#099 | Südafrika - Master-Studierende aus Aachen zu Besuch an der Stellenbosch University

Shownotes

Wir sprechen über die Exkursion, die Martin mit seinen Master Studierenden kurz vor Jahresende nach Stellenbosch in Südafrika unternommen hat. In der Nähe Kapstadts hat diese Exkursion an die renommierte Stellenbosch University geführt. Ein Ort, an dem Forschung, Praxis und gesellschaftliche Relevanz eindrucksvoll miteinander verknüpft sind Es wurde der Fachbereich Civil Engineering besucht, die Labore begutachtet und es wurden zahlreiche Baustellen in Augenschein genommen. Martin und seine Studierenden schildern Eindrücke vor Ort: von innovativen Bauprojekten über zukunftsweisende Infrastrukturmaßnahmen bis hin zu den sozialen Herausforderungen, denen das Bauen in Südafrika begegnet. Besonders im Fokus stehen Themen wie Brandschutz in informellen Siedlungen, der Bau kostengünstiger Wohnlösungen und der gezielte Einsatz von 3D-Druck und Vorfertigung. Die Reise zeigt eindrücklich, wie stark gesellschaftliche Rahmenbedingungen Forschung und Baupraxis prägen, aber auch wie man eine solche Reise mit Hilfe von Sponsoren organisiert – und welche Inspiration daraus auch für deutsche Hochschulen und Unternehmen erwachsen kann. O-Töne der teilnehmenden Studierenden geben authentische Einblicke in ihre Erfahrungen und Learnings. Eine Episode über internationale Perspektiven, gesellschaftliche Verantwortung im Bauwesen und die Bedeutung von Austausch und Kooperation – mit einem klaren Plädoyer für mehr Blick über den Tellerrand. - Spannende Einblicke in gelebte moderne Ausbildung auf Top-Level und Anregungen, wie es gelingt, junge Menschen für Ihren Beruf zu begeistern.

Themen in der Folge:

  • tudienreise mit Studierenden nach Südafrika
  • Besuch der Stellenbosch University, Fachbereich Civil Engineering
  • Internationale Unterschiede im Bauwesen
  • Baustellenbesichtigungen mit überraschenden Erkenntnissen
  • Brandschutz als Forschungsschwerpunkt in Townships
  • Logistik und Personal auf südafrikanischen Baustellen
  • Innovative Infrastrukturprojekte, z. B. erhöhte Kreisverkehre
  • Einsatz von 3D-Druck und Vorfertigung
  • Soziale Verantwortung und Low-Cost-Housing
  • Motivation und Perspektivwechsel bei Studierenden
  • Bedeutung von Sponsoring und persönlichem Engagement
  • Bauen als sinnstiftender, gesellschaftlicher Beitrag

In dieser Folge (Gäste und Links):

University of Stellenbosch, Civil Engineering

FH Aachen Fachbereich Bauingenieurwesen

Verlinkungen

Hosts und Podcast

Website: Christian Haak

Christian Haak auf LinkedIn

Website: Martin Ferger

Martin Ferger auf LinkedIn

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Präsentiert von: Zukunft.Bauen. | Der Haak & Ferger Zukunftspodcast für die Bauindustrie

Der Zukunftspodcast für alle, die sich für die Zukunft von Bauen & Leben interessieren.

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00:00:06: Moin aus Hamburg und Siehen und herzlich willkommen zu unserem Podcast für die Bauindustrie Zukunft Bauen.

00:00:13: Dem Zukunftspodcast für alle, die sich für die Zukunft von Bauen und Leben interessieren.

00:00:19: Wir sind Martin und Christian und wir werfen einen Blick auf die Zukunftsentwicklungen von Baubranche, Technologie und Lebenswelt und was diese für uns und für die Unternehmen der Branche bedeuten.

00:00:35: Ja, hallo Martin, wie geht's dir?

00:00:37: Hallo Christian, ja mir geht's gut, frisch zurück und darum soll's ja heute auch gehen.

00:00:42: Ja also bei dir ist ja sozusagen noch die Fluchtzeugluft frisch in den Lungen.

00:00:50: Gerade frisch gelandet aus woher?

00:00:52: Südafrika.

00:00:54: Also ich sehe es hier dir an, kann man leider nicht hören, aber eine gesunde Gesichtsfarbe und ein bisschen Sonne im Wesen und im Gesichtsausdruck hast du mitgebracht.

00:01:06: Du bist, und das ist ja wirklich etwas Besonderes, mit deinen Studierenden für die Fachhochschule nach Südafrika gereist, nach Stellenbosch und hast dort an der Uni geschaut, wie wird in Südafrika gebaut, was wird geforscht, welche Themen beschäftigen die Südafrikaner und hast da den deutschen Studierenden, ich glaube im Wesentlichen kannst du gleich selber sagen, wer da mit war, mal einen Eindruck davon vermittelt.

00:01:35: wo die Unterschiede sind in anderen Ländern.

00:01:38: Ein Thema, das wir ja in ganz vielen Folgen auch immer wieder hier mal thematisiert haben.

00:01:44: Das können wir von anderen Ländern lernen.

00:01:46: Was ist da das Besondere?

00:01:47: Und vielleicht können wir auch noch mal darüber reden, wie man so ein doch sehr spannendes Projekt aufsetzt und wie man sowas organisiert.

00:01:57: Also Martin, nimm uns mal mit.

00:01:58: Vielleicht mal ganz frisch.

00:01:59: Was sind so deine deine ersten allgemeinen Gesamteindrücke und was war die Intention hinter der Reise?

00:02:05: Also die Gesamteindrücke sind einfach sehr, sehr positiv.

00:02:09: Man sagt ja auch immer, wenn man nach Afrika reist.

00:02:11: Ich glaube, das gilt für alle afrikanischen Länder.

00:02:14: Man lässt immer ein Stück von sich da, weil einfach die Menschen sehr, sehr positiv einnehmendes Wesen haben.

00:02:19: Und das galt auch für uns dort, dass wir uns unfassbar wohlgefühlt haben, jetzt mal unabhängig von den technischen Aspekten.

00:02:25: Ja, und wie ist es zu dem Projekt gekommen?

00:02:28: Wurzelt es sich so, dass ich einen persönlichen Kontakt hatte zur Stellenbosch University, zu dem Chris Jürgens?

00:02:34: vom Department for Civil Engineering und dann in einer vorbereitenden Reise sozusagen mit ihnen das Ganze durchgesprochen habe und einfach, wie gesagt haben, das sind so viele tolle Eindrücke hier, da wollen wir die Studierenden dran partizipieren lassen.

00:02:51: Und das war erstmal der erste Vlog der gedanklich bei mir im Kopf war.

00:02:56: und dann ging es an die Vorbereitung und Organisation.

00:02:59: und dann ist natürlich bei so einem Vorhaben das Thema Geld immer ein wichtiges.

00:03:05: Da kann man sagen, das wäre nicht möglich gewesen ohne unsere wirklich tollen Sponsoren.

00:03:10: Da haben viele Unternehmen, wie gesagt, das unterstützen wir.

00:03:15: Und quer durch, also von großen Konzernen.

00:03:18: Ich habe die Liste

00:03:18: gelesen, das sind ja viele, viele tolle namhafte Unternehmen, natürlich auch gerade aus eurer Region, aber beeindruckend, wie ist dir das gelungen, die zu gewinnen?

00:03:28: Tatsächlich fast ausnahslos über persönliche Ansprache von Führungskräften und Beteiligten.

00:03:34: Also auch Kolleginnen und Kollegen, die hier schon im Podcast waren, haben sich beteiligt von den unterschiedlichen Unternehmen.

00:03:41: Es war meistens einfach das Telefonat oder die persönliche Ansprache mit einer Erklärung, was haben wir vor, um da, sagen wir mal, das Feuer zu entfachen und gesagt, würdet ihr das unterstützen?

00:03:53: Und dann, manche haben gesagt, ich nehme das mit.

00:03:56: Manche haben direkt zugesagt und dann auch die Höhe der Spende individuell bestimmt.

00:04:03: Und da kamen wirklich auch tolle Spenden heraus, also von dreistellig bis und vierstelligen Spendenbeträgen, sodass wir da dann auch wirklich eine gute Budgetbasis für diese Reise hatten.

00:04:19: Stark, also Feuer in Fachen, ich nehme mal vorweg, wir hören ja nachher noch ein paar O-Töne auch, die du unten aufgenommen hast.

00:04:26: Das Thema Brandschutz spielt in Südafrika eine Rolle.

00:04:29: Aber womit hast du hier das Feuer entfacht?

00:04:33: Was waren deine Argumente für diese Reise?

00:04:35: Kannst du das vielleicht nochmal ganz kurz zusammenfassen?

00:04:38: Wie überzeugt man so unternehmen, argumentatorisch?

00:04:41: Also ich glaube vor allen Dingen war es das Thema, dass ja nahezu alle, mit denen ich gesprochen habe, selber mal studiert haben.

00:04:47: Entweder Boungeoner, wir sind selber, oder wenn es kaufwendische Geschäftsführungen waren, Betriebswirtschaft oder was in die Richtung.

00:04:54: Und alle haben im Prinzip so sich zurückversetzt in ihre Studienzeit und gesagt, das hätte ich auch gerne als Studierender gemacht, nicht um jetzt da einfach nur eine Reise zu machen, sondern dieses Thema Blick über den Tellerrand, Erweiterung des eigenen Gedankens.

00:05:09: Das war im Prinzip das, was die immer gesagt haben.

00:05:11: Und der eine oder andere hat unsere Reise auch bei LinkedIn begleitet.

00:05:14: Wir haben das eine oder andere Posting abgesetzt und auch kommentiert genau mit diesen Themen, was lernen und dabei noch die Blicke erweitern, das ist genau das.

00:05:23: Und ich glaube, so Leute wollen die Unternehmen ja auch haben.

00:05:26: Die Unternehmen brauchen keine reinen Technokraten, keine Ja-Sage, sondern Leute, die vielleicht auch mal um die Ecke denken über den Tellerrand geschaut haben.

00:05:34: Und ich glaube, das war für viele so ein Kerngedanker, warum sie das unterstützen wollen.

00:05:38: Gehen wir beide mal gedanklich nochmal auf die Reise zurück und gehen gedanklich ans Cup.

00:05:47: Ihr wart eine gute Woche da.

00:05:49: Was habt ihr in der Woche konkret gemacht?

00:05:52: Natürlich bei wahrscheinlich schönstem Wetter und tollen Rahmenbedingungen diese Reise genossen auf der einen Seite, aber lass uns mal aufs fachliche Schauen.

00:06:01: Der Rahmen ist schön, aber was war so die Struktur der Woche?

00:06:06: Ja, also bei ca.

00:06:07: von zwanzig bis dreißig Grad Temperaturunterschied, zu uns hier in Deutschland gerade, haben wir uns natürlich auch touristische Highlights anschauen können, aber das war eigentlich eher so der positive Nebeneffekt.

00:06:19: Aber Das technische und inhaltliche war, wir haben uns an der Steinbosch University Forschungsschwerpunkte anschauen können.

00:06:26: Wir haben dort sehr interessante Vorträge bzw.

00:06:29: Workshops zu unterschiedlichen Themen aus Infrastruktur, Structural Engineering, Wasserbau, Baubetrieb, verschiedene Themen anhören können.

00:06:39: Dann haben wir uns ebenfalls an der Uni die verschiedenen Labore anschauen können, aber auch mit laufenden Forschungsprojekten sehr interessant.

00:06:46: Vielleicht haben wir hier mal rein, du hast ja auch mit einigen Studierenden darüber gesprochen, was die beeindruckt hat.

00:06:53: Lassen wir die doch mal direkt zu Wort kommen.

00:06:56: Was sind so die Kernimpressionen und Takeaways hier von der Reise nach Südafrika?

00:06:59: Erst mal, was Land und Leute angeht.

00:07:02: Ja, so hier in Südafrika habe ich festgestellt, dass die Leute schon sehr offensinnend generell mit der Kultur, mit dem Essen und die Impression mit der Natur auch drum herum ist einfach nur unglaublich schön.

00:07:15: Und bei unseren Besuchen von den Baustellen, was sind da so die Takeaways für einmal generell und vielleicht auch im Vergleich zu uns so in Deutschland und Europa?

00:07:24: Allerdings habe ich mir in die Baustellen etwas anders vorgestellt, also dass die nicht so freuschrittlich sind wie wir, aber es ist das genaue Gegenteil gewesen, tatsächlich, die sind.

00:07:37: sehr gut aufgestellt und sind in manchen Bereichen deutlich fortschrittlicher als wir bei uns.

00:07:44: Und dann haben wir noch die Uni besichtigt, auch mit Laboren und Vorträgen.

00:07:47: Was sind da so die Impressionen gewesen?

00:07:50: Dadurch, dass es in Südafrika eine große Hitze gibt, beschäftigen sich die Leute in der Uni auch vielmehr mit dem Thema Brandschutz.

00:07:58: Das ist natürlich sehr interessant.

00:08:00: Aber die Labore an sich, die haben mich selber Eindruck da, Wie soll ich das Wasserlabor noch nie gesehen habe?

00:08:08: Dann wollten wir sehen, wie so etwas in der Praxis umgesetzt wird.

00:08:11: Dann haben wir uns Baustellen angeschaut aus verschiedenen Gewerkebereichen.

00:08:17: Infrastruktur, Ingenieurbau, Hausbau, Erdbau.

00:08:22: Da kann man durch die Bank weg sagen.

00:08:24: dass, glaube ich, alle Studierenden was anderes erwartet haben, als wir es dann tatsächlich gesehen haben.

00:08:29: Ja, kannst du uns für die, wir können es jetzt ja leider nicht sehen, sondern hören, kannst du uns mal mitnehmen, wenn ich dort, fangen wir mal im Verkehrswegebau an, auf eine Baustelle komme, was ist dort bei euch aufgefallen?

00:08:40: Also vielleicht kannst du es nochmal auf den Punkt bringen, was sind die Unterschiede?

00:08:44: Wie wird dort gebaut, gearbeitet?

00:08:46: Genau,

00:08:46: also was einem erstmal auffällt, die Baustelle sieht jetzt, was die Maschinen-Technik angeht und so, gar nicht anders aus als bei uns.

00:08:52: großartig, also wenn wir auch Bagger mit GPS-Steuerung und alles gesehen.

00:08:57: Was man sieht, ist es in der Regel deutlich mehr gewerbliches Personal vor Ort, wo auch zum Beispiel Sicherungsposten mit kleinen Fanchen jeden einzelnen Fußgänger überweg sichern, einfach weil auch tatsächlich dort mehr Personal zu günstigen Konditionen verfügbar ist.

00:09:13: Ein

00:09:14: riesen Thema, das uns ja nachher nochmal beschäftigen wird.

00:09:16: Ja, genau, auf jeden Fall.

00:09:19: Und dass man teilweise aber auch wie auf der einen Baustelle, die uns über Peri vermittelt wurde, wir dort gesehen haben, dass man auch andere Konzepte fährt teilweise als hier.

00:09:29: Also hier wurde ein riesengroßer Kreisverkehr in zweiter Ebene als Brückenbauwerk gebaut mit vier Rampen, die da raufführen.

00:09:37: Also im Prinzip wie ein riesengroßes Autobahnkreuz bei uns als Kreisverkehr.

00:09:40: Hochgelegte.

00:09:41: Ja, hochgelegte, ausschließlich dafür, um dort in Zukunft den Public Transport, also den Bustransfer drüber laufen zu lassen, keine Autos, um das Thema öffentlichen Verkehr attraktiver zu machen.

00:09:54: Um die Verkehrssituation, man muss wissen, die Cap-Region ist sehr, sehr beliebt in Südafrika.

00:09:58: Ganz viele Menschen aus den anderen, zum größten Teil ärmeren Provinzen, streben dorthin.

00:10:02: Also es wird immer voller und voller.

00:10:04: Die haben tatsächlich mittlerweile ein Verkehrsproblem.

00:10:07: Und dadurch wollen die halt durch solche Baumaßnahmen, das ist ein Pilotprojekt.

00:10:10: Und wenn dieses Projekt glückt, sollen mehrere dieser planfreien Kreisverkehre mit Rampmann-Bindung folgen.

00:10:19: Also sehr, sehr interessant.

00:10:20: Das heißt, unten drunter läuft der normale Privatverkehr praktisch und oben drüber ist der öffentliche Verkehr.

00:10:29: Richtig, genau.

00:10:30: Interessante Idee und platzsparend.

00:10:33: Ja, tatsächlich städtebaulich, also aus deutscher Wahrnehmung schwierig.

00:10:38: Ich stelle mir vor jetzt in Hamburg City, ob wir da jetzt einen Kreisverkehr nochmal in die Luft bauen, wie das so städtebaulich aussieht.

00:10:46: Ist ein anderes Thema, aber da sieht man auch.

00:10:49: Die Probleme, die man hat, führen auch zu unterschiedlichen Mösungen.

00:10:55: Also hier ist ganz klar Priorität, wir müssen den Verkehr in den Griff bekommen.

00:10:59: Und da spielt jetzt erstmal der Städtebau vielleicht eine zweitreinige Rolle.

00:11:03: Mein Eindruck war jetzt auch aus den Äußerungen der Studierenden, dass man eben diese Unterschiede auch in den Schwerpunkten an den Hochschulen erkennt.

00:11:09: Also, woran wird geforscht, woran wird gearbeitet, wofür wird auch in dem Bereich Geld ausgegeben.

00:11:15: Das unterscheidet sich ja doch von Deutschland.

00:11:17: deutlich.

00:11:18: Also was sind da die Punkte, die dich da besonders beeindruckt haben?

00:11:25: Also wir haben ja jetzt vielleicht hören wir noch mal rein in zwei, drei Äußerungen der Studierenden.

00:11:29: An Teilweise waren natürlich schon irgendwie viele Parallelen auch zu uns, aber auch Auch natürlich Unterschiede.

00:11:35: Ich fand vorhin so in der Logistik bei der Baustelle, die wir in der Stadt gesehen haben, da war schon Unterschied da, wie das so logistisch gelöst wird.

00:11:46: Hier in Südafrika unterscheidet sich dann doch ziemlich von dem, wie es bei uns ist.

00:11:51: Aber es war sehr spannend.

00:11:52: Ich fand auch das Projekt von Peri sehr interessant mit dem Kreisverkehr über der Straße.

00:11:57: Sowas habe ich ich persönlich jetzt noch nicht gesehen.

00:12:00: Und ja, das war schon spannend, was sich da überlegt haben.

00:12:03: Das letzte noch, wir waren ja auch an der Uni, haben zum einen uns Forschungsprojekte vorführen lassen und zum anderen waren wir in den Laboren.

00:12:09: Wie ist da so der Eindruck?

00:12:10: Auch so erwartet oder wie sieht es aus?

00:12:14: Also die Labore haben wir natürlich bei uns so an der FVN Aachen nicht.

00:12:18: Wie ich es kenne, das war schon beeindruckend.

00:12:20: Also das Wasserlabor oder auch natürlich der ID-Drucker.

00:12:24: Also was die da machen, ist schon echt interessant, muss man sagen Forschungstechnik.

00:12:30: Ja, jetzt haben wir das gehört Martin.

00:12:31: Was sind so deine?

00:12:35: Man merkt einfach auch hier wieder dieses Problem-driven-Research sozusagen.

00:12:40: Also was sind unsere Pain-Points?

00:12:42: Und da haben wir schon andere als die in Südafrika vorherrschen.

00:12:46: Ein großes Thema ist natürlich das Thema Küstensicherheit, Wasserschutz.

00:12:50: Da wird sehr, sehr viel geforscht.

00:12:53: Wie können wir Küstenbereiche, Hafenbereiche sichern?

00:12:57: In Wellensimulationen durchgeführt in riesengroßen Laboren?

00:13:01: Das sind natürlich Themen, die wir zum Teil an Nord- und Ostsee haben, aber in anderen Dimensionen.

00:13:07: Ja, die Gewässer dort haben eine andere Kraft auch als bei uns.

00:13:12: Ja, also sehr, sehr interessant, dass das ein großes Thema ist natürlich.

00:13:16: Und das Thema dieser informal living, also diese Township-Thematik.

00:13:23: Sehr, sehr viele Menschen leben auf sehr, sehr kleinem Raum.

00:13:27: Ungeordnet, ohne Bebauungsplan und ähnliches zusammen.

00:13:30: Und da kommen dann halt solche Themen wie A. In dem Bestand, wie ist das Thema Brandschutz?

00:13:36: Also dieses Fire Department da hat sehr beeindruckt, auch mit Videos, wo man Modelle von Townships gebaut hat und hat mal ein Häuschen angezündet.

00:13:44: Wie schnell dieses ganze modellierte Township in Flammen stand.

00:13:48: Ich habe mir vorher ehrlich gesagt nie darüber Gedanken gemacht, diese Korrelation Township und Brandschutz, aber es liegt ja auf der Hand.

00:13:56: Ich habe das

00:13:56: selber schon auch in meiner Zeit in Südafrika erlebt, also in kleineren Township sozusagen, wo dann, weil dort sehr viel mit offenem Feuer eben auch gekocht wird und gearbeitet wird, wo dann einfach schnell mal ein paar Hütten abgebrannt sind, nicht das ganze, aber da sieht man einen schwarzen Rauch aufsteigen und dann weiß man, da sind wieder irgendwo zwanzig Hütten in Rauch aufgegangen und bei der Weitlöffigkeit des Landes ist das halt auch mit der Feuerwehr und dem Löschem nicht ganz so... einfach und so schnell getan.

00:14:26: Ja, also, aber da merkt man wieder, wie doch die Dinge, die vielleicht so weit auseinanderwirken wie eine hochmoderne Uni, ja, mit hochqualifiziertem Personal und Townships dann doch irgendwie wieder miteinander inhaltlich verknüpft sind.

00:14:40: Das fanden wir sehr, sehr spannend.

00:14:42: Und dann das Thema, wie können wir mit Bauverfahren kostengünstige Häuser erstellen, also diese Low-Cost-Haus ist.

00:14:51: Das war auch eine Baustelle, die wir sehen.

00:14:53: konnten und hat sich auch der Kreis geschlossen zwischen Forschung und Baustelle vor Ort.

00:14:59: Kleine Gebäude, wir würden hier fast sagen Tiny Houses, die man baut, zu möglichst niedrigen Baukosten, die dann an die Leute übergeben werden, um die aus den Townships rauszuholen.

00:15:11: Also in formellere Wohnformen hinein.

00:15:15: und auch da versucht man natürlich an der einen oder anderen Stelle mit Vorfertigung die Bauzeit zu reduzieren, weil für die ist interessanterweise nicht nur der Kosten ein wichtiger Faktor, sondern auch Bauzeit, weil wenn es zu lange dauert, dieses herzurichten, dann kommen die Bewohner wieder abhanden, weil die dann ungeduldig werden und nicht so lange auf ihr neues Häuschen warten.

00:15:37: Also sehr, sehr interessante auch die Geschichten, die dann teilweise in den Gesprächen mit der Bauleitung darüber kamen.

00:15:44: Und deswegen sieht man auch, beschäftigt sich eine Uni dort mit drei DB-Ton-Druck sehr intensiv.

00:15:48: Deswegen werden da auch vorgefertigte Elemente, wo im Prinzip nur noch dazwischen beigemauert werden muss, getestet.

00:15:57: Also interessante Ansätze, die fast alle Problem getrieben sind aus den Problemen der eigenen Sozialisation.

00:16:07: Mir schießt natürlich sofort das Motto unseres Podcasts ja auch wieder in den Kopf.

00:16:11: Wir beschäftigen uns damit, wie wir unsere Lebenswelt der Zukunft bauen und deine Worte zeigen ja wieder sehr eindrücklich, dass die Frage, wie wir bauen, was wir bauen, eben ganz stark davon getrieben ist, welche gesellschaftlichen Themen haben wir, wie bilden die sich bei uns im Land ab mit der Natur ab?

00:16:31: und mit welchen Themen müssen wir dann eben uns auch in der Forschung und im Bau insgesamt beschäftigen.

00:16:38: Also das heißt, das Bauen prägt immer auch die Art und Weise tatsächlich, wie wir leben und wie wir Probleme und Herausforderungen der Lebenswelt lösen.

00:16:48: Wir haben vorhin schon kurz darauf angespielt.

00:16:52: Wir haben dort unten natürlich mehr Menschen, auch mehr junge Menschen zur Verfügung.

00:16:56: Das heißt, viele Tätigkeiten, die bei uns inzwischen schon automatisiert sind, werden dort noch von Menschen ausgeführt, also im plakativen Sinne wirklich der eine Mensch, der irgendwo steht und eine kleine Flagge hält, um irgendwo Verkehr zu regeln.

00:17:12: Der steht dann eben nicht nur einer, da stehen dann eben zehn, wenn da irgendwo mehrere Zufahrten sind.

00:17:17: Das wäre bei uns undenkbar, da sind wir schon froh, wenn wir insgesamt zehn Leute auf irgendeiner Baustelle haben.

00:17:25: Für die Studierenden, die du mitgenommen hast, ist das ja auch ein neuer Eindruck vermute ich mal.

00:17:32: Die kennen ja auch nur die Situation.

00:17:34: Sie sind wenige, sie sind begehrt, es geht hier um Technologien, es geht um Automatisierung, all die Themen, die wir hier immer auch wieder diskutieren.

00:17:44: Was macht das mit denen, wenn die dann im Grunde eine ganz andere Welt dort sehen und wahrnehmen?

00:17:49: Was haben die sich oder was äußern die dazu?

00:17:53: Ich glaube, es bedarf dann einem relativ schnellen Umdenken im Kopf.

00:17:57: Also wir laufen über eine Baustelle und denken immer nur, wo könnten wir hier Personal einsparen und ersetzen.

00:18:03: Und das Thema hast du halt da in dem Form nicht.

00:18:05: Sogar gegenseitig, also auch Stimmen aus der Universität haben mir berichtet, es gibt wohl Quoten, dass ich einen gewissen Anteil des Umsatzes muss Arbeitskraft sein.

00:18:15: Das ist von der Regierung vorgegeben um.

00:18:18: Und ich muss auch Leute von vor Ort beschäftigen.

00:18:21: Diese Quoten hindern ja sogar darin, dass ich Innovationen voranbringe im Bereich Automatisierung, weil es mir gar nichts bringt, weil ich am Ende wieder dann die Leute daneben stellen muss.

00:18:30: Und das war, glaube ich, für die Studierenden ein Thema, wo man erstmal wirklich so ein Schalter umlegen muss, dass man jetzt andere Themen hat.

00:18:39: Vielleicht logistisch Herausforderungen, dass jetzt zum Beispiel das Netz an Zulieferern nicht so groß ist oder dass Transportwege länger dauern und, und, und, und, und, und das vielleicht auch Witterungseinflüsse andere sind.

00:18:51: Vielleicht, wenn man dann die Baustellen vor Ort sieht, wir haben hier eine Äußerung deiner Studierenden, Studentinnen, die gesagt hat, auch die Logistik auf den Baustellen ist ganz anders.

00:19:02: Sie ist da nicht tiefer darauf eingegangen.

00:19:03: Was hat sie gemeint?

00:19:05: Also es ist zum einen natürlich das, was wir schon gesagt haben.

00:19:08: Baustellen Logistik ist ja auch das ganze Thema Verkehrsregelung.

00:19:11: Also das wird hier sehr, sehr stark einfach durch Menschen gemacht, dass dort dann Tiefspersonal steht und den Verkehr regelt und sichert.

00:19:19: Ja und dann das Thema habe ich dort just-in-time-Lieferung oder nicht?

00:19:24: Ja, das ist einfach durch ein deutlich weniger ausgebautes Verkehrsnetz mit auch teilweise Stau-Situationen nicht so möglich wie jetzt bei uns, wo ich über Autobahnen anliefern kann und Schienennetz eher wenig existent.

00:19:40: Also ich muss die Logistik halt anders planen.

00:19:42: Ich muss wahrscheinlich auch eher mal mit unvorhergeseheneren Ereignissen rechnen.

00:19:47: Und das ist, glaube ich, vor allem das, was sie damit meinte.

00:19:51: Einer deiner Studierende hat ja auch geäußert, er könnte sich gut vorstellen, da mal ein Auslandssemester zu machen, unabhängig mal davon, dass wir alle wissen, es ist da sehr schön und man hat da auch in seiner Freizeit, glaube ich, einen hohen Lebensqualitätsstandard und kann das toll genießen.

00:20:10: Aber wenn man jetzt beruflich da runtergeht als Studierender und geht da in die Hofschule, was Was anderes trifft man dort an als hier?

00:20:19: Also welche Erfahrungen kann man da mitnehmen?

00:20:22: Außer, dass es natürlich irgendwie international mal ist, aber ich da an die Universität in Stelmbosch komme, die ich persönlich auch sehr beeindruckend und toll finde, auf einem tollen Standard finde.

00:20:34: Was sind da die Unterschiede für einen Studierenden, der da studiert und vielleicht auch aus deiner Sicht noch mal so als Lehrenden?

00:20:42: Wie leben die da Hochschule?

00:20:45: Ja, Christoph, du warst ja hier in Südafrika mit als Dozent, als Lehrbeauftragter.

00:20:50: Wie ist so dein Resümee, wenn du die Baustellen angeguckt hast?

00:20:53: Hast du es so erwartet, anders erwartet?

00:20:55: Wie siehst du es im Vergleich und wie ist dein grundsätzlicher Eindruck?

00:20:59: Deutlich anders erwartet, sehr fortschrittlich auch die Baustellen, wie sie hier abgewickelt worden sind, sehr professionell, sehr komplex.

00:21:09: Scheint auch dementsprechend von hauen Ingeniorkunst hier vor Ort.

00:21:15: dann dementsprechend zu folgen.

00:21:17: Ja, dann haben wir noch an der Uni, haben uns Forschungsprojekte angeschaut und Labore.

00:21:20: Wie ist da so dein Resümee, deine Eindrücke?

00:21:24: Ja, hätte ich auch nicht erwartet, dass die University of Stellenbosch einen so riesigen Attrakt hat, nur für die Civil Engineers, also die Bauingenieure.

00:21:34: zeigt ja auch, welche Stellenwertbauingenieure weltweit haben und auch gebraucht werden weiterhin.

00:21:40: Und dementsprechend auch wie fortschrittlich das Land hier unterwegs ist, dementsprechend die eigenen Leute hier entsprechend auszubilden, um eben mit den größten Weltnationen an der Stelle auch im Bauingenieurwesen mithalten zu können.

00:21:54: Das haben wir auch auf allen Baustellen, in allen Bauwerken, die wir hier besichtigen konnten, im Rahmen unserer Exkursion gesehen.

00:22:00: Also ich will es jetzt vielleicht noch nicht mal als Unterschiede immer klassifizieren, Ich glaube, es gibt auch viele deutsche Hochschulen, die das und Universitäten das sehr gut machen.

00:22:07: Aber als Beispiel sind dort alle Labore mit sehr, sehr vielen bedendlichen Arbeitsplätzen ausgestattet.

00:22:14: Und dort werden die Studierenden sehr, sehr intensiv auch in die Forschung mit einbezogen.

00:22:17: Gerade jetzt im Masterbereich, wo das dann tatsächlich auch quasi forschungsnahe Ausbildung ist.

00:22:24: Also das ist mir sehr, sehr positiv aufgefallen, natürlich auch eine gute Ausstattung vorhanden ist.

00:22:29: Unter den Studierenden sehr, sehr hohes Maß an Diversität.

00:22:33: von ethnischen Gruppen, von auch Herkunft verschiedener Länder.

00:22:37: Ich glaube, es ist auch ein intellektueller Schmelzziegel, der einem dort begegnet.

00:22:41: Das haben wir an der einen oder anderen Hochschule in Deutschland ja mittlerweile auch, dass man sich da gegenseitig positiv befruchtet.

00:22:47: Ja, das sind auch einfach andere Themen, mit denen man dann umgehen kann.

00:22:53: Hat man den Eindruck, dass die Hochschule an sich dort einen anderen Stellenwert hat, auch gesellschaftlich, als hier kann man das vergleichen.

00:23:03: Die haben ja nicht so viele Hochschulen wie wir.

00:23:06: Also wir haben ja einfach mehr Masse über Deutschland gesehen.

00:23:11: In Südafrika gibt es wenige oder weniger renommierte Hochschulen, wo dann doch sich mehr zusammenfindet.

00:23:18: Also es spricht ja auch für diese Diversität, die du gerade angesprochen hast.

00:23:22: Kriegt das dadurch für die Region eine andere Bedeutung?

00:23:25: Ja, also so eine Uni ist schon ein Aushängeschild für so eine jeweilige Stadt oder eine Region.

00:23:31: Ich glaube auch, dass wir da so ein bisschen auch von anderen Liedern können.

00:23:33: Die Amerikaner machen das ja auch.

00:23:34: Die laufen dann mit ihrer Alma, Marta, mit dem Pullover.

00:23:36: Sie sind für immer mit ihrer Uni verbunden.

00:23:39: Das kriegen wir, glaube ich, mittlerweile ein bisschen besser hin über Aluminiummanagement.

00:23:43: Aber da können wir noch besser werden.

00:23:44: Aber auch selber als Mensch, dass man so ein bisschen eine Dankbarkeit verspürt, was einem so eine Uni mitgegeben hat.

00:23:50: Und also, die Unis haben einen hohen Stellenwert.

00:23:53: Das muss man einfach sagen.

00:23:55: Auch da sieht man beispielsweise, wir haben auch mit Einheimischen gesprochen, die jetzt ihre Kinder auf diese Uni schicken können, teilweise auch mit Stipendien und dann unfassbaren Stolz haben, dass ihre Kinder auf eine solche Universität gehen können.

00:24:11: Also das ist auch das Thema Studieren, auch nochmal ein sehr, sehr hohes Maß an Stolz, der damit einhergeht, dass man an eine Universität geht.

00:24:21: Jetzt kommen die alle zurück und ich kann mir vorstellen, dass du im Rahmen deiner Lehrveranstaltung ja auch noch mal auf die Reise zurückkommen wirst.

00:24:33: Hast du da schon Reaktionen gehört, was nehmen die so an Kernerkenntnissen mit so im Nachklang?

00:24:40: Es ist jetzt noch sehr, sehr frisch, aber was sind so die, manchmal redet man ja auf dem Rückflug vielleicht sogar darüber, was war so das Beeindruckendste?

00:24:49: Also ich hab a, das Gefühl, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, ein unfassbar hohes Maß am Motivation jetzt.

00:24:55: Das muss sagen, es sind als Masterstudierende kurz vor dem Abschluss, also sie sind jetzt teilweise auch nur noch ein paar Wochen da, manche circa ein Jahr.

00:25:05: Die haben alle hohes Maß am Motivationsspritze bekommen, das Bauen einfach unfassbar toll ist.

00:25:09: Egal, in welchem Land Bauen macht Bock.

00:25:12: Und ich habe einfach ein hohes Maß am Motivation gespürt.

00:25:17: Der eine oder andere hat auch gesagt, vielleicht könnte ich mir vorstellen, die Karrierepläne nochmal so richtig ein bisschen zu ändern und international arbeiten zu wollen.

00:25:24: Weil die haben auch gemerkt, dass wir als deutsche Ingenieure auch einen hohes Maß an Ansehen haben.

00:25:31: Von dem einen Bauunternehmen haben sie gerade der Projektleiter gesagt, wer will, kann mir gerne E-Mail schreiben.

00:25:35: Dann sprechen wir mal über eine Anstellung.

00:25:37: Also deutsche Bauingenieure sind immer noch gefragt.

00:25:41: Das ist ein großes Thema.

00:25:43: Also

00:25:43: da produzieren wir noch Qualität.

00:25:45: Ja, auf jeden Fall.

00:25:46: Und ich muss auch sagen, und das ist auch so ein Thema, das ich meinen Kolleginnen und Kollegen mitgeben würde, was ich jetzt in dieser guten Woche mit den Studierenden mitbekommen habe, ist, dass wir da auch insgesamt eine gute Arbeit machen, dass wir da Leute in Anführungszeichen produzieren, die mit einem hohen Maß an Motivationen in den Job starten.

00:26:05: Und das ist ja eigentlich so auch der Kerngedanke, den wir als Universitäten und Hochschulen mitbringen müssen.

00:26:10: Fachlich klar müssen wir den viel vermitteln, aber ich finde, wir müssen den vor allen Dingen Das Brennen für die Tätigkeit von Mitteln und das, glaube ich, habe ich zumindest bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die dabei waren, einen sehr, sehr positiven Eindruck, dass da jetzt auch weiterhin gute Leute in den Markt kommen werden.

00:26:27: Also da können sich unsere Firmen auch darauf freuen.

00:26:30: Ja, und man nimmt die auch nochmal mit.

00:26:31: Das ist ja auch wohltuend.

00:26:33: Als Bauingenieur wirst du im Grunde überall auf der Welt gebraucht, auch wenn du zehn Tausend Kilometer mit dem Flieger irgendwo hinfliegst.

00:26:41: wird gebaut und spricht man eigentlich die gleiche Sprache an der Stelle.

00:26:45: Das ist, glaube ich, ein ganz wichtiger Punkt.

00:26:48: Ja, wenn ich da kurz, Christian, wenn ich da kurz dieses als Bauingenieurwesen so gebraucht, ich habe von diesem Thema gesprochen von einem Bausteller mit den No-Cost-Housing.

00:26:55: Ja.

00:26:56: Wir als Bauleute, und das müssen jetzt nicht nur Ingenieure sein, können ja auch Kaufleute sein, die die Verträge aufsetzen.

00:27:02: Wir als Bauwirtschaft sind fast immer ein maßgeblicher Lösungsansatz auch für die Lösung gesellschaftlicher sozialer Themen.

00:27:12: Es ist ein hochgradig sozialer Beruf.

00:27:17: Das war mein zweiter Gedanke, aber danke für diese Sichtweise.

00:27:22: noch mal dazu.

00:27:23: Es ist eine total sinnstiftende Tätigkeit.

00:27:26: Ich werde gebraucht und es ist sinnstiftend und gesellschaftlich sinnvoll.

00:27:31: doch viel von der Lebenswelt.

00:27:33: Und wir leben ja hier auf einem etwas anderen Gesamtniveau, sag ich mal, die Unterschiede zwischen armen Reichs in Südafrika deutlich größer.

00:27:43: Das heißt, da ist auch ja viel Raum noch für Verbesserung.

00:27:46: Also man kann durch intelligentes Bauen wirklich aktiv dazu beitragen, dass es vielen Leuten besser geht und viele Leute in eine andere Lebenssituation gelangen und auch dadurch vielleicht überhaupt erst in eine Voraussetzung.

00:27:59: in Arbeit zu kommen und vernünftige Arbeit zu kommen.

00:28:02: Also auch das sollte man immer mal mitdenken.

00:28:05: in der heutigen Zeit, wenn man überlegt, in welchem Beruf möchte ich eigentlich gehen und wo treibt es mich im Leben dann mal so hin?

00:28:13: Ja.

00:28:14: Ich bin ja persönlich froh, dass du wieder zurückgeflogen bist, wieder zurückgekommen bist.

00:28:19: Ich meine, als Außenstelle, Zukunft bauen.

00:28:24: Stellenbosch ist sicherlich auch ganz, ganz nett, aber ich vermute mal die Hochschule hätte das doch bedauert, wenn du nicht wieder gekommen wirst.

00:28:33: Ja, das hoffe ich.

00:28:34: Auf jeden Fall muss man sagen, es lohnt sich einfach immer mal über den Tellerrand zu schauen, unabhängig jetzt ob Bautechnisch oder nicht.

00:28:42: Und zum Abschluss bleibt mir auch nur noch mal zu sagen, es ist natürlich auch nur möglich, wenn man Sponsorinnen und Sponsoren findet, die solche Themen unterstützen.

00:28:50: Und da muss man sagen, das haben wir auch damals im Zuge der Hochwasserkatastrophe schon mal besprochen.

00:28:56: Die Bauindustrie ist meines Erachtens eine Industrie.

00:28:59: die bereit sind, auch etwas zurückzugeben, wenn eine Sinnhaftigkeit dahinter steht.

00:29:05: Und das finde ich einfach eine ganz tolle Eigenschaft der Branche.

00:29:09: Und ich habe das so mitgenommen, auch ja einige dieser Masterstudenten, die du mithattest, sind ja auch schon eingebettet in viele der Unternehmen.

00:29:18: Das heißt, auch die Unternehmen profitieren natürlich in mehrfacher Hinsicht.

00:29:22: Sie tun was Vernünftiges und Gutes, sie unterstützen die Hochschule, sie unterstützen hier junge Menschen.

00:29:28: Aber das kommt auch zurück, also es kommt ja unmittelbar im Regifall auch in die Region, in die Branche zurück und das ist der Win-win-win.

00:29:36: Geschichte und darüber hinaus eben auch nochmal der Brückenschlag auch für die Südafrikaner.

00:29:41: Natürlich hier auf technischer Schiene zu Kontakten in eine deutsche Hochschule hinein.

00:29:46: Das hat ja zwei Richtungen, das ist ja wie eine Brücke.

00:29:49: Die kann man in beide Richtungen befahren.

00:29:51: Also auch dadurch wird sicherlich der Austausch hier nochmal gefördert und unterstützt und ist vielleicht auch in Zukunft noch etwas leichtgängiger davon aneinander zu lernen und miteinander zu lernen.

00:30:01: Vielen Dank an Sie und Euch fürs Zuhören bei Zukunft.

00:30:05: Bauen, dem Zukunftspodcast für die Bauindustrie.

00:30:09: Wenn euch der Podcast gefällt, würden wir uns über eine Bewertung freuen und natürlich darüber, wenn ihr den Podcast bei einem Podcast-Provider eures Vertrauens abonniert.

00:30:18: Wir freuen uns auf ein Wiederhören.

00:30:20: Bis bald.