#097 | B-One Berlin - Von Kultur zu Architektur: Einblicke in das Leuchtturmprojekt der Berlin Hyp
Shownotes
Wir sprechen mit Bauherr Sascha Klaus, Vorstandsvorsitzender der Berlin Hyp und Vorstand der LBBW, Julian Weyer, Partner von C.F. Møller Architekten in der Berliner Dependance und Anne Rach, verantwortliche Gersamtprojektleiterin für die Ed. Züblin AG in der Berliner Direktion Nord-Ost, nehmen uns mit in eines der faszinierendsten Bauprojekte in Deutschland. Das Projekt verbindet in einzigartiger Weise die Einbeziehung der Nutzerbedürfnisse, der partnerschaftlichen Projektabwicklung und der nachhaltigen Gesamtausrichtung des Projekts. Wer erfahren möchte, wie es gelingt, ein ikonisches Projekt in perfekter Einpassung in die örtlichen Gegebenheiten zu realisieren, dabei eine DGNB Platin Zertifizierung in der Abbruchphase und später auch für das Gebäude zu erlangen, der erhält einen großartigen Einblick hinter die Kulissen.
Gemeinsam mit unseren Gästen blicken wir hinter die Fassade des B-One – im wörtlichen wie im übertragenen Sinne. In drei aufeinanderfolgenden Gesprächen: Bauherr, Architekt und ausführende Gesamtprojektleitung – ein Perspektivwechsel, der das Projekt in seiner ganzen Komplexität und Tiefe zeigt:
- Sascha Klaus, Vorstandsvorsitzender der Berlin Hyp, der die Entstehung des Projekts aus der Perspektive des Bauherrn schildert und zeigt, wie Kultur und Architektur sich gegenseitig beeinflussen.
- Julian Weyer, Partner im renommierten Architekturbüro CF Møller, der die architektonische Idee und Umsetzung erläutert – von der skandinavischen Handschrift bis zur Fassaden-PV.
- Anne Rach, Gesamtprojektleiterin bei ZÜBLIN, die als Baupartnerin einen spannenden Einblick in Planung, Bauprozess und Herausforderungen der Ausführung und die Philosophie partnerschaftlicher Zusammenarbeit liefert.
Freuen Sie sich auf Insights zur Bedeutung von BIM, zur nachhaltigen Baustelle, zur partizipativen Planung mit Mitarbeitenden, zur Rolle von Atmosphäre und Akustik – und darüber, warum eine Stütze aus Sichtbeton zu einem emotionalen Projektmoment werden kann.
Ein Hörstück über das Bauen als kulturellen Prozess und das B-One als gebaute Haltung für die Zukunft.
Themen in der Folge:
- Vom Leitbild zum Gebäude – Wie Unternehmenskultur und Vision zur architektonischen Grundlage wurden
- Partizipation statt Top-down – Frühzeitige Einbindung der Mitarbeitenden in Planung und Design
- Architektonische Leitidee – Der Entwurf von CF Møller als Maßanzug für die Berlin Hyp
- Townhall & offene Arbeitswelten – Neue Räume für Zusammenarbeit, Austausch und Identifikation
- Nachhaltigkeit im Fokus – Geothermie, Fassaden-PV und Materialwahl im Zeichen der Verantwortung
- Digitale Prozesse & BIM – Integrierte Planung und Umsetzung mit durchgängigem Datenmodell
- Partnerschaftlich Bauen – Zusammenarbeit auf Augenhöhe zwischen Bauherr, Architekt und Generalunternehmen
- Herausforderung Innenstadtlage – Logistik, Baustellenorganisation und technische Komplexität
- Lernkurve und Leadership – Wie Vorbildfunktion, Kommunikation und Offenheit den Wandel tragen
- Ein Ort mit Wirkung – Das B-One als identitätsstiftendes Gebäude im Berliner Stadtbild
In dieser Folge (Gäste und Links):
Sascha Klaus, Vorstandsvorsitzender der Berlin Hyp und Vorstand der LBBW
Julian Weyer, Partner von C.F. Møller Architekten in der Berliner Dependance
Anne Rach, Oberbauleiterin Ed.Züblin AG, Direktion Nord-Ost
Ed. Züblin AG Direktion Nord-Ost
Projektbilder B-OneHosts und Podcast
Website: Christian Haak
Website: Martin Ferger
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Präsentiert von: Zukunft.Bauen. | Der Haak & Ferger Zukunftspodcast für die Bauindustrie
Der Zukunftspodcast für alle, die sich für die Zukunft von Bauen & Leben interessieren.
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Hinweis: Das Folgentranskript wurde automatisch erstellt.
Fotocredits Cover: AFU/Haak/Ferger/ BerlinHyp (Catrin Moritz)/ Julian Weyer, C.F. Møller Architekten, Anne Rach, Ed. Züblin AG
Transkript anzeigen
00:00:07: Moin aus Hamburg
00:00:08: und Siegen
00:00:09: und herzlich willkommen zu unserem Podcast für die Bauindustrie Zukunft Bauen, dem Zukunftspodcast für alle, die sich für die Zukunft von Bauen und Leben interessieren.
00:00:21: Wir sind
00:00:22: Martin
00:00:23: und Christian und wir werfen in diesem Podcast einen Blick auf die Zukunftsentwicklungen von Branche, Technologie und Lebenswelt.
00:00:31: Es wird dabei um die Veränderung der Baubranche gehen und darum, was dies für uns und für die Unternehmen der Branche bedeutet.
00:00:40: Ja, hallo Martin, heute sitzen wir zusammen und haben ein ganz spannendes Projekt.
00:00:45: Es geht um das B-One in Berlin und wir haben uns dafür verschiedene Gäste eingeladen.
00:00:51: Ja, Christian, wir haben uns heute mal quasi zu Herzen genommen, das, was wir immer predigen, die Beteiligten des Projektes früh an einen Tisch zu holen und wir haben sie jetzt... an einen gemeinsamen Podcast sich sozusagen geholt und sprechen über dieses Projekt, über die gemeinsame Zusammenarbeit,
00:01:08: über die
00:01:08: Nachhaltigkeit, die Digitalisierung, alles rund um dieses Projekt und sprechen dabei mit Kunde, mit Planer und mit ausführenden Unternehmen.
00:01:19: und ich glaube dieser Mix aller Beteiligten mal zu einem Projekt zu sprechen, bringt einfach die Facettenreichheit eines solchen Bauprojektes
00:01:26: mit sich.
00:01:27: Also alle, die da zuhören und... Lust haben, sich mal mit einem führenden Nachhaltigkeitsprojekt zu beschäftigen, mit einem tollen Immobilie, den Berlin entstanden ist und ein bisschen unter die Motorhaube des Projektes zu schauen.
00:01:42: Die sind jetzt eingeladen, hier zuzuhören.
00:01:44: Auf geht's!
00:01:46: Die Besonderheit im heutigen Format ist, dass wir die Gespräche tiefer und in Reihenfolge, also nacheinander mit unseren Gesprächspartnern geführt haben.
00:01:58: Die Reihenfolge ist sinnvollerweise, dass wir mit dem Bauherrn gestartet sind und dann mit dem Architekten gesprochen haben und danach mit dem ausführenden Generalunternehmen.
00:02:10: Der Auftraggeber in diesem Fall, der Bauherr, ist die Berlin-Hyp.
00:02:16: Hier in unserem Gespräch vertreten durch den Vorstandsvorsitzenden der Berlin-Hüb-Tern Sascha Klaus, der gleichzeitig Vorstandsmitglied auch der Landesbank.
00:02:27: Baden-Württemberg ist.
00:02:29: In unserem zweiten Gesprächsteil sprechen wir dann mit Julian Weyer, dem hier verantwortlichen Architekten von CF Möller, dem Berliner Büro und international renommierten Architekturbüro, das für den Entwurf des Gebäudes verantwortlich zeichnet und abschließend mit Anne Rach, sie ist die Projektverantwortliche und Gesamtprojektleiterin dieses Projektes für den Generalunternehmer hier,
00:03:00: die
00:03:01: Eduard Züblin AG aus Stuttgart, hier vertreten durch die Berliner Direktion-Nordost.
00:03:09: Also
00:03:10: diese drei Gesprächspartner nehmen uns mit auf die Reise aus unterschiedlichen Blickwinkeln auf dieses Projekt und in die Gemeinsamkeiten, aber auch unterschiedlichen Perspektiven aus der jeweiligen Sicht.
00:03:25: Starten wir mit Herrn Klaus.
00:03:27: Das erste Gespräch los geht's.
00:03:31: Ja, Herr Klaus, herzlich willkommen.
00:03:32: Vielen Dank, dass Sie hier im Podcast Zukunft bauen, heute dabei sind und einmal dieses tolle Projekt der Berlin-Hyp mit mir vorstellen und besprechen wollen und einmal uns und unsere Hörerinnen und Hörer mitnehmen wollen unter die Motorhaube dieses Projekt ist, das ja gar nicht so verbrennerlastig, sondern sehr nachhaltig gebaut worden ist.
00:03:56: Herzlich willkommen.
00:03:58: Ja, vielen Dank für die Anlage.
00:04:01: Ja, Herr Klaus, steigen wir gleich ein.
00:04:04: Das Projekt im Podcast vermittelt sich das natürlich jetzt vom Hören her nicht so sehr, wenn man davor steht und durch das Gebäude geht, ist man schnell begeistert.
00:04:17: Und warum ist man begeistert, weil es ein Projekt ist, das viele, viele Facetten miteinander zusammenbringt, die im Bau nicht und in der Immobilienprojektentwicklung nicht normal sind, sondern schon außergewöhnlich sind.
00:04:35: Ich möchte gerne vielleicht da anfangen, wie ist die Entstehungsgeschichte dieses Projektes?
00:04:40: Was versteckt genau dahinter?
00:04:42: Nehmen Sie uns und unsere Hörerinnen doch einfach einmal mit in den Gedankengang, der dazu geführt hat, dass dieses ganze Projekt überhaupt auf die Gleise gekommen ist.
00:04:52: Ja, sehr gerne.
00:04:54: Die Berlin-Hyp hat im Jahr zwei Tausendsechzehn angefangen, sich sehr stark zu transformieren.
00:05:04: Wir hatten das Thema Nachhaltigkeit schon sehr früh in unserer Unternehmensstrategie.
00:05:11: Und vor zehn Jahren haben wir den ersten grünen Fanbrief begeben in der Industrie als Immobilienfinanzierung Bank.
00:05:21: Wir haben unser Geschäftsportfolio mehr und mehr dann auf grüne Finanzierungen orientiert.
00:05:29: Wir haben einen kulturellen Wandel eingeführt in der Bank, deutlich bessere Vernetzung.
00:05:41: Hier Archiv-Freieres arbeiten, mehr in Teams arbeiten, Deal-Teams.
00:05:48: Und wir waren, das alles sehr gut, hat sich alles sehr gut entwickelt.
00:05:55: Nur dann haben wir uns herumgeschaut und wir waren eigentlich in einem Gebäude, unsere Zitrale hier, die dazu überhaupt nicht koste.
00:06:03: Alte Grundrüste, lange Flure, schwere Kommunikationswege, nicht nachhaltig.
00:06:10: Und dann haben wir gesagt, na ja, eigentlich fehlt noch das passende Gebäude zu unserer Kultur, zu unserer DNA.
00:06:19: Und so ist dann die Geschichte des Neubaus entstanden.
00:06:24: Das heißt, der Prozess hat schon lange vor dem angefangen und das Gebäude ist, wenn man so will, dann in Beton, Stahl, Holz gegossene Unternehmensphilosophie und Kultur, könnte man fast sagen.
00:06:39: Genau richtig, dass quasi das neue Gebäude, die neue Zentrale der Berlin-Hübsch, ihre Unternehmensstrategie, ihre Kultur, ihre Vision verkörpert.
00:06:52: Jetzt sind Sie als Vorsitzender des Vorstandes mit Sicherheit Initiatormotor eines solchen Prozesses, aber natürlich nicht derjenige, der das Ganze alleine betreibt, sondern Sie haben das eben schon gesagt, wir haben mit den Mitarbeitenden dort diesen Prozess angestoßen.
00:07:10: Wie geht sowas in einer Bank, die ja dann in Berlin, glaube ich, an verschiedenen Standorten auch vorher gesessen hat?
00:07:16: Da kommt man mit der Idee und wie fängt man sowas dann an, um die Leute mit in so ein Projekt hineinzunehmen und seine Idee zu entwickeln?
00:07:24: Wie haben Sie es gemacht?
00:07:26: Ja, also erst mal muss man sich natürlich im Vorstand einig sein, an einem Strang ziehen, dass man dieses Projekt durchführen möchte.
00:07:38: Man hat natürlich dann auch das Einverständnis.
00:07:41: Unser war Cheryl, unser eigen Tümer.
00:07:44: Das ist ja keine kleine Investition gewesen.
00:07:48: Wir haben einen Architekturwettbewerb gehabt, weil einer der großen Stakeholder ist ja auch die Stadt Berlin.
00:07:57: Wir sind hier am Tor zur City West, direkt am Tiergarten.
00:08:05: Es ist wichtig, dass es sich gut einbettet.
00:08:07: Es war auch sehr gut, dass wir ein Architektur-Wettbewerb durchgeführt haben.
00:08:12: Am viele unterschiedliche Impulse bekommen von verschiedenen Büros.
00:08:18: Und wir haben unsere Arbeitnehmervertretung auch schon in diesem Prozess mit reingenommen.
00:08:25: Also sehr, sehr frühzeitig.
00:08:28: Und dann hat ein, das heutige Design, das heutige Gebäude, dann gewonnen am Ende.
00:08:36: Und dann haben wir weiter kontinuierlich die Belegschaft mit in das Projekt reingeholt.
00:08:45: Wie sollen Arbeitsplätze aussehen?
00:08:46: Wie sollen Mobiliar aussehen?
00:08:48: Wir haben ein zweites Gebäude drüben, also wir haben jetzt zwei, über Pesterstraße eins, Konditionsstraße sieben, die nur durch den kleinen Kanal getrennt sind.
00:09:02: Haben wir dann in der Zwischenphase Abriss und Neubau, die Belegschaft dann etwas kondensiert und haben während dieser Zeit
00:09:11: schon geübt,
00:09:13: wenn man ohne Einzelbüros auskommt und haben neue Büromöbel oder Telefonzellen, Meetingboxen etc.
00:09:22: ausprobieren können.
00:09:24: und am Ende hat die Belegschaft mit an dem Exterior und auch Interior Design partizipiert.
00:09:31: Das war sehr, sehr wichtig für die Akzeptanz.
00:09:36: Kenne solche Prozesse ja auch und ich weiß natürlich, sie haben gesagt, ich musste meine Kollegen natürlich mit ins Boot nehmen.
00:09:42: Wir mussten das auf den Weg bringen, Shareholder und alle Stakeholder mit auf den Weg nehmen.
00:09:48: Das geht ja auch nicht ganz ohne Widerstände.
00:09:50: im Regelfall, wenn neue Dinge kommen und ein Stichwort eben auch wie New Work oder Desks Sharing und diese Themen, die sind ja, na ja, nicht immer ganz leichtgängig, die sind ja doch schon eine Umstellung.
00:10:04: Wie sind sie daran gegangen?
00:10:06: wenn vorhanden Widerstände da aufgebrochen?
00:10:11: Wir haben ja unsere Arbeitsprozesse modernisiert.
00:10:15: Ich habe auch vorhin erwähnt, viele in Teams arbeiten und haben dann den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dann eigentlich auch gesagt, naja, so wirklich gut ist es ja nicht, wenn man diese alten Grundrisse hat.
00:10:38: haben dann sehr viel Aufklärung, viele, viele Meetings gehabt mit der Belegschaft, um quasi die Vorteile, die Vorzüge von New Work nahezubringen, haben die Belegschaft das auch teilweise selbst auch erarbeiten lassen und ganz, ganz wichtig, sie müssen das vorleben.
00:11:03: Und jetzt im Zwischenquartier Da waren von keiner Einzelbüros mehr.
00:11:12: Da hat die Belegschaft auf den Vorstand geschaut und dann gewartet, naja, leisten die sich eine extra Wurst und haben dann selber noch Einzelbüros oder sind sie auch im Großraumbüro.
00:11:23: Und da haben wir uns dann im Vorstand abgesprochen, dass wir hier Vorbilder sein müssen und selbstverständlich dann auch in einem Großraumbüro sitzen mit natürlich genügend Konferenzräumen, wo sie sich dann auch zurückziehen können für Videokonferenzen, Team-Meetings oder auch vertrauliche Gespräche.
00:11:47: Und da, das war dann nochmal, da hat es nochmal Klick gemacht.
00:11:51: Und ja, okay, sie meint es wirklich ernst.
00:11:54: Ja, also ein ganz entscheidender Punkt.
00:11:55: Sie sprechen das so gelassen aus, aber das ist oft wirklich beobachte ich selber in Unternehmen.
00:12:01: Einer der Bruchpunkte, wenn da genau dieser Unterschied gemacht wird und das Vorbild an der Stelle fehlt, dann wird es sehr, sehr schwer, das zu transportieren.
00:12:09: Mich hat beeindruckt, bei dem Gang durch das Haus haben sie ja diese Galeriebereiche, die so über zwei Ebenen gehen mit teilweise längeren Konferenztischen.
00:12:17: Und da sagte dann jemand, Mensch, da unten da sitzt unser Ich glaube, Leiter des Vertriebs oder so irgendwie, Abteilungsleiter.
00:12:25: Der saß an so einem Tisch und hatte sich da wirklich in Anführungszeilen häuslich eingerichtet.
00:12:29: Also der saß nicht nur für fünf Minuten da, sondern für länger.
00:12:32: Und das hat mich so beeindruckt, weil dieses Gebäude eigentlich so gebaut ist, dass man selbst in relativ großen Räumen doch eine gewisse Privatheit hat und eine gewisse Vertraulichkeit hat und auch eine ganz tolle... Akustik hat.
00:12:46: also man hört sehr wenig wenn man ein paar Meter weg ist von dem was ein paar Meter weiter passiert unabhängig mal von von Konferenzräumen und Telefonmöglichkeiten und so weiter.
00:12:55: also das da sieht man dann ja schon.
00:12:57: das wird auch angenommen und gelebt auf allen Ebenen also da sitzen.
00:13:03: die Mitarbeitenden nicht so irgendwo in ihrem kleinen Kämmerlein, sondern die nutzen das aktiv.
00:13:08: Also das ist mir mehrfach aufgefallen beim Gang durchs Haus.
00:13:10: Ja, erinnert hart.
00:13:12: Also wir haben fünfhundert Arbeitsplätze, wir haben aber auch circa zweihundert Open Space-Plätze in verschiedenster Ausrichtung, Natur, wie Sie sagen, wo man eher gesehen wird oder weniger gesehen wird, wo es vielleicht erwünscht.
00:13:32: Was alle gemeinsam tatsächlich haben, ist die gute Akustik.
00:13:35: Da haben wir sehr, sehr viel Wert drauf gelegt.
00:13:42: Wir haben viel Holz.
00:13:43: Wir haben auch oben an den Decken, das sind ja offene Beton-Decken, aber Akustik-Lamellen.
00:13:50: Wir haben ja auch eine sehr, sehr große Traunhol.
00:13:53: Das ist ja das zentrale Element des Gebäudes.
00:14:01: Wir wollten Townholz veranstalten, können zur fast die gesamte Belegschaft.
00:14:06: Früher mussten wir immer in großen Konferenzräumen oder Ballsäle von Hotels ausweichen.
00:14:14: Das geht ja über drei Stockwerke sehr, sehr offen und wir bekommen sehr viel Lob dafür, wie gut die Akustik ist.
00:14:21: Also, wenn jemand spricht, man hat es halt nicht.
00:14:29: Ja, Sie haben erwähnt, eine Seniore-Führungskraft bei uns.
00:14:32: Ja, es ist halt sehr reichivfrei.
00:14:37: Es gibt keine extra Würste und wir haben eine Desk-Sharing-Quote von insgesamt Null Komma Acht, die ist aber über die verschiedenen Bereiche sehr unterschiedlich.
00:14:47: Auch da haben wir die Belegschaft gefragt, welche Desk-Sharing-Quote wünscht ihr euch?
00:14:54: Und es gibt da welche, die sagen, wir kommen mit Null Fünf aus.
00:14:58: andere sagen, ich brauche, ich brauche Lullacht, Lullin, da gibt es ein Nettel.
00:15:03: So, und dann ist, glaube ich, auch kein Geheimnis, dass wir immer noch so eine Tendenz haben in den Büros, dass man doch mehr Belegschaft zwischen Dienstag und Donnerstag hat, Montag und Freitag etwas weniger.
00:15:18: Und auch deshalb, wenn es dann voll ist, dann müssen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dann eventuell auch ein bisschen mehr verteilen.
00:15:27: Was ich interessant finde, wenn man so das Gebäude nimmt und wir reden von Homeoffice oder mobilen Arbeiten, das ist ja ein Gebäude, das schon auch Lust macht vor Ort zu sein.
00:15:37: Das ist ja kein Gebäude, wo man sagt, ich bin froh, wenn ich woanders arbeiten kann und muss nicht ins Büro, sondern es ist glaube ich ein Raum, wo eben auch genau dieses Arbeiten, wo man gerne hinkommt.
00:15:48: Und da peng ich mal von Gründen, die vielleicht auch manchmal für den Freitag oder den Montag im Hause sprechen.
00:15:55: Aber diese Architektur und auch gerade die Akustik, das ist oft ein Thema, dass man sagt, ich kann hier nicht in Ruhe arbeiten.
00:16:02: Also die Ruhe, glaube ich, die kann man da haben, wenn man sie haben möchte, hat mich beeindruckt, weil es diese Argumente, die oft gegen offene Arbeitsbereiche vorgebracht werden, eigentlich fast völlig weg nimmt.
00:16:16: Und sie haben ja auch neben der Town Hall auch ein tolles Restaurant dort integriert.
00:16:21: Also diese Dinge gehen ja ineinander über.
00:16:24: wo man, glaube ich, den Tag insgesamt wirklich gut gestalten kann, auch mit Meetings und ja, in dem eigenen Arbeiten.
00:16:30: Also viele, viele externe Besucher sagen auch, es hat so ein warmes, strahlt so ein warmes Gefühl aus und so
00:16:39: ein
00:16:39: onliches Gefühl.
00:16:41: Wir haben viel Holz, wir haben warme Farben, grün, rot, blau, aber eher sehr sanft, pastellig.
00:16:54: Wir haben Vorhänge an den Fenstern.
00:17:02: Manchmal habe ich selbst den Eindruck, wenn ich in einer Konferenzräume sitze, ich sitze ein bisschen wie zu Hause am Ess-Tisch.
00:17:11: Das macht es angenehm.
00:17:15: Wir sind schon beim Thema Architektur.
00:17:18: Sie haben ja davon gesprochen, wir sind von mehreren Standorten zusammengezogen.
00:17:21: Das ist jetzt keine, sage ich mal, externe Integration, aber das sind ja eigentlich alles Kolleginnen und Kollegen gewesen, die trotzdem ja separat voneinander, naheinander in derselben Stadt aber separat voneinander gearbeitet haben.
00:17:34: Was hat das mit der Frage der Zusammenarbeit gemacht im Unternehmen?
00:17:39: Wie sehr hilft es oder hilft es überhaupt?
00:17:42: Integration und Abteilungen zusammenzubringen, die Art und Weise, wie man zusammenarbeitet, kommuniziert, zu verbessern.
00:17:49: Ja, natürlich ist es einfacher, wenn man in einem Gebäude ist.
00:17:54: Also selbst wenn unser zweites Gebäude nur, sag ich mal, fünfzig Meter Luftlinie entschärft ist, ist es trotzdem zweites Gebäude.
00:18:03: Ja, überlegt man sich zweimal, ob man rüberläuft, auch gerade, wenn es regnet.
00:18:08: Schlechtes Wetter ist.
00:18:10: Und so sind die Wege natürlich viel viel kürzer.
00:18:15: Wir haben auch neben dem Standard Fluchttreppenhaus, was hier das Bürogebäude hat, haben wir auch ein zweites Treppenhaus, was fast durchgehend geht, gebaut, auch warm, also ruckwärtig mit Holz und wo wir sehen, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter manchmal nach den Mittagessen in der Kantine zusammen dann noch dieses Treppenhaus durchlaufen zu ihren Stockwerken.
00:18:44: Ja, nochmal das Vernetzen, nochmal austauschen, wie so eine Art kleiner Verdauungsspaziergang.
00:18:56: Also Architektur unterstützt hier Kultur, kann man sagen.
00:19:00: Ja,
00:19:00: absolut.
00:19:02: Und Kultur hat ja irgendwie in den Prozess dann auch Architektur beeinflusst.
00:19:05: Also es ist schon ein sympathisches Miteinander irgendwie.
00:19:09: Absolut,
00:19:09: absolut.
00:19:11: viele Externe sagen, ah ja, das Gebäude ist die Berlin-Hüpf, strahlt die Kultur aus und weisswerser.
00:19:24: Das Bürogebäude, so wie es gebaut ist, zahlt komplett auf unsere Kultur ein.
00:19:30: Es ist wie eins.
00:19:33: Ja, es strahlt, auf wie es gebaut ist, strahlt natürlich die... die Kraft und natürlich auch Selbstbewusstsein, was wir jetzt einer der größten Immobilienfinanzierer haben.
00:19:47: Es ist sehr hochwertig gebaut.
00:19:50: Es hat viel, auch der Steinfassade, weil wir sind eine Immobilienbank, der sollte auch Stabilität zeigen.
00:20:02: Und jetzt auch für unseren Konzern, Landesbank Baden-Württemberg, das jetzt im Multilokations ... Konzept auch ein wichtiges Objekt.
00:20:17: Der Konzern hat jetzt in der Bundeshauptstadt Berlin ein signifikantes Bürogebäude jetzt stehen, wo wir auch Kolleginnen und Kollegen auch von anderen Einheiten des Konzerns auch mit integrieren werden.
00:20:33: Haben Sie den Eindruck, dass man jetzt aus Baden-Württemberg ganz gerne mal nach Berlin kommt?
00:20:38: Absolut.
00:20:41: Habe ich schon
00:20:41: knapp beantworten, selbstverständlich, also nicht nur wegen der Staats, sondern auch wegen des hochwertigen Drohgebäudes.
00:20:54: Also ich finde den Punkt ganz interessant und wichtig, weil ja jedes Unternehmen, das ist ja auch ihr Kerngeschäft, jedes Unternehmen, das irgendwo neu baut und sich weiterentwickelt, schon ja auch nachdenkt darüber, wie bauen wir und was machen wir.
00:21:06: Und ich finde, das ist hier ein sehr, sehr gutes Beispiel.
00:21:10: Man muss das ja nicht eins zu eins übertragen, aber man sollte mal nachdenken über diese Punkte, Kultur, Architektur, Unterstützung von Unternehmenswerten.
00:21:19: Wie kann man das auch in eigene Projekte übersetzen?
00:21:23: Das ist ja im Grunde wirklich ein tolles Beispiel, wo man auch abgucken kann, wo ihr abgucken auch, glaube ich, erwünscht und erlaubt ist, zu sagen, das ist eine gute Idee.
00:21:32: Wie die Berlin-Hypthas da gemacht hat, was kann ich für mein Unternehmen da lernen?
00:21:36: Was würden Sie jemandem sagen, der jetzt noch nicht da war, den Sie vielleicht irgendwo auf dem Flughafen treffen, denn Kunde von Ihnen ist und der sagt Mensch, ihr habt da sowas gemacht, wir sind auch gerade dabei.
00:21:47: Was sind denn die Punkte, die ich da im Blick haben muss?
00:21:50: Was bringt denn das?
00:21:51: Kostet ja nur.
00:21:54: Also womit wir zuallererst angefangen haben und das würde ich auch jedem empfehlen, ist erstmal eine strategische Überlebung und Auseinandersetzung mit der eigenen Unternehmenskultur und Philosophie und was man für ein Gebäude am Ende haben möchte.
00:22:17: Das war wirklich der allererste Schritt, den wir gemacht haben.
00:22:22: Was ist eigentlich unsere Philosophie?
00:22:23: Was ist unsere Vision?
00:22:25: Wofür stehen wir?
00:22:26: Was sind unsere Werte?
00:22:28: Und wie kann man die transportieren?
00:22:31: in ein Gebäude.
00:22:33: Wir sind sehr nachhaltige Bank.
00:22:35: Natürlich war das doch ganz wichtig, dass wir sagen, es muss so grün wie möglich sein.
00:22:42: Wir können später auch über die Technologie auch noch mal sprechen, was wir alles im Gebäude haben.
00:22:48: Diese offenen Kommunikationswege, diese Treppen, die teilweise mehr durch Stockwerke verbinden, was sie auch erwähnt haben, diese Transparenz.
00:22:59: Wir haben dann nach und nach versucht, unsere Werte in die Architektur des Gebäudes einzubringen, haben den Architekten im Architekturwett bewerbt, deshalb auch äußerst präzise geben können, was wir erwarten.
00:23:17: Natürlich kommen unterschiedlichste Skizzen dann auch raus, aber wir haben es dann relativ schnell auch mit der Stadt und den sonstigen Teilnehmer einer Architekturbittenwerb dann auf dieses Architekturmodell, was wir da gebaut haben, verständigen können.
00:23:39: Also in der guten Formbereitung liegt viel mehr Wert.
00:23:46: Das müssen Sie vorschalten und dann die Belegschafts kontinuierlich mitnehmen, weil sie hat auch sehr gute Ideen.
00:23:56: die sie vielleicht als Vorstand nicht gleich sehen.
00:24:00: und so ist dann auch die Akzeptanz am Ende.
00:24:03: und vielleicht noch ein dritter und letzter Punkt.
00:24:08: Sie bauen nur einmal in der Regeln und dann macht man es anständig.
00:24:14: Man sollte nicht am falschen Ende sparen.
00:24:18: Eine Unternehmenszentrale, die hält dann erst mal für etliche Jahrzehnte.
00:24:25: Also unser Leitspruch hier in unserem Podcast ist, wir bauen die Lebenswelt der Zukunft oder wir beschäftigen uns damit, wie wir die Lebenswelt der Zukunft bauen wollen.
00:24:33: Es ist eigentlich genau an diesem Beispiel auf den Punkt gebracht, also dass diese Überlegung zuerst steht und man dann im Grunde Entscheidungen ja auch trifft, die eine lange Beständigkeit haben.
00:24:43: Also da kommt man dann schwer wieder von weg und kann dann wenig Wesentliches korrigieren in so einer Entscheidung.
00:24:51: Also kulturell vielleicht auch noch ein zu dieser Überlegung.
00:24:57: Wir sind ein selbstbewusstes Institut, ja, aber wir wollten nicht etwas haben, was zu protzig ist.
00:25:04: Viele, die uns besuchen, die sagen, ja, ein sehr hochwertiges Gebäude, ein Statement, ja, aber es ist nicht protzig.
00:25:13: Und das war auch ein sehr, also ich habe es immer als Kompliment genommen.
00:25:19: Wir haben das sehr gerne gehört.
00:25:21: Also das würde ich so unterschreiben aus meiner Wahrnehmung, das hat mir auch sehr gefallen.
00:25:26: Man merkt diese liebefürste Detail und auch die Umsetzung im Detail.
00:25:30: An jeder Schraube hätte ich fast gesagt, an jedem Sichtbereich, also das schon und aber eben nicht in einer aufdringlichen Art und Weise, sondern die Architektur dient dem miteinander dort.
00:25:43: dominiert es nicht.
00:25:44: Das fand ich die Schaft einen tollen Rahmen.
00:25:47: Ja, kommen wir noch mal darauf.
00:25:49: All das sind ja auch nachhaltige Gesichtspunkte.
00:25:53: Wie hat es dann funktioniert, speziell über die Architekten gesprochen.
00:25:57: Jetzt hat das ja auch jemand noch gebaut.
00:25:59: Also sie haben hier auch einen ausführenden Partner dazu gewonnen.
00:26:04: Das ist ja auch in der Umsetzung eines solchen Projektes wichtig, dass dann der Bauherr, der Auftraggeber, Architekt und auch ausführendes Bauunternehmen im Konzert miteinander spielen und auch diese Philosophie verstehen.
00:26:19: Wie ist Ihnen das gelungen und wie hat sich das auf das Gebäude jetzt ausgewirkt?
00:26:25: Ja, wir haben natürlich eine Bauherrenvertretung auch von Anfang an gehabt, eine Projektsteuerungsbüro auf.
00:26:37: Da ist wichtig, dass man an einem Strang zieht, dass Philosophie, was wir haben wollen, am Ende auch klar ist.
00:26:45: Also deshalb auch da sehr frühzeitig mit einbinden.
00:26:50: Und diese Firma war von Anfang an im Prozess.
00:26:55: Bevor wir eigentlich auch den Architekturwettbewerb gestartet haben, das ist natürlich hilfreich.
00:27:04: Weil dann immer sehr klar ist, was erwartet eigentlich der der Bauer.
00:27:10: Natürlich müssen dann noch ein Generalunternehmen aussuchen, was die Erfahrung auch hat zu ein modernes und und technisch technisch schon komplexes Gebäude zu bauen mit all den nachhaltigen Maßnahmen, die wir auch hier hier drin haben.
00:27:32: Können Sie da uns vielleicht noch mal durch Ein paar Highlights mitnehmen, was die Technik und die Nachhaltigkeit des Gebäudes angeht.
00:27:41: Fürs Detail, da wären wir jetzt dann ein paar Stunden beschäftigt wahrscheinlich, aber sowohl mal die zwei, drei...
00:27:46: Genau.
00:27:46: ...die Punkte.
00:27:48: Ja, wir haben an der Fassade haben wir Solarpaneele.
00:27:55: Sind, glaube ich, in Berlin.
00:27:57: Wenn ich mich nicht irre, das ist das erste Berufaus, was dann solche Solarpaneele an der Fassade hat.
00:28:05: dass Sie dies überhaupt als Paneele erkennen, dann müssen, glaube ich, dreißig Zentimeter nah ran gehen.
00:28:11: Erst dann sehen Sie die Membrane optisch im Farbkonzept der Fassade gut eingebettet.
00:28:20: Wir haben erwähnt, wir haben auch viel Stein, Naturstein.
00:28:26: Das ist natürlich gut für warme Kühlung des Gebäudes.
00:28:31: Und dann haben wir mitten sag ich mal, fast mitten im Projekt nochmal kurz gestoppt, weil wir nochmal Testprohungen gemacht haben für Geotemi.
00:28:45: Ich bin ja hier direkt am Tiergarten, am Landwerkkanal, war nicht selbstverständlich, dass das dort geht.
00:28:54: Da haben wir das Projekt nochmal kurz angehalten und heute können wir mit Stolz sagen, wir haben Wir haben jetzt diese Geothermie-Stäbe jetzt unter dem Hochhaus.
00:29:12: Und jetzt mit Geothermie und den Solarpanilen kommen wir ungefähr auf drei Viertel unseres Energieverbrauches.
00:29:21: Wir hätten es sicherlich noch hochschrauben können, wenn wir.
00:29:28: Der Grundriss ist ja relativ komplex.
00:29:30: Sie haben es ja mit eigenen Augen auch gesehen.
00:29:32: Wir haben eine Terrasierung und so weiter, damit sich das auch sehr gut einfügt.
00:29:37: Dann mit den niedrigen Häusern.
00:29:39: Wir haben ja auch eine größere Villa hier an der Budapester Straße als Nachbarn.
00:29:48: So ein komplexer Grundriss.
00:29:53: Da kommen sie nicht so ganz auf hundert Prozent.
00:29:57: Wir hatten auch überlegt, ob wir in Holz-Vibrikbauweise ... bauen, das können sie aber sehr gut machen, wenn es, sag ich mal, quadratisch praktisch gut ist.
00:30:06: Wir haben einen sehr komplexen Grundriss und da ist es dann schon schwieriger umzusetzen.
00:30:15: Es ist von dem, was möglich ist, wahnsinnig viel gelungen dort, kann man
00:30:19: sagen.
00:30:19: Ja, plus natürlich digitale Steuerung, ob man da ist oder nicht da ist.
00:30:27: Wir haben auch, was ich auch als Rad mitgeben kann, Järme, Lüftung
00:30:33: etc.,
00:30:33: wir haben da zusätzlich investiert, dass man die Fenster auch etwas aufmachen kann, dass man selber noch individuell in seinem Bereich die Wärme hochnehmen kann oder nicht, da so einzelne Heizungsmodule noch und Lüftungsmodule im Boden, da haben wir jetzt nicht gespart.
00:30:56: Jetzt haben wir über die Vorbildwirkung vorhin des Vorstands gesprochen, in der eigenen Bürogestaltung.
00:31:02: Jetzt haben wir eine Immobilie, die vorbildlich ist hier für die Bank.
00:31:06: Was macht denn das für das Verhältnis zu ihren Kunden und Kunden zu ihren?
00:31:12: Das schafft ja auch eine gewisse Erwartungshaltung möglicherweise an Projekte.
00:31:17: Ja, also ich glaube unsere Kunden fanden es gut, dass wir selber auch diese Erfahrung gemacht haben.
00:31:25: finanzieren ja auch Projektentwicklungen.
00:31:29: Und wir sind ja auch durch eine sehr herausfordernde Phase gegangen.
00:31:36: Wir haben Corona erlebt, wir sind fast mit Corona gestartet, dann hatten wir den Ausbruch des Ukrainekrieges, die Baukosten sind plötzlich gigantisch gestiegen, absolute Unsicherheit bei der Lieferbarkeit von gewissen Materialien.
00:31:55: Das haben unsere Kunden auch alle erlebt.
00:31:57: Und ich glaube, sie fanden es gut, dass wir als Bank auch diese Erfahrung gemacht haben, dass wir in einem Boot zusammensitzen.
00:32:08: Ja, jetzt auch bei unserer Eröffnungsfeier waren auch viele unserer Kunden da und auch Projektentwickler, die da auch gesagt haben, wow, das ist schon ein sensationelles Produkt.
00:32:21: Absolut.
00:32:22: Ja, also strahlt dann schon Professionalität und Solidität aus.
00:32:26: auch so, dass wir es geschafft haben, als Bank in den Zeiten das Projekt zu durchziehen.
00:32:33: Vielleicht, wenn man nochmal die zwei, drei, ich sag mal, Key-Learnings zusammenfassen würde.
00:32:38: für jemanden, der... Guten Rat möchte, wir haben von über die Kultur und früh sich klar werden gesprochen.
00:32:44: Das war so ein Aspekt, selber Vorbild sein natürlich in der Gestaltung und Integration auch derjenigen, die nachher dort leben und arbeiten sollen in der Immobilie.
00:32:54: Aber was ist so fürs Projekt darüber hinaus noch wichtig gewesen?
00:33:00: Ja, so neben der Vorbildwirkung und die Auseinandersetzung mit der Kultur, ganz klar die Partizipation.
00:33:09: der Belegschaft.
00:33:12: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben in der Zwischenzeit recht hohe Ansprüche an ihre Arbeitswelten.
00:33:20: Wenn sie als Arbeitgeber es wollen, dass die Homeoffice-Code vielleicht etwas untergeht und man, wer im Büro ist, was sich absolut unterstützt, sieht das Büro als absoluten Anker von Innovationen, Zusammenarbeit und Kultur.
00:33:39: dann müssen sie der Belegschaft zuhören und es dann auch so bauen, dass es sich dann am Ende wohlfühlt.
00:33:47: Kann man jeden Wunsch erfüllen?
00:33:50: Natürlich nicht.
00:33:53: Aber bei uns konnte keiner dann sagen, wir waren nicht dabei.
00:33:57: Und das ist vielleicht das Dritte, was ich erwähnen würde, nicht entmutigen lassen.
00:34:05: Wir haben vieles erlebt.
00:34:08: Und die Baukosten waren natürlich am Ende höher, jetzt auch durch die ganzen Trenntier der Marktgegebenheiten.
00:34:17: Wir haben dann nicht angefangen hier oder da noch zu sparen.
00:34:20: Ich sage, man baut es nur einmal, man fasst so etwas nur einmal an.
00:34:25: Selbst wenn sie nicht neu bauen, sondern transformieren, das wird ja manchmal auch hier oder da mal gemacht.
00:34:31: Sie packen es nur einmal an.
00:34:34: Und dann kann ich nur den Rat geben, man macht es richtig.
00:34:41: Ich höre das natürlich gerne.
00:34:42: Ich teile die herangehensweise da voll und ganz persönlich.
00:34:46: Ich finde das sehr klug, es so zu machen.
00:34:48: Wir sehen ja auch durch unser ganzes Gespräch, zieht sich das Thema Bau, Kultur, Kultur, Bau, Beeinflussung dessen, was ich im Unternehmen möchte, an Werten durch.
00:34:57: Und da können wir viele Maßnahmen starten, um Kultur in Unternehmen zu entwickeln.
00:35:03: Wenn es da dann diamentral entgegengesetzt läuft in der Architektur oder in dem Prozess, dann wird das schwierig.
00:35:10: Also das ist ja auch eine sehr günstige Gelegenheit, das eine mit dem anderen nachhaltig zu verbinden.
00:35:16: Ja, und vielleicht würde ich nochmal den Zufügen, die Zusammenarbeit der ganzen Stakeholder.
00:35:23: Wir haben ja, wir sind ja eine sehr digitale Bank.
00:35:26: Innovation war für uns auch immer wichtig.
00:35:29: Wir haben gesagt, okay, das haben wir auch im gesamten Bauprozess.
00:35:32: der wenige ersten Projekte, die mit dem BIM-Modell gearbeitet haben, von Front-to-Back.
00:35:39: Das muss man wirklich von Front-to-Back machen.
00:35:43: Und deshalb hatten wir, sagen wir mal, eine sehr, sehr gute Zusammenarbeit zwischen den ganzen Partizipateuren am Bau.
00:35:51: Man hat ja oft dann immer wieder Änderungen.
00:35:55: Und ich glaube, so ein Lean-Prozess, sehr digital, hat auch dazu beigetragen, das ein gutes Produkt.
00:36:02: rausgekommen ist.
00:36:03: Jetzt
00:36:05: haben sie eben vielleicht zum Abschluss ein paar Dinge ja genannt, wie das so ist im Prozess.
00:36:10: Man fängt an und dann kommt Corona, dann kommt ein Krieg, dann steigen die Kosten.
00:36:15: Also es ist schwer vorher zu sagen, was wird in der Zukunft sein.
00:36:19: Aber stellen wir uns mal vor, wir würden in fünf, sechs, sieben Jahren unser Gespräch fortsetzen.
00:36:23: und ich würde sagen, Herr Klaus, Sie leben jetzt ja ein paar Jahre hier in dieser Immobilie mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
00:36:31: Was hat das?
00:36:32: Was hat das gemacht mit der Bank?
00:36:34: Wie haben sich die Dinge weiterentwickelt?
00:36:37: Können Sie da eine Prognose wagen?
00:36:40: Was würden wohl Teile der Antwort sein?
00:36:45: Die Zusammenarbeit in der Bank hat sich noch weiter verbessert.
00:36:50: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommen gerne ins Büro.
00:36:56: Wir sind ein Teil der Stadt, des Stadtgeschehens, der Industrie.
00:37:03: Aufgrund der Traunall haben wir jetzt auch viele Anfragen bekommen, ob wir Veranstaltungen bei uns im Hause machen kann.
00:37:11: Das heißt, wenn Sie mich ein paar Jahre wieder fragen, werde ich sicherlich sagen, wow, die Vernetzung der Berlin-Hüpfe innerhalb der Industrie oder mit anderen Marktteilnehmern und der Gesellschaft hat sich noch weiter verbessert.
00:37:31: Ich finde den ganz spannender Aspekt gerade dieser Schlussgedanke, wenn wir mal, ist das nicht die erste Intention, aber in Richtung Vertrieb denken, auch für andere.
00:37:41: Also eine Immobilie kann auch ein wichtiger Teil des Netzwerks der Kunden- beziehungspflege und und Marktentwicklung sein, wenn man das so denkt.
00:37:50: Absolut, absolut.
00:37:53: Ja.
00:37:54: Herr Klaus, vielen Dank für diese Einblicke.
00:37:57: Ich empfehle jedem, sich dieses Gebäude mal in echt anzuschauen, wenn er in Berlin ist, zumindest mal vorbeizugehen und mal einen Eindruck da zu gewinnen.
00:38:05: Und vielleicht auch, ich glaube, vorne kann man es öffentlich auch betreten, den Vorjähbereich, wenn man will, und mal die Atmosphäre zu schnuppern dort.
00:38:16: Vielen Dank für die Einblicke.
00:38:18: Sehr, sehr gerne.
00:38:19: Vielen Dank für das Gespräch.
00:38:22: Im Gespräch mit Herrn Klaus haben wir nun bereits mehrfach über das Architekturbüro CF Möller und den Architekten der federführend hier verantwortlich ist, Herrn Julian Weier gesprochen.
00:38:36: Den wollen wir jetzt zu Wort kommen lassen und freuen uns ganz besonders auf seine Insights hier im nächsten Gesprächsteil.
00:38:43: Ja, heute freuen wir uns bei diesem ganz besonderen Projekt B-One, einen der Köpfe des Projektes zu Gast zu haben, Julian Weyer von CF Möller, dem Berliner Büro.
00:38:55: von CF Möller als einem derjenigen, die dieses Projekt in Form gebracht haben, kann man sagen, gedanklich vorangetrieben haben und dann maßgeblich auch die Umsetzung begleitet haben.
00:39:09: Herzlich willkommen, Herr Weyer.
00:39:10: Wir freuen uns sehr, dass wir uns mal über dieses Projekt hier miteinander austauschen können.
00:39:15: Ja, vielen Dank, sehr gerne.
00:39:17: Hallo, von meiner Seite.
00:39:19: Hallo, Martin.
00:39:20: Schön auch, dass wir uns bei der Gelegenheit heute sehen.
00:39:24: Wir wollen miteinander heute mal darüber reden, warum eigentlich gerade CF Möller?
00:39:31: Wie kommt das Büro zu diesem Projekt?
00:39:34: Da meine ich nicht so sehr den formalen Prozess, sondern meine eher, was ist die Philosophie?
00:39:40: Vielleicht nehmen Sie uns und unsere Hörerinnen einfach mal mit.
00:39:44: Wofür steht das Büro?
00:39:45: Was treibt gerade auch das Berliner Büro um?
00:39:49: Und wie kam es dann zu den Projekte, was sind die Gedanken dahinter?
00:39:54: Also ganz am Anfang gesagt im CF Möller, wir sind ein skandinavisches Büro und wir sind hier in den Marken gegründet und das heißt man hört schon so ein bisschen raus, dieses Thema der skandinavischen Moderne mit ihrer sagen wir mal etwas weicheren Art, so den diese Modernismus umzusetzen, nicht der knallharte Bauhaus-Industrialismus, sondern dieses, ja ich fürchte mich mal zu sagen, etwas netteres Skandinavenschön.
00:40:22: Das hat für uns eine Riesenrolle gespielt, weil wir sie nicht nur daraus geformt oder gerundet, wir haben das alles mit begründet und mit geschaffen.
00:40:29: Und das bedeutet für uns tatsächlich heute immer noch viel.
00:40:32: Und es ist eigentlich die Grundlage unserer Denkweise, dass wir wirklich auch sehr, sehr stark damit auseinandersetzen, nicht nur wo und was, sondern auch sehr stark wer.
00:40:44: Und wir arbeiten sehr gerne sehr eng.
00:40:46: zusammen mit den Kunden und den Nutzern und allen, die eigentlich involviert sind in solche Projekte, weil daraus etwas ganz Neues und Spannendes entstehen kann.
00:40:56: Und weil es für uns einfach notwendig ist, dass das auch so Sinn macht und erlebbar ist.
00:41:03: Und letztendlich schlägt sich das zum Beispiel in die Atmosphäre nieder.
00:41:06: Das ist etwas, worauf wir sehr stolz sind in unseren Gebäuden, das, was sich nicht fotografieren lässt.
00:41:12: Es ist natürlich nicht immer leicht zu kommunizieren, aber es ist einfach wichtig für uns.
00:41:16: Und wir sagen, das geht Hand in Hand damit, dass in Skandinavien ja in den letzten Jahren auch wirklich Dinge bewegt worden sind, was die Zukunft des Bauerns angeht.
00:41:25: Das geht das Thema Nachhaltigkeit, es geht auch um Technologie und es geht um Methodik.
00:41:30: Und zusammen macht das, dass wir auch angefangen haben zu sehen, wir haben Erfahrungen aufgebaut, in vielen verschiedenen Sektoren in Skandinavien, die einfach auch in anderen Ländern relevant sind.
00:41:42: und haben angefangen, außerhalb Skandinaviens mehr und mehr zu arbeiten und auch Aufträge zu bekommen, weil einfach das, was wir so gelernt und erfahren und entwickelt haben, einfach auch anderswo Sinn macht.
00:41:55: Ich muss ein bisschen schmunzeln, weil im Vorgespräch sagte ich, als ich das Gebäude in Berlin betreten habe, fühlt es sich an wie ein maßgeschneidendes Kleidungsstück, das man sich überzieht und das man gar nicht wieder ausziehen möchte.
00:42:08: Und das passt ja wunderbar zu diesem unsichtbaren Faktor.
00:42:13: Man spürt es, man kann es vielleicht gar nicht so richtig erklären, man muss es erleben.
00:42:17: Und das ist ja eigentlich das Maximum, um auch was... Architektur schaffen kann, das ist so ein Gefühl vermittelt.
00:42:24: Und das tut es ja immer, aber ein positives Gefühl zu vermitteln, das ist die Kunst.
00:42:28: Genau, und dieses konkrete Projekt, das war tatsächlich am Anfang und das ist bei vielen Projekten am Anfang so.
00:42:33: Und euch da, wenn man das zum Wettbewerb eingeladen würde und man liest das Programm und man hört, was die Bauern zu sagen haben, dann denkt man, oh ja, das wär ganz das, das passt genau zu uns.
00:42:42: Das geht öfter so, das ist keine Garantie, dafür ist man am Ende auch gewinnen.
00:42:45: Aber hier war das ganz, ganz stark so.
00:42:48: Wann eine Zusammenarbeit mit der BW und oder mit der Berlin-Hüpfer von Anfang an, dass sie es sehr klar kommuniziert haben, was sie sich eigentlich wünschen und warum.
00:42:56: Und wir haben wirklich das Gefühl habe, oh, das würde ganz toll zu uns passen.
00:43:00: Das ist ein guter Anfang.
00:43:02: Das
00:43:02: ist ein richtig
00:43:03: guter Anfang.
00:43:03: Können Sie das vielleicht mal, das ist ja auch, jetzt reden wir sehr viel über Gefühle hier schon an der Stelle.
00:43:08: Sie haben gesagt, wir haben das Gefühl, das könnte zu uns passen.
00:43:10: Was ist denn die architektonische Light-Idee hinter diesem Projekt gewesen?
00:43:14: Was hat sie da?
00:43:15: gecatcht, außer vielleicht wahrscheinlich in der Hingabe und Begeisterung, die sie beim Bauherrn schon gespürt haben.
00:43:20: Ja, das war genau diese Doppelheit, die Bauherr selber schon mit dem Namen des Projekts kommuniziert hat.
00:43:26: Das war nämlich ganz lustig, dass das eigentlich sofort Sinn macht.
00:43:29: Also diese Name B-One kommt ja einerseits aus der Adresse Budapester Straße eins.
00:43:34: Und wenn man sich diesen Ort an Platz angeschaut hat und gesagt, oh, das ist eigentlich wirklich interessant, das ist natürlich eine tolle Lage einmal.
00:43:40: Man hat den ganzen Tiergarten vor der Tür, man kann toll drüber blicken und so.
00:43:44: Also wirklich so eine Lage, aber es ist auch ein gewissermaßen so eine symbolische Lage.
00:43:50: Das ist so ein Eingang zu der City West, das ist Teil einer... äußeren Entwicklungszone, wo sich gerade etwas verändert und kann damit wirken.
00:43:59: Also da steckt vieles drin.
00:44:01: Da ist auch die Historie mit einer kleinen Villa, die daneben steht, die eigentlich als einziges Gebäude nach dem Krieg erhalten war dort.
00:44:08: Also da steckt wirklich vieles an diesem Ort drin, was schon mal inspiriert und was die Architektur auch informieren kann.
00:44:15: Aber gleichzeitig bedeutet B-One auch dieses, dass die Organisation eins werden möchte.
00:44:21: durch Buchstäblich zusammenkommen.
00:44:23: Und bis hin zu der Idee, es soll eine Townhall geben, wo sich alle zusammen treffen können.
00:44:30: Davon hatte man schon so klare Vorstellungen von der Berlin-Hüb, und das hat für uns sofort Bilder in den Kopf gemacht und gesagt, ja, das können wir uns vorstellen.
00:44:39: Und dieses, das ist sowohl von außen nach innen, also durch den Ort, aber eben auch von innen nach außen durch diese Idee, was soll dieser Bau, warum machen wir den überhaupt?
00:44:48: Das ist nicht nur um irgendwie Quadratmeter oder zu schaffen, sondern es geht darum, dass die ganze Organisation ein neues Zuhause braucht.
00:44:55: Und zwar so buchstäblich, also einfach anders zusammenarbeiten als vorher.
00:45:00: Das finden wir extrem interessant.
00:45:03: Also sie sind praktisch angetreten als Maßschneider, wenn wir mal in dem Bild bleiben für die Zukunftsbekleidung, also im Büroform, wenn man so will, für diese Organisation, die ja auch da, das ist vielleicht heute nicht so sehr bei uns das Thema, aber doch auch ihre Standorte zusammengezogen hat, Mitarbeiter zusammengezogen hat, eben Dinge zusammenbringen wollte.
00:45:26: versteht man bei so einer Auftakt Veranstaltung die Idee das Konzept ja und dann gewinnt man irgendwann den den den Auftrag und dann sitzt man da und sagt wie wandeln wir denn das jetzt konkret im Detail um damit diese DNA auch in dem Projekt erlebbar wird.
00:45:45: Sie haben schon das Wort Town Hall eben genannt.
00:45:48: Das ist jetzt für diejenigen die mit dem Ohr dabei sind.
00:45:52: Schwer.
00:45:52: vielleicht können wir mal versuchen ein paar Bilder im Kopf zu erzeugen.
00:45:56: Wie muss man sich dieses Projekt vorstellen, wenn man es noch nicht gesehen hat?
00:46:00: Also genau, wir fangen mal vor den Außen an.
00:46:02: Du sind
00:46:03: sie ja auch angefangen, als ich dieses Projekt noch nicht
00:46:05: gar... Ja, genau.
00:46:07: Das ist tatsächlich ein so fast dreieckig zugeschnittenes Grundstück.
00:46:11: Das liegt eben am nördlichen Ende der City-West-Road zum Landwehrkanal.
00:46:16: Und weil es nördlich zugeschnitten ist und so als feilförmig nach Norden zeigt, bedeutet das auch, dass wir Architektonen schon an besonderen Möglichkeiten hatten.
00:46:24: Es ist auch ein kleines Hochhaus in dem Sinne.
00:46:27: Es ist kein richtig großes Hochhaus, aber es ist klassifiziert als Hochhaus.
00:46:32: und es markiert sich auch als Hochhaus, weil wir durch diese Nordspitze einen schmalen Giebel hoch zum Kanal, zum Tiergarten ziehen können, der ein sehr starkes Zeichen setzt, auch wenn es gar kein großes Haus ist.
00:46:45: Nachbargebäude ist schon größer, aber es wirkt trotzdem an dem Ort.
00:46:51: Gleichzeitig ist es aber eben auch so durch diese Historie, die ich erwähnt hatte.
00:46:54: Es gibt eben eine Nachbar-Bebauung, die wir respektieren möchten in vier Geschossen.
00:46:58: Das heißt, das Gebäude passt sich auch an, treppt herunter und schafft dadurch ganz viel Innen- und Außenraum.
00:47:04: Da kommen wir sicher darauf zurück, was das für die Arbeitswelt bedeutet.
00:47:08: Von Ihnen heraus gedacht ist eben die Idee gewesen, man zieht diese ganzen Standorte zusammen, man zieht aus traditionellen Bürogrundrissorganisationen in einem mehr open-space-artigen Bereich.
00:47:19: Statt nur zu sagen, wir machen Open Space und dann sparen wir damit irgendwie Platz oder wir machen irgendwie neue Organisationen, weil das ist jetzt in, ging es vielmehr um die Frage ganz präzise, wie wollen wir eigentlich arbeiten?
00:47:31: Und wenn man schon in Open Space denkt, dann muss man auch etwas anderes bieten.
00:47:35: Es reicht nicht nur zu sagen, wir gehen jetzt alle aus den Zellenbüros raus und dann sind wir alle in einem großen Raum, weil das ist kein gutes Erlebnis, sondern es geht darum, die Art zu arbeiten, anders zu definieren.
00:47:47: Und da kommen dann ganz viele unterschiedliche Räume dazu oder Raumgebiete dazu, also von den kleinsten Telefonzellen und Besprecherräumen, von denen es ganz viele gibt, damit es eben in den Open Space Bereichen still bleiben kann, bis hin zu diesem, wir möchten uns aber auch alle irgendwie treffen können, wir möchten auch mit unseren Kunden sprechen, wir möchten auch die Stadt mit einladen können.
00:48:09: Und dafür ist die Idee der Town Hall, also ein großer Aktivitäts-Eventraum, der für innen und außen genutzt werden kann und der dann so ein bisschen Herzstück im Gebäude auch bildet.
00:48:22: Ich würde an der Stelle vielleicht gerne mal diese, die wir arbeiten, finde ich einen superinteressanten Ansatz, weil ich häufig schon mitbekommen habe,
00:48:30: dass
00:48:31: neue Bürogebäude gebaut wurden
00:48:34: auf
00:48:34: Basis von Ansprüchen des Bauherren an sich oder der Ideen der Architektur, ohne aber so richtig die Bedürfnisse derer zu berücksichtigen, die da arbeiten sollen.
00:48:44: Gerade haben Sie auch gesagt.
00:48:46: OpenSpace.
00:48:47: Ich habe das eine oder andere Gebäude von Kolleginnen und Kollegen auch besucht, wo die arbeiten, die alle ihre OpenSpace-Bereiche verteufeln, in Anführungszeichen, die sie jetzt haben, weil gefühlt das nicht zu Ende gedacht wurde.
00:49:00: Weil sie haben gesagt, es gibt viele Telefon- und Meeting-Bereiche.
00:49:03: Und da zum Beispiel sind es immer zu wenige.
00:49:06: Und dann wird es dann auf einmal doch so wie in den alten Wall Street filmen, das OpenSpace-Büro, wo die Leute dann über die Schreibtel hinweg sich anschreien.
00:49:14: finde ich sehr, sehr wichtig, dass es halt auch vom Nutzer her gedacht ist.
00:49:16: Haben Sie die Möglichkeit auch gehabt, die Nutzer und Nutzerinnen in den Planungsprozess mit einzubeziehen?
00:49:23: an der Stelle?
00:49:23: Ja, ja.
00:49:24: Und das war ein ganz, ganz wichtiger Teil davon.
00:49:26: Das hat eigentlich zwei Prozesse gegeben, die beide entscheidend gewesen sind, bis wir zum Schluss Resultat kommen.
00:49:32: Wir waren ja auch beteiligt, das ganze Interior Design zu machen, das ganze Workplace Design.
00:49:37: Und das hat mir auch so geholfen, wirklich etwas ganzheitlichster auszumachen.
00:49:42: Grundsätzlich war es so, natürlich war es vor Anfang an klar, dass wir auch mit der Belegschaft den Mitarbeitern zusammenentwickelt würden.
00:49:49: Das heißt, es hat sehr, sehr viele nicht nur Abstimmungsrunden, sondern wirklich auch Co-Creation-Runden gegeben, wo eben genau über das Arbeiten nachgedacht wird und man auch differenziert darüber reden kann, dass Open Space für manche sehr gut funktioniert, für andere weniger gut.
00:50:04: Manche vielleicht komplett irrelevant ist, weil die eh nie im Büro sind.
00:50:08: Und das ist wirklich diese Unterschiede einfach real sind.
00:50:11: Und dass man deshalb nicht einfach nur sagen kann, wir machen so ein Konzept und ziehen das drüber.
00:50:17: Das Interessante war ja, dass gleichzeitig während der Bauphase die Berlin-Hübe immer noch unterschiedliche Standorte hatte, die hatten auch noch was dazu gemietet, um ihre Mitarbeiter zwischenzeitlich dort unterzubringen.
00:50:29: Und da war dann die Chance zu sagen, jetzt gibt es verschiedene Standorte, dann experimentiert man an denen vor Ort mit verschiedenen Raumkonzepten und auch Einrichtungskonzepten und testet die dann mal für zwei, drei Jahre und kann dann aus den Erfahrungen heraus, sondern das finale Design entwickeln.
00:50:48: Das war eine tolle Chance.
00:50:49: Ich finde, man spürt es, wenn man durchs Gebäude geht, dass das wirklich zu Ende gedacht ist an vielen Stellen.
00:50:54: Also eine Szene, die mich beeindruckt.
00:50:57: Also erst mal ist es sehr ruhig im Gebäude durchgehend.
00:51:00: Also der Schallschutz ist wahnsinnig gut gemacht, trotz sehr hoher Decken, trotz lichtdurchflütter Räume, vieler Glasflächen.
00:51:09: Und man geht drei Schritte weiter und man hört dann eigentlich gar nicht mehr, ob da noch jemand mit irgendwas zugange ist.
00:51:16: Also das fand ich sehr gut.
00:51:18: Und das gippelte für mich darin.
00:51:20: Sie haben ja so Bereiche, die dann mit einer Galerie über eigentlich zwei Ebenen gehen, dann teilweise mit größeren Meeting-Tischen.
00:51:28: Und an einem dieser Tische saß jemand mit seinen ganzen... Technik ausgebreitet unterlagen.
00:51:33: dann sagt er dann derjenige der mich durchgeführt hat.
00:51:36: Ja das ist einer unserer Abteilungsleiter der sitzt gar nicht in seinem Arbeitsbereich der sitzt immer in diesem offenen Bereich und arbeitet da und hat da seine Meetings und fühlt sich da wohl.
00:51:48: und der war gerade beim Telefonieren und wir standen auf der Galerie.
00:51:51: man hört davon nichts also umgekehrt auch.
00:51:53: es ist einfach möglich in so einem Ort.
00:51:56: zu arbeiten und seine Ruhe und auch Privatsphäre zu haben.
00:52:00: Obwohl man in einem der größeren Bereiche ist, sondern nicht in einem Telefonbereich.
00:52:04: Also das ist unheimlich clever gemacht.
00:52:06: Ja, also das war auch ganz ganz wichtig.
00:52:08: Das kennen wir ja auch aus all den Projekten, die wir ins Kabinal bin gemacht haben, wo dieses Open Space Gedanke schon eingeführt ist.
00:52:13: Das können wir auch aus Schulen und Hochschulen und so weiter.
00:52:15: All diese tollen offenen Aumkonzepte, die wir ja machen, weil sie wirklich toll sind.
00:52:20: funktionieren nur, wenn die Akustik auch in Ordnung ist.
00:52:22: Also da gibt es keinen Kompromiss an der Stelle.
00:52:26: Das merkt man auch.
00:52:26: Das ist schon wirklich toll gemacht und gut auch viele Sichtbetonflächen in sehr hoher Güte und Qualität und trotzdem perfekter Akustik über diese Akustik-Elemente.
00:52:40: Vielleicht führt uns das auch nochmal dazu, wenn man die Materialien anschaut, sehr viel Holz natürlich, hochwertig.
00:52:49: Wie ist dieses Nachhaltigkeitsdenken denn dann in diesem Gebäude umgesetzt worden?
00:52:55: Also hier ist es eigentlich in allen möglichen Schritten für uns wichtig, vor allem, dass wir sozusagen an den großen Hebeln ziehen und das bewegen, was im ganz großen die Unterschiede macht.
00:53:06: Das heißt, zum Beispiel in diesem Fall ist es ja ein DGNB-Platingebäude, aber Das zieht sich sowohl auf die einzelnen Materialien, auf die einzelnen Bauteile und so weiter, die alle natürlich dann demkonform sein müssen.
00:53:20: Aber wichtiger für uns ist eigentlich, dass wir sagen, dass große Gebilde, da haben wir die Chance, richtig etwas zu schaffen.
00:53:26: In diesem Fall zum Beispiel zwei wichtige Themen.
00:53:29: Es gab einmal die Fassade, weil das Grundstück so ein Nordpfeil ist, war es möglich, relativ einfach eine Fassade zu entwerfen, die an der Ost- und Westseite sich selbst verschattet.
00:53:42: und auf der Seite, die dann den Schatten wirft, dann Solarpaneele unterzubringen.
00:53:47: Und die Solarpaneele haben wir dann Fassaden vor, nämlich weil wir da ganz Dachflächen viel was anderes benutzen möchten, nämlich für Grünflächen und für Aufenthalt und auch für Außenarbeitsbereiche, aber auch für Wasserrückhaltung.
00:54:01: Da sind sehr hohe Anforderungen, denn für heute ist quasi das Grundstück, also da ist ganz, ganz wenig Spielraum zwischen Grundstückgrenze und Fassade.
00:54:09: Und wir dürfen ja auch in Berlin inzwischen nichts mehr in die öffentliche Korrelation ableiten.
00:54:15: Und das heißt, das Gebäude muss also als Regenwassermanagement Objekt selber funktionieren.
00:54:20: Und da ist diese terrassierten Kaskaden von Terrassen, die ursprünglich eigentlich aus diesem Höhen unterschieden zwischen den Nachbargebäuden kommen, die sind dann auf einmal das Mittel dafür zu sorgen, dass wir mit der Regenwasserrückhaltung und diesen grünen Dächern das bewältigen können.
00:54:35: Das heißt, all diese Dinge greifen so ineinander und müssen irgendwie ein schlüssiges Gesamtkonzept ergeben, wo die Fassade das leistet, was die Dächer gerade nicht bringen, weil sie was anderes müssen und so.
00:54:46: Und das sind so die ganz großen Dinge, die wir bewegen können.
00:54:48: Und dann natürlich auch das gesamte Flexibilitätskonzept.
00:54:52: Also wie es ist ja ein Neubau, es wird Energie hier reingesteckt zu bauen und das heißt, wir müssen natürlich auch sicher sein, dass dieser Bau auch weiterleben und ungenutzt werden kann und nicht irgendwie in dreizig Jahren, ob so lebt wird.
00:55:04: Das große Problem ist, was wir in vielen anderen Sektoren sehen, dass das relativ neue Gebäude auf einmal nicht mehr richtig nutzbar sind.
00:55:11: Und das heißt genauso sehr, wie wir diesen Anzug maßgeschneidert haben.
00:55:15: in diesem Falle.
00:55:17: Ja, haben wir aber auch, kann man sagen, ein Bild beschreiben, aber extra Nähte vorgesehen oder so, wo man später was ändern kann.
00:55:25: Und das heißt, es gibt eine Strategie, wie dieser Bauhorizontal und vertikal geteilt werden kann in unterschiedlichen Einheiten, aber auch in Zukunft auch unterschiedliche Nutzungen abbilden könnte.
00:55:36: Das ist auch ein Teil davon, zukunftsorientiert zu denken und und Nachhaltigkeitskonzept zu entwickeln.
00:55:42: Christian, ich würde an der Stelle, du weißt, dass ich das glaube ich schon mal gesagt habe, ich finde das super interessant, dass man die Nachhaltigkeit eines Gebäudes nicht nur an der Effizienzklasse der TGA-Elemente bemisst oder an der Anzahl der Solarpaneele, sondern tatsächlich... Ich sage mal so ein bisschen, dass meine ich sehr, sehr positiv.
00:56:00: back to the roots, sag ich mal, wie alte Baumeister gedacht haben.
00:56:04: Also für mich ist immer das beste Beispiel, als ich mal in der Alhambra war, bei vierzig Grad Außentemperatur.
00:56:09: Und ich habe in dem Gebäude überhaupt nicht geschwitzt und da gab es keine einzige Klimaanlage, dass sich die Architektur auch darauf, sag ich mal, ein bisschen zurück besinnt, nicht eine Südfassade voll verglasst auszurichten und sagen, wir machen das halt mit Klimaanlagen wieder kühl innen drin, sondern dass man wirklich Das Gebäude auch von Anfang an nachhaltig und energieoptimiert denkt.
00:56:30: also was mache ich wohin welche Fassaden seid es wo finde ich einen tollen Ansatz dass die Architektur auch dahin vielleicht zurückgeht.
00:56:38: Ich bin ja jetzt kein Fachmann in der Stelle aber diese Gedanken wieder aufgreift im Gebäude von Anfang an auch intelligent zu planen was das angeht weil das das konnten wir ja auch schon mal das finde ich sehr sehr interessant.
00:56:49: Das ist eine der ganz großen Herausforderungen der Architektur heute ist dieses Simpler Bound und die low-tech bauen, wie es so schön heißt.
00:56:57: Also jetzt ist eine Bank kein low-tech Arbeitsplatz.
00:57:00: Insofern wäre das hier der falsche Begriff, denn das ist natürlich allein durch die Nutzung ein hohe technische Anforderung dort.
00:57:06: Aber generell, würde ich sagen, im Bauen ist das eine der ganz großen Herausforderungen.
00:57:11: dass es eben auch etwas, was in Skandinavien sehr stark vorangetrieben wird.
00:57:15: Wir haben ja inzwischen bindende CO-Zwei-Obergrenzen für das Bauen in Skandinavien in der verbauten Energie.
00:57:21: Nicht in der Benutzungsenergie, so das auch, aber was wir überhaupt an Energie reinstecken können in Gebäude.
00:57:29: Und das führt zu ganz konkreten Abwägungen.
00:57:31: Was ist eigentlich richtig wichtig und was können wir eigentlich weglassen?
00:57:35: Ich möchte noch mal beim Thema Materialien, bin ich noch mal hängen geblieben.
00:57:39: Ich habe das wahrgenommen, als wir draußen auf diesen Balkon oder um, wie nennt man es dann, Terrassen, sozusagen, draußen waren, mit den Solarpanelen.
00:57:52: Das klingt jetzt, da hat jetzt jeder ein Bild im Kopf und denkt, da stehen irgendwelche aufgeständerten Teile auf dem Dach.
00:57:56: Nee, nee, das muss man schon erklären, dass das so nah Panäle sind, die sind nämlich so perfekt und elegant in die Fassade eingelassen, dass man sie als solche gar nicht wahrnimmt, wenn man es nicht weiß.
00:58:09: Genau und das war auch sehr, sehr wichtig.
00:58:10: Wir wollen das nicht unbedingt plakativ machen.
00:58:12: Also wir haben da als Garninabien auch schon Projekte realisiert.
00:58:15: Deshalb haben wir auch schon diese Erfahrung mitgebracht, dass es inzwischen erstens gibt es natürlich einfach bessere Produkte, mit denen man arbeiten kann.
00:58:22: Aber eben, dass solche Solarfassaden nicht nur etwas Leistung bringen, sondern man kann sie tatsächlich auch ästhetisch bearbeiten.
00:58:28: Also das ist daraus verspannendes machen.
00:58:31: Das ist das, was man feststellt, wenn man durchs Gebäude geht.
00:58:33: Es ist eigentlich jedes Detail mit sehr viel... Gedanken bedacht worden und eigentlich perfekt gemacht worden, muss man muss man sagen.
00:58:42: Deshalb finde ich auch jetzt für uns hier mal darüber zu reden, wie geht man an so ein Projekt heran.
00:58:47: Ist schon eine gute Anregung.
00:58:49: Vielleicht kann man es auch gar nicht immer hundert Prozent so durchziehen, wie sie es hier jetzt konnten, aber Teile dieser Gedanken einfließen zu lassen in neue Projekte, glaube ich, ist extrem wichtig.
00:59:04: Wir haben schon darüber gesprochen, Sie haben ja auch schon Preise bekommen für dieses Gebäude.
00:59:11: Vielleicht nehmen Sie uns da nochmal zum Abschluss mit, wenn so ein Gebäude preiswürdig ist, dass diejenigen, die es planen und bauen, begeistert sind.
00:59:19: Das ist wohl häufig, häufig der Fall, dass man seine Arbeit gut findet.
00:59:23: Aber interessant ist ja eben auch, wenn andere es gut finden und wenn von außen drauf geschaut wird.
00:59:28: Das ist natürlich
00:59:29: spannend.
00:59:29: Das ist immer für uns auch spannend.
00:59:31: Eben wie werden die Gebäude auch genommen?
00:59:33: Wir haben ja immer so die dritte oder vierte Nutzerschaft.
00:59:36: Das ist ja immer so die Umwelt.
00:59:39: Die Architektur ist so eine Kunst, von der man sie nicht zurückziehen kann.
00:59:43: Und das ist natürlich auch eine Verantwortung für uns.
00:59:46: Und deshalb klar ist, dass das ganz positiv erfahren wird.
00:59:52: aufgenommen wird, was das für Gefühle hervorruft und eben auch, ob es für andere auch Sinn und Spaß macht, mit diesen Gebäuden zu leben.
01:00:04: Vielleicht noch mal für jemanden, der jetzt neugierig wird und sagt, ich bin interessant.
01:00:10: Was sind die großen Herausforderungen bei so einem Projekt?
01:00:15: Also vielleicht, was kann man auch ableiten, wenn ich sage, ich möchte an einem anderen Standort was Ähnliches tun?
01:00:19: Was muss ich im Blick haben?
01:00:21: Was sind so die, sagen wir mal, Top?
01:00:22: zwei, drei Learnings, die man so mitnimmt, auch für sie.
01:00:26: Es sind richtig viele, weil diese Prozesse sind ja so extrem kompliziert.
01:00:30: Also angefangen mit dem Baurecht und über die ganzen Abläufe und hier die ganzen Baustelle an diesem Ort, weil auch alles sehr eng und so.
01:00:40: können Sie auch mit anderen Fahrern darüber versprechen, wie viele Begrenzungen es doch gegeben hat und so was.
01:00:46: Am Ende sieht es dann sehr leicht aus.
01:00:48: Das ganz Besondere an diesem Gebäude ist, wenn Sie sich das Wendoring nach dem Wettbewerb anschauen und dann das Foto von dem Gebäude beiträchtigt.
01:00:55: Ich habe dasselbe aus dem gleichen Blickwinkel fotografiert und die beiden Bilder nebeneinander halt, dass ich keine Unterschiede habe.
01:01:01: Es ist genau so geworden, wie es eigentlich versprochen war, sagen wir mal.
01:01:04: Aber da zwischen stecken natürlich Innen-Hornprozesse und Herausforderungen.
01:01:09: Schwierigkeiten.
01:01:13: Ein paar Dinge ist erst einmal ganz wichtig, ist in diesem Fall erst einmal dieses Zusammenwirken mit der Stadt.
01:01:19: Ein Riesenthema, was im Moment ja auch in Deutschland vielerorts wirklich die Dinge behindert.
01:01:23: Also das sind die rechtlichen und städtebaulichen Begrenzungen, die es dort gibt und die Schwierigkeiten, die man oft hat, das aufzulösen und so etwas.
01:01:33: Was ist hier möglich gewesen, was eigentlich schon auch in Bernstern etwas Besonderes ist, muss man sagen, dass es gut geklappt hat.
01:01:41: Und dann aber eben auch wirklich bis hin jetzt in diesem Fall zu den Bauabläufen, weil ja eben durch Technik und durch andere Anforderungen einfach auch das Bauen viel, viel komplizierter geworden ist.
01:01:54: Das fängt natürlich schon in der Planung an, aber ist vor allem mit der Umsetzung ja dann auch das richtigheitliche Thema.
01:02:01: Da sind wir ja auch heute ganz anders als das in einem traditionellen Bauprozess, sagen wir vor hundertfünfzig Jahren oder so derfeilig gewesen wäre.
01:02:10: Das ist merkbar.
01:02:12: Das heißt, die Abläufe sind anders, die Planungen sind anders.
01:02:14: Das können wir ja auch darüber sprechen, dass das hier ein BIM-Projekt gewesen ist.
01:02:19: Aus gariger Sicht ist das für uns nichts Besonderes.
01:02:21: Das machen wir buchstäblich seit zwanzig Jahren.
01:02:24: Aber in Deutschland ist es eben ein Ansatz, in den Griff zu bekommen, was es inzwischen eigentlich an Komplexität im Bau und in sich hat.
01:02:33: Das heißt, es geht eigentlich auch gar nicht mit jedem Partner.
01:02:36: Das
01:02:36: ist tatsächlich, wenn man solche Prozesse machen muss, funktionieren.
01:02:40: Das ist eine der interessanten Dinge an dem Beam, auch wenn es nicht unbedingt so vertraglich so ein Gemeinschaftsthema ist, dann ist es auf jeden Fall in der Umsetzung absolut etwas, was partnerschaftlich funktionieren muss.
01:02:52: Und das war ja auch bei diesem Projekt ganz vordergründig, dass man partnerschaftlich bauen und entwickeln wollte.
01:02:57: Und das hat sehr gut funktioniert.
01:02:59: Martin sagt immer und das ist ja auch unsere gemeinsame Martin Philosophie.
01:03:04: Es ist eigentlich wichtig, dass die Parteien sehr früh am Tisch sitzen miteinander.
01:03:08: Das hätte man jetzt auch in diesem Gespräch voranstellen können, weil es ist eigentlich das, worüber wir auch gesprochen haben, dass gemeinschaftlich dieser Prozess eben sehr intensiv und offensichtlich hand in hand gut funktioniert hat.
01:03:18: Gibt es da noch Punkte, Martin, die noch wichtig sind aus deiner Sicht?
01:03:24: Ja, man merkt ja auch, also wir haben es ganz am Anfang gehört, dass das Miteinander Wichtig war zum Auftrag Geber mit den Nutzerinnen und Nutzern, aber natürlich auch mit der ausführenden Bauunternehmung an der Stelle.
01:03:37: Und wer, ich finde manchmal so die Sprache macht Leben, gibt es ja so ein Spruch.
01:03:42: Er war dann in der ganzen Thematik auch mit, wie bezeichnet man Berufe und so weiter, wenn man bei ihnen auf der Webseite schaut, steht bei der Projektreferenz unter ausführendes Unternehmen in Klammern Baupartner.
01:03:55: Und da steht nicht Auftragnehmer oder da steht kein Vertragsverhältnis, sondern ein Beziehungsverhältnis.
01:04:00: Und ich
01:04:00: glaube, dass das wording drückt halt viel vom Mindset im Projekt aus.
01:04:05: Weil am Ende, und da sind wir in Deutschland, glaube ich, noch ein Stück zurück, im Vergleich zu manch anderen Ländern, geht es ja erst mal darum, ein gemeinsames Projektziel zu erreichen.
01:04:16: Klar hat jeder da auch persönliche wirtschaftliche Interessen, aber Meine persönliche Meinung ist, und ich glaube, solche Projekte zeigen es, in partnerschaftlicher Zusammenarbeit erreichen eigentlich alle am ehesten in einer Win-win-Win-Situation ihre Projektziele.
01:04:29: Und das, glaube ich, zeigt sich vor allen Dingen, wenn man frühzeitig die Kompetenzen aus Architektur, Auftraggeberschaft und Ausführungsunternehmen zusammen an einem Tisch holt.
01:04:39: Ja.
01:04:39: Also das ist auch unsere Erfahrung und wir haben da aus Skandinavien auch schon länger solche Prozesse auf Partnerschaft oder mehr formelle Partnerschaftlichkeiten, die dort experimentiert wurden.
01:04:51: Tatsächlich ein Projekt, was das für uns ganz, ganz fantastisch exemplifiziert hat, ist das Projekt, was wir Lego realisiert haben.
01:04:57: bisher auch ein spannender Bau her mit hohen Ansprüchen und auch einfach ein Projekt, das Spaß gemacht hat.
01:05:04: Und das ist in einer Form von Partnerschaft realisiert worden, wo man es hatte keine Vergaben gegeben.
01:05:11: Man hat sich zusammengefunden auf Vertrauensbasis und hat das dann alles auch ohne Pauschalen realisiert.
01:05:22: Und der Bauherr hat parallel damit zu sagen aufgezeichnet, dass man damit nicht nur ein besseres Resultat, sondern Wirtschaftlichkeit auch genauso umsetzen könnte, wie wenn man das jetzt alles über Vergaben und Pauschale und so weiter gemacht hätte.
01:05:36: Und es ist einfach auch eine tolle Erfahrung gewesen zu zeigen, so kann man Qualität realisieren, die am Ende wirklich passt.
01:05:44: Ich würde mal sagen, zusammenfassen auch aus diesem Gespräch.
01:05:47: Also wir haben angefangen auch mit den Bedürfnissen und Gedanken der Menschen, die darin arbeiten.
01:05:52: werden und sollen in dem Projekt.
01:05:54: Es zieht sich durch, auch jetzt mit ihren letzten Worten.
01:05:57: Es sind dann wieder die Menschen und Beziehungen, die mit Vertrauen auf Vertrauensbasis und einer gemeinsamen Vision daran arbeiten.
01:06:04: Also wenn wir es mal von all den rechtlichen Hürden runternehmen, ist das auch ein bisschen back to the roots und Simplifizierung des Ganzen mit gesunden Menschenverstand und einer gemeinschaftlichen klaren Idee so etwas umzusetzen.
01:06:19: Dass wir dann heute natürlich abbilden müssen in all den Anforderungen, die da rechtlicher und organisatorischer Natur auf uns einwirken.
01:06:27: Aber das bleibt doch der Kern dann auch für so ein Projekt, um es zu realisieren.
01:06:30: Also ich muss dem anderen in den Augen schauen und sagen, ich möchte es mit dir machen und wir wollen gemeinschaftlich diese Idee realisieren.
01:06:39: Ganz genau.
01:06:40: Und deshalb ist es so wichtig, wenn ich davon spreche, was das Gefühl ist, vielleicht das falsche Wort, aber Werte ist extrem wichtig, dass wir dass wir dieselben Werte haben in solchen Prozessen.
01:06:50: Und damit entsteht dann auch der Sinn der Sache.
01:06:53: Und wenn es einen Sinn gibt, wenn wir alle wissen, warum machen wir das hier und wir finden das toll, dann geht das auch einfach
01:07:00: leichter.
01:07:02: Herzlichen Dank.
01:07:03: Wir werden sicherlich das Gespräch mit der anderen nochmal fortsetzen an anderer Stelle in einem anderen Format.
01:07:09: Für diesen Moment, da wir ja auch noch andere Blickwinkel auf das Projekt hier einbeziehen wurden, ist das ein toller Einblick durch die großen Glasflächen der Fassaden.
01:07:18: In das Projekt könnte man sagen, in die Seele des Projektes, in die Werte des Projektes.
01:07:23: Und ganz herzlichen Dank für diese Ein- und Ausblick.
01:07:27: Danke schön.
01:07:28: Ganz sehr gerne.
01:07:28: Vielen Dank.
01:07:30: Danke sehr.
01:07:32: Von der Idee der Berlin-Hüb.
01:07:35: über den Architekturwettbewerb und auch den sehr frühen Austausch mit dem Generalunternehmen Zyplin.
01:07:44: Hier gehen wir jetzt in den letzten Teil unseres Gesprächs hinein.
01:07:50: Das Ganze, was erdacht worden und geplant worden ist, muss jetzt auch gebaut werden und ist dann gebaut worden.
01:07:58: Hier sprechen wir jetzt mit der dafür verantwortlichen Gesamtprojektleiterin Anne Rach.
01:08:04: und freuen uns ganz besonders auf diesen Austausch.
01:08:07: Jetzt sind wir zusammen mit Anne Rach, die für Zyplin das Projekt begleitet hat.
01:08:13: Hallo Frau Rach und natürlich auch hier in der Runde, hallo Martin.
01:08:17: Hallo Herr Haag, hallo Herr Ferrer.
01:08:19: Ich freue mich hier zu sein.
01:08:22: Ja, hallo zusammen.
01:08:23: Ja, Frau Rach, wir freuen uns auch, dass Sie da sind, also die große Reise durch dieses Projekt.
01:08:31: Jetzt sind wir in dem Thema der Umsetzung dieser Projektidee und wir wollen heute gemeinschaftlich mit Ihnen einfach noch mal etwas tiefer auch in den Bauprozess reinschauen.
01:08:43: Wir fangen am besten gleich mal da an für Sie dieses Projekt, wenn man Bauingenieurin mit Leib und Seele ist.
01:08:52: Wie war das Projekt für Sie und wie war am Ende auch Ihre Rolle für die, die jetzt nicht so tief drinstecken?
01:09:00: Was war Ihre Rolle in dem Projekt?
01:09:02: Welche Bedeutung hat es für Sie?
01:09:05: Ja, also ich bin ja von Cyplin, also wir hatten die Rolle als General-Überunternehmer und ich war die Projektleiterin, die Gesamtprojektleiterin auf diesem Bauverhaben, habe dieses Projekt sozusagen geführt mit meinem Team zusammen.
01:09:20: und naja, das Projekt war für mich schon auch anspruchsvoll, komplex, vielschichtig, herausbordern, technisch orientiert.
01:09:32: Ja, aber eine tolle Erfahrung.
01:09:36: Hat auch sehr viel Spaß gemacht, ja.
01:09:38: Da steckt ja schon eine Menge drin.
01:09:42: Herausfordern komplex.
01:09:44: Was sind denn, kann man das überhaupt so an einer Hand abzählen?
01:09:48: Was sind denn so diese großen Herausforderungen in so einem Projekt gewesen?
01:09:51: Wie muss man sich das vorstellen?
01:09:53: Das kommt ja irgendwann bei Ihnen auf den Tisch oder klopft die Tür sozusagen.
01:10:00: Naja, es war halt ein sehr, sehr toller Entwurf, sage ich mal, ein sehr architektonisch anspruchsvolles Gebäude und auch, ja, wir sind sehr früh eingestiegen in der Planung auch schon und haben auch da die Haustechnik übernommen.
01:10:16: und Traktagsplanung und das ganze gesamtheitliche, dieses Zusammenspiel, dieser vielen Themen, das war schon... Ja, herausfordernd sage ich mal, da musste man sich schon als Haus war.
01:10:30: Das Haus ist ja toll, toll entworfen, aber hat natürlich auch... Dadurch viele Besonderheiten, viele unterschiedliche Grundrisse durch die Abtreppungen.
01:10:42: Es war nicht so einfach, die Haustechnik da unterzubringen und der Bauherr hat auch klare Vorgaben gehabt, wie er sich das wünscht, wie er sich das vorstellt, jetzt nicht nur der Architekt mit seinen ganzen Bereichen, wie will man arbeiten für die Mitarbeiter, sondern natürlich auch der Bauherr mit seiner Nachhaltigkeit und mit einem effizienten Gebäude.
01:11:02: Und damit war die Haustechnik natürlich auch extrem.
01:11:05: Wistig und dominierend auch an diesem Haus da.
01:11:09: Wenn ich bei dem Thema Nachhaltigkeit Christian direkt mal einsetzen darf, ist ja für so ein Leuchtturm-Projekt wie dieses jetzt ja kein Feldwald und Wiesenbau.
01:11:18: Was war denn hier an Nachhaltigkeitsaspekten so besonders in dem Projekt?
01:11:21: War das besondere Materialien oder?
01:11:25: Genau, wir hatten zum einen, da gab es ja noch das Bestandsgebäude am Anfang, das haben wir abgerissen und da haben wir schon eine DGNB-Zertifizierung Klartin erwirkt, sozusagen durch den Abbruch.
01:11:39: Die Materialien wurden das Orten rein entsorgt und sozusagen recycelt.
01:11:46: Und dann haben wir im Neubau, da haben wir ganz viele nachhaltige Themen eigentlich.
01:11:51: Also wir haben erstmal eine Geothermie mit sechzig Sonnen im Erdreich, hundert Meter tief, über die wir die Wärme gewinnen, die wir dann über effiziente Wärmepunkten in die Systeme wie Heizkühldecken und Betonkern-Temperierung verteilen.
01:12:06: Wir haben eine sehr nachhaltige Fassade.
01:12:10: Wir haben Naturstellen aus der Region.
01:12:12: aus Süddeutschland, den wir auch im Haus auf dem Boden teilweise eingesetzt haben und auch auf den Terrassen.
01:12:18: Wir haben TV-Module an der Fassade, auch eine große Besonderheit.
01:12:24: Photovoltaikanlagen an Hochhäusern, das Bibonisten-Hochhaus, ist noch sehr untypisch, vor allem auch in Berlin mit vielen Auflagen verbunden.
01:12:33: Wir mussten da eine Zulassung im Einzelfall erwirken, haben das aber letztendlich geschafft.
01:12:39: und Ja, es ist, glaube ich, so ein Vorreiterprojekt, wo man so eine FassadenTV überhaupt realisiert hat.
01:12:47: Und dann gibt es natürlich auch noch diese vielen grünen Terrassen mit Biodiversitätsdächern, diese fördern die Artenvielfalt.
01:12:54: Und wir haben eine Wasserspeicherung sozusagen.
01:12:58: Wir haben, kennt man ja, diese Schwarmstädte, das haben wir hier nicht, sondern wir speichern das gesamte Regenwasser auf dem Grundstück bzw.
01:13:05: lassen es da versichern.
01:13:07: Ja.
01:13:09: Das führt mich noch mal zu der Frage, weil sie das Grundstück ansprechen.
01:13:14: Also das Grundstück ist glaube ich voll ausgenutzt, liegt ja so an der Spitze da, eng zur Nachbarschaft, in der Bebauung.
01:13:21: Das ist schon ganz schön anspruchsvoll auch für den Bau, glaube ich, für Baustelle, Baustellen, Logistik, das Ganze drumherum.
01:13:29: Wie haben Sie das gelöst, wenn wir vielleicht da noch mal gedanklich einsteigen?
01:13:34: Ja, also natürlich die Innenstadtlage, die beengte Innenstadtlage, ist natürlich auch eine Herausforderung gewesen.
01:13:40: Zum einen gab es auf der einen Seite eine alte Villa von nineteenhundert.
01:13:46: Es war schon beim Abbruch nach Herausforderung, wenn da so ein altes Gebäude neben dran steht, dass da natürlich nichts in Mitleidenschaft gezogen wird, mit welcher Technik macht man das, wie macht man das.
01:13:56: Aber auch natürlich später, als wir dann wieder neu gebaut haben, die Anlieferung der Materialien.
01:14:02: Naja, wir haben uns da schon ein Logistikkonzept überlegt, das wir auch umgesetzt haben.
01:14:07: Wir haben dazu auch digitale Tools genutzt.
01:14:09: Da gibt es so Lieferkalender, da kann die Firma quasi live sehen, wann die Plätze frei sind, wann sie anliefern können, da können sie sich eintragen und so kann jeder Nachunternehmer seine Anlieferung sozusagen steuern.
01:14:26: Das war jetzt ein so ein Tool, aber wir hatten natürlich auch ein Logistikkonzept.
01:14:30: Ganz klar die Abstellflächen festgelegt.
01:14:33: Wir hatten einen Außenaufzug, der auch terminiert wurde.
01:14:37: Wer kann wann damit fahren, wenn es Lieferungen gab?
01:14:41: Ja, das war schon eine Herausforderung.
01:14:46: Für mich ist auch nochmal wichtig, dass man herausarbeitet an der Stelle.
01:14:48: Und das finde ich ist gerade gut rübergekommen.
01:14:51: Das Thema Nachhaltigkeit haben wir auch schon aus Bauherren und Auftraggeber und Planersicht besprochen, was das Gebäude angeht.
01:14:58: Aber man sieht auch, dass wir auch noch die Möglichkeit haben, in der Bauabwicklung einiges zu tun, hinsichtlich nachhaltiger Baustelle, nicht nur nachhaltiger Planung.
01:15:06: Das finde ich einen wichtigen Aspekt.
01:15:08: Dass es nicht bei der Planung endet, sondern auch in der Ausführung clevere Möglichkeiten gibt, nachhaltig zu wirtschaften.
01:15:14: Ja, wir haben bei Zyklien auch generell, das war auch bei diesem Projekt, so die nachhaltige Baustelle.
01:15:19: Also wir zertifizieren uns auch schon bei der DGNB nur für dieses... bauen sozusagen oder für diese Baustelle, nicht für das fertige Gebäude, sondern für diesen Bauprozess.
01:15:30: Das haben wir an der Stelle auch gemacht.
01:15:31: Und ja, wir haben natürlich auch in der Abwicklung jetzt nicht nur mit Materialien, sondern generell den Bauablauf haben wir natürlich auch digitale Tools genutzt, um diese Prozesse wie zum Beispiel eine Bienenkonstruktion und eine digitalen Taktsteuerungstafel und das natürlich auch so schlank wie möglich zu halten und so.
01:15:53: gut so wie möglich zu strukturieren und ja Verschwendung zu vermeiden sozusagen.
01:15:58: Und dann
01:15:59: geht ja auch Nachhaltigkeit mit Wirtschaftlichkeit einher, das haben wir oft besprochen Christian, dass das eigentlich ein Einklang sein musste.
01:16:06: Ja man sieht auch, dass dieser dieser, ich sag mal Dreiklang der beteiligen Parteien hier eben auch eine große Rolle spielt.
01:16:11: Also ich glaube ja auch einen Auftraggeber, der dem diese Themen alle auch wichtig sind.
01:16:16: Das spürt ja auch eine Rolle, also das Frau Rach, was möglich ist und was vielleicht auch ziblinintern schon für sinnvoll und gut hält.
01:16:23: Das muss ja auch einen Auftraggeber mitgehen in weiten Teilen und unterstützen.
01:16:28: Und ich glaube, das ist hier auch eine Besonderheit in dem Gebäude.
01:16:31: Also sie haben eben schon diese nachhaltigen Abbruch sozusagen skizziert.
01:16:37: Wie sieht das mit dem Gebäude selber aus, wenn wir da Richtung... Zertifizierung schauen, wird das auch diesen Standard erreichen?
01:16:46: Ja,
01:16:47: ja, das wird auch diesen Standard erreichen.
01:16:49: Angestrebt ist DGNW Plating und wir haben auch schon, also der offizielle Schein ist sozusagen noch nicht da, aber ja, wir werden das erreichen.
01:16:59: Die Punktzahl ist da.
01:17:00: Wir haben alles umgesetzt, um die Punkte zu erreichen.
01:17:05: Sie haben das eben schon angesprochen, auch beim Rückbau des alten Gebäudes.
01:17:08: Also mich interessiert das rein praktisch auch noch mal.
01:17:12: Wir hören immer, Martin auch nur, Nachhaltigkeit ist dann gut, wenn es nichts kostet in Anführungszeichen bei vielen.
01:17:20: Das ist ja doch auch ein Aufwand, wenn man so ein Gebäude so rückbaut, wie sie es jetzt getan haben.
01:17:25: Was sind da die Herausforderungen, worauf muss man da achten und wo sind auch die Vorteile, wenn man da so herangeht?
01:17:31: Ja, also das ist auch ein administrativer Aufwand.
01:17:37: so ein Rückbau zu zertifizieren.
01:17:39: Also man muss das ganz genau dokumentieren.
01:17:41: Es wird halt jeder Stoff für sich getrennt und nachgewiesen entsorgt sozusagen.
01:17:49: Wobei auch die Technik bei diesem WGNB zertifikat eine Rolle spielt, wie man abricht.
01:17:56: Ist das staubintensiv oder emissionsarm?
01:18:01: Das kommt auch noch nicht dazu.
01:18:03: Da gibt es dann verschiedene Möglichkeiten, wie man das umsetzen kann.
01:18:08: Konzepte, die man vorher ausarbeitet, bevor man loslegt und die dann auch umsetzt.
01:18:15: Also ich würde an der Stelle, Christian, wir sprechen, oder wir sprechen ja immer, wenn wir über Nachhaltigkeit sprechen, immer automatisch über, sag ich mal, das Umweltthema, über Ressourcenschome.
01:18:25: Aber ich finde, es gibt ja mehrere Dimensionen der Nachhaltigkeit, auch die Art und Weise, wie wir zusammenarbeiten.
01:18:30: Und da würde ich gerne so ein bisschen auch nochmal die Kurve drauf kriegen.
01:18:34: Auch das ist ja in dem Projekt jetzt.
01:18:36: Kein Null Acht Fünfzehn Projekt der Zusammenarbeit.
01:18:39: Gut Züblin ist da jetzt vielleicht nicht derjenige, der mit so Themen häufig konfrontiert ist in der Dimension der Projekte.
01:18:44: Aber der klassische Bauablauf ist der Einheitspreisvertrag mit Abrechnung und Co.
01:18:51: Da haben wir hier einen ganz anderen Ansatz.
01:18:52: Vielleicht aus Sicht derjenigen, die es dann vor Ort auch leben mussten.
01:18:57: Wie ist denn hier tatsächlich auch die Zusammenarbeit gelebt worden?
01:19:01: Was hat das auch für Folgen?
01:19:03: für den Projekt ablaufen, vielleicht auch für den eigenen Arbeitsalltag.
01:19:07: Also wir hatten hier eine sehr enge Zusammenarbeit und sehr enges Miteinander.
01:19:13: Die Projektbeteiligten waren halt alle sehr früh mit eingebunden.
01:19:17: Sowohl klar der Bauherr, der Architekt, den Worstarchitekt, aber auch die Planner, die wir dann mit ins Boot genommen haben und die ausführende Firma.
01:19:24: Und man hat sich zum Beispiel darauf geeinigt, dass man eine gemeinsame Projektplattform nutzt.
01:19:30: So kann dann jeder zu jeder Zeit immer aktuell den Planungsstand sehen und dämtliche Dokumente und Abstimmungen, die es gegeben hat in dieser Planung.
01:19:39: Es gab wöchentliche Planungsbesprechungen und später eine Ausführung natürlich auch weiterhin.
01:19:44: Wöchentliche Besprechungen mit dem Auftrag Geber, mit den Planern, Begehungen auf der Baustelle.
01:19:51: Und ja, dann gab es natürlich ein Bauprozess, auch mit unseren Nahunternehmern, Abstimmungen.
01:19:57: Wir haben eben diese Scene Construction gemacht, da gab es diese digitale Tagsteuerungstafel.
01:20:02: Da trifft man sich dann jeden Tag und schaut genau rein, wer hat heute welche Aufgaben, in welchen Bereichen wird gearbeitet.
01:20:09: Ja, also da gab es auch schon einige Dinge, die wir genutzt haben.
01:20:14: Wir haben bei den Planern oder mit dem Bauern auch ein eigenes Bimm-Modell benutzt.
01:20:18: Das haben wir vom Anfang bis zum Ende eigentlich durchgeführt.
01:20:22: Der Architekt hat es aufgesetzt.
01:20:23: Wir haben es übernommen in unserer Planung.
01:20:28: sozusagen jetzt der Bauherd es wieder übernimmt oder genommen hat und daraus auch nutzen zieht in einem betreibendes Gebäude.
01:20:38: Das ist ja das, Martin, was darüber wir auch oft reden, dass man keine Brüche in den Daten hat, dass wir hier konsistente Datenstrukturen praktisch haben und dass wir in so einem Projekt alle in einem Modell arbeiten, über den im Grunde der gesamten Lebenszyklus des Projektes.
01:20:55: hinweg.
01:20:56: Das ist ja noch nicht Standard.
01:20:57: Also das macht ja auch für alle Beteiligten eine gewisse Herausforderung, die damit einhergeht.
01:21:05: Also Zyplin ist da ja schon professionell auch unterwegs.
01:21:09: Wie ist das mit Projektpartnern?
01:21:10: Sind da alle schon auch in der Lage, diese Anforderung mitzugehen, die damit doch auch einhergehen?
01:21:18: Nein, also ich sage mal natürlich auf klarer Seite.
01:21:22: Ja, weitestgehend.
01:21:23: Also muss man auch sagen, natürlich der Entwurfsarchitekt.
01:21:27: Sowieso, der kommt ja aus Dänemark, die sind da nochmal ganz anders unterwegs als wir in Deutschland.
01:21:32: Aber auch wir hatten trotzdem dann mit unseren Planern und dem Architekten und unserem BIM-Koordinator auch schon einige Abstimmungsrunden.
01:21:40: Und wir haben diesen BIM-Abwicklungsplan, den man da zu Beginn des Projektes zusammen abstimmt, auch fortgeschrieben.
01:21:46: Und Standards festgelegt, was kann wer, wie können wir es machen?
01:21:51: Aber in Bezug auf unsere Nachunternehmer, die Firmen, die dann quasi die Einzelgewerke machen in unserem Auftrag, die sind noch nicht so gut aufgestellt, muss man ehrlich sagen.
01:22:03: Und es ist natürlich auch, klar, da gibt es große Firmen, die dann schon auch TrID vielleicht planen, aber dass es auch in der Ausführung wirklich genutzt wird, ist die Seltenheit.
01:22:14: Das sei jetzt jemand mit dem iPad, ein TrID-Modell.
01:22:18: Umläuft.
01:22:18: also die Projektleiter und Bauleiter von den Nau- und Dämmen, haben ja iPad und haben auch Pläne, aber dass man im Modell da immer guckt, haben wir natürlich vereinzelt gemacht, weil wir, wie gesagt, wahnsinnig viel Technik verbaut haben und es auch sehr komplex war und es auch sehr hilfreich war, wenn man mal die drei-D-Pläne reinschauen konnte, wie eigentlich, wir haben immer gesagt, mit den Leitungen und Einbauteilen Tetris gespielt wird.
01:22:43: Wie kriegen wir es rein?
01:22:46: Das sind die Herausforderungen.
01:22:47: Wenn man so mal schaut, wie weit sind wir denn mit dem Thema, wenn Sie so draufgucken, das ist ja nicht Standard.
01:22:52: Das ist schon dann hier ja noch große Kunst, sag ich mal, dass es dann so ist.
01:22:58: Wir machen das ja, weil wir im Grunde genommen nachhaltiger, schneller, preiswetter werden wollen, präziser werden wollen.
01:23:06: Wie weit sind wir da so aus Ihrer Einschätzung?
01:23:08: Dies projekt ja schon sehr weit, so nehme ich mit.
01:23:11: Aber so, wenn Sie mal über den Tellerrand hinaus schauen.
01:23:16: Es kommt immer mehr.
01:23:18: Wir merken schon, dass immer mehr Bauherren darauf großen Wert legen und das auch möchten, dass ein Bildmodell geplant wird und das auch umgesetzt wird.
01:23:26: Das ist jetzt auch schon auf dem Vormarsch.
01:23:29: Ich glaube, ohne kann man sich das eigentlich nicht mehr vorstellen.
01:23:33: Unsere Auftraggeber, die wünschen das schon durchgehend, ja, durchweg.
01:23:38: Sie haben ja eben gerade gesagt, einige Nachunternehmer tun sich noch schwer damit,
01:23:42: dass
01:23:42: wir diskutieren das auch öfter hier auch im Podcast.
01:23:46: Schieße ich mich irgendwann aus dem Markt raus, wenn ich mich da nicht schnell kompatibel mache.
01:23:51: Also werde ich irgendwann von den Zyplines und vergleichbaren Unternehmen sozusagen aussortiert oder auch vom Markt einfach aussortiert, wenn ich nicht digital kompatibel und anschlussfähig bin.
01:24:04: Ich denke, es kommt immer darauf an, auf das Gewerk und auf die Größe.
01:24:08: Aber sagen wir mal, wenn man so ein komplexes Projekt hat, wie das B-One, dann ist es unabkömmlich.
01:24:15: Also dann würde man ja aussortiert werden, wenn man das nicht mitmachen kann.
01:24:20: Also in so einem als GU oder GU, also da denke ich, ist es nicht möglich, wenn man da nicht mitmacht, dann hat man keine Chance auf den Markt.
01:24:33: Als kleine Firma, ich sag jetzt mal, ja, ein Maler, da ist es jetzt auch vielleicht nicht so relevant, aber ich sag mal, eine Haustechnik, da die Elektrofirmen, die großen, die befassen sich auch damit.
01:24:48: Aber wie gesagt, noch ein bisschen, ja, die sind noch so ein bisschen hinten dran, will ich nicht sagen, aber das
01:24:56: ist noch nicht nach
01:24:58: oben.
01:24:59: Christian, ich würde da gerne noch mal einhaken, weil ich glaube, dass mir das teilweise den NUs auch leichter machen können, weil ich glaube, man kann die auch ganz gut an die Hand nehmen, weil zum Beispiel das Handling von einem Bimm-Modell rein erstmal nur um sich es anzuschauen und vielleicht mal eben auszublenden, einzublenden, um zu sehen, wo geht denn jetzt zum Beispiel meine Leistung her, wo muss ich irgendwie aufpassen?
01:25:20: Also das geht tatsächlich auf ein Tablet einfacher als per WhatsApp lustige Katzenvideos an Kollegen zu schicken.
01:25:28: Deswegen... Ich glaube, wenn wir vom Pflasterer bis zum Trockenbauer, dem einfach mal sagen, hier nimm mal das Tablet in die Hand, die gibt es ja auch echt gut mit Bumper-Sicherung und Co.
01:25:37: und sagen, probier einfach mal aus.
01:25:39: Also die klassische Rolle des BIM-Nutzers, der gar nicht jetzt großartig Dinge modelliert oder einträgt, dann glaube ich, von der technischen Affinität, alle, die auf der Baustelle sind, verschicken tagtäglich lustige Videos per WhatsApp.
01:25:54: Und das ist in den meisten Viewer-Programmen nicht komplizierter.
01:25:58: Und ich glaube einfach, Die Leute einfach mal, dass sie die Hand drücken und ausprobieren lassen, glaube ich, dass die Hemmschwelle gar nicht so groß ist.
01:26:04: Wenn man das so ein bisschen vom Sockel runterhebt, das Thema und sagt hier, der erste Schritt ist nicht schwer, probier's einfach mal aus.
01:26:14: Ja, da müssen die Firmen... auch ein bisschen umdenken, also wir haben das schon erlebt, dass wir gesagt haben, im Modell kann man das gut sehen und da müsst ihr mal reinschauen, dann könnt ihr das besser vorstellen.
01:26:27: Und da wurde es, du kamen dann auch schon auch antworten, naja, unser Monteur hat keinen iPlette auf der Baustelle, der guckt da nicht rein, der hat einen Plan und soll da was hinbauen.
01:26:36: Und ja, da müssen wahrscheinlich auch die Narrenrämer, da kommt es wieder auf die Größe an, auch ihr Personal entsprechend ausstatten.
01:26:43: Das ist tatsächlich noch... sind die Vorarbeiter oder die Bauleiter, Projektleiter, die denn so was haben.
01:26:49: Aber der Monteur, der die eigentliche Arbeit macht, der kommt im Moment noch nicht mit dem iPad oder so einem Handy, das er da drauf gucken kann.
01:27:00: Aber
01:27:01: es ist eine wichtige Botschaft auch für solche Unternehmen, dass man sich da eben doch auch vorbereitet, in welcher Form man sich damit beschäftigt einfach und zunehmend kompatibler macht und auch seine Mitarbeitenden dann in die Lage versetzt, dort eben auch integrierbar zu sein.
01:27:17: Wer also mit dem veralteten Papierplan auf der Baustelle aufschlägt und der Kollege mit dem aktuellen BIM-Modell steht daneben, der hat ja erst mal ein gewisses Problem.
01:27:29: Da müssen wir weiterkommen.
01:27:31: Das führt ein Stück weit auch zu diesem Thema.
01:27:33: nochmal wieder, dieser menschliche Faktor.
01:27:37: Du sagst Martin, die Leute, die können das eigentlich, Menschen können viel, wenn sie wollen.
01:27:43: Jetzt sind wir im Bauen ja viele Jahre gewohnt, dass wir, na ja, ich will nicht sagen, gegeneinander bauen, aber vielleicht auch nicht gerade miteinander bauen.
01:27:51: Jetzt ist hier ein ganz anderer Ansatz.
01:27:53: Also dieses Teamorientiertere herangehen, auch von Zyplinen hier.
01:27:58: Dieses auch früher an den Tisch gehen, von Bauherrnseite offensichtlich gewünscht.
01:28:05: Wie muss ich mir das vorstellen in so einem großen Projekt?
01:28:07: Das ist ja jetzt keine kleine Baustelle.
01:28:10: Das sind nicht nur drei Leute da beteiligt.
01:28:12: Das sind viele Leute.
01:28:14: Es ist eine große Unternehmung, die da auf Zeit entsteht.
01:28:19: Wie gelingt das da, die Menschen in diesem ganzen Prozess beieinanderzuhalten?
01:28:23: Wir haben ja eben schon einige Meetings angesprochen, die es gibt.
01:28:27: Wie hat das angefangen?
01:28:29: Ja, es ist ja so ein Partnerschaftsmodell gewesen und wir haben sozusagen einen Wettbewerb mitgemacht und da hat der Bauherr sich mit seinem Bauherrnvertreter sozusagen einen Wettbewerb den Architekten ausgesucht und wir sind da quasi mit den Marktbegleitern gestartet und man hat sich den passenden Generalunternehmer ausgesucht.
01:28:54: und da sind wir dann eben ins Projekt gekommen, wie gesagt, ganz früh und haben dann auch die Planung übernommen.
01:29:00: Ja, das muss halt eine sehr enge Zusammenarbeit, das ist eine ganz offene Kommunikation.
01:29:05: Das muss natürlich ganz klare Zuständigkeiten geben.
01:29:10: Wer trifft Entscheidungen, also in welcher Prozesse werden da abgebildet?
01:29:16: Also diese Maßnahmen müssen schon vorher abgestimmt werden.
01:29:20: und dann ja Offenheit, Transparenz ist ganz wichtig.
01:29:24: Man hat ja eigentlich grundsätzlich alle die gleichen Ziel.
01:29:29: Man möchte ein tolles Gebäude effizient und kostengünstig hinstellen.
01:29:37: Aber es gemeinsam ist schaffen und dafür ist es ganz wichtig, dass man da sehr offen und transparent miteinander umgeht.
01:29:45: Und ja, durchs Besprechungen und viele Besprechungen oder enge Abstimmungen werden auch Entscheidungen schneller getroffen.
01:29:53: Das ist auch wichtig, um voranzukommen, Termine zu halten.
01:29:58: Wie verändert das Ihre Rolle als Projektleiterin im Vergleich zu früher?
01:30:03: vielleicht war, die ersten Baustellen, die Sie so kennengelernt haben?
01:30:07: Kann man das sagen?
01:30:08: Was verändert sich in der Rolle und den Anforderungen auch?
01:30:12: Sonst war es ja eigentlich in der Regel so, dass man eine fertige Planung bekommen hat und man war reinen fürs Baugeschäft zuständig.
01:30:21: bekommt man eine grobe Anforderung und jetzt fängt man von Anfang an an zu überlegen, wie kann ich den Bauern da was Tolles machen, was ihm auch gefällt.
01:30:31: Ich bin dann aber auch zuständig und verantwortlich für die Planung.
01:30:34: Also wenn man die übergeben bekommt, dann kann man sich relativ einfach melden und sagen, da stimmt das nicht, hier stimmt das nicht.
01:30:41: Aber in der Rolle Ist man von Anfang an dabei und hat auch die Verantwortung, die Kosten in einem gewissen Rahmen zu halten und die Planung so mit zu steuern und zu lenken.
01:30:51: und ja, so dass das alles in Zeit- und Kostenrahmen auch bleibt.
01:30:55: Das hat man natürlich als ausführenden, reinausführenden, man kriegt den Plan und dann hat jetzt die Zeit los geht's nicht.
01:31:03: Also noch stärker Unternehmerin der Baustelle kann man fast sagen.
01:31:09: Ja, man ist halt auch von Anfang an eingebunden.
01:31:12: Man kann natürlich dadurch aber auch viel mehr mit bewirken und effizienter gestalten, wenn man so früh mit dabei ist.
01:31:21: Martin, vielleicht nochmal für dich.
01:31:22: Du bist ja unser Digitalexperte hier, kann man sagen, was das Thema Projektsteuerung angeht.
01:31:32: Was bewege ich dich da, was das Thema digitale Projekte und Projektsteuerung angeht?
01:31:37: Ja, es geht einfach grundsätzlich.
01:31:38: bei der digitalen Projektsteuerung.
01:31:40: Also egal, welche Tools ich jetzt benutze, ob es jetzt BIM basiert ist oder ob es Baustellen-Apps einfach darum, dass sich die Informationen, die im Projekt vorliegen, irgendwo vorliegen, allen zur richtigen Zeit vorliegen und auch in einer gewissen Art der Zusammenarbeit vorliegen.
01:31:54: Und das kann man ja verschiedenster Art organisieren.
01:31:57: Eben haben wir gehört, es gab jetzt hier ein Projektraum, ein digitalen Projekt, ein Projektplattform.
01:32:03: Das ist halt schon mal ein gutes Thema.
01:32:05: Und dann kann ich das natürlich unterstützen, in dem jeder Beteiligte entsprechende Baustellen, Bauleitungs-Apps hat, die dann auf die Daten im Projektraum zurückgreifen.
01:32:13: Es geht vor allen Dingen einfach gar nicht um das Digitale im Vordergrund, sondern um das Informationsmanagement.
01:32:19: Und wie ich das dann handhabe, gibt es verschiedene gute Methoden, basieren dabei immer darauf, dass wir Informationen nicht suchen müssen, sondern sie tatsächlich direkt finden.
01:32:28: Und das ist eigentlich so der Kerngedanke dabei, weil die Entscheidungen am Ende treffen, das machen die Menschen mit dem Bausachverstand, mit der Methodenkompetenz, aber Das können sie halt besser, wenn sie auf Basis der richtigen Information die Entscheidung treffen.
01:32:43: Das ist eigentlich der Kern, den wir dann von der digitalen Seite irgendwie leisten müssen.
01:32:47: Dass das kein selbst.
01:32:48: Das können sie halt besser, wenn sie auf Basis die richtigen Informationen die Entscheidungen treffen.
01:32:51: Das ist der Kern, den wir von der digitalen Seite leisten müssen.
01:32:53: Das ist kein Selbstfertig ist als Spielerei.
01:32:54: Ich habe ein
01:32:55: iPad, sondern das iPad nutze das iPad dafür, dass ich die richtigen Informationen zur richtigen Zeit habe.
01:32:59: Und ich sage mal, diese digitale Taktsteuerungstafel, da ist der Terminplan abgebildet und diese Steuerungstafel ist freizugänglich nicht nur für die Nahunternehmer, sondern natürlich steht diese Tafel am Eingang des Objekts während der Bauphase und da können alle draufgucken, auch der Bauherr, dann weiß er immer.
01:33:21: Widerstand ist, wo wir eigentlich sein müssen.
01:33:23: Das ist auch ein Thema fürs Controlling.
01:33:25: Also auch Erkan hat dann nochmal ein bisschen die Möglichkeit zu schauen, sind wir im Terminsplan, sind wir in der Zeit, also ganz transparent.
01:33:34: Aber er hat da jederzeit Zugriff.
01:33:35: Wir haben damit auch über den Mindentakt natürlich auch unseren Nachweis oder unsere Bauzeit und Projektberichte gestaltet und haben die immer abgebildet, monatlich.
01:33:51: Für mich wäre es schön, wir haben uns jetzt ja auch über das eine oder andere Detail im Projekt schon unterhalten, wenn man jetzt im Nachgang auf so ein Projekt zurückguckt, vielleicht so auch als bisschen um auf die Zielgrade des Gesprächs einzubiegen, was war oder gibt es so einen Moment, so ein Highlight Moment oder ein besonderer Moment im Projekt, an dem man sich jetzt besonders erinnert?
01:34:11: zu dieser eine, ach, das ist mein Moment für dieses Projekt.
01:34:16: Es gibt ein tolles Haus, viele tolle Momente.
01:34:20: Aber ich sage jetzt mal so die von der Technik.
01:34:24: Also es war besonders, wir haben einen Foyer, eine zwölf Meter hohe Sichtbetonstütze.
01:34:30: Da hatten wir am Anfang überlegt, wie wir das in der Bauabwicklung hinbekommen.
01:34:34: Machen wir da einen halbfertig Teil so Steuerbetonstütze.
01:34:38: Wie betonieren wir die oder wie kann man die ausführen?
01:34:43: Und haben dann uns entschieden für eine Pappschalung.
01:34:47: Zwölf Meter hoch, Sonderanfertigung.
01:34:49: Die kamen dann da mit einem Sondertransport an, eine Schalung.
01:34:53: Die haben wir dann da gespannt aufgefädelt, der nächste Mal aufgestellt.
01:35:00: auch die, unser Nahrunternehmer, der den Rohbau gemacht hat.
01:35:04: Der Chef, alle waren da, weil es halt wirklich aufregend war.
01:35:08: Und wenn man so ein Sichtbeton gießt, auch nur eine Chance hat.
01:35:13: Dann kam der Beton, dann haben wir die gegossen, da mussten wir erst mal eingeschalten lassen.
01:35:17: und dann waren wieder alle, als wir ausgescheit haben, waren wieder alle da, haben zusammen erwartungsvoll auf den Kran geschaut, als er die Röhre hochgezogen hat.
01:35:28: Stütze ist teuer geworden.
01:35:29: und als man dann, sag ich mal, das Foyer von B-One gesehen hat, wie die Stütze da drin steht und wie das dann später wirkt, als man dann erkannt hat, wie wir beeindrucken.
01:35:40: Dieses Foyer macht einen totalen Wow-Effekt, wenn man da reinkommt.
01:35:46: Das ist schon toll.
01:35:47: Das ist ein toller Entwurf, aber auch eine tolle Ingenieurkunst.
01:35:51: Ja.
01:35:52: Dem kann ich nur zustimmen.
01:35:54: Mich würde noch mal interessieren, Frau Racht, wenn man jetzt so selber, ja, das von Null auf, eigentlich von Minus auf, ja, hoch gebaut hat vom Abriss und der Baugrube dann, bis es fertig ist.
01:36:05: Wo ist Ihr Lieblingsplatz in dem Gebäude jetzt?
01:36:08: Oh, der Lieblingsplatz.
01:36:11: Wenn
01:36:11: Sie jetzt einen Tag da verbringen könnten, Gebäude ist leer.
01:36:14: Wo würd ich sie finden?
01:36:16: Im vierten Obergeschoss auf einer Teamfläche, also zum Austausch, da gibt es einen doppelgeschossigen Bereich.
01:36:24: Viertes, fünftes Obergeschoss und da im Sommer, also gerade ist ein bisschen trist draußen, aber wenn wir da im Sommer waren, wenn man dort sitzt, dann sitzt man eigentlich in der Baumkrone.
01:36:36: Das ist eine ganz tolle Aussicht, also über zwei Etagen Glasbassade und man schaut einfach in einen Baum in die Krone.
01:36:44: Stark.
01:36:45: Ja, also merke ich mir, wenn ich mal wieder da bin, dann suche ich den Platz da nochmal.
01:36:52: Jetzt haben wir wirklich so ein Leuchtturmprojekt dahin gebaut.
01:36:57: Wenn jetzt andere hier zuhören und sagen, jetzt habe ich doch viel gehört, wir haben jetzt in unserem Gesamtgespräch den Architekten, den Bauherren, sie als ausführendes Unternehmen zu Wort kommen lassen.
01:37:09: Was kann ich so lernen aus so einem Projekt, wenn ich irgendwo sitze und denke, Das klingt alles gut.
01:37:16: Ich würde mir sowas auch für meinen Bürogebäude oder meinen Bauvorhaben irgendwie vorstellen.
01:37:21: Was sind so die zwei, drei Dinge, die ich wissen muss oder mitnehmen muss, damit das gelingt?
01:37:28: Ja, die Lernen-Learnings sind eigentlich so Planung und Vorbereitung und alles.
01:37:32: Also man muss halt, ja, priorisieren, früh einsteigen in der Planung.
01:37:38: Ich denke auch, das ist... wistig und hilfreich ist, dass im GU oder wir als Diplinen von Anfang an mit dabei sind, weil wir schon, wir haben technisches Know-how, wir haben intern sehr viele Abteilungen, Ingenieure, Fachbereich, an denen wir uns bedienen können.
01:38:00: Themen müssen am Anfang priorisiert werden, es müssen verbindliche Freigaben der Planung erfolgen, damit man diese ganzen Unklarheiten oder Schnittstellen einfach nicht aufmacht, beseitigt oder auch nicht aufmacht.
01:38:14: Kommunikation ist ganz wichtig.
01:38:18: Man muss auch mal sagen, wenn es nicht läuft oder wenn es gibt, was einen stört, aber auch generell Kommunikation einfach, um auf kurzen Wegen schnelle Entscheidungen zu treffen.
01:38:33: Und natürlich eine gute Baustellenorganisation.
01:38:35: Eine saubere Logistik, die Qualitätskontrollen, frühzeitige Materialdisposition und digitale Prozesse.
01:38:44: Ganz klar.
01:38:46: Wie bauen wir denn in fünf oder in zehn Jahren?
01:38:50: Verändern sich die Projekte deutlich weiter in Themen, die wir heute diskutiert haben?
01:38:55: Oder was sehen Sie da, wenn wir die Glaskugel mal in die Hand nehmen?
01:38:59: Ja, wir sehen schon, dass Die Bauherrn immer mehr auf dieses Partnerschaftsmodell gehen oder ans Früh mit einbinden.
01:39:08: Man merkt es jetzt sogar, man merkt es auch ein bisschen im öffentlichen Sektor.
01:39:13: Auch da gibt es Partnerschaftsmodelle, wo wir viel mit der Planung zu tun haben oder viel Planung machen.
01:39:25: Ja, ich denke, das wird immer mehr, weil die Dinge werden ja auch immer komplexer.
01:39:29: Ich meine, Nachhaltigkeit ist ein großes Thema und es entwickelt sich so viel Fortschritt, neue Dinge.
01:39:37: Und ja, ich glaube, das war jetzt ist ein sehr zukunftsrechtliches Projekt als quasi der Einstieg in.
01:39:46: Ich denke, das wird immer mehr so werden wie jetzt das B-One, das ist halt ein Vorreitermodell, würde ich fast schon sagen.
01:39:55: Martin und ich, wir sind ja jetzt um die Weihnachtszeit hier rum, wenn Martin und ich Ihnen einen Wunsch erfüllen könnten für Ihr Berufsleben.
01:40:03: Also wir wollen jetzt nicht zu weit ausübern hier für Ihr Berufsleben.
01:40:07: Und Sie sagen für das nächste Projekt so, das könnte da irgendwie, da könnte ich mir wünschen, eine Sache wünschen, die in dem Projekt irgendwie sein sollte, funktionieren sollte.
01:40:20: Könnten Sie da einen Wunsch formulieren?
01:40:24: Ein Wunsch, naja, also Wichtig mir ist wirklich die Zusammenarbeit, das Miteinander.
01:40:32: Das wünsche ich mir eigentlich für jeden in seinem Job, dass es auch angenehm ist, dass man da gerne mit den Menschen zusammen Werteschaft und Dinge entwickelt und abwickelt.
01:40:46: Also das Miteinander.
01:40:48: Ein Baupartner, der... Ja, mit einem auf einer Wellenlänge ist, mit dem man da gemeinsam ein tolles Projekt realisieren kann.
01:41:01: Ja, Christian, ich glaube, ein super Schlusswort.
01:41:03: Mehr können wir auch dazu nicht sagen.
01:41:05: Von meiner Seite vielen Dank fürs Gespräch.
01:41:08: Auch für die detaillierten Einblicke in dieses tolle Projekt, was aber nicht nur um das Projekt gehen soll, sondern auch eigentlich als Leuchtturm zeigt, wie man Stand of the Art bauen kann.
01:41:18: Von meiner Seite vielen Dank.
01:41:20: Ja, von meiner Seite auch vielen Dank.
01:41:22: Ich wirklich gefreut hier zu sein und vielleicht gibt es beiden neues tolles Projekt, über das wir reden können.
01:41:29: Ja, sehr gerne.
01:41:30: Frau Rach, vielen Dank für die Einblicke und auch die Ausblicke.
01:41:34: Und mich freut natürlich wirklich besonders, dass der Mensch doch immer auch noch bei aller Technik, über die wir ja hier auch begeistert gesprochen haben, eine ganz zentrale Rolle spielt.
01:41:44: Und uns das nicht abhanden kommt, vielleicht sogar noch wichtiger wird.
01:41:47: Und das auch für eine Bauingenieurin ein Herzenswunsch ist, dass das Müttern an der Gut funktioniert.
01:41:51: Toll.
01:41:52: Vielen Dank.
01:41:54: Und Martin natürlich auch danke an dich für die guten technischen Blicke auf das Ganze.
01:42:00: Also tschüss, schöne Weihnachtszeit.
01:42:01: Tschüss,
01:42:02: danke.
01:42:06: Am Ende dieser Projektreise steht für mich vor allen Dingen eines die Erkenntnis, dass wenn drei Parteien wollen, und an einem Strang ziehen und nach dem Motto wir bauen miteinander auf ein gemeinschaftliches Ziel hin, wirklich extrem viel möglich ist.
01:42:27: Es braucht dafür einen anspruchsvollen und fordernden Auftraggeber.
01:42:33: Es braucht dafür, wie wir auch gehört haben, ein Architekturbüro mit entsprechender Expertise und Ideen.
01:42:42: Und es braucht dann insbesondere am Ende auch eines der Unternehmen, die die Kompetenz haben und das technische Know-how mitbringen, ein solches Projekt nicht nur technisch, sondern auch logistisch und unter Aspekten der Nachhaltigkeit zu realisieren.
01:43:01: Wir haben gelernt, das ist noch nicht Standard in allen Projekten.
01:43:07: Da ist noch Luft nach oben und so bleibt auch für Martin und mich der Appell an alle, die hier zugehört haben und die sich mit der Frage beschäftigen, wie werden wir den zukünftig bauen und welche Projekte werden wir zukünftig bauen, sich hier technisch weiterzuentwickeln, sodass wir mehr solcher Projekte in Zukunft haben werden, die das Thema Nutzerorientierung, Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit in Verbindung mit intelligent verbauter Technologie eingebettet in den entsprechenden Ort, an die entsprechende Stelle, in die Umgebung realisieren können.
01:43:49: Hier noch einmal von unserer Seite ganz herzlichen Dank an die tollen Gespräche, an die Offenheit, an die Einblicke, an alle Partnerinnen und Partner hier auch in unserem Podcast Projekt.
01:44:02: Und wir wünschen allen hier, die dieses Projekt begleitet haben, dass sie mit guten Erfahrungen und guten Erinnerungen und einem guten Miteinander, insbesondere für die Berlin-Hypia, dieses Objekt bewohnen werden und mit Leben füllen werden und dass alle anderen, die daran beteiligt gewesen sind, immer wieder gerne dahin zurückkommen, um vielleicht auch Erfahrungen weiter auszutauschen und Inspiration für neue Projekte zu gewinnen.
01:44:33: Seien Sie da draußen offen und sprechen Sie hier die betreffenden Projektparteien gerne an.
01:44:41: Ich bin sicher, dass man hier gerne mit Rat und Tat und auch partnerschaftlichem Miteinander zur Seite stehen wird.
01:44:49: Also vielen Dank für dieses tolle Podcast, Projekt für die tollen Insights und alles Gute auch für das kommende Jahr für alle, die hier draußen zugehört haben und vielleicht über die Weihnachtszeit Inspiration aus dieser Folge ziehen.
01:45:07: Vielen Dank an Sie und Euch fürs Zuhören bei Zukunft Bauen, dem Zukunftspodcast für die Bauindustrie.
01:45:14: Wenn Euch der Podcast gefällt, würden wir uns über eine Bewertung freuen und natürlich darüber, wenn Ihr dem Podcast bei einem Podcast Provider Eures Vertrauens abonniert.
01:45:24: Wir freuen uns auf ein Wiederhören.
01:45:26: Bis bald.