
00:55:07: einen oder der anderen Partei zugewandt ist.
00:55:09: Weil es gibt, glaube ich, sowohl wirtschaftlich, aber auch natürlich auch aus, sagen wir mal,
00:55:14: Verantwortungsgesichtspunkten klare Argumente dafür, dass man in den Transformationsprozess
00:55:18: einsteigen muss.
00:55:19: Ich pfleg's immer wieder den Begriff der Enkelfähigkeit, der war uns hier im Podcast, war gepflegt.
00:55:25: Enkelfähigkeit, das ist so.
00:55:27: Gepflegt wurde.
00:55:28: Ohne, dass man das ideologisch sagt, der eine Energieträger ist der einzig wahre oder der
00:55:33: andere, ich glaube, es kommt auf gute Faktenbasierte von den jeweiligen Expertinnen und Experten,
00:55:41: der arbeitete Konzepte aus und nicht irgendwelche Säue, die durchs Dorf getrieben werden.
00:55:45: Weil ich glaube und da bin ich immer noch der großen Überzeugung trotz aller Nachrichten
00:55:50: in letzter Zeit, dass Deutschland immer noch ein Land der unfassbar guten Erfinder Ingenieurinnen
00:55:56: und Ingenieure ist und ich glaube, wie sieht das auch gesagt haben, man dieses Thema auch
00:56:00: von der Bauseite aus.
00:56:02: Also wie muss ein Gebäude geplant, designt und optimiert sein, damit es energetisch optimal
00:56:08: funktioniert, wie können Infrastrukturen optimal aussehen, um entsprechend eine ideale
00:56:15: Infrastruktur haben.
00:56:16: Ich glaube, da liegt großes Potenzial auch für den Ingenieur- und Wirtschaftsstandort
00:56:20: Deutschland.
00:56:21: Ich sage mal so, es ist ja immer noch so, dass wenn irgendwo schwellenlängere Länder sich
00:56:25: im Infrastrukturbereich weiterentwickeln wollen, werden ja immer noch deutsche große Ingenieurbüros
00:56:30: Beratungsunternehmen angefragt.
00:56:32: Also da haben wir einen Namen, warum nicht auch den Namen in, es wird sein Green Tech genannt,
00:56:36: aber in dem Bereich zukunftsfähige, nachhaltige Energieversorgung, glaube ich, haben wir alle
00:56:43: Verhaushetzung als Land da, eine neue Schlüsselindustrie aufzubauen.
00:56:47: Wenn ich absolut d'accord, also ich freue mich über diese Ausblicke hier, Martin von
00:56:54: dir und Herr Schwahn auch insbesondere dann von Ihnen hier.
00:56:58: Also man kann ja wirklich sagen, das was wir können, sollten wir nicht nur exportieren,
00:57:03: sondern sollten wir auch zu Hause mal anwenden, lösungsoffen, wir sollten wieder mehr Chancen
00:57:08: Sucher sein und ermöglicher als Problemfinder und Kultivierer, also finde ich an der Stelle,
00:57:14: man sieht es ganz deutlich, wir müssen mit diesen traditionellen Wegen hier und da einfach
00:57:20: mal brechen und uns offen an den Tisch setzen und sagen, wo wollen wir hin, was könnte
00:57:24: die Lösung sein und wie können wir da alle beitragen und uns nicht jeweils immer das
00:57:28: schlechte unterstellen.
00:57:29: Also es sind so ganz viele Dinge, die auch in vielen anderen Lebensbereichen sicherlich
00:57:34: richtig und wichtig sind, die aber eben hier auch zum Tragen kommen, wenn wir erfolgreich
00:57:38: da gemeinsam in die Zukunft gehen wollen.
00:57:41: Und das, da so wie beim Thema Enkelfähigkeit Martin jeder der Kinder hat oder Enkelkinder
00:57:45: hat schon, also zu sagen, lasst uns diese Welt da zukunftsoffen und gestaltungsoffen für
00:57:51: die nachvollenden Generationen erhalten und da sind wir die, die weichen stellen können
00:57:55: und das Ruder nochmal ein Stück weit bewegen können dafür.
00:57:58: Also vielen Dank Herr Schwahn für diese sehr wertvollen und zukunftsweisenden Impulse
00:58:03: an der Stelle.
00:58:04: Mit positiver Energie kann man sagen, gehen wir da in die Zukunft und versuchen hier gemeinsam
00:58:12: jedenfalls auch mit dem Podcast immer die schwarzen Zeiten, die dunklen Zeiten weiter
00:58:18: zu verkleinern und die sozusagen energiegeladenen, hellen und lichtdurchfluteten Zeiten zu vergrößern
00:58:24: für uns alle.
00:58:25: Und wenn wir da heute einen kleinen Beitrag geleistet haben mit einander, dann haben wir
00:58:29: glaube ich was Gutes getan.
00:58:30: Vielen Dank.
00:58:31: Vielen Dank an Sie und Euch fürs Zuhören bei Zukunft Bauen, dem Zukunftspodcast für
00:58:41: die Bauindustrie.
00:58:42: Wenn Euch der Podcast gefällt, würden wir uns über eine Bewertung freuen und natürlich
00:58:46: darüber, wenn Ihr den Podcast bei einem Podcast Provider Eures Vertrauens abonniert.
00:58:51: Wir freuen uns auf ein Wiederhören.
00:58:53: Bis bald.
00:58:54: [Musik]